Redcross Webmaster's Blog

Ein humanitärer Digital Immigrant erklärt uns die Welt.

Archiv vom ‘Hilfe’ Tag

Crowd Tasking für das Rote Kreuz?

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Wir star­ten heu­te mit einem Ver­su­ch, gemein­sam ein Bild­le­xi­kon zu erstel­len, das unse­ren nicht deutsch­spra­chi­gen Gäs­ten die Kom­mu­ni­ka­ti­on und den Ein­stieg in Öster­reich erleich­tern soll.

Jede Woche kom­men über tau­send Men­schen nach Öster­reich. Die meis­ten kön­nen nicht Deut­sch und vie­le auch nicht Eng­li­sch. Um den Gäs­ten die Ver­stän­di­gung so ein­fach wie mög­li­ch zu machen, wol­len wir bis Anfang Sep­tem­ber ein Bil­der­le­xi­kon auf­le­gen, in dem die 1.000 wich­tigs­ten Wör­ter visua­li­siert und erklärt wer­den.

Telefon

Dazu brauchen wir Deine Unterstützung!

Um dies auch mög­lichst schnell umset­zen zu kön­nen, zäh­len wir auf vie­le frei­wil­li­ge Unter­stüt­ze­rIn­nen. Wir bit­ten Dich, aus­sa­ge­kräf­ti­ge Fotos oder Skiz­zen zu ein­zel­nen Wör­tern zu machen. So soll es mög­li­ch sein mit­tels des deut­schen Wor­tes und einem Bild eine leich­te Über­set­zung dar­zu­stel­len. Dazu beschrif­te dein Foto bit­te mit dem jewei­li­gen Wort dass Du mit dem Bild abge­bil­det hast. WICHTIG: Dabei ist sicher­zu­stel­len, dass Du selbst die Rech­te auf das Foto hast, also kei­ne Google-Recherchen machen son­dern selbst foto­gra­fie­ren. Die Fotos brau­chen eine hohe Auf­lö­sung (bit­te beim Upload nicht auf das ankli­cken ver­ges­sen). Mit dem Hoch­la­den über­trägst Du uns die unein­ge­schränk­ten Nut­zungs­rech­te an dem Foto. Wenn Per­so­nen abge­bil­det sind, bit­te hier auch ein Ein­ver­ständ­nis ein­ho­len.

Wie geht’s?

Schau in unse­rer Facebook-Gruppe vor­bei und wer­de Teil des Pro­jekts. Dort kann­st du in den jewei­li­gen bereits ange­leg­ten Foto­al­ben, die sich immer einem bestimm­ten The­men­be­reich wid­men, jeder­zeit neue Bil­der hin­zu­fü­gen und die­ses erwei­tern. Eben­falls brau­chen wir Redak­teu­rin­nen und Redak­teu­re, die hier die Fotos bewer­ten und aus­wäh­len und eine brauch­ba­re Samm­lung zusam­men stel­len. Du bist bereit hier mit­zu­ma­chen? Hier geht’s zur Facebook-Gruppe: https://​www​.face​book​.com/​g​r​o​u​p​s​/​1​6​8​5​1​5​9​9​6​5​0​4​6​9​96/

Fragen?

01 58900 154

Sonja.​kuba@​roteskreuz.​at

Gerald.​czech@​roteskreuz.​at

Geschrieben von Gerald Czech

26. August 2015 um 16:16

Abgelegt in einsatz,Hilfe

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#4nepal

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In Nepal ver­wüs­te­te ver­gan­ge­nes Wochen­en­de ein Erd­be­ben gro­ße Tei­le des Lan­des. Tau­sen­de Tote, hun­dert­tau­sen­de Betrof­fe­ne. Die gan­ze Welt hält den Atem an. Wie dra­ma­ti­sch die Lage vor Ort ist, berich­te­te uns heu­te unser Disaster-Manager Jür­gen Högl, der in Wien die Hil­fe des Roten Kreu­zes koor­di­niert.

Mehr als Medien konsumieren?

