Redcross Webmaster's Blog

Ein humanitärer Digital Immigrant erklärt uns die Welt.

Archiv von der ‘marketing’ Kategorie

Was ihr wollt?

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Im Rah­men der Neu­aus­rich­tung unse­res Jugend­por­tals #get­so­ci­al haben wir zunächst jun­ge Men­schen gefragt, was inter­es­sant ist und was für sie rele­vanz hat. Hier die Ergeb­nis­se die­ser Umfra­ge unter 500 Use­rin­nen und Usern der Rotkreuz-Jugendangebote. Die Stu­die wur­de im drit­ten Quar­tal 2014 durch­ge­führt. Dar­aus ent­stand auch eine Stra­te­gie zur Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Jugend­li­chen.

Demographie

Ins­ge­samt haben 504 Per­so­nen an der Umfra­ge teil­ge­nom­men, 7% davon waren Men­schen die nicht aktiv im Roten Kreuz sind, rund 80% sind bereits bei uns tätig.

Die meis­ten Ant­wor­ten wur­den von der Alters­grup­pe 18 – 25 Jah­ren abge­ge­ben gefolgt von über 30ig jäh­ri­gen und Men­schen im Alter zwi­schen 14 – 18 Jah­ren. 21% der Befrag­ten besu­chen noch eine Schu­le. Wäh­rend 33% bereits Teil einer Jugend­grup­pe sind, sind 47% nicht dar­in invol­viert.

Bedürfnisse

Hier die Rei­hen­fol­ge an The­men über die man sich am bes­ten im Roten Kreuz infor­miert fühlt (begin­nend mit der meist ver­brei­tets­ten):

  1. Ers­te Hil­fe (256)
  2. Leit­bild des Roten Kreuzes/Grundsätze/Unsere Wer­te (213)
  3. Frei­wil­lig­keit (211)
  4. Spende-Möglichkeiten (154)
  5. Jugend­ar­beit (146)
  6. Blut­spen­de­we­sen (141)
  7. Ansprech­part­ner für Infos (126)
  8. Kata­stro­phen­vor­sor­ge (90)
  9. Tätig­kei­ten ande­rer RK Ein­hei­ten (83)
  10. Aktu­el­le Kam­pa­gnen und Pro­jek­te (74)
  11. Inter­na­tio­na­le Hil­fe (69)

Kommunikation & Vernetzung

Smartphone/PC und Tablett nut­zen 61% Befrag­ten mehr­mals am Tag zur Infor­ma­ti­ons­ge­win­nung. Die Mehr­heit, also 42%, zie­hen das Smart­pho­ne zu Rate dana­ch folgt der PC.

Zur Nut­zung von Soci­al Media Kanä­len um mit Freun­den in Kon­takt zu blei­ben zeigt sich fol­gen­de Auf­tei­lung:

Als genutz­te Pro­duk­te vom Roten Kreuz wird zuer­st rotes​kreuz​.at (46%) genannt, gefolgt von jugend​rot​kreuz​.at (15%) und Help​stars​.at (13%) (jetzt: www​.get​-soci​al​.at)

Über Neu­ig­kei­ten wol­len die Befrag­ten am liebs­ten ein­mal die Woche (29%) infor­miert wer­den sowie wenn aktu­el­le Ereig­nis­se ein­tre­ten wie Kata­stro­phen, Kam­pa­gnen (33%). Und das am liebs­ten in Form eines News­let­ter (44%) gefolgt von Infos über Face­book (34%).

Ein­deu­tig möch­ten die Befrag­ten eine Home­page mit Infos nut­zen, über Face­book kom­mu­ni­zie­ren, wol­len mehr über die Akti­vi­tä­ten von RK-Einheiten in ande­ren Bun­des­län­dern erfah­ren und möch­ten direkt mit Ent­schei­dungs­trä­gern der Orga­ni­sa­ti­on kom­mu­ni­zie­ren. Eher weni­ger wol­len die Befrag­ten über ihr eige­nes Enga­ge­ment berich­ten.

Partizipation

Wie das Inter­es­se zu ein­zel­nen The­men­be­rei­chen aus­sieht zeigt sich hier:

  1. Mit­spra­che (373 eher wichtig/ 69 eher unwich­tig)
  2. Fami­lie Freun­de (330 eher wich­tig /18 eher unwich­tig)
  3. Gesund­heit (327 eher wichtig/29 eher unwich­tig)
  4. Aus­bil­dung ( 311 eher wichtig/ 41 eher unwich­tig)
  5. Frei­zeit (299 eher wich­tig /55 eher unwich­tig)
  6. Zusam­men­le­ben (290 eher wich­tig /58 eher unwich­tig)
  7. Arbeit (271 eher wichtig/ 78 eher unwich­tig)
  8. Bezie­hung, Lie­be, Sex (251 eher wich­tig /73 eher unwich­tig)
  9. Iden­ti­tät (236 eher wichtig/ 97 eher unwich­tig)
  10. Poli­tik (138 eher wich­tig /194 eher unwich­tig)
  11. Migra­ti­on (131 eher wichtig/191 eher unwich­tig)

Geschrieben von Gerald Czech

16. Dezember 2015 um 13:51

Facebook konstruiert Scheinrealität oder der Zivildienst aus der Filter-Bubble

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Prolog: Eine kleine Wirtshauselegie

Im Wirtshaus. Gulasch statt Filterbubble.

Im Wirts­haus. Gulasch statt Fil­ter­bub­ble.

Stel­len wir uns vor wir gehen in ein Restau­rant, die Spei­se­kar­te liegt nicht auf und der Kell­ner emp­fiehlt uns ein Gericht: In mei­nem Fal­le bie­tet er mir immer wie­der Gulasch an. Mon­tag: Gulasch, Diens­tag: Gulasch, Mitt­wo­ch: Gulasch. Don­ners­tag, Frei­tag: Gulasch.

Obwohl ich Gulasch eigent­li­ch nicht mag und jedes­mal wie­der dazu sage, dass ich kein Gulasch möch­te, erhal­te ich das nächs­te mal wie­der „Gulasch“ als Top-Empfehlung. Und das, trotz­dem ich Vega­ner bin und einer der Spit­zen­kö­che am Herd auch aus­ge­zeich­ne­te vega­ne Cur­ries kochen kann.

War­um, fra­ge ich den Kell­ner, erhal­te ich immer nur Gulasch­emp­feh­lun­gen? Er weiß von mir, dass ich vie­le Freun­de habe, die wöchent­li­ch einen Gulasch-Stammtisch hier im Restau­rant haben, die vega­nen Spei­sen wer­den aus­ser­dem ers­tens fast nie bestellt und zwei­tens dana­ch nicht gelobt. Genauso geht es uns tag­täg­li­ch auf Face­book.

Dan­ke an Ursu­la Frais, die mei­ne kom­ple­xen sozio­öko­no­mi­schen Gedan­ken in ein Bild aus der Gas­tro­no­mie ver­packt hat. Dass sie zu dem Zeit­punkt hung­rig war tut ja nichts zur Sache J

Filter-Bubble für den Zivildienst?

Bis jetzt habe ich immer gedacht, die „Filter-Bubble“-Diskussion zu Face­book ist eine wei­te­re digi­ta­le „Urban Legend“, zumin­dest was ihre Rele­vanz für den Durch­schnitts­be­nut­zer betrifft – doch ich dürf­te mich getäuscht haben.

