Redcross Webmaster's Blog

Ein humanitärer Digital Immigrant erklärt uns die Welt.

Archiv von der ‘Menschlichkeit’ Kategorie

Facebook ohne Gesichter?

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Wie das Rote Kreuz in Sozia­len Net­zen wir Face­book oder Google+weltweit auf das Schick­sal von Mil­lio­nen Ver­miss­ten und ihrer Ange­hö­ri­ger auf­merk­sam macht.

Ein lee­rer Bil­der­rah­men statt des Pro­fil­bilds erin­nert an den Welt­tag der Ver­schwun­de­nen

Wer hat es in den ver­gan­ge­nen Tagen noch nicht bemerkt. Statt eines Pro­fil­bil­des fin­det man bei sei­nen Kon­tak­ten in Face­book oder Goo­gle Plus ledig­li­ch einen lee­ren Bil­der­rah­men an des­sen Rand ein­fach „the mis­sing“ steht. „The mis­sing“ ist in die­sem Fal­le der Ver­weis auf die Kam­pa­gne des Roten Kreu­zes, das damit auf den Welt­tag der Ver­schwun­de­nen am 30. August auf­merk­sam machen will.

Zum Welttag der Verschwundenen

In einer Aus­sen­dung erklärt das Öster­rei­chi­sche Roten Kreuz heu­te früh:

Welt­weit gel­ten mehr als zwei Mil­lio­nen Men­schen als ver­schwun­den. Unter „Ver­schwin­den“ ver­steht man die unbe­grün­de­te Fest­nah­me von Men­schen durch staat­li­che Orga­ne oder bewaff­ne­te Kämp­fer. „Oft wer­den die ‚Ver­schwun­de­nen’ ermor­det, in ande­ren Fäl­len an einem unbe­kann­ten Ort fest­ge­hal­ten. Jeden­falls ist die­ses Vor­ge­hen eine Men­schen­rechts­ver­let­zung“, sagt Wer­ner Kersch­baum, Gene­ral­se­kre­tär des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes. Am 30. August – dem Tag der Ver­schwun­de­nen – wird welt­weit an das Schick­sal von Men­schen erin­nert, die gegen ihren Wil­len fest­ge­hal­ten wer­den und deren Ange­hö­ri­ge im Unkla­ren über ihren Ver­bleib sind.

Eine Österreichische Idee geht um die Welt

Bereits im ver­gan­ge­nen Jahr konn­te das lee­re Pro­fil­bild aus­ge­hend von der Facebook-Seite des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes meh­re­re Tau­send Men­schen infor­mie­ren. Bereits damals wur­de die Idee auch inter­na­tio­nal auf­ge­grif­fen, wie ich in einem frü­he­ren Blog­post berich­tet habe. Heu­er wur­de die Kam­pa­gne – gera­de wegen des groß­ar­ti­gen vira­len Erfolgs im ver­gan­ge­nen Jahr – auch vom inter­na­tio­na­len Komi­tee vom Roten Kreuz über­nom­men und an die Rotkreuz- und Rothalb­mond­ge­sell­schaf­ten welt­weit wei­ter­ge­lei­tet, um hier mög­lichst vie­le Men­schen zu errei­chen.

Das Schwei­ze­ri­sche Rote Kreuz hat bereits mit der Akti­on begon­nen, vie­le wei­te­re Rotkreuz-Gesellschaften wer­den wer­den hof­fent­li­ch noch fol­gen.

Social Media als Erfolgsrezept für das Rote Kreuz?

Immer wie­der haben wir in den ver­gan­ge­nen Mona­ten vie­le Men­schen moti­vie­ren kön­nen, das Medi­um Face­book auch für das „digi­ta­le Cam­pai­gning“ zu ver­wen­den, ich

Dunant Myself war eine Facebook-Aktion zum Weltrotkreuz-Tag

Zum Weltrotkreuz-Tag konn­te man vor zwei Jah­ren sein Pro­fil­bild mit dem Ant­litz des Rotkreuz-Gründers Hen­ri Dun­ant ver­schö­nern.

erin­ne­re nur an die Akti­on mit der pas­sen­den Jacke zum Weltrotkreuz-Tag, die Freiwilligen-Kampagne zum Anlass des Euro­päi­schen Jahrs des ehren­amt­li­chen Enga­ge­ments oder die Akti­on „Dun­ant myself“ (inzwi­schen nicht mehr online). Es konn­ten mit die­sen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­jek­ten auf die­sen Kanä­len jedes mal vie­le Tau­send Men­schen erreicht wer­den, die sich auch per­sön­li­ch ein­brin­gen konn­ten, und damit gezwun­gen waren, sich mit der Mar­ke Rotes Kreuz aus­ein­an­der zu set­zen. Doch es braucht nicht nur das Sozia­le Netz­werk, gera­de die Geschich­te hin­ter einem Pro­jekt ist wich­tig, hier ist nicht nur die Krea­ti­vi­tät, son­dern auch die Authen­ti­zi­tät gefragt, davon bin ich über­zeugt.