Was kann man nun online und digi­tal machen, um die Awa­ren­ess für eine sol­che Kata­stro­phe zu erhö­hen, den Men­schen, die nicht Stamm­kon­su­men­ten der Haupt­abend­nach­rich­ten sind, die Situa­ti­on der Betrof­fe­nen vor Ort näher brin­gen?

Gemein­sam mit unse­rem Part­ner den Socia­lis­ten haben wir über­legt, was es braucht, um mehr zu pro­du­zie­ren, als blo­ßes Rau­schen. Nicht die sieb­zehn­te Stim­me im Chor der „Hilfe-Rufenden“ zu sein, son­dern jedem die Mög­lich­keit zu geben, sich aktiv an soli­da­ri­schen Aktio­nen für die Betrof­fe­nen in Nepal zu enga­gie­ren.

Ein Aufruf zur Menschlichkeit.

4nepalUnse­re Idee war nun, den sozi­al­me­dia­len Dis­kurs selbst zum The­ma zu machen und auf einer Sei­te zu kana­li­sie­ren. Alle Pos­tings mit dem has­tag #4nepal wer­den gescannt und auf einer ein­zi­gen Sei­te zusam­men­ge­fasst: www​.4ne​pal​.at (oder eng­lisch­spra­chig: www​.4ne​pal​.info). Das soll einer­seits die Mög­lich­keit geben, sei­ne eige­ne Inter­ak­ti­on im Kon­text von ande­ren Mane­schen zu sehen und ande­rer­seits wei­te­re Per­so­nen dazu ein­la­den, sich selbst zu enga­ge­ie­ren.

Online-Volunteering at it’s best

Am Nach­mit­tag hat uns dann noch Jakob Kal­ten­bru­mer, ein Frei­wil­li­ger aus dem Roten Kreuz in Ober­ös­ter­reich unter­stützt und in 20 Minu­ten einen schö­nen HTML-Frame für die Sei­te gebaut, vie­len Dank!

Poste auch Du und lade weitere zur aktiven Solidarität ein!

kalyanKALYAN (ist Nepalesisch und bedeutet Wohlergehen)

Nach dem dra­ma­ti­schen Erd­be­ben, das in der Hima­la­yare­gi­on enor­me Schä­den ver­ur­sacht hat ist das mensch­li­che Leid in Nepal enorm. Wir wol­len allen die Mög­lich­keit geben, ihr Mit­ge­fühl auch digi­tal aus­zu­drü­cken – online dazu bei­tra­gen, dass es den Betrof­fe­nen nach dem Erd­be­ben bes­ser geht. Natür­li­ch ist mate­ri­el­le Hil­fe im Moment das Wich­tigs­te, das berich­ten auch unse­re Mit­ar­bei­ter vor Ort. Doch neben dem Spen­den ist auch die mensch­li­che Nähe wich­tig.

Pos­te Dei­ne Wün­sche für Betrof­fe­ne des Erd­be­bens in Nepal. Zei­ge Dei­ne Unter­stüt­zung durch ein Pos­ting, einen Spruch, ein Sel­fie oder tag­ge eine Akti­on mit der Du den Betrof­fe­nen hilfst mit dem Hash­tag #4nepal. Und lade Dei­ne Freun­de ein, Dei­ne Geschäfts­par­ter, Dein Netz­werk.

Etwas Gutes tun heißt zu zei­gen, dass einem die Situa­ti­on und vor allem die Men­schen vor Ort nicht kalt las­sen! Also zeig Dein Com­mit­ment mit #4nepal

Alle Pos­tings von Face­book, Twit­ter und Ins­ta­gram fin­dest Du auf www​.4ne​pal​.at.

Damit wir gemein­sam Auf­merk­sam­keit für die betrof­fe­nen Fami­li­en und Kin­der schaf­fen kön­nen brau­chen wir Dei­ne Hil­fe!