Begon­nen hat es mit einem Kom­men­tar von Mar­tin Pitzl unter­halb eines viel­ge­le­se­nen und kom­men­tier­ten Facebook-Beitrags:

Wuss­tet ihr dass es nicht die Auf­ga­be des Roten Kreu­zes ist Zivil­die­ner zu beschäf­ti­gen oder ein muss ist den Ret­tungs­dienst zu orga­ni­sie­ren? Fin­de es ehr­li­ch gesagt einen Wahn­sinn dass ihr eine der­art rie­si­ge pro Zivi Kam­pa­gne macht wäh­rend die Rot Kreuz Kern­the­men unter­ge­hen. […]

Ergänzt wird das durch ein Twitter-Posting des­sel­ben Users, mit ähn­li­chem aber ver­kürz­tem Inhalt.

Rotkreuz-Kernthemen gehen unter? Zivi-Kampagne? Da habe ich mir über­legt, wie es zu einer der­ar­ti­gen Ein­schät­zung – wir wür­den mono­the­ma­ti­sch kom­mu­ni­zie­ren – kommt, wo wir doch Tag für Tag ver­schie­den­s­te The­men auf Face­book und im Rotkreuz-Portal publi­zie­ren? Zivil­dienst haben wir zwar schon das eine oder ande­re mal gepos­tet, aber ins­ge­samt doch nicht über­trie­ben? Mei­ne per­sön­li­che Wahr­neh­mung am Bott­len­eck zwi­schen Web­por­tal und Face­book ist da eine total ande­re.

Ein paar Bei­spie­le der letz­ten zehn Tage:

Dabei sind die The­men im Jugend­por­tal www​.help​stars​.at noch gar nicht mit­ge­zählt. Wie kommt es nun, dass ein für das Rote Kreuz mehr als inter­es­sier­ter und kri­ti­scher User all das nicht mit­be­kom­men kann? Zunächst dach­te ich an selek­ti­ve Wahr­neh­mung. Doch dann – ja, da war doch was. Fil­ter­bub­ble (Jene, die den Sascha Lobo mal link­te), ist das Schlag­wort. Ver­main­strea­m­ung im digi­ta­len Medi­en­kon­sum durch Edge­r­ank und Co.

Statistik lügt nie?

Die Sta­tis­tik lügt nicht: Vira­li­tät durch die Fil­ter­bub­ble?

Beob­ach­ten wir mal die Sta­tis­tik der Rotkreuz-Facebook-Page im ver­gan­ge­nen Monat. Dort sind wir im Bereich jener Bei­trä­ge, die mehr als 10.000 Per­so­nen Reich­wei­te haben schon deut­li­ch mono­the­ma­ti­scher: von den fünf Bei­trä­gen betref­fen vier das The­ma Zivil­dienst und einer die Kata­stro­phen­hil­fe des Roten Kreu­zes in Kärn­ten nach dem Hoch­was­ser in Lava­münd. Alle ande­ren – aus mei­ner Sicht – genauso inter­es­san­ten Infor­ma­tio­nen des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes errei­chen deut­li­ch weni­ger Per­so­nen, wohl weil sie wei­ter im „long Tail“ unse­rer Informations-Speisekarte sind.

Das pas­siert, weil Face­book den Benut­ze­rin­nen und Benut­zern vor­schlägt, was sie am ehes­ten inter­es­siert, bzw. bes­ser for­mu­liert: Es wer­den Bei­trä­ge vor­ge­schla­gen, bei denen die Wahr­schein­lich­keit einer Reak­ti­on am größ­ten ist. Ganz so wie mein Gulasch-Kellner am Anfang. Das ist zunächst auf­grund des Inter­es­ses des eige­nen Netz­werks (also der Freun­din­nen und Freun­de) begrün­det. Wenn mei­ne Kon­tak­te also ein Pos­ting beson­ders oft liken, tei­len oder kom­men­tie­ren, dann erhal­te ich die­se Nach­richt signi­fi­kant öfter in mei­ner Time­li­ne. So kommt es, dass man in sei­nem mög­li­chen Bei­trags­kon­sum durch den Geschmack der Crowd gesteu­ert wird. So bestimmt Face­book die Bei­trä­ge, die ich zu Gesicht bekom­me und damit kon­stru­ie­ren – wenn ich Pech habe – die Zucker­berg­schen Algo­rith­men viel mehr mei­ne Rea­li­tät als die Absen­der der Bot­schaf­ten. Aber auch das ent­spricht der Lebens­rea­li­tät „in real life“. Wenn ich dort nur mei­nem Stamm­tisch und dem Bou­le­vard ver­traue, wird sich mein Welt­bild – so es davor nicht schon ein­di­men­sio­nal war – rasch von bunt in Rich­tung mono­chrom ver­än­dern …

Geschrieben von Gerald Czech

21. November 2012 um 16:17

Helpstars, jeder kann ein Star sein

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It’s a long hard way to the top, san­gen ein­st schon AC/DC, ein Mot­to, dass auch sehr gut auf lang­fris­ti­ge Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lungs­pro­zes­se und Pro­jek­te passt, die an sol­che Pro­zes­se gekop­pelt sind.

Helpstars, das humanitäre Jugendportal von Österreichischem Roten Kreuz und Österreichischem JugendrotkreuzHeu­te ist, nach über zwei Jah­ren inten­si­ver Vor­be­rei­tung das Rotkreuz-Jugendportal Help­Stars offi­zi­ell online gegan­gen, ein Pro­jekt, an dem im Lau­fe der Zeit sehr vie­le ver­schie­de­ne Men­schen mit­ge­ar­bei­tet und Input gelie­fert haben. Wir wuss­ten schon seit lan­gem, dass die Zielkunden/innen unse­res Rotkreuz-Portals www​.rotes​kreuz​.at (Soci­al Media Release aus dem Jahr 2008) und jene der Jugendrotkreuz-Website www​.jugend​rot​kreuz​.at ein gros­ses Zielkund/innensegment aus­las­sen, das einer­seits Kon­su­ment der huma­ni­tä­ren Leis­tun­gen von Rotem Kreuz und Jugend­rot­kreuz ist und ande­rer­seits auch selbst aktiv an der Gestal­tung bei­der Orga­ni­sa­tio­nen mit­par­ti­zi­piert: Die Jugend.

Was lan­ge währt wird end­li­ch gut

Schon im Jahr 2009 konn­te ich als Host der NPO-Blogparade das The­ma inte­grier­te Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gi­en für Jugend­li­che Ziel­grup­pen dis­ku­tie­ren und auch zusam­men­fas­sen. Dan­ke an die­ser Stel­le noch­mals allen Teil­neh­me­rin­nen, deren Ide­en und Gedan­ken in sämt­li­che spä­te­ren Pro­jekt­pha­sen ein­flie­ßen konn­ten. Ein wei­te­rer Input kam von der Wirt­schafts­uni­ver­si­tät Wien: Vier Stu­die­ren­de erstell­ten im Rah­men eines zwei­se­mest­ri­gen Projekt- und Method­ense­mi­nars am Insti­tut für Public Manage­ment eine Jugend­mar­ke­ting­stra­te­gie und haben die­se Arbeit auch in einem Gast­bei­trag im Blog beschrie­ben.

