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#getsocial: Ergebnisse der Jugendkampagne

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EINLEITUNG

Wenn wir vom Roten Kreuz als größ­te huma­ni­tä­re Orga­ni­sa­ti­on der Welt sagen, dass die Jugend unse­re Zukunft ist, so ste­hen wir im Feld der Kom­mu­ni­ka­ti­on nicht allei­ne da. Nahe­zu alle Kom­mu­ni­ka­to­rin­nen und Kom­mu­ni­ka­to­ren wol­len jugend­li­ches Image für ihre Mar­ken ver­mit­teln und ver­mehrt jun­ge Men­schen zu Inter­ak­tio­nen anre­gen. Obwohl Maga­zi­ne wie der Stern den „Abschied vom Jugend­wahn“ schon vor zehn Jah­ren titel­ten, ist die­ser nar­ra­tiv in der Kom­mu­ni­ka­ti­on noch immer all­ge­gen­wär­tig.

Jugend 2.0 ?

Doch mit der radi­ka­len Indi­vi­dua­li­sie­rung und dem Wan­del der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nä­le kam auch die Auf­split­tung. Konn­ten frü­her ein­zel­ne Jugend­kul­tu­ren klar gegen­ein­an­der abge­grenzt wer­den, ver­schwim­men die Gren­zen immer mehr, auch die Gren­zen zwi­schen den Alters­grup­pen. Jung zu sein bedeu­tet heut­zu­ta­ge viel mehr einen Lebens­stil zu füh­ren, der vom Alter ent­kop­pelt ist. In die­sem Sin­ne gibt es durch­aus sehr alte 14-Jährige und äußer­st jun­ge 40-Jährige.

Für das Öster­rei­chi­sche Rote Kreuz – die größ­te huma­ni­tä­re Frei­wil­li­gen­or­ga­ni­sa­ti­on in Öster­reich – ist das The­ma Jugend essen­ti­ell. Im Bereich der frei­wil­li­gen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter sehen wir bei unter 25-Jährigen die star­ke Moti­va­ti­on, ande­ren zu hel­fen.

Das The­ma Jugend hat die Füh­rungs­kräf­te des Roten Kreu­zes daher in den ver­gan­ge­nen Jah­ren schon inten­siv beschäf­tigt, wur­de doch ein Stra­te­gie­pro­zess umge­setzt, um einer­seits Ange­bo­te für jun­ge Men­schen bereit­zu­stel­len und ande­rer­seits den jun­gen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern mehr Stim­me und Ein­fluss in Gre­mi­en zu geben. Es geht in unse­ren Anstren­gun­gen immer um die drei unter­schied­li­chen Stakeholder-Aspekte von jun­gen Men­schen:

  • einer­seits jugend­li­che Anspruchs­grup­pen in der Kom­mu­ni­ka­ti­on,
  • ande­rer­seits Jugend­li­che als Emp­fän­ge­rin­nen von Leis­tungs­an­ge­bo­ten sowie
  • als frei­wil­li­ge Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter.

Im Anschluss an die stra­te­gi­schen Pla­nun­gen für die Gesamt­or­ga­ni­sa­ti­on in den ver­gan­ge­nen Jah­ren wur­de das Jahr 2014 aus­ge­wählt, um die Maß­nah­men der inte­grier­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on in die­sem Seg­ment zu star­ten. Wie immer im föde­ra­len Multistakeholder-Umfeld des Roten Kreu­zes ist die koor­di­nier­te Kam­pa­gnen­pla­nung gemein­sam mit den kofi­nan­zie­ren­den Lan­des­or­ga­ni­sa­tio­nen bereits Teil der Kam­pa­gne selbst, weil die­se Aus­hand­lungs­pro­zes­se gemein­sa­mes Ver­ständ­nis und Koor­di­nie­rung der Ziel­hier­ar­chien und Bot­schaf­ten mit­brin­gen. In die­sem Fal­le wur­de die Zahl der Sta­ke­hol­der auf­grund des Jugend-Tryptichons (Kommunikations-Anspruchsgruppe, Leistungsempfänger/in, Mitarbeiter/in) noch ein­mal kom­ple­x­er.

Maßgeschneiderter integrierter Ansatz

Dafür konn­te ein spe­zi­fi­sch auf die wohl ein­zig­ar­ti­gen Bedürf­nis­se des Roten Kreu­zes geschnei­der­tes inte­grier­tes Kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­ge­bot gemein­sam mit meh­re­ren Agen­tur­part­nern geplant, kon­zep­tio­niert und umge­setzt wer­den – wie die Ergeb­nis­se schluss­end­li­ch zei­gen auch sehr erfolg­reich.

MANAGEMENT SUMMARY

Auch wenn nam­haf­te Jugend­for­scher immer wie­der kri­ti­sie­ren, dass jun­ge Men­schen in Öster­reich nur kon­sum­ori­en­tiert sei­en, ego­is­ti­sch und gleich­gül­tig, woll­ten wir mit dem Kom­mu­ni­ka­ti­ons­schwer­punkt im Som­mer 2014 zei­gen, dass dem nicht so ist.

Das Rote Kreuz ver­fügt in Öster­reich über ein Netz­werk von über 76.000 frei­wil­li­gen, beruf­li­chen und zivil­dienst­leis­ten­den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern. Dabei sind beson­ders die unter 25-Jährigen das Rück­grat der Orga­ni­sa­ti­on im Frei­wil­li­gen­be­reich.

Bei die­ser Kam­pa­gne wur­de in einem inte­grier­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­satz erst­mals der Schwer­punkt in der digi­ta­len Sphä­re gesetzt. Digi­ta­le (und vor allem Soci­al Media-Elemente) in der jugend­li­chen Kernsta­ke­hol­der­grup­pe wur­den durch klas­si­sche Tools und Offline-Aktivitäten ergänzt. Dabei wur­de auf die Auf­wer­tung des Begrif­fes sozi­al / soci­al durch die Ent­wick­lun­gen der letz­ten Jah­re gesetzt und zu sozia­lem Enga­ge­ment mit „get soci­al“ auf­ge­ru­fen: Ins­ge­samt konn­ten allein auf digi­ta­lem Weg über 14 Mil­lio­nen Per­so­nen erreicht wer­den.

Die Rotkreuz-Mitarbeiterinnen und Mit­ar­bei­ter waren Bot­schaf­ter und Kom­mu­ni­ka­to­ren der Kam­pa­gne und haben on- und off­line gezeigt, was „gemein­sam mehr“ heißt und wie man damit Men­schen in Not hel­fen kann.

Das Öster­rei­chi­sche Rote Kreuz, sei­ne Lan­des­ver­bän­de und Dienst­stel­len haben mit der Kam­pa­gne „#get­so­ci­al“ auf­ge­zeigt und bewie­sen, dass es gera­de die Jugend ist, auf die man sich ver­las­sen kann, wenn es ums Hel­fen geht und noch mehr jun­ge Men­schen für sozia­les Enga­ge­ment und die Idee der Mensch­lich­keit begeis­tert. Die Bekannt­heit und die Mar­ken­wer­te des Roten Kreu­zes konn­ten – wie inten­diert – auch tat­säch­li­ch gestei­gert wer­den.