Geschrieben von Gerald Czech

28. April 2015 um 11:55

Rotkreuz-Hilfe in Syrien

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Über die Situa­ti­on in Syri­en kann man seit Mona­ten in allen Medi­en lesen. Hil­fe vor Ort wird seit dem Beginn auch vom Syri­schen Roten Halb­mond geleis­tet, der sowohl in Damas­kus, als auch in den ande­ren Städ­ten neu­tra­le und unpar­tei­ische Hil­fe leis­tet.

Hilfe des Syrischen Roten Halbmonds und des IKRK in Homs (Syrien). Foto: Syrischer Roter Halbmond/I.Malla

Hil­fe des Syri­schen Roten Halb­monds und des IKRK in Homs (Syri­en). Foto: Syri­scher Roter Halbmond/I.Malla

Rotkreuz-Übersichtsseite

Um die lau­fen­de Infor­ma­ti­on an einer Stel­le lesen zu kön­nen, haben wir im Öster­rei­chi­schen Rotkreuz-Portal eine Über­sichts­sei­te Syri­en ein­ge­rich­tet, die unter www​.rotes​kreuz​.at/​s​y​r​ien leicht erreich­bar ist. Eine Spen­den­mög­lich­keit wur­de eben­falls ein­ge­rich­tet. Ent­we­der „her­kömm­li­ch“ an 2.345.000 bei der PSK mit dem Kenn­wort Syri­en, oder online im Rotkreuz-Spendenportal: www​.rotes​kreuz​.at/​s​y​r​i​e​n​/​s​p​e​n​den

Alle Infor­ma­tio­nen zur Hil­fe in Syri­en auch beim Inter­na­tio­na­len Komi­tee vom Roten Kreuz (IKRK) auf der Über­sichts­sei­te (in eng­li­scher Spra­che).

Video: Helfer im Konflikt

Ein inter­es­san­tes Video aus Damas­kus auf Youtube schil­dert die gefähr­li­chen Auf­ga­ben der Frei­wil­li­gen, die vor Ort Ret­tungs­dienst leis­ten:

Geschrieben von Gerald Czech

21. März 2012 um 14:40

Neue Kanäle in der Katastrophe?

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Web und Soci­al Media in der inte­grier­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on des Roten Kreu­zes

Die Kata­stro­phe in Hai­ti am 12. Jän­ner 2010 und vor allem das Schick­sal der ins­ge­samt über 2 Mil­lio­nen Betrof­fe­nen Men­schen hat welt­weit vie­le bewegt. Nicht zuletzt auf­grund der dra­ma­ti­schen Situa­ti­on vor Ort haben inter­na­tio­nal die meis­ten Medi­en Hai­ti Tage- manch­mal Wochen­lang zum Haupt­the­ma ihrer Bericht­erstat­tung gemacht.

Bereits vor eini­gen Jah­ren habe ich mich mit den Mög­lich­kei­ten von Soci­al Web in der Kata­stro­phe in einem Blog­post (Dis­as­ter 2.0) eher theo­re­ti­sch beschäf­tigt. Nun konn­ten wir all die­se Tools auch live ein­set­zen. Hier der ers­te Bericht dazu.

Lange in Haiti

Das Rote Kreuz ist seit vie­len Jah­ren in Hai­ti. Schon lan­ge vor die­ser Kata­stro­phe wur­den in Port-au-Prince bei­spiels­wei­se von Öster­rei­chi­schen Tech­ni­kern Funk­netz­wer­ke gewar­tet und errich­tet. Das ist der Grund, war­um die Rotkreuz-Helfer vor Ort bereits auf ein bestehen­des Netz­werk an Kon­tak­ten zurück­grei­fen konn­ten.

Doch Haupt­in­halt die­ses Pos­ting soll­te die Kom­mu­ni­ka­ti­on nach innen und aus­sen sein, deren inte­grier­ter Ansatz, der anhand der Erd­be­ben­ka­ta­stro­phe in Hai­ti erst­mals in die­ser Wei­se umge­setzt wur­de. Die ope­ra­ti­ve Arbeit in Öster­reich und natür­li­ch auch vor Ort sind in jedem Fall wesent­li­che Basics, denn ohne die effi­zi­en­te und wirk­sa­me Hil­fe von Män­nern und Frau­en des Roten Kreu­zes vor Ort macht die bes­te Kom­mu­ni­ka­ti­on zum The­ma gar kei­nen Sinn.