Der gemein­sa­me Auf­trag aller Lan­des­or­ga­ni­sa­tio­nen des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes und der Lan­des­lei­tun­gen des Öster­rei­chi­schen Jugend­rot­kreu­zes zur Erstel­lung eines eige­nen Jugend­por­tals erfolg­te Anfang 2011. Nach bera­ten­der Unter­stüt­zung von Sei­ten Yake­ty­Yak wur­de Mit­te 2011 mit dem Mikro­misch­kon­zern super-fi auch ein krea­ti­ver Umset­zungs­part­ner gefun­den, der die Site im CMS Typo3 umge­setzt hat. Die Suche ver­wen­det einen Apa­che Solr-Server, eine Lösung, die auch mit­tel­fris­tig für ande­re Rotkreuz-Sites ange­dacht ist. Die IT-Infrastruktur qloud­wi­se wird wei­ter­hin von unse­rem bewähr­ten Part­ner Ama­ris bereit­ge­stellt.

Im Rah­men der Ent­wick­lung wur­den einer­seits die Sta­ke­hol­der aus dem Roten Kreuz regel­mä­ßig immer wie­der ein­ge­bun­den, ande­rer­seits wur­de stark auf die Mei­nung der Ziel­grup­pe gehört: Jugend­grup­pen des Roten Kreu­zes wur­den genauso befragt, wie exter­ne Jugend­li­che, denn das Por­tal soll schluss­end­li­ch für die Jugend­li­chen zur Ver­fü­gung ste­hen. Eine pro­fun­de Ein­bin­dung und Nut­zung der aktu­el­len Social-Media-Kanäle gehört nun genauso zum Por­tal, wie pro­fes­sio­nel­le Recher­che und The­men­auf­be­rei­tung durch die dafür zustän­di­ge Redak­teu­rin.

Aus dem Facts­heet zum Por­tal:

Help­Stars ver­steht sich als jugend­li­ches Ser­vice­por­tal für die Hil­fe­stel­lung, nie­der­schwel­li­ge Bera­tung und Infor­ma­ti­on zu The­men des täg­li­chen Lebens inner­halb und außer­halb der Schu­le. Wir wol­len die Jugend­li­chen unpo­li­ti­sch, ohne reli­giö­sen Hin­ter­grund und ideo­lo­gie­frei beglei­ten, unter­stüt­zen und von der huma­ni­tä­ren Idee begeis­tern. Dazu bie­tet die Platt­form Anknüp­fungs­punk­te, um selbst aktiv zu wer­den. Die Jugend­li­chen sind Use­rin­nen und Content-Lieferanten zugleich

Eine fast zwei­mo­na­ti­ge Beta­pha­se seit Anfang August dien­te eben­falls dazu, das Por­tal von tech­ni­scher Sei­te, aber auch the­ma­ti­sch und inhalt­li­ch auf die Nut­ze­rin­nen und Nut­zer aus­zu­le­gen. Auch eine Umfra­ge auf unse­rem Online-Survey-Tool unter­stütz­te uns dabei um die Mei­nung der „Crowd“ ein­zu­fan­gen.

Geschrieben von Gerald Czech

19. September 2012 um 14:15

Facebook ohne Gesichter?

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Wie das Rote Kreuz in Sozia­len Net­zen wir Face­book oder Google+weltweit auf das Schick­sal von Mil­lio­nen Ver­miss­ten und ihrer Ange­hö­ri­ger auf­merk­sam macht.

Ein lee­rer Bil­der­rah­men statt des Pro­fil­bilds erin­nert an den Welt­tag der Ver­schwun­de­nen

Wer hat es in den ver­gan­ge­nen Tagen noch nicht bemerkt. Statt eines Pro­fil­bil­des fin­det man bei sei­nen Kon­tak­ten in Face­book oder Goo­gle Plus ledig­li­ch einen lee­ren Bil­der­rah­men an des­sen Rand ein­fach „the mis­sing“ steht. „The mis­sing“ ist in die­sem Fal­le der Ver­weis auf die Kam­pa­gne des Roten Kreu­zes, das damit auf den Welt­tag der Ver­schwun­de­nen am 30. August auf­merk­sam machen will.

Zum Welttag der Verschwundenen

In einer Aus­sen­dung erklärt das Öster­rei­chi­sche Roten Kreuz heu­te früh:

Welt­weit gel­ten mehr als zwei Mil­lio­nen Men­schen als ver­schwun­den. Unter „Ver­schwin­den“ ver­steht man die unbe­grün­de­te Fest­nah­me von Men­schen durch staat­li­che Orga­ne oder bewaff­ne­te Kämp­fer. „Oft wer­den die ‚Ver­schwun­de­nen’ ermor­det, in ande­ren Fäl­len an einem unbe­kann­ten Ort fest­ge­hal­ten. Jeden­falls ist die­ses Vor­ge­hen eine Men­schen­rechts­ver­let­zung“, sagt Wer­ner Kersch­baum, Gene­ral­se­kre­tär des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes. Am 30. August – dem Tag der Ver­schwun­de­nen – wird welt­weit an das Schick­sal von Men­schen erin­nert, die gegen ihren Wil­len fest­ge­hal­ten wer­den und deren Ange­hö­ri­ge im Unkla­ren über ihren Ver­bleib sind.

Eine Österreichische Idee geht um die Welt

Bereits im ver­gan­ge­nen Jahr konn­te das lee­re Pro­fil­bild aus­ge­hend von der Facebook-Seite des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes meh­re­re Tau­send Men­schen infor­mie­ren. Bereits damals wur­de die Idee auch inter­na­tio­nal auf­ge­grif­fen, wie ich in einem frü­he­ren Blog­post berich­tet habe. Heu­er wur­de die Kam­pa­gne – gera­de wegen des groß­ar­ti­gen vira­len Erfolgs im ver­gan­ge­nen Jahr – auch vom inter­na­tio­na­len Komi­tee vom Roten Kreuz über­nom­men und an die Rotkreuz- und Rothalb­mond­ge­sell­schaf­ten welt­weit wei­ter­ge­lei­tet, um hier mög­lichst vie­le Men­schen zu errei­chen.

Das Schwei­ze­ri­sche Rote Kreuz hat bereits mit der Akti­on begon­nen, vie­le wei­te­re Rotkreuz-Gesellschaften wer­den wer­den hof­fent­li­ch noch fol­gen.

Social Media als Erfolgsrezept für das Rote Kreuz?

Immer wie­der haben wir in den ver­gan­ge­nen Mona­ten vie­le Men­schen moti­vie­ren kön­nen, das Medi­um Face­book auch für das „digi­ta­le Cam­pai­gning“ zu ver­wen­den, ich

Dunant Myself war eine Facebook-Aktion zum Weltrotkreuz-Tag

Zum Weltrotkreuz-Tag konn­te man vor zwei Jah­ren sein Pro­fil­bild mit dem Ant­litz des Rotkreuz-Gründers Hen­ri Dun­ant ver­schö­nern.

erin­ne­re nur an die Akti­on mit der pas­sen­den Jacke zum Weltrotkreuz-Tag, die Freiwilligen-Kampagne zum Anlass des Euro­päi­schen Jahrs des ehren­amt­li­chen Enga­ge­ments oder die Akti­on „Dun­ant myself“ (inzwi­schen nicht mehr online). Es konn­ten mit die­sen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­jek­ten auf die­sen Kanä­len jedes mal vie­le Tau­send Men­schen erreicht wer­den, die sich auch per­sön­li­ch ein­brin­gen konn­ten, und damit gezwun­gen waren, sich mit der Mar­ke Rotes Kreuz aus­ein­an­der zu set­zen. Doch es braucht nicht nur das Sozia­le Netz­werk, gera­de die Geschich­te hin­ter einem Pro­jekt ist wich­tig, hier ist nicht nur die Krea­ti­vi­tät, son­dern auch die Authen­ti­zi­tät gefragt, davon bin ich über­zeugt.