KOMMUNIKATIONSKONZEPT

Ausgangssituation

Das Rote Kreuz in der Wahrnehmung von außen

Das Öster­rei­chi­sche Rote Kreuz zählt zu den bekann­tes­ten Mar­ken in Öster­reich, nicht nur im Nonprofit-Bereich. So lis­tet der Young&Rubicam Brand Asset Valua­tor das Rote Kreuz regel­mä­ßig unter den Top 20 Mar­ken in Öster­reich. Die Orga­ni­sa­ti­on ist bekannt und steht für Ver­trau­en, Hil­fe, Ver­ant­wor­tung, Zuver­läs­sig­keit, Ehr­lich­keit und Kom­pe­tenz.

Betrach­tet man in den Umfra­gen die ver­schie­de­nen Alters­grup­pen, so kann man in den ver­gan­ge­nen Jah­ren fest­stel­len, dass gera­de im Bereich der sehr jun­gen und jun­gen Öster­rei­che­rin­nen und Öster­rei­cher im Alters­seg­ment von 13 – 25 die Bekannt­heit, aber auch die Sym­pa­thie signi­fi­kant nied­ri­ger sind als in den Alters­seg­men­ten, die direkt mit dem Roten Kreuz und sei­nen Leis­tun­gen zu tun haben. Zusätz­li­ch fällt auf, dass gera­de im urba­nen Raum die­se Wer­te noch gerin­ger sind.

Jugend­kul­tur­for­scher unter­stel­len der Jugend regel­mä­ßig, sie sei ego­is­ti­sch und kon­sum­ori­en­tiert, eine Erfah­rung, die man im Roten Kreuz nicht teilt, sind doch unter 25-Jährige das Rück­grat der Orga­ni­sa­ti­on im Frei­wil­li­gen­be­reich.

Das Thema Jugend nach innen

Seit dem Jahr 2010 wur­de dem The­ma Jugend im Roten Kreuz ein stra­te­gi­scher Schwer­punkt gewid­met. Inter­ne Struk­tu­ren wur­den dafür vor­be­rei­tet, einer­seits das Augen­merk auf jun­ge Sta­ke­hol­der zu legen und die Orga­ni­sa­ti­on noch fit­ter für das Enga­ge­ment jün­ge­rer Men­schen zu machen und ande­rer­seits jun­ge Men­schen auch in den Ent­schei­dungs­gre­mi­en zu ver­an­kern. Umge­setz­te Maß­nah­men dar­aus – retro­spek­tiv betrach­tet auch inter­ne Vor­be­rei­tungs­ar­bei­ten für die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ak­ti­vi­tä­ten 2014 – waren die Koop­tie­rung von Jugendvertreter/innen in das höchs­te sta­tu­ta­ri­sche Gre­mi­um, die Prä­si­den­ten­kon­fe­renz des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes und in die regel­mä­ßi­ge Tagung der Landesgeschäftsführer/innen. Auf Bun­des­ebe­ne wur­de ein Bereich „Jugend“ ins Leben geru­fen, der direkt der Geschäfts­füh­rung unter­stellt ist und daher orga­ni­sa­ti­ons­in­tern die­sel­be „sym­bo­li­sche“ Wich­tig­keit hat, wie Ein­satz­ma­nage­ment oder Pfle­ge & Betreu­ung.

Im Zuge die­ser Vor­be­rei­tun­gen wur­den auch die Leis­tungs­be­rei­che eva­lu­iert und opti­miert, in denen sich die Jugend­li­chen als frei­wil­li­ge Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter im Roten Kreuz ein­brin­gen kön­nen. Ande­rer­seits wur­den Informations-, Beratungs- und auch Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te für jun­ge Men­schen ent­wi­ckelt und aus­ge­baut, die für die­se als Ziel­grup­pen erbracht wer­den.

Ziele der Kampagne

Die Ziel­for­mu­lie­rung als Auf­trag an das Kam­pa­gnen­team war mehr­stu­fig. Einer­seits mus­s­te nach innen gewirkt wer­den, um den Stra­te­gie­pro­zess auch nach­hal­tig kom­mu­ni­ka­tiv zu ver­an­kern, ande­rer­seits war die exter­ne Wir­kung Haupt­schwer­punkt des erfolg­reich umge­setz­ten Kon­zepts.

Stakeholder und Kommunikationsziele

Die Zie­le wur­den von Beginn an nach Sta­ke­hol­der­seg­men­ten geclus­tert. Bei der Gestal­tung der Jugend­kam­pa­gne stand als pri­mä­re exter­ne Sta­ke­hol­der­grup­pe jene der 14- bis 18-Jährigen im Fokus. Als wei­te­re Sta­ke­hol­der wur­den Per­so­nen aus dem Umfeld von Jugend­li­chen defi­niert. Die­se Sekund­är­ziel­grup­pe ist im Alter von 25+, und umfasst Eltern, Fami­li­en­mit­glie­der, Leh­rer, Arbeit­ge­ber, etc.

Im Kon­kre­ten erga­ben sich daher für die Ziel­for­mu­lie­rung fol­gen­de all­ge­mei­ne und spe­zi­fi­sche Kom­mu­ni­ka­ti­ons­zie­le:

Bekannheit im Bereich 14 – 18 Jahre

  • Bekannt­heit des Roten Kreu­zes bei jun­gen Men­schen wei­ter stei­gern.

Imageziele im Bereich 14 – 18 Jahre

  • Mar­ken­wer­te des Roten Kreu­zes bei Jugend­li­chen wei­ter stei­gern (Sym­pa­thie).

Wirkungsziele im Bereich 14 – 18 Jahre

  • Jugend­li­che über Mög­lich­kei­ten des sozia­len Enga­ge­ments infor­mie­ren.
  • Jugend­li­che zu sozia­lem Enga­ge­ment bewe­gen.
  • Zukünf­ti­ge Rotkreuz-Freiwillige gewin­nen.
  • Jugend­li­che als Jugendgruppen-Mitglieder oder -Betreu­er/innen gewin­nen.

Imageziele in der Sekundärzielgruppe 25+

  • Das Umfeld der Jugend­li­chen über Rotkreuz-Angebote infor­mie­ren und damit die Mar­ke ins­ge­samt „jün­ger“ machen.

Wirkungsziele interne Stakeholder

  • Die inter­nen Sta­ke­hol­der die­nen einer­seits als Ver­stär­ker der Kam­pa­gne, ande­rer­seits wird auch das Mar­ken­bild inner­halb der Orga­ni­sa­ti­on durch die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ak­ti­vi­tä­ten ver­än­dert. Aus die­sem Grun­de hat die­ser Kam­pa­gnen­teil auch beson­de­re Bedeu­tung.

Kommunikationsstrategie

Die Zie­le der Kam­pa­gne sind mittel- bis lang­fris­tig gesteckt. Ein Drei-Säulen-Modell für das Enga­ge­ment soll als theo­re­ti­sches Kon­strukt zei­gen, in wel­chen Ebe­nen die Inter­ak­ti­ons­py­ra­mi­de in der Kern­an­spruchs­grup­pe ange­legt wer­den kann.

Die­se Säu­len sind:

  1. Bekannt­heit stei­gern
  2. Mar­ken­wert stei­gern (Image)
  3. Enga­ge­ment stei­gern (Wir­kung)

Für die drei Ebe­nen des Enga­ge­ments, im Rah­men die­ser Kam­pa­gne wird auf die bei­den ers­ten Säu­len das Haupt­au­gen­merk gelegt, da Enga­ge­ment eine mittel- bis lang­fris­ti­ge Ent­schei­dung ist, die zudem nicht unmit­tel­bar inner­halb unse­rer Orga­ni­sa­ti­on erfol­gen muss und daher hin­sicht­li­ch der Wir­kungs­kon­trol­le pro­ble­ma­ti­sch ist.