Der Alarm.

Unse­re ope­ra­ti­ven Kata­stro­phen­ma­na­ger wur­den kurz nach Mit­ter­nacht vom Erd­be­ben infor­miert, ers­te Infos ergin­gen daher auch an die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­ar­bei­ter per eMail noch lan­ge vor ihrem Ein­tref­fen im Office. Via Twit­ter waren ers­te Ein­satz­mel­dun­gen des Ame­ri­ka­ni­schen Roten Kreu­zes (als CNN RT) auch schon sehr früh ver­füg­bar. Daher war rasch klar, dass sich hier eine gro­ße Kata­stro­phe anbahnt. Unser ers­ter Tweet zum The­ma Hai­ti als @roteskreuzat folg­te in der Früh des 13. Jän­ners:

RT @Red­Cross­PDX: RT @White­Hou­se Text „HAITI“ to 90999 to dona­te $10 to @Red­Cross reli­ef efforts in #Hai­ti. Learn more: http://​bit​.ly/​6​K​i​RtE

Im Lau­fe des Tages war rasch klar, dass auch Öster­rei­chi­sche Hil­fe vor Ort not­wen­dig wer­den wird. Alle Schnel­l­ein­satz­grup­pen wur­den auf stand­by alar­miert. Hin­sicht­li­ch des Fund­rai­sings wur­de im Online­spen­den das Kenn­wort „Erd­be­ben in Hai­ti“ akti­viert, eine kurz davor ein­ge­führ­te SMS-Spenden-Nummer wur­de eben­falls für Hai­ti akti­viert.

Erster Tag, erste Presseinfo, Setup der Kommunikationsinfrastruktur

Zeit­gleich mit dem Online­stel­len der ers­ten Pres­se­info „Schwe­res Erd­be­ben in Hai­ti“ wur­de online eine eige­ne Kno­ten­sei­te ein­ge­rich­tet, deren leicht zu mer­ken­de URL www​.rotes​kreuz​.at/​H​a​iti lau­te­te. Dort wur­den sämt­li­che Infor­ma­tio­nen zum The­ma zusam­men­ge­fasst, spä­ter konn­te auch ein RSS-Feed dazu erstellt wer­den. Noch im Lau­fe des 13. Jän­ners waren via Alertnet/Reuters ers­te Fotos aus Hai­ti ver­füg­bar, die online gin­gen. Auch die Infor­ma­tio­nen zur Spen­den­mög­lich­keit via SMS wur­den erstellt und online gestellt. Auf Face­book wur­de eine ers­te Cau­se „Hil­fe für Hai­ti“ gestar­tet, um auch die­ses Medi­um als Informations- und Fundraising-Kanal zu instru­men­ta­li­sie­ren. Infor­ma­tio­nen gab es zunächst aller­dings über mei­nen per­sön­li­chen User, weil noch kei­ne Fan­page exis­tiert hat.

Informationen, going social

Durch die Rotkreuz-Mitarbeiter, die bereits in Port-au-Prince waren, konn­te auch die ope­ra­ti­ve Hil­fe vor Ort rasch star­ten, bereits am ers­ten Tag gin­gen über das Rotkreuz-Netzwerk bereits ver­trau­ens­wür­di­ge Infor­ma­tio­nen aus Hai­ti ein. Die­se wur­den zunächst im Rotkreuz-Portal online gestellt und in wei­te­rer Fol­ge auch via Twit­ter publi­ziert.