Mehr Material zum Welttag der Verschwundenen

Geschrieben von Gerald Czech

27. August 2012 um 15:14

Welttag der Verschwundenen auf Facebook

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Heu­te am 30. August wird der Welt­tag der Ver­schwun­de­nen began­gen. Wie auf www​.rotes​kreuz​.at/​m​i​s​s​ing hin­ge­wie­sen wird, ist der Inter­na­tio­nal Day of the Disap­peared – also der Inter­na­tio­na­le Tag der Ver­schwun­de­nen (oder auch Welt­tag der Ver­schwun­de­nen) ist ein jähr­li­ch Ende August began­ge­ner Gedenk­tag, der an das Schick­sal von Men­schen erin­nern soll, die gegen ihren Wil­len an einem Auf­ent­halts­ort und unter Bedin­gun­gen fest­ge­hal­ten wer­den, die ihren Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen nicht bekannt sind.

Um einer­seits die­sen Tag bekannt zu machen und ande­rer­seits die umfang­rei­chen Tätig­kei­ten des Rotkreuz.Suchdienstes bekann­ter zu machen, haben wir ver­sucht, den Welt­tag für eine Facebook-Aktion zu nut­zen.

Lee­rer Bil­der­rah­men als Facebook-Profilfoto zum Welt­tag der Ver­schwun­de­nen am 30. August

Bereits ver­gan­ge­ne Woche haben wir via Facebook-Profilauf­ge­ru­fen, die Pro­fil­bil­der gegen einen lee­ren Bil­der­rah­men zu tau­schen, um auf die Ver­schwun­de­nen auf­merk­sam zu machen.

Inter­na­tio­na­ler Tag der Ver­schwun­de­nen am 30. August. Wir rufen auf, das eige­ne Pro­fil­bild gegen die­sen lee­ren Bil­der­rah­men zu ver­än­dern. Alle Infor­ma­tio­nen zum Welt­tag der Ver­schwun­de­nen: www​.rotes​kreuz​.at/​m​i​s​s​ing


We call on ever­y­bo­dy in sup­port of the affec­ted peop­le to chan­ge the per­so­nal pro­fi­le pic­tu­re to “the mis­sing” pic­tu­re – an empty pic­tu­re frame – a sym­bol for the mil­li­ons of per­sons who have disap­peared. Plea­se share the link www​.rotes​kreuz​.at/​m​i​s​s​ing – or your Natio­nal Socie­ties own RFL web­site – whe­re you and your Face­book fri­en­ds can find all rele­vant infor­ma­ti­on on the Inter­na­tio­nal Day of the Disap­peared.

Vie­le Per­so­nen, Fans und Freun­de des Roten Kreu­zes haben das auch bis heu­te gemacht. Eine Pres­se­aus­sen­dung ver­gan­ge­nen Frei­tag hat das The­ma Welt­tag der Ver­schwun­de­nen auf­ge­grif­fen und unter ande­rem eben­falls auf die Facebook-Kampagne zum Pro­fil­bild­wech­sel zu einem lee­ren Bil­der­rah­men berich­tet. Auch unse­re Ober­ös­ter­rei­chi­schen Kol­le­gen haben das The­ma auf­ge­grif­fen und ihre Medi­en infor­miert, ein Inter­view des Rotkreuz-Webmasters mit Life­Ra­dio war die Fol­ge.

Wir haben auch im Öster­rei­chi­schen Rotkreuz-Webportal erklärt, wie wir die Akti­on mit dem Pro­fil­bild umset­zen wol­len – unter ande­rem steht dort ein JPG zum Down­load bereit.

Heu­te früh hat auch das Inter­na­tio­na­le Komi­tee vom Roten Kreuz (IKRK) auf sei­ner Facebook-Page unser Bild ver­öf­fent­licht und zum Tau­schen des Pro­fil­bilds auf­ge­ru­fen.

In war, many peop­le go mis­sing, cau­sing angu­ish for their fami­lies and fri­en­ds. On the Day of the Disap­peared, we’re remin­ding peop­le that hund­reds of thou­sands of fami­lies are still unawa­re of the fate of their loved ones. Our fri­en­ds at the Öster­rei­chi­sches Rotes Kreuz are encou­ra­ging their fans to chan­ge their pro­fi­le pic today, and we’re doing the same! (Down­load the pic: http://​goo​.gl/​Q​O​dWt)


En la guer­ra se pier­de el rastro de muchas per­so­nas, lo cual cau­sa angus­tia a sus fami­li­as y ami­gos. En el Día de los Desa­pa­re­ci­dos, recor­d­a­mos que cien­tos de miles de fami­li­as aún des­co­no­cen el para­de­ro de sus seres que­ri­dos. Nue­stros ami­gos de la Cruz Roja Aus­tria­ca están invitan­do a sus sim­pa­tiz­an­tes a cam­bi­ar su foto de per­fil el día de hoy, y noso­tros nos hemos uni­do à la pro­pu­esta. Para des­car­gar la imagen: http://​goo​.gl/​Q​O​dWt. Salu­dos! Gaby / CICR – Bue­n­os Aires

Wir hof­fen, dass wir damit errei­chen konn­ten, dass die Auf­merk­sam­keit ein Wenig auf die­sen Welt­tag der Ver­miss­ten gelenkt wer­den konn­te, eini­ge Hun­dert Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer konn­ten wir – welt­weit – in jedem Fal­le moti­vie­ren, das Pro­fil­bild zu ver­än­dern.

Geschrieben von Gerald Czech

30. August 2011 um 14:45

Freikarte zur Social Media Konferenz im September?

2 Kommentare

Im Sep­tem­ber und zwar am 18. und 19. Darf ich in Wien an der Kon­fe­renz „Busi­ness goes Soci­al Media – Volu­me II als Refe­rent mit­wir­ken. Mein The­ma wird sein: Soci­al Media beim Roten Kreuz: ein huma­ni­tä­rer Ein­bli­ck an der Schnitt­stel­le zwi­schen der inter­nen und exter­nen Kom­mu­ni­ka­ti­on.

Als Refe­rent habe ich die Mög­lich­keit, eine ande­re oder einen ande­ren Teil­neh­mer mit einer Frei­kar­te für die Kon­fe­renz zu ver­sor­gen. (Ins­ge­samt nur eine Kar­te!)
Ich habe beschlos­sen, die Aus­wahl des Frei­kar­ten­emp­fän­gers per Soci­al Media zu machen. Wenn Du mit­kom­men magst, für bei­de Tage dann kom­men­tie­re hier (oder auf Face­book/Goo­gle+) und sage mir, wel­chen Aspekt ich in mei­nem Refe­rat in kei­nem Fall weg­las­sen darf, was aus Dei­ner Sicht ganz wich­tig ist, am Rotkreuz-Engagement in den Soci­al Media.