Die­ser Ansatz soll­te mul­ti­modal und mul­ti­me­dial in den Kernsta­ke­hol­der­grup­pen umge­setzt und in den wei­te­ren Sta­ke­hol­der­seg­men­ten bekannt gemacht wer­den.

Grund­la­ge für die Detail­pla­nung war die Teil­nah­me an den Mar­ket Jugend­stu­di­en seit 2010 und der regel­mä­ßig rotkreuz-intern statt­fin­den­de „Stim­mungs­ba­ro­me­ter“, um Inhal­te, Ide­en und auch bestehen­de Image­wer­te der jun­gen Ziel­grup­pen zu erfas­sen. Die Stra­te­gie wur­de gemein­sam mit der Agen­tur Mono­pol ent­wi­ckelt, für die Her­an­ge­hens­wei­se an das Umfeld der Jugend­li­chen zeich­net Sil­ber­ball ver­ant­wort­li­ch. Wei­te­re Agen­tur­part­ner waren Die Socia­lis­ten für die #Hashtag-Kampagne und IQmo­bi­le setz­te eine mobi­le Marketing-Aktion per SMS um.

Strategischer Ansatz

Als stra­te­gi­scher Ansatz wur­de eine mul­ti­me­dia­le Multilevel-Multistakeholder-Kampagne mit einem star­ken Soci­al Media-Schwerpunkt ange­dacht, die an die Lebens­rea­li­tät jun­ger Men­schen anschließt, die bestehen­den Sto­ries aus dem Roten Kreuz auf­greift und mit Mit­teln des Sto­ry­tel­lings noch mehr jun­ge Men­schen von der Idee der Mensch­lich­keit begeis­tert. Die Kom­mu­ni­ka­ti­on soll zunächst Reich­wei­te im Alters­seg­ment brin­gen, um in wei­te­rer Fol­ge die Bekannt­heit und Sym­pa­thie (also Image) zu ver­bes­sern, was mit­tel­fris­tig zu Inter­na­li­sie­rung der Rotkreuz-Ideen führt und ver­mehrt jun­ge Men­schen zum Enga­ge­ment (Wir­kung) bringt.

Der Slogan #getsocial als zentrales Element der Jugendkommunikation

Als zen­tra­le Kam­pa­gnen­idee dazu wur­de ein Slo­gan ent­wi­ckelt, unter dem die gesam­ten Jugendkommunikations-Aktivitäten gestellt wer­den: #get­so­ci­al. Damit ist geplant, das in jun­gen Milieus durch­aus nega­tiv kon­no­tier­te Adjek­tiv „sozi­al“ auf­zu­wer­ten, und mit „soci­al“ den kom­mu­ni­ka­ti­ven Kon­nex von rea­lem pro­so­zia­len Ver­hal­ten und sozia­len Medi­en zu schaf­fen.

Dabei kann „soci­al“ in drei ver­schie­de­nen Wei­sen ver­stan­den wer­den:

  1. Einer­seits als prak­ti­sch mensch­li­ches Ver­hal­ten, also im Sin­ne des Rotkreuz-Grundsatzes der Huma­ni­tät.
  2. Zwei­tens als sozia­les Netz der Fami­lie und Freun­de, wie es auch das Rote Kreuz für Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter dar­stellt,
  3. und schluss­end­li­ch drit­tens als Soci­al Media, also Face­book & Co.

Kernbotschaften

Als Kern­bot­schaf­ten wur­den defi­niert:

  1. Du tust oft schon etwas Sozia­les, von dem du nicht wuss­test, dass es auch die Grund­idee des Roten Kreu­zes ist.
  2. Jun­ge Men­schen sind bes­ser, als ihr Ruf: sie enga­gie­ren sich und hel­fen ande­ren ger­ne.
  3. Jeder kann sich sozi­al enga­gie­ren, Help­Stars , die huma­ni­tä­re Jugend­platt­form des Roten Kreu­zes, ist die Platt­form, um die­ses Enga­ge­ment sicht­bar zu machen.

Maßnahmen

Grund­idee für die Kom­mu­ni­ka­ti­on war es, einen Inter­ak­ti­onstrich­ter mit meh­re­ren Ein­gän­gen zu kon­stru­ie­ren, über den wir die ein­zel­nen Sta­ke­hol­der­seg­men­te gen­au nach den jewei­li­gen Bedürf­nis­sen infor­mie­ren und ser­vicie­ren kön­nen. Dazu wur­de zu Beginn fest­ge­legt, dass die digi­ta­le Kom­mu­ni­ka­ti­on zu den Haupt­s­ta­ke­hol­der­grup­pen immer über das huma­ni­tä­re Jugend­por­tal kana­li­siert wird, das gemein­sam von Öster­rei­chi­schem Roten Kreuz und Öster­rei­chi­schem Jugend­rot­kreuz betrie­ben wird.

Eine wei­te­re durch­gän­gi­ge Kom­mu­ni­ka­ti­ons­maß­nah­me ist die Gestal­tung eines Gesamt­kam­pa­gnen­art­works durch den Künst­ler Boi­cut, der mit dem Key Visual der Kam­pa­gne, einem sym­bo­li­schen Her­zen, ver­sucht hat, die huma­ni­tä­ren Kern­ele­men­te des Roten Kreu­zes für jun­ge Men­schen zu visua­li­sie­ren. Ele­men­te die­ses Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­signs fin­den sich in allen Online- und Offline-Aktivitäten.

Zwei Wege, ein Ziel: Get Social!

Metho­de der Kam­pa­gne war es, Jugend­li­che dort abzu­ho­len, wo sie kom­mu­ni­zie­ren. Daher war ein wich­ti­ger Schritt die Kom­mu­ni­ka­ti­on in Sozia­len Netz­wer­ken. Aus die­sem Grund wur­de wäh­rend der gesam­ten Kam­pa­gne ein Haupt­au­gen­merk auf die Ver­brei­tung unse­rer Ide­en, Grund­sät­ze, Ange­bo­te usw. auf Face­book, Twit­ter und Ins­ta­gram gelegt.

Als zwei­ter Weg in die Online­welt wur­den natür­li­ch die Kam­pa­gnen­in­hal­te und -videos auch im Rotkreuz-Onlineportal der Home­page und Help​Stars​.at aktiv mit­ein­be­zo­gen.

Das interaktive YouTube-Video als Kernelement

Bei der Ver­brei­tung der Bot­schaft der Kam­pa­gne setz­te man auf ein inter­ak­ti­ves YouTube-Video als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel. Die­ses wur­de inter­es­sant, spek­ta­ku­lär und lus­tig gestal­tet, um das Inter­es­se der jun­gen Gene­ra­ti­on zu wecken. Auf den Absen­der wur­de zu Beginn bewusst ver­zich­tet, um einen Über­ra­schungs­ef­fekt zu erzie­len.