#hil­fe nach dem #erd­be­ben in #Hai­ti: ROtes Kreuz im Ein­satz #Spen­den auf https://spende.roteskreuz.at?code=SERHAI #spen­den­auf­ruf #rotes­kreuz

Lau­fen­der inter­ner Kon­takt mit den Kol­le­gIn­nen der Pres­se­ab­tei­lung und dem ope­ra­ti­ven Katastrophen-Einsatzmanagement ver­hin­der­ten eine „Ent­kop­pe­lung“ der Soci­al Media-Aktivitäten. Twit­ter war auch ein inter­es­san­ter Kanal für die Nach­rich­ten aus dem Kata­stro­phen­ge­biet, @Federation der Account der inter­na­tio­na­len Föde­ra­ti­on der Rotkreuz- und Rothalb­mond­ge­sell­schaf­ten war hier genauso wert­voll, wie ver­schie­de­ne Lis­ten der Fede­ra­ti­on, die Rotkreuz-Twitteraccounts zusam­men­fas­sen, oder sol­che der UNO.

Zur Ver­brei­tung der Rotkreuz-Hilfe im Web, bei befreun­de­ten Unter­neh­men, Orga­ni­sa­tio­nen und bei inter­es­sier­ten wur­den auch Flash-Banner erstellt und Online ange­bo­ten. Die­se wer­den inzwi­schen durch­aus breit geschal­tet. Auch Google-Adwords wur­den bald dazu ver­wen­det, Use­rIn­nen auf das Rote Kreuz in die­sem Kon­text auf­merk­sam zu machen. Über eini­ge Hür­den in die­sem Kon­text berich­te ich im Blog­post „Hil­fe für Hai­ti oder Fight­in’ goo­gle­Ad­words

Österreichische Experten werden entsendet

Die Pha­se zwei in der Kom­mu­ni­ka­ti­on hat begon­nen, nach­dem unse­re Aus­rich­tung von „Sup­port“ des Ein­sat­zes geän­dert wur­de: Bald wur­de auch klar, dass rela­tiv bald ers­te Öster­rei­chi­sche Exper­tin­nen und Exper­ten in Rich­tung Hai­ti fah­ren wer­den. Die inter­na­tio­na­le Koor­di­na­ti­on und die not­wen­di­ge Logis­tik erlaub­ten es bereits am 15. Jän­ner ein ers­tes zwei­köp­fi­ges Team von Wien aus zu ent­sen­den, ein drit­ter Exper­te flog nach Genf, von wo aus er mit Such­dienst­ex­per­tIn­nen nach Port-au-Prince flog. Die Öster­rei­chi­sche Akti­on Nach­bar in Not star­te­te eben­falls am 14. Jän­ner mit brei­ter Cover­a­ge im Öster­rei­chi­schen Fern­se­hen und Radio.

Für den Abflug der Exper­tin­nen aus Wien wur­den auch Jour­na­lis­tIn­nen zum Flug­ha­fen ein­ge­la­den. Auf­grund der Tat­sa­che, dass dies die ers­ten Öster­rei­che­rIn­nen auf dem Weg nach Hai­ti waren, wur­de die Hil­fe auch von einer brei­ten Medi­en­co­ver­a­ge (bsp.: Kro­ne Titel­fo­to, APA) beglei­tet.

Bis zum Ein­tref­fen der Hel­fer in Hai­ti wur­den Lageu­p­dates, Fotos und Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen (auch in unse­rem Ein­satz­blog) zur Ver­fü­gung gestellt.

Facebook als eigener Kanal

Auf­grund der zahl­rei­chen Infor­ma­tio­nen, die via Face­book ver­brei­tet wur­den, haben wir uns kurz­fris­tig ent­schlos­sen, eine Facebook-Fanpage zu star­ten, um als „Öster­rei­chi­sches Rotes Kreuz“ auf­tre­ten zu kön­nen (Eige­ner Blog­post „Erfolgs­sto­ry Face­book Page“). Das war ein wei­te­rer wich­ti­ger Bau­stein in der Rotkreuz-Kommunikation.