Noch ein wenig zur Kon­fe­renz: Neben dem Who-is-Who der Öster­rei­chi­schen Soci­al Media Sze­ne, fin­det man zahl­rei­che Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­to­rIn­nen und Ver­tre­te­rIn­nen spe­zia­li­sier­ter Agen­tu­ren. Fach­li­che Lei­tung ist Judith Denk­mayr von Digi­tal Affairs.

Niko Alm (Super-Fi)
Peter Bau­er (Luzer­ner Kan­to­nal­bank)
Paul Blažek (cyLED­GE Media)
Gerald Czech (Öster­rei­chi­sches Rotes Kreuz)
Petra Geschwendt­ner (Mjam​.net)
Rena­te Gru­ber (Cup­Ca­kes Wien)
Mar­kus Hüb­ner (Brand­flow)
Micha­el Kam­leit­ner (Die Socia­lis­ten)
Uwe Knaus (Daim­ler)
And­rea Kost­ner (Wien­Tou­ris­mus)
Ans­wer Lang (Wie­ner Lini­en)
Ange­lo Laub (Mjam​.net)
Jörg Lie­man­dt (Con­sul­tant)
Olaf Nitz (Öster­reich Wer­bung)
Oli­ver Nitz (Web Inno­va­ti­on Lab)
Kath­rin Pas­sig (Zen­tra­le Intel­li­genz Agen­tur)
Mar­tin Pore­da (kun​unu​.com)
Clau­dia Rieg­ler (Wie­ner Lini­en)
Her­bert Sojak (HC Mar­ke­ting Con­sult)
Gün­ter Stro­bl (Raiffeisen-Leasing)
Robin­dro Ullah (DB Ser­vices)

Der Content des zweitägigen Circles:

Social Media Grows up

  • Wie Unter­neh­men Soci­al Media effek­tiv ein­set­zen: Markenführung,Kundendialog, Employ­er Bran­ding…

Twittern, bloggen, facebooken, xingen, …

  • Wie fin­det ein Unter­neh­men die rich­ti­ge stra­te­gi­sche Aus­rich­tung im Soci­al Media Dschun­gel?

Social Learning from the Best

  • DB Ser­vices, Cup­Ca­kes, Daim­ler, Luzer­ner Kan­to­nal­bank, Mjam​.net, Öster­rei­chi­sches Rotes Kreuz, Wie­ner Lini­en und Wien­Tou­ris­mus

4 Workshops

  • Ist ein Job-Inserat auf Xing schon Employ­er Bran­ding?
  • Wo beginnt Face­book?
  • Fol­gen und Ver­folgt wer­den!
  • Vom Soci­al Net­work zur Soci­al Platt­form

Geschrieben von Gerald Czech

25. Juli 2011 um 14:19

Solferino sucks? Jeder kann Henri Dunant werden.

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Am 30. Okto­ber jährt sich der Todes­tag von Rotkreuz-Gründer Hen­ry Dun­ant zum hun­derts­ten Mal. Sei­ne Idee, Men­schen in Not – unab­hän­gig von ihrer Natio­na­li­tät, ihrer eth­ni­schen Her­kunft und ihrer Reli­gi­on – zu hel­fen, hat zu einem welt­um­span­nen­den Netz­werk der Hil­fe geführt. In 186 Län­dern gibt es heu­te eine Rotkreuz- oder Rothalb­mond­ge­sell­schaft.

Wir wol­len Dun­ants Ide­en und ihre vie­len posi­ti­ven Fol­gen anläss­li­ch sei­nes Todes­ta­ges ins Bewusst­sein rufen“, so Gerald Czech, Web­mas­ter des Roten Kreu­zes. Unter dem Titel „Dun­ant­Myself“ kön­nen Internet-User ihr Bild in ein Por­trait des Rotkreuz-Gründers ein­bau­en und so auf Face­book und Co ihre Soli­da­ri­tät mit der welt­weit größ­ten Frei­wil­li­gen­or­ga­ni­sa­ti­on bekun­den.

Wie’s funk­tio­niert, erklärt Web­mas­ter Czech: „Ein­fach auf www​.dun​ant​myself​.at ein Bild hoch­la­den. Das Por­trait kann gleich auf Face­book gepos­tet wer­den.“

Das Öster­rei­chi­sche Rote Kreuz ist seit der Erd­be­ben­ka­ta­stro­phe in Hai­ti im Jän­ner die­ses Jah­res auf Face­book ver­tre­ten und hat bereits mehr als 13.500 Fans. „Vie­le Internet-User wol­len sich via Soci­al Media Platt­for­men über huma­ni­tä­re The­men – vom Ret­tungs­dienst über das Blut­spen­den bis hin zur Kata­stro­phen­hil­fe – infor­mie­ren und aus­tau­schen“, sagt Czech. „Die­ses Inter­es­se för­dert das Rote Kreuz ger­ne – auch mit ver­spiel­ten Appli­ka­tio­nen wie ‚dun­ant­myself’.“

Vie­ler­orts wur­de welt­weit über unse­re App bereits berich­tet, der​Stan​dard​.at bei­spiels­wei­se im Res­sort etat, oder via Twit­ter:

Auch in Blogs wird über das Pro­dukt berich­tet:

Noch wei­te­re Links, die ich ver­ges­sen habe?

Geschrieben von Gerald Czech

28. Oktober 2010 um 20:47

Viral Marketing: Pakistan-Profilbilder in sozialen Netzen wie Facebook

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Vie­le Nut­ze­rin­nen von Face­book oder Xing tau­schen ihre per­sön­li­chen Pro­fil­bil­der gegen ein Rotkreuz-Sujet aus. Viel­leicht haben Sie sich auch schon gefragt, was das soll?

Es han­delt sich dabei um eine vira­le Mar­ke­ting­ak­ti­on des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes, die auf die Kata­stro­phe in Pakis­tan hin­wei­sen soll. Die­se Idee wur­de zu Beginn von einem Bericht auf pte​.at aus­ge­löst, in dem – ver­gli­chen mit dem Erd­be­ben in Hai­ti im Jän­ner – über die gerin­ge Medi­en­re­so­nanz berich­tet wur­de. Unter ande­rem stand dort:

Doch selbst die son­st schnel­len sozia­len Medi­en wie Twit­ter, Face­book und Co. haben das The­ma bis­her kaum wahr­ge­nom­men. Tra­gi­sch ist das des­halb, da das Inter­net längst die Spen­den­be­reit­schaft mit­be­stimmt.

Wir hat­ten zu dem Zeit­punkt gera­de die Über­sichts­sei­te für Pakis­tan am Rotkreuz-Portal fer­tig und berich­te­ten bis dahin peu à peu auch auf der Facebook-Seite über die Hil­fe in Pakis­tan. Da die ers­ten Spen­den­su­jets fer­tig waren, über­leg­te ich, wie man die­se auch im Social-Medienbereich ein­set­zen könn­te.

Zunächst wur­de das Pro­fil­bild des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes ver­än­dert – das Pakistan-Sujet wur­de zum ein­fluss­rei­chen Gestal­tungs­ele­ment die­ses Bil­des. Die Zusatz­in­for­ma­tio­nen unter­halb des Logos erin­nern nun auch jeden Nut­zer unse­rer Fan­page an die Kata­stro­phe in Pakis­tan.