Das Viral kon­kret:

  • Ein inter­ak­ti­ves YouTube-Video ging mit Kam­pa­gnen­start online.
  • In dem inter­ak­ti­ven Video hat der User die Mög­lich­keit den Fort­lauf der Geschich­te mit ver­schie­de­nen Ent­schei­dun­gen aktiv zu beein­flus­sen.
  • Das inter­ak­ti­ve Ele­ment im Viral soll dazu moti­vie­ren, auch im „ech­ten Leben“ sozi­al aktiv zu wer­den.
  • Der Inhalt wird sehr über­zeich­net dar­ge­stellt und ist so ein Ver­su­ch, in der Ziel­grup­pe „Wir­bel“ zu machen.
  • Im Wei­te­ren soll der Inhalt neu­gie­rig auf mehr machen und so die Use­rin­nen und User dazu moti­vie­ren, die­ses Video aktiv zu ver­brei­ten.
  • Das Video soll auch pro­vo­zie­ren und zu Dis­kus­sio­nen füh­ren.
  • Im Viral ent­deckt der User den per­sön­li­chen sozia­len Hand­lungs­spiel­raum und trifft Ent­schei­dun­gen sub­jek­tiv.
  • Jeman­den vor dem Sturz in die Glas­scher­ben zu bewah­ren, bedeu­tet „aus Lie­be zum Men­schen“ zu han­deln. Der User ent­deckt, dass sich sein nor­ma­les tag­täg­li­ches Han­deln mit den Wer­ten des Roten Kreu­zes deckt.
  • Die Mes­sa­ge: Du tust schon etwas, von dem du nicht wuss­test, dass es auch die Grund­idee des Roten Kreu­zes ist.
  • Jugend­li­che im Video sind zum größ­ten Teil selbst Rotkreuz-Jugendgruppen-Mitglieder.

Je nach den getrof­fe­nen Ent­schei­dun­gen im Video wur­de der User/die Use­rin auf ver­schie­de­ne Lan­ding­pa­ges wei­ter­ge­lei­tet. Die dort prä­sen­tier­ten Infor­ma­tio­nen schlos­sen an die Hand­lun­gen im Video an.
Um die Ver­lin­kung auch bei mobi­len End­ge­rä­ten zu ermög­li­chen, ein Fea­ture, das Goo­gle auf YouTube nicht gene­ri­sch imple­men­tiert hat, wur­de unter m.get-social.at eine eige­ne mobil ver­füg­ba­re Web­site umge­setzt.

Jugendportal als Landingpage

Das gemein­sa­me huma­ni­tä­re Jugend­por­tal von Rotem Kreuz und Jugend­rot­kreuz fun­gier­te als Lan­ding­pa­ge für die jugend­li­che Ziel­grup­pe. Von dort wer­den die Interessent/innen regional/thematisch zu spe­zi­fi­schen Infor­ma­tio­nen im Rotkreuz-Netzwerk wei­ter­ge­lei­tet. Die Jugend­platt­form wur­de anläß­li­ch der Kam­pa­gne einem inhalt­li­chen und gra­phi­schen Relaun­ch unter­zo­gen.

Whatchado-Stories

Ein zen­tra­les Ele­ment im Rah­men der Kam­pa­gne ist Sto­ry­tel­ling, also der Trans­port der Kam­pa­gnen­in­hal­te mit Hil­fe von Geschich­ten an inter­es­sier­te Per­so­nen. Im Sin­ne der Stra­te­gie ist das also die zwei­te Säu­le. Dies wird mit Mitarbeiter/innen-Interviews auf der Online-Video-Plattform What­cha­do (www​.what​cha​do​.com) umge­setzt.

What­cha­do ver­steht sich selbst als Job Dating Sei­te, auf der Nut­zer der Sei­te mit zu ihnen pas­sen­den Beru­fen zusam­men­ge­führt wer­den. Wir als Rotes Kreuz wol­len dies aber nicht nur mit bezahl­ten Beru­fen machen, son­dern auch mit den vie­len unter­schied­li­chen Mög­lich­kei­ten des frei­wil­li­gen Enga­ge­ments, die es im Roten Kreuz gibt. User beant­wor­ten einen Fra­ge­bo­gen und bekom­men Videos von Men­schen vor­ge­schla­gen, die ähn­li­ch den­ken wie sie selbst. So kön­nen Jugend­li­che selbst her­aus­fin­den, wel­che Tätig­keit zu ihnen passt und was das Rote Kreuz für sie im Ange­bot hat.

Dafür wur­den mehr als 50 Videos mit frei­wil­li­gen, beruf­li­chen und zivil­dienst­leis­ten­den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern aus den unter­schied­li­chen Leis­tungs­be­rei­chen und allen Bun­des­län­dern gedreht. Alle Mit­ar­bei­ter und Mit­ar­bei­te­rin­nen beant­wor­ten dabei die glei­chen Fra­gen und erzäh­len wie es ist, sich im Roten Kreuz zu enga­gie­ren. Da es auch um den pri­va­ten Back­ground und die per­sön­li­che Lebens­er­fah­rung geht, sind die Videos viel authen­ti­scher und anspre­chen­der als eine her­kömm­li­che Stel­len­be­schrei­bung. Die Nut­zer kön­nen sich mit den Per­so­nen iden­ti­fi­zie­ren und ent­de­cken so auch das Poten­zi­al zu sozia­lem Enga­ge­ment in sich selbst.

Hashtag-Kampagne #getsocial

Wie bereits bei dem Punkt Kam­pa­gnen­me­tho­dik erklärt, setzt das Rote Kreuz im Rah­men der Jugend­kam­pa­gne zu einem gro­ßen Teil auf die Sozia­len Netz­wer­ke. Um die­se Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ak­ti­vi­tä­ten aller Kanä­le zu bün­deln und mess­bar zu machen, wur­de eine Hashtag-Kampagne initi­iert. Alle public gestell­ten Pos­tings und Fotos mit dem Kam­pa­gnen­hash­tag „#get­so­ci­al“ wer­den auto­ma­ti­sch auf eine gemein­sa­me Wall zusam­men­ge­führt und sind somit auch für Ver­an­stal­tun­gen und alle Inter­es­sier­ten auf wall​.get​-soci​al​.at zugäng­li­ch. Die­ser Kam­pa­gnen­teil wur­de von der Agen­tur „Die Socia­lis­ten“ umge­setzt.

Durch ver­schie­de­ne Pos­tings in den Soci­al Media-Kanälen wie Face­book, Twit­ter oder Ins­ta­gram zeich­net sich auf der Kampagnen-Wall ein brei­tes Bild von sozia­lem Enga­ge­ment in Öster­reich ab.

Der ver­ein­fach­te Zugang zu Inhal­ten und die Ein­fach­heit in der Dar­stel­lung von sozia­lem Enga­ge­ment in den Soci­al Media-Kanälen ist auch für die mehr als 76.000 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter im Roten Kreuz eine gute Gele­gen­heit, von ihrem per­sön­li­chem Ein­satz in den unter­schied­lichs­ten Berei­chen des Roten Kreu­zes zu berich­ten. Gera­de das akti­ve Enga­ge­ment der Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter kann hier zusätz­li­ch instru­men­ta­li­siert wer­den, ande­re aktu­el­le Hypes wie die Cold-Water-Challenge, der Har­lem Shake oder auch die Ice-Bucket-Challenge kön­nen so mit­ge­nom­men und unter den Kam­pa­gnen­schirm geholt wer­den.