Fotojournalismus

Die Föde­ra­ti­on hat sein lan­ger Zeit einen Flickr-Account, über den immer wie­der Bil­der kom­mu­ni­ziert wur­den. Die Kata­stro­phe in Hai­ti mach­te es bald not­wen­dig, die­se Quel­le auch brei­ter zu nut­zen, so wur­de von dort rasch eine Sli­de­show erstellt, die immer auto­ma­ti­sch upge­da­ted wird, um Rotkreuz-Fotos auch welt­weit in Blogs ein­bau­en zu kön­nen. Timo Lue­ge berich­tet von unglaub­li­chen 1 Mil­lio­nen Views der Flickr-Bilder am 14. Jän­ner 2009.

Our Flickr set about the Hai­ti Ear­t­h­qua­ke gene­ra­ted over 1 mil­lion page views wit­hin 24 hours on Janu­a­ry 14th. It was high­ligh­ted by Yahoo! (which cont­ri­but­ed the majo­ri­ty of impres­si­ons) but other media paid atten­ti­on as well. In the first few days, BBC Online men­tio­ned it on their live blog every time, we uploa­ded new images. We also got a sub­stan­ti­al num­ber of requests from media who wan­ted high-resolution ver­si­ons of our Flickr pho­tos.

Die­se Sli­de­show konn­ten wir auch rasch in unse­ren Webauf­tritt inte­grie­ren. Die her­vor­ra­gen­den Foto­gra­fen, die für das Rote Kreuz vor Ort waren, konn­ten uns damit von den ers­ten Tagen an täg­li­ch neue Bil­der zur Ver­fü­gung stel­len, was ein Plus für jeg­li­ches Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­di­um dar­stellt.

Inter­es­sant ist Timos State­ment zum Effekt des Flickr-Engagements:

As far as ROI is con­cer­ned I should men­ti­on that most visi­tors stay­ed wit­hin that set and did not cli­ck on other pho­tos or through to our site. So whi­le this was very suc­cess­ful to gene­ra­te awa­ren­ess, it did not gene­ra­te sub­stan­ti­al funds for us. Howe­ver, sin­ce Flickr’s com­mu­ni­ty gui­de­li­nes for­bid active­ly asking for dona­ti­ons, the­re was no call to action under the­se pic­tures eit­her – merely “Find out more at http://​www​.ifrc​.org/​h​a​i​ti/ ”.

Akustische Informationen: Podcasts und Clips

Die nächs­te Pha­se war die Pro­duk­ti­on digi­ta­ler Audio­clips und Pod­casts. Zunächst klas­si­sch via Recor­der oder durch den Mit­schnitt von Tele­fon­in­ter­views, was unse­re VoIP-Telefonanlage zum Glück in brauch­ba­rer Qua­li­tät erlaubt. Der ers­te Ver­su­ch in die­sem Zusam­men­hang war die Bei­stel­lung von Audio­da­ten zu einem redak­tio­nel­len Text über die Seu­chen­prä­ven­ti­on nach Kata­stro­phen.

Die Ver­wen­dung die­ser Audio­clips von ver­schie­de­nen loka­len Radio­sen­dern zur Bericht­erstat­tung führ­ten dazu, dass wir uns inten­si­ver mit den Mög­lich­kei­ten der digi­ta­len Audio­clips beschäf­tig­ten. Eine vir­tu­el­le Neben­stel­le wur­de zum digi­ta­len Anruf­be­ant­wor­ter. Dadurch konn­ten unse­re Dele­gier­ten zu jeder Tages- und Nacht­zeit ihre State­ments bei uns depo­nie­ren. Die Files gin­gen auto­ma­ti­sch per Mail an die Pres­se­ab­tei­lung und an den Web­mas­ter. Damit konn­ten wir eine wei­te­re Kom­mu­ni­ka­ti­ons­struk­tur auf­bau­en – neue Audio­clips waren so oft­mals in 30 Minu­ten nach dem Gespräch online.

Die­se Clips dien­ten einer­seits den Radio­sen­dern als „Fut­ter“ für ihre News und Flä­chen­bei­trä­ge, ande­rer­seits lie­fer­ten sie Zitier­ba­res für unse­re regio­na­len Pres­se­ver­ant­wort­li­chen und Jour­na­lis­tIn­nen. Nicht zuletzt erlaub­ten die­se Sound­clips auch den Use­rin­nen im Web eine authen­ti­sche Mög­lich­keit, sich von der Hil­fe des Roten Kreu­zes vor Ort aus ers­ter Hand zu infor­mie­ren.