Profilbild: Hilfe für Pakistan

Beim genau­en Betrach­ten fiel mir aus, dass man vom Pro­fil­bild nur das Rote Kreuz weg­schnei­den muss, um ein ein­drucks­vol­les und star­kes Pro­fil­bild zu haben, das auch auf einen Bli­ck von der Typo­gra­fie und Far­be dem Roten Kreuz zuge­ord­net wer­den kann. Von die­ser Erkennt­nis zum Grund­ge­dan­ken einer vira­len Kam­pa­gne war es nicht mehr weit: Ein ers­tes Pos­ting in mei­nem pri­va­ten Facebook-Profil war rasch nach der eige­nen Profilbild-Änderung erfolgt. Dana­ch auch ein Pos­ting in der Rotkreuz-Fanpage.

Als Refe­renz wur­de auf der Home­page des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes ein Arti­kel zum The­ma erstellt, der bereits oben ver­linkt ist. Wei­te­re Maß­nah­men: Pos­tings im eige­nen Pro­fil und eine Aktua­li­sie­rungs­nach­richt an alle Fans des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes.

Gleich am nächs­ten Tag in der Früh wur­de wie­der an die Akti­on erin­nert. Im Lauf des Nach­mit­tags dann eine Followup-Meldung über den Erfolg der Akti­on, durch das Pos­ting eines Fotos mit sehr vie­len Pro­fil­bil­dern in Reih und Glied auf das bereits sehr vie­le Kom­men­ta­re gekom­men sind.

Ins­ge­samt ste­hen wir knapp 27 Stun­den nach Beginn der Akti­on bei über 100 Unter­stüt­ze­rIn­nen der Akti­on, Ten­denz stark stei­gend …

Infos zur Lage in Pakis­tan im Ein­satz­blog.

Geschrieben von Gerald Czech

18. August 2010 um 16:50

Neue Kanäle in der Katastrophe?

1 Kommentar

Web und Soci­al Media in der inte­grier­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on des Roten Kreu­zes

Die Kata­stro­phe in Hai­ti am 12. Jän­ner 2010 und vor allem das Schick­sal der ins­ge­samt über 2 Mil­lio­nen Betrof­fe­nen Men­schen hat welt­weit vie­le bewegt. Nicht zuletzt auf­grund der dra­ma­ti­schen Situa­ti­on vor Ort haben inter­na­tio­nal die meis­ten Medi­en Hai­ti Tage- manch­mal Wochen­lang zum Haupt­the­ma ihrer Bericht­erstat­tung gemacht.

Bereits vor eini­gen Jah­ren habe ich mich mit den Mög­lich­kei­ten von Soci­al Web in der Kata­stro­phe in einem Blog­post (Dis­as­ter 2.0) eher theo­re­ti­sch beschäf­tigt. Nun konn­ten wir all die­se Tools auch live ein­set­zen. Hier der ers­te Bericht dazu.

Lange in Haiti

Das Rote Kreuz ist seit vie­len Jah­ren in Hai­ti. Schon lan­ge vor die­ser Kata­stro­phe wur­den in Port-au-Prince bei­spiels­wei­se von Öster­rei­chi­schen Tech­ni­kern Funk­netz­wer­ke gewar­tet und errich­tet. Das ist der Grund, war­um die Rotkreuz-Helfer vor Ort bereits auf ein bestehen­des Netz­werk an Kon­tak­ten zurück­grei­fen konn­ten.

Doch Haupt­in­halt die­ses Pos­ting soll­te die Kom­mu­ni­ka­ti­on nach innen und aus­sen sein, deren inte­grier­ter Ansatz, der anhand der Erd­be­ben­ka­ta­stro­phe in Hai­ti erst­mals in die­ser Wei­se umge­setzt wur­de. Die ope­ra­ti­ve Arbeit in Öster­reich und natür­li­ch auch vor Ort sind in jedem Fall wesent­li­che Basics, denn ohne die effi­zi­en­te und wirk­sa­me Hil­fe von Män­nern und Frau­en des Roten Kreu­zes vor Ort macht die bes­te Kom­mu­ni­ka­ti­on zum The­ma gar kei­nen Sinn.

Der Alarm.

Unse­re ope­ra­ti­ven Kata­stro­phen­ma­na­ger wur­den kurz nach Mit­ter­nacht vom Erd­be­ben infor­miert, ers­te Infos ergin­gen daher auch an die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­ar­bei­ter per eMail noch lan­ge vor ihrem Ein­tref­fen im Office. Via Twit­ter waren ers­te Ein­satz­mel­dun­gen des Ame­ri­ka­ni­schen Roten Kreu­zes (als CNN RT) auch schon sehr früh ver­füg­bar. Daher war rasch klar, dass sich hier eine gro­ße Kata­stro­phe anbahnt. Unser ers­ter Tweet zum The­ma Hai­ti als @roteskreuzat folg­te in der Früh des 13. Jän­ners:

RT @Red­Cross­PDX: RT @White­Hou­se Text „HAITI“ to 90999 to dona­te $10 to @Red­Cross reli­ef efforts in #Hai­ti. Learn more: http://​bit​.ly/​6​K​i​RtE

Im Lau­fe des Tages war rasch klar, dass auch Öster­rei­chi­sche Hil­fe vor Ort not­wen­dig wer­den wird. Alle Schnel­l­ein­satz­grup­pen wur­den auf stand­by alar­miert. Hin­sicht­li­ch des Fund­rai­sings wur­de im Online­spen­den das Kenn­wort „Erd­be­ben in Hai­ti“ akti­viert, eine kurz davor ein­ge­führ­te SMS-Spenden-Nummer wur­de eben­falls für Hai­ti akti­viert.

Erster Tag, erste Presseinfo, Setup der Kommunikationsinfrastruktur

Zeit­gleich mit dem Online­stel­len der ers­ten Pres­se­info „Schwe­res Erd­be­ben in Hai­ti“ wur­de online eine eige­ne Kno­ten­sei­te ein­ge­rich­tet, deren leicht zu mer­ken­de URL www​.rotes​kreuz​.at/​H​a​iti lau­te­te. Dort wur­den sämt­li­che Infor­ma­tio­nen zum The­ma zusam­men­ge­fasst, spä­ter konn­te auch ein RSS-Feed dazu erstellt wer­den. Noch im Lau­fe des 13. Jän­ners waren via Alertnet/Reuters ers­te Fotos aus Hai­ti ver­füg­bar, die online gin­gen. Auch die Infor­ma­tio­nen zur Spen­den­mög­lich­keit via SMS wur­den erstellt und online gestellt. Auf Face­book wur­de eine ers­te Cau­se „Hil­fe für Hai­ti“ gestar­tet, um auch die­ses Medi­um als Informations- und Fundraising-Kanal zu instru­men­ta­li­sie­ren. Infor­ma­tio­nen gab es zunächst aller­dings über mei­nen per­sön­li­chen User, weil noch kei­ne Fan­page exis­tiert hat.