Kampagnenvideo

Als ver­bin­den­des Ele­ment für die inter­ne wie auch exter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on wur­de ein Video erstellt, das die ver­schie­de­nen Akti­vi­tä­ten jun­ger Men­schen im Roten Kreuz dar­stellt. Die­ses ist einer­seits intern als ver­bin­den­des Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ele­ment gedacht, um die eige­nen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter auf die­sel­ben Kom­mu­ni­ka­ti­ons­in­hal­te zu syn­chro­ni­sie­ren und ande­rer­seits dient es zur exter­nen Prä­sen­ta­ti­on der Akti­vi­tä­ten in die­sem Bereich, vor­nehm­li­ch aller­dings nicht bei den Jugend­li­chen, son­dern in ihrem Umfeld.

Offline-Kampagnenmaterialien, Give-aways

Für die inter­ne und exter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on wur­den unter­schied­li­che Offline-Kampagnenmaterialien pro­du­ziert. Neben wei­ßen Son­nen­bril­len, die zu Sel­fies im #getsocial-Style ein­la­den, gab es T-Shirts, Free­cards, Event­arm­bän­der, Ohren­stöp­sel, Kon­do­me, Gum­mi­bä­ren aber auch Lie­ge­stüh­le und einen Foto­rah­men, um das Kampagnen-Artwork in die Fotos zu brin­gen. Zungen-Tattoos und Sti­cker wur­den eben­falls pro­du­ziert.

Die Give-aways wur­den unter ande­rem bei Groß­ver­an­stal­tun­gen, wie dem Novarock- bzw. dem Frequency-Festival, an vie­le hun­der­te Jugend­li­che und jun­ge Erwach­se­ne ver­teilt. Zahl­rei­che wei­te­re regio­na­le und loka­le Events sind seit Juni dafür ver­wen­det wor­den, um über das Kam­pa­gnen­mot­to #get­so­ci­al zu infor­mie­ren und jun­ge Men­schen über die Mög­lich­keit zu sozia­lem Enga­ge­ment zu infor­mie­ren. Dabei wur­den durch­aus pro­mi­nen­te Unter­stüt­zer Teil der Kam­pa­gne.

Kampagnenteil „Gemeinsam mehr“

Der par­al­le­le Kam­pa­gnen­teil für das Umfeld der Jugend­li­chen wur­de feder­füh­rend von der Agen­tur „Sil­ber­ball“ umge­setzt. Dabei konn­te an die Mar­ken­kom­mu­ni­ka­ti­on der ver­gan­ge­nen Rotkreuz-Kampagnen ange­knüpft wer­den, indem die Bot­schaft „Gemein­sam mehr“ mit dem Slo­gan „Get Soci­al!“ ver­knüpft wur­de. Drei ver­schie­de­ne Sujets wur­den für den Print erstellt, Pos­ter pro­du­ziert und zahl­rei­che Sujets – gra­tis – geschal­ten. Das Motiv „Paar“ wur­de auch als 8- und 16-Bogen Pla­kat pro­du­ziert und bun­des­weit in einer Zahl von 3.000 Stück affi­chiert.

Radiospot

Die Kom­mu­ni­ka­ti­on wur­de durch einen 16-Sekunden-Radiospot ver­stärkt, der das Mot­to „Gemein­sam mehr“ in den Mit­tel­punkt stellt, indem eine Grup­pe Jugend­li­cher eine gelang­weil­te Jugend­li­che mit „get soci­al!“ auf­for­dert, beim Roten Kreuz mit­zu­ma­chen. Eine wei­te­re Schal­tung erfolg­te im Som­mer auf Spo­ti­fy, einem Online-Streaming-Musikdienst, der spe­zi­fi­sch von jun­gen Men­schen genutzt wird.

Pressearbeit

Im Rah­men der exter­nen Kom­mu­ni­ka­ti­on zu die­ser Kam­pa­gne wur­den vor allem Per­so­nen im Bereich der sekun­dä­ren Sta­ke­hol­der­grup­pe erreicht. Eine Pres­se­kon­fe­renz und ein Foto­ter­min zum Start der Kam­pa­gne mit Familien- und Jugend­mi­nis­te­rin Sophie Kar­ma­sin fand im Jugend­mi­nis­te­ri­um statt und wur­de rela­tiv breit rezi­piert. Dazu erfolg­ten Pres­se­aus­sen­dun­gen der durch­füh­ren­den Agen­tur­part­ner über die Kam­pa­gne an die Meta­me­di­en. Gleich­zei­tig wur­de begon­nen, sämt­li­che exter­ne Medien-Kommunikation zu The­men der Jugend im Roten Kreuz unter das Dach von „#get­so­ci­al“ zu stel­len, was die Wir­kung der Kam­pa­gne im Sta­ke­hol­der­seg­ment des Umfelds von Jugend­li­chen ver­brei­tert hat.

Rotkreuz-Medien

Die Kom­mu­ni­ka­ti­on in den Rotkreuz- und Jugendrotkreuz-Medien erfolg­te flä­chen­de­ckend. Sowohl die Rotkreuz-Zeitung, die an Mit­glie­der und Spen­der ver­sen­det wir, als auch die Jugendrotkreuz-Magazine wid­me­ten sich dem The­ma Jugend­kam­pa­gne und vor allem den Akti­vi­tä­ten in die­sem Bereich.
Auf der Home­page des Roten Kreu­zes wur­de ein eige­ner Infor­ma­ti­ons­be­reich für Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter, aber auch für exter­ne Inter­es­sier­te ein­ge­rich­tet, der die Kam­pa­gne und die Grund­la­gen unse­rer Arbeit im Jugend­be­reich für älte­re Sta­ke­hol­der­seg­men­te auf­be­rei­tet.

Mobile Kommunikation

Gemein­sam mit der Agen­tur IQmo­bi­le wur­de für den Kam­pa­gnen­start ein mobi­les Add-On zur Kom­mu­ni­ka­ti­on geschaf­fen, um die Auf­merk­sam­keit zu stei­gern. Am Tag vor dem Kam­pa­gnen­start wur­de das bis dahin geheim gehal­te­ne Viral online gestellt und ein Link per SMS an rund 30.000 Rotkreuz-Mitarbeiterinnen und Mit­ar­bei­ter geschickt. Das Echo war enorm. Die­se Akti­on wur­de am Tag des Kam­pa­gnen­starts noch durch eine SMS-Aktion an wei­te­re exter­ne 28.851 Emp­fän­ge­rin­nen und Emp­fän­ger aus der Kernsta­ke­hol­der­grup­pe ergänzt.

Zeitplanung

Die kon­kre­te Pla­nung in einer bun­des­wei­ten Arbeits­grup­pe begann schon 9 Mona­te vor Kam­pa­gnen­start. Ein Ein­kop­peln der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ak­ti­vi­tä­ten auf loka­ler, regio­na­ler und bun­des­wei­ter Ebe­ne erfor­dert beson­ders zu Beginn viel an inter­nem und exter­nem Planungs- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­auf­wand. Dabei wur­de die­se Kam­pa­gne zwi­schen ande­re Akti­vi­tä­ten ein­ge­passt. Die Rotkreuz-interne Kom­mu­ni­ka­ti­on star­te­te Anfang Mai, die exter­ne Kam­pa­gne am 12. Juni 2014.

WIRKUNGSKONTROLLE

Die Wir­kungs­kon­trol­le der Kam­pa­gne erfolg­te stra­te­gie­kon­form nach den Per­spek­ti­ven Reich­wei­te, Image und Wir­kung. Da sich die Inter­ak­tio­nen als Pri­mär­wir­kun­gen bei digi­ta­len sozi­al­me­dia­len Kam­pa­gnen wie­der auf die Reich­wei­ten rück­aus­wir­ken. Daher sind die­se bei­den Per­spek­ti­ven gemein­sam erfasst.