Mehr Material zum Welttag der Verschwundenen

Geschrieben von Gerald Czech

27. August 2012 um 15:14

Rotes Kreuz 2.0: Der Weltrotkreuztag auf Facebook

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Bilder Teilen und damit die Rotkreuz-Idee digital verbreiten.

Wel­cher Facebook-Nutzer kennt das nicht: kur­ze Tex­te als Gra­fi­ken mit einem Pfeil in Rich­tung Pro­fil­bild, die erklä­ren, dass die­ser oder jener Nut­zer kei­ne Spie­le­ein­la­dun­gen mag, gera­de müde ist oder eine gewis­se Musik ver­ab­scheut.

Wir haben auf Anre­gung einer Mit­ar­bei­te­rin aus Nie­der­ös­ter­reich die­se Idee auf­ge­grif­fen und selbst Gra­fi­ken erstellt, mit denen sich jede Nut­ze­rin und jeder Nut­zer als Rotkreuz-Mitarbeiter/in, als Blutspender/in, Ersthelfer/in oder Spender/in outen kann uns somit ande­re von der wich­ti­gen Arbeit des Roten Kreu­zes infor­miert“, so Gerald Czech, Web­mas­ter des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes.

Die Kampagne auf Facebook

Ein Foto­al­bum wur­de online gestellt, in dem alle ein­zel­nen Sujets hoch­ge­la­den und kor­rekt beschrif­tet wur­den, so wie sie dann sinn­vol­ler­wei­se auf den Pin­wän­den der Nut­ze­rin­nen gese­hen wer­den sol­len.

Facebook-Fotogalerie auf www​.face​book​.com/​r​o​t​e​s​k​r​e​u​zat

Die Mecha­nik der Kam­pa­gne ist die fol­gen­de: Nut­ze­rin­nen und Nut­zer tei­len das jewei­li­ge Bild in ihrem Nach­rich­ten­stream. Dadurch kann einer­seits die Zahl der Shares in den Sta­tis­ti­ken der Facebook-Page gezählt wer­den, die Akti­on wird daher mess­bar – ande­rer­seits hat das den Vor­teil, dass alle Freun­din­nen und Freun­de eben die­ses Foto in ihrer Pin­wand sehen, so es von der Facebook-Filterbubble dort auch ange­zeigt wird. Die­se kön­nen, so das auch für sie rele­vant ist, das Foto eben­falls tei­len – das ist der vira­le Cha­rak­ter der Kam­pa­gne.

Ein Netzwerk der Hilfe

Die Akti­on soll einer­seits die Rotkreuz-Community auf Face­book noch bes­ser ver­net­zen und ande­rer­seits auch nach außen wir­ken: Durch die Selbst­zu­schrei­bung der Nut­ze­rin oder des Nut­zers als Rotkreuz-Mitarbeiter kom­mu­ni­ziert er eben dies auch außer­halb sei­ner Rotkreuz-Netzwerke. Doch auch für Unterstützer/innen und Blutspender/innen wur­den Sujets ent­wi­ckelt.

Das Gan­ze bekam schon in den Tagen vor dem 8. Mai, an dem wir den Weltrotkreuz-Tag fei­ern vira­le Dyna­mik. Bereits sechs Stun­den nach der Ver­öf­fent­li­chung auf der Rotkreuz-Facebook-Seite hat­ten wir über 1.000 Inter­ak­tio­nen gezählt“, so Czech wei­ter.

Die Dyna­mik geht durch­aus wei­ter. Gera­de in den Nachmittags- und Abend­stun­den kann man regel­rech­te Kas­ka­den an wei­te­ren Ziel­grup­pen­seg­men­ten erken­nen, die die­se Fotos tei­len.