Informationen, going social

Durch die Rotkreuz-Mitarbeiter, die bereits in Port-au-Prince waren, konn­te auch die ope­ra­ti­ve Hil­fe vor Ort rasch star­ten, bereits am ers­ten Tag gin­gen über das Rotkreuz-Netzwerk bereits ver­trau­ens­wür­di­ge Infor­ma­tio­nen aus Hai­ti ein. Die­se wur­den zunächst im Rotkreuz-Portal online gestellt und in wei­te­rer Fol­ge auch via Twit­ter publi­ziert.

#hil­fe nach dem #erd­be­ben in #Hai­ti: ROtes Kreuz im Ein­satz #Spen­den auf https://spende.roteskreuz.at?code=SERHAI #spen­den­auf­ruf #rotes­kreuz

Lau­fen­der inter­ner Kon­takt mit den Kol­le­gIn­nen der Pres­se­ab­tei­lung und dem ope­ra­ti­ven Katastrophen-Einsatzmanagement ver­hin­der­ten eine „Ent­kop­pe­lung“ der Soci­al Media-Aktivitäten. Twit­ter war auch ein inter­es­san­ter Kanal für die Nach­rich­ten aus dem Kata­stro­phen­ge­biet, @Federation der Account der inter­na­tio­na­len Föde­ra­ti­on der Rotkreuz- und Rothalb­mond­ge­sell­schaf­ten war hier genauso wert­voll, wie ver­schie­de­ne Lis­ten der Fede­ra­ti­on, die Rotkreuz-Twitteraccounts zusam­men­fas­sen, oder sol­che der UNO.

Zur Ver­brei­tung der Rotkreuz-Hilfe im Web, bei befreun­de­ten Unter­neh­men, Orga­ni­sa­tio­nen und bei inter­es­sier­ten wur­den auch Flash-Banner erstellt und Online ange­bo­ten. Die­se wer­den inzwi­schen durch­aus breit geschal­tet. Auch Google-Adwords wur­den bald dazu ver­wen­det, Use­rIn­nen auf das Rote Kreuz in die­sem Kon­text auf­merk­sam zu machen. Über eini­ge Hür­den in die­sem Kon­text berich­te ich im Blog­post „Hil­fe für Hai­ti oder Fight­in’ goo­gle­Ad­words

Österreichische Experten werden entsendet

Die Pha­se zwei in der Kom­mu­ni­ka­ti­on hat begon­nen, nach­dem unse­re Aus­rich­tung von „Sup­port“ des Ein­sat­zes geän­dert wur­de: Bald wur­de auch klar, dass rela­tiv bald ers­te Öster­rei­chi­sche Exper­tin­nen und Exper­ten in Rich­tung Hai­ti fah­ren wer­den. Die inter­na­tio­na­le Koor­di­na­ti­on und die not­wen­di­ge Logis­tik erlaub­ten es bereits am 15. Jän­ner ein ers­tes zwei­köp­fi­ges Team von Wien aus zu ent­sen­den, ein drit­ter Exper­te flog nach Genf, von wo aus er mit Such­dienst­ex­per­tIn­nen nach Port-au-Prince flog. Die Öster­rei­chi­sche Akti­on Nach­bar in Not star­te­te eben­falls am 14. Jän­ner mit brei­ter Cover­a­ge im Öster­rei­chi­schen Fern­se­hen und Radio.

Für den Abflug der Exper­tin­nen aus Wien wur­den auch Jour­na­lis­tIn­nen zum Flug­ha­fen ein­ge­la­den. Auf­grund der Tat­sa­che, dass dies die ers­ten Öster­rei­che­rIn­nen auf dem Weg nach Hai­ti waren, wur­de die Hil­fe auch von einer brei­ten Medi­en­co­ver­a­ge (bsp.: Kro­ne Titel­fo­to, APA) beglei­tet.

Bis zum Ein­tref­fen der Hel­fer in Hai­ti wur­den Lageu­p­dates, Fotos und Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen (auch in unse­rem Ein­satz­blog) zur Ver­fü­gung gestellt.

Facebook als eigener Kanal

Auf­grund der zahl­rei­chen Infor­ma­tio­nen, die via Face­book ver­brei­tet wur­den, haben wir uns kurz­fris­tig ent­schlos­sen, eine Facebook-Fanpage zu star­ten, um als „Öster­rei­chi­sches Rotes Kreuz“ auf­tre­ten zu kön­nen (Eige­ner Blog­post „Erfolgs­sto­ry Face­book Page“). Das war ein wei­te­rer wich­ti­ger Bau­stein in der Rotkreuz-Kommunikation.

Fotojournalismus

Die Föde­ra­ti­on hat sein lan­ger Zeit einen Flickr-Account, über den immer wie­der Bil­der kom­mu­ni­ziert wur­den. Die Kata­stro­phe in Hai­ti mach­te es bald not­wen­dig, die­se Quel­le auch brei­ter zu nut­zen, so wur­de von dort rasch eine Sli­de­show erstellt, die immer auto­ma­ti­sch upge­da­ted wird, um Rotkreuz-Fotos auch welt­weit in Blogs ein­bau­en zu kön­nen. Timo Lue­ge berich­tet von unglaub­li­chen 1 Mil­lio­nen Views der Flickr-Bilder am 14. Jän­ner 2009.

Our Flickr set about the Hai­ti Ear­t­h­qua­ke gene­ra­ted over 1 mil­lion page views wit­hin 24 hours on Janu­a­ry 14th. It was high­ligh­ted by Yahoo! (which cont­ri­but­ed the majo­ri­ty of impres­si­ons) but other media paid atten­ti­on as well. In the first few days, BBC Online men­tio­ned it on their live blog every time, we uploa­ded new images. We also got a sub­stan­ti­al num­ber of requests from media who wan­ted high-resolution ver­si­ons of our Flickr pho­tos.

Die­se Sli­de­show konn­ten wir auch rasch in unse­ren Webauf­tritt inte­grie­ren. Die her­vor­ra­gen­den Foto­gra­fen, die für das Rote Kreuz vor Ort waren, konn­ten uns damit von den ers­ten Tagen an täg­li­ch neue Bil­der zur Ver­fü­gung stel­len, was ein Plus für jeg­li­ches Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­di­um dar­stellt.

Inter­es­sant ist Timos State­ment zum Effekt des Flickr-Engagements:

As far as ROI is con­cer­ned I should men­ti­on that most visi­tors stay­ed wit­hin that set and did not cli­ck on other pho­tos or through to our site. So whi­le this was very suc­cess­ful to gene­ra­te awa­ren­ess, it did not gene­ra­te sub­stan­ti­al funds for us. Howe­ver, sin­ce Flickr’s com­mu­ni­ty gui­de­li­nes for­bid active­ly asking for dona­ti­ons, the­re was no call to action under the­se pic­tures eit­her – merely “Find out more at http://​www​.ifrc​.org/​h​a​i​ti/ ”.

Akustische Informationen: Podcasts und Clips

Die nächs­te Pha­se war die Pro­duk­ti­on digi­ta­ler Audio­clips und Pod­casts. Zunächst klas­si­sch via Recor­der oder durch den Mit­schnitt von Tele­fon­in­ter­views, was unse­re VoIP-Telefonanlage zum Glück in brauch­ba­rer Qua­li­tät erlaubt. Der ers­te Ver­su­ch in die­sem Zusam­men­hang war die Bei­stel­lung von Audio­da­ten zu einem redak­tio­nel­len Text über die Seu­chen­prä­ven­ti­on nach Kata­stro­phen.