Reichweiten und Interaktionen

Die Mes­sung der Reich­wei­ten erfolg­te bei den digi­ta­len Aktio­nen just-in-time, dabei konn­ten die Impres­si­ons, aber auch die Inter­ak­ti­ons­ra­ten auch nach Ziel­grup­pen auf­ge­schlüs­selt zeit­nah erfasst und die­se Ergeb­nis­se in die Kam­pa­gne rück­über­mit­telt wer­den.

Hin­zu kom­men noch die Reich­wei­ten der Radio­spots, Pla­ka­te und digi­ta­len Audio­wer­bung aus Spo­ti­fy und die Offline-Aktionen bei Fes­ti­vals oder im Rah­men von dezen­tra­len Ver­an­stal­tun­gen in den Bun­des­län­dern und Bezir­ken. Hier ist eine Reich­wei­ten­schät­zung nur kur­so­ri­sch mög­li­ch.

Die­se Reich­wei­ten las­sen sich auf­grund der Unter­schied­lich­keit der Inter­ak­tio­nen und Moda­li­tä­ten nicht mit­ein­an­der ver­glei­chen, geschwei­ge denn zusam­men­zäh­len.

Die pri­mä­re Wir­kung, also die Inter­ak­tio­nen und die Eta­blie­rung von Kommunikations-Beziehungen in den digi­ta­len Kanä­len, liegt mit einer Gesamt­zahl von über 70.000 Inter­ak­tio­nen über den Erwar­tun­gen. Ver­gleicht man das mit der Grö­ße der Gesamt­ziel­grup­pe, so kom­men wir auf eine Inter­ak­ti­ons­ra­te von über 5 %. Die mittel- und lang­fris­ti­gen Sekun­där­wir­kun­gen im Sin­ne von Enga­ge­men­tra­ten und Ver­än­de­run­gen im Ver­hal­ten von jun­gen Men­schen sind in der kur­zen Zeit noch nicht mess­bar. Anhand der auf digi­ta­len Kanä­len ein­ge­hen­den Mit­ar­beits­an­fra­gen kann aber abge­schätzt wer­den, dass sich hier eben­falls Stei­ge­run­gen erge­ben könn­ten.

Wirkungsmessung

Intern – Stimmungsbarometer

Das Öster­rei­chi­sche Rote Kreuz führt alle drei Jah­re eine inter­ne Mei­nungs­um­fra­ge unter Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern durch. Auch 2014 wur­de die­ser „Stim­mungs­ba­ro­me­ter“, begin­nend Ende Juni bis Ende August, durch­ge­führt. Ins­ge­samt haben über 2.800 Rotkreuz-Mitarbeiterinnen und Mit­ar­bei­ter an die­ser Umfra­ge teil­ge­nom­men.

Die Ergeb­nis­se sind, was das Enga­ge­ment von jun­gen Men­schen im Roten Kreuz betrifft, inter­es­sant. 95 % der Mitarbeiter/innen unter 25 Jah­ren geben an, ehren­amt­li­ch tätig zu sein, um Neu­es zu ler­nen und fast 90 % wol­len etwas für ande­re tun. Im Ver­gleich zur letz­ten Umfra­ge – und hier hat die Kam­pa­gne dazu bei­ge­tra­gen – füh­len 74 % der jun­gen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter, dass „RK-intern der Grund­satz der Mensch­lich­keit im Sin­ne von Ver­ständ­nis, Freund­schaft und Zusam­men­ar­beit gelebt“ wird (nach 60% im Jahr 2011).

Extern – Online-Umfrage

Für die Wir­kungs­mes­sung wur­de Ende August eine Markt­for­schung vom Lin­zer Unter­neh­men mar­ket durch­ge­führt. Dabei wur­den 800 Per­so­nen zu unter­schied­li­chen Image­wer­ten bzw. Tei­len der Kam­pa­gne und Bekannt­heit bzw. Sym­pa­thie des Roten Kreu­zes online befragt. Um die Ziel­ge­nau­ig­keit der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ak­ti­vi­tä­ten zu eru­ie­ren wur­den zwei ver­schie­de­ne Alters­seg­men­te unter­sucht. Die „jun­ge“ Ziel­grup­pe (500 Befrag­te) war – auch panel­be­dingt – von 15 – 29 Jah­re selek­tiert, die Kon­troll­grup­pe von 40 – 59 Jah­ren beinhal­te­te 300 Per­so­nen aus ganz Öster­reich. Die rea­len Wer­te in der Kernsta­ke­hol­der­grup­pe dürf­ten daher noch höher lie­gen.

Die Ergebnisse der Umfrage im Detail

25 % der Ziel­grup­pe berich­ten unge­stützt, dass ihnen die Kam­pa­gne auf­ge­fal­len ist (16 % in der Kon­troll­grup­pe). Bei Vor­zei­gen von Kam­pa­gnen­su­jets und Ban­nern steigt die­ser Anteil auf 38 % (28 % in der Kon­troll­grup­pe).

Dem Roten Kreuz ord­nen 14 % der Gesamt­be­frag­ten (und daher 58 % der Kam­pa­gnen­ken­ner) in der Kern­ziel­grup­pe die Jugend­kam­pa­gne zu. (Kon­troll­grup­pe: 8 % bzw. 50 % der Kam­pa­gnen­ken­ner).

Auch in Sachen frei­wil­li­ges Enga­ge­ment ist die Jugend bes­ser als ihr Ruf. Sowohl, was das tat­säch­li­che Enga­ge­ment betrifft, als auch hin­sicht­li­ch der Bereit­schaft in Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen, spon­tan bei Kata­stro­phen oder auch im eige­nen Umfeld zu hel­fen – die Ant­wort­ra­ten sind bei jun­gen Men­schen immer auf dem­sel­ben Niveau wie bei den älte­ren Öster­rei­che­rin­nen und Öster­rei­chern. Im Bereich der Bereit­schaft zur spon­ta­nen Hil­fe bei Kata­stro­phen ist der Wert sogar signi­fi­kant höher. Das ent­spricht auch unse­ren Erfah­run­gen, was das tat­säch­li­che Enga­ge­ment von jun­gen Men­schen betrifft, die tag­e­in und tag­aus beim Öster­rei­chi­schen Roten Kreuz frei­wil­lig „aus Lie­be zum Men­schen“ tätig sind. Und das mit Freu­de.

Geschrieben von Gerald Czech

23. Oktober 2014 um 11:48

Facebook ohne Gesichter?

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Wie das Rote Kreuz in Sozia­len Net­zen wir Face­book oder Google+weltweit auf das Schick­sal von Mil­lio­nen Ver­miss­ten und ihrer Ange­hö­ri­ger auf­merk­sam macht.

Ein lee­rer Bil­der­rah­men statt des Pro­fil­bilds erin­nert an den Welt­tag der Ver­schwun­de­nen

Wer hat es in den ver­gan­ge­nen Tagen noch nicht bemerkt. Statt eines Pro­fil­bil­des fin­det man bei sei­nen Kon­tak­ten in Face­book oder Goo­gle Plus ledig­li­ch einen lee­ren Bil­der­rah­men an des­sen Rand ein­fach „the mis­sing“ steht. „The mis­sing“ ist in die­sem Fal­le der Ver­weis auf die Kam­pa­gne des Roten Kreu­zes, das damit auf den Welt­tag der Ver­schwun­de­nen am 30. August auf­merk­sam machen will.