Zumeist beginnt es bei einer oder einem Opi­ni­on­lea­der, der damit den Zugang der Infor­ma­ti­on zu einem wei­te­ren sozia­len Sub­netz eröff­net. Die­se Kno­ten­punk­te sind sozu­sa­gen ‚weak links’, wie das Gra­no­vet­ter sagt. Von die­sen Initi­al­punk­ten aus ver­brei­tet sich das Bild dann über eini­ge bis hin zu eini­gen Dut­zend wei­te­ren Per­so­nen inner­halb die­ses Sub­seg­ments“, erklärt Czech.

Best Practices 2.0

Für das Öster­rei­chi­sche Rote Kreuz ist die­se Akti­on einer­seits ein gutes Bei­spiel, wir inter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on durch sozia­le Medi­en ver­bes­sert wird, kam doch die Idee selbst als Anre­gung in einer inter­nen Facebook-Gruppe der Web­ver­ant­wort­li­chen Redakteur/innen. Die Ver­wen­dung von Face­book als Kam­pa­gnen­tool schließt auch an ver­gan­ge­ne erfolg­rei­che Ver­su­che des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes an, wie bei­spiels­wei­se die Kam­pa­gne zum Welt­tag der Ver­miss­ten, oder die Facebook-Aktion zuguns­ten der Betrof­fe­nen nach dem Mon­s­un in Pakis­tan.

Zum Weltrotkeuztag

Hen­ri Dun­ant, der Rotkreuz-Gründer

Das Rote Kreuz ent­stand nach einer Idee des Schwei­zer Geschäfts­manns Hen­ry Dun­ant, der 1859 nach der Schlacht von Sol­fe­ri­no die Ver­wun­de­ten sah und ange­sichts des Lei­des der Betrof­fe­nen drei Tage und Näch­te lang mit­half, Wun­den zu ver­bin­den und Lei­den zu lin­den, um „zu trös­ten und zu ret­ten“. Beein­druckt von den Erleb­nis­sen schrieb Dun­ant 1862 das Buch „Eine Erin­ne­rung an Sol­fe­ri­no“, das er im Eigen­ver­lag dru­cken lies und an Ver­tre­ter der Herr­scher­häu­ser und rang­ho­he Mili­tärs in ganz Euro­pa ver­schick­te.

Es sei mir erlaubt“, schreibt Dun­ant gegen Ende des Buchs, als Ant­wort auf die Fra­ge, ob es wirk­li­ch not­wen­dig sei, der­ar­ti­ge Schmer­zen und das viel­fa­che Lei­den in einem Buch der­ar­tig inten­siv und anschau­li­ch zu schil­dern, „auf die­se sehr natür­li­che Fra­ge mit einer ande­ren Fra­ge zu ant­wor­ten: gibt es wäh­rend einer Zeit der Ruhe und des Frie­dens kein Mit­tel, um Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen zu grün­den, deren Ziel es sein müss­te, die Ver­wun­de­ten in Kriegs­zei­ten durch begeis­ter­te, auf­op­fern­de Frei­wil­li­ge, die für ein sol­ches Werk beson­ders geeig­net sind, pfle­gen zu las­sen?“

Aus die­ser Grund­idee grün­de­te er 1864 gemein­sam mit ande­ren Gen­fer Bür­gern das Rote Kreuz, das bis heu­te besteht. Dun­ant starb am 30. Okto­ber 1910 mit 82 Jah­ren. Noch heu­te wird am 8. Mai, dem Geburts­tag des Grün­ders Jean Hen­ry Dun­ants der Weltrotkreuz-Tag gefei­ert.

Geschrieben von Gerald Czech

7. Mai 2012 um 14:14

www​.frei​wil​lig​.at: Freiwilliges Engagement sichtbar machen!

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Um den Wert frei­wil­li­gen Enga­ge­ment ins­ge­samt zu stär­ken haben wir uns im Vor­feld des Euro­päi­schen Jahrs der Frei­wil­lig­keit gemein­sam mit der Kro­nen­zei­tung ent­schlos­sen, die Social-Media-Plattform Face­book zu nut­zen, um Frei­wil­li­ge vor den Vor­hang zu holen.

Auf http://​apps​.face​book​.com/​f​r​e​i​w​i​l​l​ig/ kann man sein eige­nes frei­wil­li­ges Enga­ge­ment bekannt­ge­ben und auch kon­kre­te frei­wil­li­ge Tätig­kei­ten ange­ben, die man durch­führt. Dadurch wird das eige­ne Enga­ge­ment im Freundes- und Bekann­ten­kreis (und dar­über hin­aus) bekannt­ge­macht. Wir erhof­fen uns durch die­se Akti­on eine Ver­bes­se­rung des Images des frei­wil­li­gen Enga­ge­ment ins­ge­samt in den sehr jun­gen Ziel­grup­pen auf Face­book und möch­ten auch die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter Eurer Landes-, Bezirks- und Orts­or­ga­ni­sa­tio­nen ein­la­den, ihr eige­nes Enga­ge­ment zu zei­gen und öffent­li­ch zu machen.