Inzwi­schen ver­su­chen wir alle paar Tage neue Clips online zu stel­len und mög­lichst vie­le unse­rer Exper­tIn­nen aus Hai­ti zu Wort kom­men zu las­sen. Zwi­schen­durch wer­den immer wie­der Pod­casts ( Bei­spiels­wei­se hier, oder hier) pro­du­ziert, um die­se State­ments auch im redak­tio­nel­len Umfeld in Geschich­ten ein­zu­bet­ten.

Videos

Auch Videos aus Hai­ti waren bald ver­füg­bar. Zusätz­li­ch setz­ten wir auch eige­ne Kame­ra­leu­te ein, bei­spiels­wei­se um die Ver­la­dung der Öster­rei­chi­schen Hilfs­gü­ter zu doku­men­tie­ren. Hier wur­den dann die Video­pod­casts ent­we­der 1:1 wei­ter­pu­bli­ziert oder es wur­den eige­ne Video­pod­casts pro­du­ziert, wie die­ser zur Öster­rei­chi­schen Hil­fe vor Ort. Publi­ka­ti­ons­ort war zudem zusätz­li­ch immer auch Youtube, wo das Öster­rei­chi­sche Rote Kreuz seit eini­ger Zeit einen Chan­nel betreibt. Doch die gerin­ge Zahl der Views zeigt auch deut­li­ch, dass der Pro­duk­ti­ons­auf­wand eines Video­pod­casts für die weni­gen Nut­zer dann zu hoch ist, wenn man ihn bei­spiels­wei­se mit dem Auf­wand von Pod­casts oder Foto­ga­le­ri­en ver­gleicht.

Google-Maps

Die Bereit­stel­lung von tagak­tu­el­len KML-Files von Sei­ten der Föde­ra­ti­on hat uns dazu gebracht, eine Google-Map zum Rotkreuz-Einsatz in Hai­ti zu pro­du­zie­ren, um die geo­da­ten eben­falls als Infor­ma­ti­ons­ka­nal zu nut­zen. Zudem bringt die Über­sichts­kar­te zur Rotkreuz-Hilfe in Hai­ti den Nut­ze­rin­nen und Nut­zern auch einen geo­gra­fi­schen Über­bli­ck über die kom­ple­xe Kata­stro­phen­sze­ne­rie auf Hai­ti. Die­se Kar­te wur­de von Sei­ten der Föde­ra­ti­on wie­der­um an alle ande­ren natio­na­len Gesell­schaf­ten zurück­ge­lie­fert, so dass wir nun­mehr gemein­sam mit dem Deut­schen Roten Kreuz die­se Map betreu­en.

Crowdsourcing

In den ver­gan­ge­nen Stun­den wur­de zudem ver­sucht, das gro­ße Inter­es­se an der Facebook-Gruppe des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes dahin­ge­hend zu nüt­zen, indem wir Use­rIn­nen auf­ge­for­dert haben, uns durch Über­set­zung von eng­lisch­spra­chi­gen Arti­keln ins Deut­sche zu unter­stüt­zen. Das hat her­vor­ra­gend geklappt. Fünf Tex­te konn­ten so inner­halb von drei Stun­den über­setzt wer­den.

blut2.0?

3 Kommentare

Fol­gen­de Reak­ti­on auf unse­re Blogs – oder bes­ser auf die Nicht­exis­tenz ver­schie­de­ner Blogs – habe ich erst jetzt ent­deckt obwohl ein Track­back ein­ge­gan­gen ist: Blog­ger spen­den Blut .

Dort schreibt Luca Ham­mer über sei­ne Erfah­run­gen beim Blut­spen­den und unter ande­rem, dass er durch Tweeds (also Twitter-Messages) auf den Blut-Mangel im Jän­ner auf­merk­sam wur­de.