Zum Welttag der Verschwundenen

In einer Aus­sen­dung erklärt das Öster­rei­chi­sche Roten Kreuz heu­te früh:

Welt­weit gel­ten mehr als zwei Mil­lio­nen Men­schen als ver­schwun­den. Unter „Ver­schwin­den“ ver­steht man die unbe­grün­de­te Fest­nah­me von Men­schen durch staat­li­che Orga­ne oder bewaff­ne­te Kämp­fer. „Oft wer­den die ‚Ver­schwun­de­nen’ ermor­det, in ande­ren Fäl­len an einem unbe­kann­ten Ort fest­ge­hal­ten. Jeden­falls ist die­ses Vor­ge­hen eine Men­schen­rechts­ver­let­zung“, sagt Wer­ner Kersch­baum, Gene­ral­se­kre­tär des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes. Am 30. August – dem Tag der Ver­schwun­de­nen – wird welt­weit an das Schick­sal von Men­schen erin­nert, die gegen ihren Wil­len fest­ge­hal­ten wer­den und deren Ange­hö­ri­ge im Unkla­ren über ihren Ver­bleib sind.

Eine Österreichische Idee geht um die Welt

Bereits im ver­gan­ge­nen Jahr konn­te das lee­re Pro­fil­bild aus­ge­hend von der Facebook-Seite des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes meh­re­re Tau­send Men­schen infor­mie­ren. Bereits damals wur­de die Idee auch inter­na­tio­nal auf­ge­grif­fen, wie ich in einem frü­he­ren Blog­post berich­tet habe. Heu­er wur­de die Kam­pa­gne – gera­de wegen des groß­ar­ti­gen vira­len Erfolgs im ver­gan­ge­nen Jahr – auch vom inter­na­tio­na­len Komi­tee vom Roten Kreuz über­nom­men und an die Rotkreuz- und Rothalb­mond­ge­sell­schaf­ten welt­weit wei­ter­ge­lei­tet, um hier mög­lichst vie­le Men­schen zu errei­chen.

Das Schwei­ze­ri­sche Rote Kreuz hat bereits mit der Akti­on begon­nen, vie­le wei­te­re Rotkreuz-Gesellschaften wer­den wer­den hof­fent­li­ch noch fol­gen.

Social Media als Erfolgsrezept für das Rote Kreuz?

Immer wie­der haben wir in den ver­gan­ge­nen Mona­ten vie­le Men­schen moti­vie­ren kön­nen, das Medi­um Face­book auch für das „digi­ta­le Cam­pai­gning“ zu ver­wen­den, ich

Dunant Myself war eine Facebook-Aktion zum Weltrotkreuz-Tag

Zum Weltrotkreuz-Tag konn­te man vor zwei Jah­ren sein Pro­fil­bild mit dem Ant­litz des Rotkreuz-Gründers Hen­ri Dun­ant ver­schö­nern.

erin­ne­re nur an die Akti­on mit der pas­sen­den Jacke zum Weltrotkreuz-Tag, die Freiwilligen-Kampagne zum Anlass des Euro­päi­schen Jahrs des ehren­amt­li­chen Enga­ge­ments oder die Akti­on „Dun­ant myself“ (inzwi­schen nicht mehr online). Es konn­ten mit die­sen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­jek­ten auf die­sen Kanä­len jedes mal vie­le Tau­send Men­schen erreicht wer­den, die sich auch per­sön­li­ch ein­brin­gen konn­ten, und damit gezwun­gen waren, sich mit der Mar­ke Rotes Kreuz aus­ein­an­der zu set­zen. Doch es braucht nicht nur das Sozia­le Netz­werk, gera­de die Geschich­te hin­ter einem Pro­jekt ist wich­tig, hier ist nicht nur die Krea­ti­vi­tät, son­dern auch die Authen­ti­zi­tät gefragt, davon bin ich über­zeugt.

Mehr Material zum Welttag der Verschwundenen

Geschrieben von Gerald Czech

27. August 2012 um 15:14

Wer bildet dem Kurier eine Rettungsgasse aus dem Sommerloch?

17 Kommentare

Heu­te ein­mal real­po­li­ti­sche Öster­rei­chi­sche Sati­re im Som­mer­loch, oder wie man als chro­nika­ler Tages­zei­tungs­jour­na­list auch mal zu bun­des­wei­ten Zita­ten kommt, ohne rea­le Fak­ten zu haben.

Ich möch­te an die­ser Stel­le fest­hal­ten, dass es hier weder dar­um geht, ob die Ret­tungs­gas­se gut ist, oder schlecht. Eine Mei­nung kann man sich – davon bin ich über­zeugt – erst mittel- und lang­fris­tig bil­den, es macht auch kei­nen Sinn ein Stadt­ent­wick­lungs­kon­zept 2 Mona­te nach inkraft­tre­ten zu eva­lu­ie­ren. Klar, dass die Mei­nungs­la­ge unter Öster­reichs Auto­fah­re­rIn­nen hier divers ist, geht es doch um zwei der emo­tio­nals­ten Din­ge, mit denen man einem Homo Aus­tria­cus kon­fron­tie­ren kann: die hei­li­ge Kuh der indi­vi­du­el­len Mobi­li­tät einer­seits und den Stau der jedem wert­vol­le Lebens­zeit stiehlt, die man son­st vor dem Fern­se­her oder auf der Toi­let­te ver­brin­gen könn­te.

Bereits im gest­ri­gen Kurier wur­de ein ers­ter – nen­nen wir ihn mal schlam­pig recher­chiert – Arti­kel publi­ziert, der mit der „Ret­tungs­gas­se“ so rich­tig auf­räumt. Dort wird jemand zitiert, von dem in Öster­reich bis dahin nie­mand gehört hat:

Wir sind seit 27 Jah­ren ein­satz­mä­ßig im Stau­be­reich unter­wegs. Es gab kei­ner­lei Not­wen­dig­keit für die Ret­tungs­gas­se. Sie wird auch nie­mals funk­tio­nie­ren“, sagt Her­mann Domi­nik, Lei­ter der Sani­täts­staf­fel des Öster­rei­chi­schen Ret­tungs­diens­tes. „Wer die Ret­tungs­gas­se wie­der abschafft, den schla­ge ich für einen Orden vor.“

Domi­nik wer? Öster­rei­chi­scher Ret­tungs­dienst? Mal schnell auf deren Home­page geschaut. Eigen­ar­tig stimmt mich, dass man kein Impres­sum fin­det. Der nic.at-Eintrag für die Domä­ne ver­weist als Besit­zer auf den im Kurier zitier­ten Herr­mann Domi­nik, kei­nen Ver­ein. Auf der Home­page selbst (hof­fent­li­ch kor­re­liert die Qua­li­tät der ange­bo­te­nen Ser­vices nicht mit der Qua­li­tät des Web­de­sigs) fin­det man den Prä­si­den­ten der Orga­ni­sa­ti­on, der den sel­ben Namen trägt, wie der Lei­ter der Sani­täts­staf­fel und den „Zustän­dig­kei­te­be­reich“: Zell am Zil­ler, Lun­gau oder das Enns­tal. Alles drei kla­re Qua­li­fi­ka­tio­nen für ein Inter­view mit dem Kurier. Und alles drei auch stark von Stau-belasteten Auto­bah­nen durch­zo­ge­ne Regio­nen Öster­reichs.