Die Facebook-Applikation wur­de von der Wie­ner Agen­tur Yacke­ty YAK erstellt und ist am Tag der Frei­wil­li­gen online gegan­gen.

In den ers­ten zwei Wochen seit dem die Appli­ka­ti­on online ist, haben wir bereits mehr als 1.200 Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer aus vie­len ver­schie­de­nen Orga­ni­sa­tio­nen, Ten­denz wei­ter stei­gend!

Geschrieben von Gerald Czech

15. Dezember 2010 um 14:50

Eine sehr selektive Blog-Übersicht zum Thema Haiti

4 Kommentare

Nach inzwi­schen drei sehr lan­gen Tagen im New-Media Bereich des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes , in denen wir die Infor­ma­ti­ons­schie­ne zum Erd­be­ben in Hai­ti hoch­ge­fah­ren sind, die online-Spendenkampagne gestar­tet haben, Nach­bar in Not gestar­tet haben (auch im Bereich der online-Spenden), mit gro­ßer Unter­stüt­zung von IQmo­bi­le eine SMS-Spendenkampagne für Hai­ti ins Leben geru­fen haben, Dank unse­rer Agen­tur Info­Me­dia auch Spen­den­ban­ner für Hai­ti erstel­len konn­ten, eine Facebook-Cause zur Hil­fe in Hai­ti imple­men­tiert haben, und seit Mitt­wo­ch früh bereits 63 Mel­dun­gen auf Twit­ter geschrie­ben oder wei­ter­ge­lei­tet haben, und nicht zuletzt noch im PHP-Sourcecode des Spen­den­ser­vers im lau­fen­den Betrieb mit zitt­ri­ger Hand eini­ge Patches erle­digt haben, will ich nun den Blog­ger­bli­ck nach außen wer­fen, um eine wohl­fei­le Selek­ti­on an unter­schied­li­chen Blogs zum der­zei­ti­gen The­ma Num­mer 1 der Kata­stro­phe in Hai­ti hier publi­zie­ren.

Zunächst kommt natür­li­ch der eige­ne Einsatz-Blog, in dem wir lau­fend ver­su­chen, aktu­el­le Infor­ma­tio­nen zum Rotkreuz-Einsatz in Hai­ti zusam­men zu fas­sen. Eine Über­blicks­sei­te zur aktu­el­len Situa­ti­on habe ich vor etwa einer Stun­de publi­ziert:

Am Frei­tag Früh haben zwei Exper­ten des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes Öster­reich in Rich­tung des Kata­stro­phen­ge­biets in Hai­ti ver­las­sen. And­rea Rei­sin­ger und Klaus Pal­ko­vits wer­den die Trink­was­ser­ver­sor­gung in der Hai­tia­ni­schen Haupt­stadt Port-au-Prince wie­der her­stel­len. (Fotos vom Abflug) . Bei­de leis­te­ten bereits nach dem Tsu­na­mi Kata­stro­phen­hil­fe und Wie­der­auf­bau in Sri Lan­ka.

Im Blog des Bri­ti­schen Roten Kreu­zes schreibt Pete Gar­rat über sei­ne Arbeit als Dis­as­ter Reli­ef Mana­ger des Bri­ti­schen Roten Kreu­zes in Lon­don.

Alt­hough I knew it was going to be bad, I still wasn’t qui­te pre­pa­red for the full extent of the hor­ror that has unfol­ded over the last few days. The infra­struc­tu­re of the affec­ted area has been com­ple­te­ly deci­ma­ted and get­ting any infor­ma­ti­on is extre­me­ly dif­fi­cult. But qui­te ear­ly on we heard reports about the Red Cross buil­ding being dama­ged and my thoughts natu­ral­ly tur­ned to our col­leagues. Alt­hough I’ve sin­ce heard that all the inter­na­tio­nal Red Cross staff are accoun­ted for, sad­ly a num­ber of local staff have been kil­led.

Basic­T­hin­king­Blog berich­tet über unter­schied­li­chen Web 2.0 Tools-Einsatz im Diens­te der Kata­stro­phen­hil­fe.