Eines schö­nen Mor­gen, ich war gera­de auf­ge­stan­den, kamen mir bei Twit­ter meh­re­re Mel­dun­gen ent­ge­gen, dass dem Öster­rei­chi­schen Roten Kreuz das Blut aus­ging. Dass die­se alle auf Web­siten von Medi­en im klas­si­schem Sin­ne ver­wei­sen, ist wohl dar­auf zurück­zu­füh­ren, dass die Blogs des Roten Kreuz etwas ver­wir­rend sind und anschei­nend kei­ne Infor­ma­tio­nen zu dem The­ma ent­hal­ten. Auch wenn wür­de es wohl nie­mand mit­be­kom­men, weil sie nicht beson­ders viel Inter­es­se wecken. Viel­leicht habe ich aber auch nur die fal­schen ange­klickt. Aber zurück zu den mor­gend­li­chen Blut­ge­sprä­chen auf Twit­ter.

Auch damit hat er voll­kom­men recht. Unse­re Blogs sind – zumin­dest zur Zeit – eher Infor­ma­ti­ons­quel­len für ganz spe­zi­fi­sche (inter­ne) Ziel­grup­pen, als Teil der Öster­rei­chi­schen Blo­gos­phe­re (dazu hier ein wenig über unse­re Stra­te­gie).

Luca beschreibt eine vor­bild­li­che Akti­on der Blo­gos­phe­re, wie ver­sucht wur­de, mög­lichst vie­le Men­schen zum Blut spen­den zu moti­vie­ren. Ein Twitter-Hashtag wur­de ange­legt, mög­lichst vie­le Kol­le­gen wer­den moti­viert. Dan­ke!

Auch die Schil­de­rung des Blut­spen­de­vor­gangs, die dar­auf folgt fin­de ich span­nend, wie das Video, das eben­so online steht.

Wei­te­re Berich­te über das „Blog­ger­Blut­spen­den“ hier.

An der Stel­le möch­te ich mich bei die­ser Akti­on bedan­ken und gleich erneut die Blo­gos­phe­re auf­ru­fen, Blut spen­den zu kom­men, die sechs Wochen War­te­zeit wären ja schon vor­bei :-).

Geschrieben von Gerald Czech

17. März 2009 um 13:47

IKRK-Youtube-Video Georgien

Keine Kommentare

Das IKRK hat ein Video über die Hil­fe in Geor­gi­en online gestellt:

Medium: www.youtube.com
Link: www​.youtube​.com

Geschrieben von Gerald Czech

16. September 2008 um 22:21

Einsatz-Team in Haiti mit eigenem Blog

Keine Kommentare

WIe wir auf unse­rer Home­page berich­te­ten, ist eine ERU-Telekom nach Hai­ti geflo­gen um vor Ort die Kom­mu­ni­ka­ti­on der Rotkreuz-Helfer zu sichern.

Zur bes­se­ren Kom­mu­ni­ka­ti­on und um den Usern die Mög­lich­keit zu geben, näher an den Öster­rei­chi­schen Hel­fern in Hai­ti zu sein, haben wir einen eige­nen Ein­satz­blog gestar­tet, in dem unter ande­rem auch die bei­den Kol­le­gen fleis­sig pos­ten.

Wer­ner Lech­ner berich­te­te Sams­tag bei­spiels­wei­se im Einsatz-Blog:

Es ist ein­fach schön, für eine welt­wei­te Orga­ni­sta­ti­on zu arbei­ten. Mit­ler­wei­le ist das hier eine sehr gros­se Ope­ra­ti­on von über 50 Dele­gier­ten. Es wird jetzt 7 Uhr – Zeit für Früh­stück und dann haben wir das mor­gend­li­che Mee­ting, wo wir den Tag pla­nen.

Auch Fotos aus dem Ein­satz­ge­biet konn­ten bereits online gestellt wer­den!

Geschrieben von Gerald Czech

15. September 2008 um 20:35