Die Ver­wen­dung die­ser Audio­clips von ver­schie­de­nen loka­len Radio­sen­dern zur Bericht­erstat­tung führ­ten dazu, dass wir uns inten­si­ver mit den Mög­lich­kei­ten der digi­ta­len Audio­clips beschäf­tig­ten. Eine vir­tu­el­le Neben­stel­le wur­de zum digi­ta­len Anruf­be­ant­wor­ter. Dadurch konn­ten unse­re Dele­gier­ten zu jeder Tages- und Nacht­zeit ihre State­ments bei uns depo­nie­ren. Die Files gin­gen auto­ma­ti­sch per Mail an die Pres­se­ab­tei­lung und an den Web­mas­ter. Damit konn­ten wir eine wei­te­re Kom­mu­ni­ka­ti­ons­struk­tur auf­bau­en – neue Audio­clips waren so oft­mals in 30 Minu­ten nach dem Gespräch online.

Die­se Clips dien­ten einer­seits den Radio­sen­dern als „Fut­ter“ für ihre News und Flä­chen­bei­trä­ge, ande­rer­seits lie­fer­ten sie Zitier­ba­res für unse­re regio­na­len Pres­se­ver­ant­wort­li­chen und Jour­na­lis­tIn­nen. Nicht zuletzt erlaub­ten die­se Sound­clips auch den Use­rin­nen im Web eine authen­ti­sche Mög­lich­keit, sich von der Hil­fe des Roten Kreu­zes vor Ort aus ers­ter Hand zu infor­mie­ren.

Inzwi­schen ver­su­chen wir alle paar Tage neue Clips online zu stel­len und mög­lichst vie­le unse­rer Exper­tIn­nen aus Hai­ti zu Wort kom­men zu las­sen. Zwi­schen­durch wer­den immer wie­der Pod­casts ( Bei­spiels­wei­se hier, oder hier) pro­du­ziert, um die­se State­ments auch im redak­tio­nel­len Umfeld in Geschich­ten ein­zu­bet­ten.

Videos

Auch Videos aus Hai­ti waren bald ver­füg­bar. Zusätz­li­ch setz­ten wir auch eige­ne Kame­ra­leu­te ein, bei­spiels­wei­se um die Ver­la­dung der Öster­rei­chi­schen Hilfs­gü­ter zu doku­men­tie­ren. Hier wur­den dann die Video­pod­casts ent­we­der 1:1 wei­ter­pu­bli­ziert oder es wur­den eige­ne Video­pod­casts pro­du­ziert, wie die­ser zur Öster­rei­chi­schen Hil­fe vor Ort. Publi­ka­ti­ons­ort war zudem zusätz­li­ch immer auch Youtube, wo das Öster­rei­chi­sche Rote Kreuz seit eini­ger Zeit einen Chan­nel betreibt. Doch die gerin­ge Zahl der Views zeigt auch deut­li­ch, dass der Pro­duk­ti­ons­auf­wand eines Video­pod­casts für die weni­gen Nut­zer dann zu hoch ist, wenn man ihn bei­spiels­wei­se mit dem Auf­wand von Pod­casts oder Foto­ga­le­ri­en ver­gleicht.

Google-Maps

Die Bereit­stel­lung von tagak­tu­el­len KML-Files von Sei­ten der Föde­ra­ti­on hat uns dazu gebracht, eine Google-Map zum Rotkreuz-Einsatz in Hai­ti zu pro­du­zie­ren, um die geo­da­ten eben­falls als Infor­ma­ti­ons­ka­nal zu nut­zen. Zudem bringt die Über­sichts­kar­te zur Rotkreuz-Hilfe in Hai­ti den Nut­ze­rin­nen und Nut­zern auch einen geo­gra­fi­schen Über­bli­ck über die kom­ple­xe Kata­stro­phen­sze­ne­rie auf Hai­ti. Die­se Kar­te wur­de von Sei­ten der Föde­ra­ti­on wie­der­um an alle ande­ren natio­na­len Gesell­schaf­ten zurück­ge­lie­fert, so dass wir nun­mehr gemein­sam mit dem Deut­schen Roten Kreuz die­se Map betreu­en.

Crowdsourcing

In den ver­gan­ge­nen Stun­den wur­de zudem ver­sucht, das gro­ße Inter­es­se an der Facebook-Gruppe des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes dahin­ge­hend zu nüt­zen, indem wir Use­rIn­nen auf­ge­for­dert haben, uns durch Über­set­zung von eng­lisch­spra­chi­gen Arti­keln ins Deut­sche zu unter­stüt­zen. Das hat her­vor­ra­gend geklappt. Fünf Tex­te konn­ten so inner­halb von drei Stun­den über­setzt wer­den.

Erfolgsstory Facebook-Page

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Auf­grund der zahl­rei­chen Infor­ma­tio­nen, die via Face­book ver­brei­tet wur­den, haben wir uns kurz­fris­tig ent­schlos­sen, eine Facebook-Fanpage zu star­ten, um als „Öster­rei­chi­sches Rotes Kreuz“ auf­tre­ten zu kön­nen und damit den Infor­ma­tio­nen auch mehr Authen­ti­zi­tät zu ver­mit­teln. Im Lau­fe der Nacht zum 16. Jän­ners konn­te die Page online gehen. Wir ent­schie­den uns, die Pin­wand nicht allen Fans zu öff­nen, son­dern nur von ins­ge­samt 5 Admi­nis­tra­to­rIn­nen upzu­da­ten. Die Foto-Features sind bis jetzt fast unge­nutzt, ande­re Facebook-Tools, wie Diskussions-Boards oder App­li­ca­ti­ons sind eben­falls noch unbe­nutzt.

Der Erfolg war ful­mi­nant. Bis zum 28. Jän­ner zäh­len wir über 5.200 Fans, was einem täg­li­chen Zuwachs von 438 Fans bedeu­tet. Beson­ders inter­es­sant ist die Demo­gra­phie der Facebook-Fans: 54 % sind unter 25 Jah­re, 84% der Fans unter 35 Jah­re alt. Die Ver­tei­lung der Geschlech­ter: 36 % Frau­en und 64 % Män­ner. Hin­sicht­li­ch der Page­views auf der Facebook-Seite kann man fast behaup­ten, wir hät­ten einen zehn­ten Lan­des­ver­band. Fasst man die­se Infor­ma­tio­nen zusam­men, kann man sagen, dass das Facebook-Engagement extrem wich­tig ist, um neue Ziel­grup­pen­schich­ten zu infor­mie­ren, die mit der her­kömm­li­chen Home­page nicht erreicht wer­den kön­nen. Auch die fast mono­the­ma­ti­sche Infor­ma­ti­on rund um Hai­ti konn­te die Fans bis jetzt nicht ver­schre­cken, der täg­li­che Zuwachs bleibt kon­stant bei meh­re­ren hun­dert neu­en Fans pro Tag. Durch das Pos­ten unse­rer Web-Stories auf face­book kön­nen wir auch das Inter­es­se mes­sen, das von dort zu unse­rer Home­page kam. Die Quel­le Face­book ist inzwi­schen die wich­tigs­te ver­wei­sen­de Web­site zu www​.rotes​kreuz​.at

Geschrieben von Gerald Czech

28. Januar 2010 um 15:36