Die trau­rigs­ten Posts hier auf dem Blog sind die­je­ni­gen, bei denen ich über Tech-Dinge im Zusam­men­hang mit mensch­li­chen Tra­gö­di­en schrei­be. Wie bei­spiels­wei­se im Novem­ber des ver­gan­ge­nen Jah­res über den Amok­lauf in Fort Hood. Oder nun über Hai­ti.

Ret​tungs​dienst​.de berich­tet über die deut­schen Hel­fer, die vor Ort sind – natür­li­ch mit einem Schwer­punkt auf die Akut­hil­fe.

Die ers­ten Teams und Hilfs­gü­ter tref­fen im Erd­be­ben­ge­biet ein. Nun wird der Erfolg der inter­na­tio­na­len Hil­fe von einer guten Koor­di­na­ti­on der Orga­ni­sa­tio­nen unter­ein­an­der abhän­gen. Die ers­ten deut­schen Teams errei­chen heu­te die zer­stör­te Stadt Port-au-Prince, wei­te­re Hel­fer sind unter­wegs.

Über die Hilfs­mög­lich­kei­ten mit dem Apple-Tool iTu­nes berich­tet The Wacky Neigh­bour. We sim­ply do it berich­tet über die Öster­rei­chi­schen Rotkreuz-MitarbeiterInnen, die heu­te früh ins Kata­stro­phen­ge­biet geflo­gen sind.

Die Salz­bur­ger Nach­rich­ten zitie­ren den Rotkreuz-Hundeführer Alois Rus­seg­ger, der Erfah­run­gen aus den Erd­be­ben­ein­sät­zen in der Tür­kei, Alge­ri­en oder dem Iran hat.

Dass er und sei­ne Kol­le­gen in Hai­ti bei­ge­zo­gen wer­den könn­ten, glaubt Rus­seg­ger aber eher nicht: „Bei einem Such­hun­de­ein­satz wird von öster­rei­chi­scher Sei­te Hai­ti nicht in Erwä­gung gezo­gen – ein­fach, weil es zu weit weg ist. Denn man hat im Regel­fall nur 72 Stun­den Zeit, um Über­le­ben­de zu fin­den. Und schon allein der Flug von Wien nach Hai­ti braucht da schon zu viel Zeit.“

Die Blog­sei­te des Ame­ri­ka­ni­schen Roten Kreu­zes berich­tet einer­seits über das Fund­rai­sing, das mit dem so genann­ten „Mobi­le giving“-Programm umge­setzt wur­de, ande­re­seits berich­tet man über die Hil­fe vor Ort, die ein Rot­kreuz–Dele­gier­ter in Port-au-Prince seit Mitt­wo­ch leis­tet.

A short time after the ear­t­h­qua­ke yes­ter­day our Inter­na­tio­nal team in Washing­ton DC was able to make con­tact with the head of our Hai­ti dele­ga­ti­on via Sky­pe. He was in his office in Port-Au-Prince when the ear­t­h­qua­ke hit.

Timo Lue­ge, Soci­al Media Offi­cer der inter­na­tio­na­len Rotkreuz-Föderation hat auch in Genf viel zu tun. Auf sei­nem Blog zeigt er eine Rotkreuz-Slideshow, in der Bil­der vom Rotkreuz-Einsatz aus Hai­ti prä­sen­tiert wer­den. Zudem wer­den Tipps gege­ben, wie man die­se Sli­de­show auch selbst ein­bau­en kann, in eige­ne Blogs.

Natür­li­ch wer­de ich ver­su­chen, mei­ne inzwi­schen fast anti­ken Arti­kel zum The­ma Stra­te­gi­en im Web2.0 in der Kata­stro­phe wie­der zu über­ar­bei­ten und den aktu­el­len Gege­ben­hei­ten anzu­pas­sen. Mal sehen, wann für eine Zusam­men­fas­sung zder „Best prac­tices“ aus den ver­gan­ge­nen Jah­ren Zeit ist. Viel­leicht berich­tet Tho­mas Pleil ja wie­der über das The­ma Soci­al Media im Kata­stro­phen­ein­satz?

Habt Ihr weitere Blogs, die Ihr zum Thema Haiti vorstellen wollt?

Ein­fach kom­men­tie­ren, oder per twit­ter eine kur­ze Nach­richt schi­cken: @redcrosswebmast

Ein Update am 29. Jän­ner

Das Deut­sche Rote Kreuz hat einen Blog zu Hai­ti begon­nen, in dem die Hel­fe­rIn­nen direkt aus dem Kata­stro­phen­ge­biet ihre Geschich­ten erzäh­len. Bei­spiels­wei­se Fre­de­rick Bar­ken­ham­mer, der mit dem DRK-Feldspital vor Ort ist.

Wenn ich sehe, wie ein jun­ges Mäd­chen das Was­ser zu dem selbst gebas­tel­ten Zelt trägt, wie ihre Fami­lie dar­auf war­tet, wie die Mut­ter das Was­ser nimmt und anfängt zu kochen, dann bin ich wahn­sin­nig stolz. Auf irgend­ei­ne Art bin ich Teil von die­ser Hil­fe, habe mei­nen Bei­trag zum Was­ser in die­sem Eimer bei­ge­tra­gen. Der Spen­der, der fünf Euro gespen­det hat, hat auch einen Teil zu gen­au dem Was­ser­ei­mer bei­ge­tra­gen. Und das ist ein tol­les Gefühl.

blut2.0?

3 Kommentare

Fol­gen­de Reak­ti­on auf unse­re Blogs – oder bes­ser auf die Nicht­exis­tenz ver­schie­de­ner Blogs – habe ich erst jetzt ent­deckt obwohl ein Track­back ein­ge­gan­gen ist: Blog­ger spen­den Blut .

Dort schreibt Luca Ham­mer über sei­ne Erfah­run­gen beim Blut­spen­den und unter ande­rem, dass er durch Tweeds (also Twitter-Messages) auf den Blut-Mangel im Jän­ner auf­merk­sam wur­de.

Eines schö­nen Mor­gen, ich war gera­de auf­ge­stan­den, kamen mir bei Twit­ter meh­re­re Mel­dun­gen ent­ge­gen, dass dem Öster­rei­chi­schen Roten Kreuz das Blut aus­ging. Dass die­se alle auf Web­siten von Medi­en im klas­si­schem Sin­ne ver­wei­sen, ist wohl dar­auf zurück­zu­füh­ren, dass die Blogs des Roten Kreuz etwas ver­wir­rend sind und anschei­nend kei­ne Infor­ma­tio­nen zu dem The­ma ent­hal­ten. Auch wenn wür­de es wohl nie­mand mit­be­kom­men, weil sie nicht beson­ders viel Inter­es­se wecken. Viel­leicht habe ich aber auch nur die fal­schen ange­klickt. Aber zurück zu den mor­gend­li­chen Blut­ge­sprä­chen auf Twit­ter.

Auch damit hat er voll­kom­men recht. Unse­re Blogs sind – zumin­dest zur Zeit – eher Infor­ma­ti­ons­quel­len für ganz spe­zi­fi­sche (inter­ne) Ziel­grup­pen, als Teil der Öster­rei­chi­schen Blo­gos­phe­re (dazu hier ein wenig über unse­re Stra­te­gie).

Luca beschreibt eine vor­bild­li­che Akti­on der Blo­gos­phe­re, wie ver­sucht wur­de, mög­lichst vie­le Men­schen zum Blut spen­den zu moti­vie­ren. Ein Twitter-Hashtag wur­de ange­legt, mög­lichst vie­le Kol­le­gen wer­den moti­viert. Dan­ke!

Auch die Schil­de­rung des Blut­spen­de­vor­gangs, die dar­auf folgt fin­de ich span­nend, wie das Video, das eben­so online steht.

Wei­te­re Berich­te über das „Blog­ger­Blut­spen­den“ hier.

An der Stel­le möch­te ich mich bei die­ser Akti­on bedan­ken und gleich erneut die Blo­gos­phe­re auf­ru­fen, Blut spen­den zu kom­men, die sechs Wochen War­te­zeit wären ja schon vor­bei :-).

Geschrieben von Gerald Czech

17. März 2009 um 13:47

Forderungen an eine neue Bundesregierung

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Unter dem Titel „Zivil­ge­sell­schaft in Gefahr“ hat das Rote Kreuz ges­tern sei­ne For­de­run­gen an die neue Bun­des­re­gie­rung ver­öf­fent­licht. Ein eige­ner Web­be­reich schlüs­selt die For­de­run­gen nach unter­schied­li­chen Berei­chen auf.

Zivilgesellschaft in Gefahr

Zivil­ge­sell­schaft in Gefahr

Ich glau­be nicht, dass es in Öster­reich auch nur eine ein­zi­ge Her­aus­for­de­run­gen gibt, mit der es die Men­schen in unse­rem Land nicht auf­neh­men kön­nen, wenn man nur die ent­spre­chen­den Rah­men­be­din­gun­gen dafür schafft.

Das sagt der Rotkreuz-Präsident Fre­dy May­er in der Ein­lei­tung zu den unter­schied­li­chen Vor­schlä­gen. In dem Papier, das auch als PDF-File und in einer gekürz­ten Aus­ga­be (Sie­ben Sei­ten für Öster­reich) vor­liegt, gibt es For­de­run­gen zu fol­gen­den Berei­chen:

Das ers­te Ziel – und damit die ers­te For­de­rung an die Regie­rung – kann nur lau­ten: Pfle­ge und Gesund­heit müs­sen aus einer Hand kom­men. Dar­über hin­aus Pfle­ge­be­dürf­tig­keit ist – eben­so wie Arbeits­lo­sig­keit oder Krank­heit – ein soli­da­ri­sch zu tra­gen­des Risi­ko. Pfle­ge und Betreu­ung zäh­len zur Daseins­vor­sor­ge und müs­sen soli­da­ri­sch finan­ziert wer­den.

Geschrieben von Gerald Czech

31. Oktober 2008 um 11:56

Spanndender Austauschblog

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Logo Humanity NetworkDas Humanity-Network des Öster­rei­chi­schen Jugend­rot­kreu­zes habe ich an die­ser Stel­le noch gar nicht prä­sen­tiert, fällt mir auf.

Du hast eine Idee für ein sozia­les Pro­jekt und suchst Leu­te, die dir bei der Umset­zung hel­fen? Du möch­test in dei­ner Frei­zeit bei einem Pro­jekt mit­hel­fen? Du hast schon Erfah­run­gen gesam­melt, die du mit ande­ren tei­len will­st oder du suchst nach Berich­ten von Leu­ten, die schon bei Hilfs­pro­jek­ten mit­ge­ar­bei­tet haben? Dann bist du hier rich­tig!

Wir huma­ni­ty­net­wor­ker sind jun­ge Men­schen, die nicht nur im rea­len Leben hel­fen, son­dern auch die­se Platt­form zum Ver­net­zen und akti­ven Pla­nen ver­wen­den. So wie im rich­ti­gen Leben geht es auch hier auf huma­ni­ty­net­work um Netz­wer­ke: Men­schen­netz­wer­ke. Mel­de dich an und mach mit!

Die Idee ist, jun­ge Men­schen zu ver­net­zen und sie zu unter­stüt­zen, huma­ni­tä­re Aktio­nen durch­zu­füh­ren. Neben Foren und Bil­der­ga­le­ri­en und dem sozia­len Net­wor­king kann jeder User auch einen Blog betrei­ben, der dann öffent­li­ch zugäng­li­ch ist.

Einen Blog möch­te ich spe­zi­ell vor­stel­len, weil er auch span­nend zu lesen ist. Rudi Gratzl vom Öster­rei­chi­schen und Corin­na Goe­bel vom Deut­schen Jugend­rot­kreuz tau­schen für 6 Wochen ihre Jobs. Was sie so erle­ben, ver­tauscht zwi­schen den Metro­po­len Wien und Ber­lin berich­ten sie in einem net­ten Blog auf huma​ni​ty​net​work​.at.

Ein Bei­spiel gefäl­lig?

Wirk­li­ch span­nend ein­mal hier in das gan­ze Spek­trum des DRK ein­zu­bli­cken, denn das Rote Kreuz hier weist doch vie­le Par­al­le­len, aber auch ziem­li­che Unter­schie­de zu unse­rer Struk­tur auf. So Din­ge wie Schwes­tern­schaf­ten, oder Wasser- und Berg­wacht, sind im ÖRK näm­li­ch mei­nes Wis­sens nach echt nicht übli­ch.

oder:

Ich hät­te ger­ne einen Kaf­fee.“ -
„Kaf­feee ham­ma nedd!“-
„Äh … ja …also … einen Brau­nen, bit­te.“
„Mit hei­ßer Milch? Mit kal­ter Milch?“
„Hei­ße Milch.“
„Also ane Mélan­ge!“
„Ja. Und ein Hörn­chen, bit­te.“
„Hörn­chen ham­ma nedd! Ein mür­bes Kip­ferl, ein Pari­ser Kip­ferl …“
„Äh… das da vor­ne…“

Ich bin schon gespannt, was da noch kommt.

Geschrieben von Gerald Czech

24. Juli 2008 um 19:39

Team Österreich – Medienbruch?

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Wolf­gang Lünen­bür­ger schreibt in sei­nem PR2.0-Blog zum The­ma Medi­en­bruch, daß aus sei­ner Sicht, offline-Kommunikation inzwi­schen deut­li­ch in den online-Bereich strahlt.

Noch kann ich das nicht empi­ri­sch bele­gen, son­dern nur beob­ach­ten – aber der ein­fa­chen Behaup­tung, der Medi­en­bruch sei schwer zu über­win­den, glau­be ich nicht mehr.

Ein wei­te­rer Blog­ger, Mar­tin Oet­ting, bezieht sich in sei­nem Bei­trag auf das vira­le Mar­ke­ting, auf Mund­pro­pa­gan­da und inwie­fern Web2.0 hier­bei hel­fen kann.

Zusam­men­fas­send kön­nen wir sagen: Mit­wir­kung, per­sön­li­che Bezie­hung und Anteil­nah­me der Kun­den – also eine ins­ge­samt inten­si­ve­re Bezie­hung und Bin­dung – sor­gen für Mund­pro­pa­gan­da. Was viel­leicht wie eine Bin­sen­weis­heit erschei­nen mag, ist in Zei­ten des Web 2.0 eine inter­es­san­te Infor­ma­ti­on. Denn wäh­rend frü­her viel­leicht der Tante-Emma-Laden oder der klei­ne Fami­li­en­be­trieb noch die Mög­lich­keit hat­ten, dank inten­si­ver Aus­ein­an­der­set­zung und per­sön­li­cher Bekannt­heit in einen ech­ten Dia­log mit den Kun­den zu tre­ten, wird dies heu­te zu einem gewis­sen Grad dank Web 2.0 auch für Groß­kon­zer­ne mög­li­ch.

Nach einem kur­zen Bli­ck in mein Google-Analytics-Dashboard zu Team Öster­reich kann ich ein Best-Practice-Beispiel brin­gen. Die Kam­pa­gne „Team Öster­reich“ (SMR dazu) ist eine kom­plet­te offline-Kampagne, haupt­säch­li­ch im Hitra­dio Ö3, die sich mit­tels pro-bono-Inseraten (Kam­pa­gnen­sei­te) auch in eini­gen Print­me­di­en wie­der fin­det. Ins­ge­samt haben sich bis jetzt über 20.000 Öster­rei­cher bei der Akti­on online regis­triert (Bericht bei Ö3), auf der Web­page mit der Regis­trie­rung (Der groß­teil der Requests wird vor­ab von Ö3 abge­fan­gen) zähl­ten wir weit über 400.000 Page­views. Nach eini­ger Medi­en­be­richt­erstat­tung ges­tern (Morgen- und Mit­tags­jour­nal, …) schnell­ten die Hits gleich wie­der auf den dop­pel­ten Wert der Vor­ta­ge – eine Detail­ana­ly­se folgt spä­ter.

Geschrieben von Gerald Czech

18. September 2007 um 12:18

Netzwerk der Menschlichkeit?

1 Kommentar

Unter dem Titel Huma­ni­ty­net­work will das Öster­rei­chi­sche Jugend­rot­kreuz als Initia­tor eine online Platt­form von huma­ni­tä­ren Orga­ni­sa­tio­nen ins Leben rufen, die jun­gen Men­schen die Wer­te Mensch­lich­keit und Huma­ni­tät näher brin­gen wol­len.

Ein sozia­les Netz­werk in Ver­bin­dung mit der Mög­lich­keit, selbst zu blog­gen und sich vir­tu­ell über ver­schie­de­ne Orga­ni­sa­tio­nen zu infor­mie­ren und sich ihnen anzu­schlie­ßen ist die Grund­la­ge die­ses Pro­jekts. So genann­te „Pro­jek­te“ sind vir­tu­el­le Ange­bo­te, sich real für Ande­re zu enga­gie­ren. Hier­bei kann jede Use­rIn sein Com­mit­ment zu ein­zel­nen Pro­jek­ten abge­ben – sein Enga­ge­ment wird im Social-Life Sys­tem auch öffent­li­ch kund­ge­tan.

Das Pro­jekt ist Zum Schul­jah­res­en­de in die Beta­pha­se gegan­gen und soll im Herbst in den Voll­be­trieb gehen, erzählt Rudi Gratzl, Lei­ter des Jugend­ser­vice beim Öster­rei­chi­schen Jugend­rot­kreuz.

Umge­setzt wird das Pro­jekt­kon­zept, das eine Idee von Rudi Gratzl ent­stammt von Daten­werk, einer Inno­va­ti­ons­agen­tur aus Wien.

Geschrieben von Gerald Czech

2. Juli 2007 um 07:55