Okay, denk ich mir. Halt den fal­schen Inter­view­part­ner erwischt. Doch sie­he da, der nächs­te Tag kommt mit der auf­ge­wärm­ten Geschich­te vom Vor­tag, aller­dings nun mit „poli­ti­scher“ Kom­po­nen­te. Wer wird nun zitiert? Rich­tig. besag­ter Herr Domi­nik, der damit zwei Tage hin­ter­ein­an­der zu „15 Seconds of fame“ kommt – so viel hät­te ihm wohl auch Andy War­hol nicht zuge­stan­den. Zumin­dest nicht bei die­sem The­ma.

Wie berich­tet, üben Poli­zis­ten, aber auch Feu­er­weh­ren Kri­tik an der Ret­tungs­gas­se. Der Öster­rei­chi­sche Ret­tungs­dienst for­der­te sogar eine rasche Abschaf­fung. „Es gab kei­ner­lei Not­wen­dig­keit für die Ret­tungs­gas­se“, sagt der Lei­ter der Sani­täts­staf­fel des Ret­tungs­diens­tes Her­mann Domi­nik. „Sie wird auch nie­mals funk­tio­nie­ren.“

Noch skep­ti­scher macht der Ver­su­ch „ÖRD“ oder Öster­rei­chi­scher Ret­tungs­dienst im zen­tra­len Ver­eins­re­gis­ter auf­zu­fin­den. Mir ist das lei­der nicht gelun­gen. Man­gels online-Verweis auf eine ZVR Num­mer, die im öffent­li­chen Ver­kehr anzu­ge­ben ist, fällt es schwer, den lega­len Sta­tus obge­nann­ter Orga­ni­sa­ti­on über­haupt zu über­prü­fen, wun­dert mich daher, wie der Kurier die­se Geschich­te und den OT veri­fi­ziert hat. Auch das Impres­sum der Sei­te fand ich nicht. (Kor­rek­tur 13:45: wur­de von meh­re­ren Lesern auf­merk­sam gemacht, dass die ZVR-Nummer auf einer Unter­sei­te zu fin­den ist und ZVR: 531244459 lau­tet. Mein Recher­che­feh­ler. Zum Glück schrei­be ich in kei­nem Medi­um)

Span­nend ist aller­dings die Gene­se des exklu­si­ven Inter­view­part­ners, was sei­ne Mei­nungs­bil­dung hin­sicht­li­ch der Ret­tungs­gas­se betrifft: Was sagt die Home­page sei­ner Orga­ni­sa­ti­on noch im Juli? (Dan­ke, Google-Cache: http://web​cache​.goo​gleu​ser​con​tent​.com/search?q=cache%3A4DqEAIA5iYAJ%3Awww.oerd.or.at%2Fcategory%2Frettungsgasse-ab-2012-auf-osterreichs-strasen-pflicht-%E2%80%93-asfinag-und-osterreichischer-rettungsdienst-informiert-uber-verbesserung-im-rettungsdienst+&cd=2&hl=de&ct=clnk&gl=at&client=firefox-a)

Um die­se Situa­tio­nen zu ver­bes­sern erfolgt nun die vom ÖRD stets gewünsch­te Ein­füh­rung einer RETTUNGSGASSE ab 2012 im öster­rei­chi­schen Stra­ßen­ver­kehr bei Stau und Not­fäl­len: ÖRD Ret­tungs­fahr­zeu­ge und Fahr­zeu­ge ande­rer Orga­ni­sa­tio­nen kom­men oft­mals nur des­halb mit Ver­zö­ge­rung an den Unfall­ort, weit die Zufahrt durch ande­re ste­hen­de Fahr­zeu­ge behin­dert wer­den.

Dazu fällt mir nur Robert Hoch­ners Zitat ein, dass die Rache des Jour­na­lis­ten an den Poli­ti­kern das Archiv sei. In dem Fal­le wäre eine Archiv­su­che in jedem Fall erkennt­nis­reich gewe­sen, sie hät­te das Bild über den frei­gie­bi­gen Spen­der des Zitats in jedem Fal­le erwei­tert.

Wie­der Fak­ten, die dem Redak­teur wegen feh­len­der Web-Literacy wohl nicht zugäng­li­ch waren. Apro­pos Fak­ten. Auch die­se wur­den offen­bar nicht recher­chiert, denn weder das Rote Kreuz, noch die Feu­er­wehr, geschwei­ge denn der Sama­ri­ter­bund wur­den gefragt. Auch nicht jene, die Daten zu den Ver­mu­tun­gen „Teil­wei­se sei­en die Anfahrts­zei­ten zu Unfäl­len län­ger als frü­her über den Pan­nen­strei­fen, heißt es“ (Kurier, 10. 8. 2012) hät­ten:

144 NOTRUF NIEDERÖSTERREICH – die Nie­der­ös­ter­rei­chi­sche Ret­tungs­leit­stel­le – bei­spiels­wei­se ver­merk­te heu­te auf Face­book, dass die objek­ti­ven Zah­len zu den Ein­sät­zen der media­len Infor­ma­ti­on zumin­dest wider­spre­chen. Das tut aber nichts zur Sache, wenn es um Öster­reichs Auto­fah­re­rIn­nen geht, und neue Rechts­la­gen – wenn man damit „denen da oben“ eins aus­wi­schen kann:

Fak­ten zum The­ma Ret­tungs­gas­se – Wir haben nun die Daten aus unse­rem Ein­satz­leit­sys­tem veri­fi­ziert und die Ein­treff­zei­ten aus­ge­wer­tet.
Auf Nie­der­ös­ter­reichs Auto­bah­nen und Schnell­stras­sen gab es 2010 exakt 2032 Events, im Jahr 2011 exakt 2032 Events und im Jahr 2012 bis heu­te exakt 1188 Ein­sät­ze.
Dabei zeigt sich, dass es durch die Ret­tungs­gas­se kei­nes­falls eine Ver­schlech­te­rung der Ein­treff­zei­ten gab, im Gegen­teil, die Zei­ten an ver­gleich­ba­ren Unfall­or­ten sind ten­den­zi­ell bes­ser.

Doch „kalt“ schreibt es sich ein­fach bes­ser, denn Fak­ten sind nicht immer gut geeig­net, das The­ma so rüber zu brin­gen, wie es inten­diert ist.

Einem Journalismus-Experten nach, Chef­re­dak­teur Jour­na­lis­ten­aka­de­mie im Schü­ler­ma­ga­zin des Gym­na­si­ums in Hin­ter­sto­d­er, funk­tio­niert die­se Art der Bericht­erstat­tung aller­dings nie­mals, „Weil die Öster­rei­che­rin­nen und Öster­reich sol­ch ein­fa­ches Spiel mit Name­drop­ping um das Som­mer­loch zu fül­len durch­schau­en und not­falls selbst recher­chie­ren, wenn das schon nicht die Medi­en machen“.

Viel­leicht kön­nen ja die ande­ren Medi­en, die in die Fal­le des NÖ-Kuriers getappt sind, dem Kurier eine Ret­tungs­gas­se aus dem Som­mer­loch bil­den?

Viel­leicht mag ja kobuk​.at auch dar­über berich­ten?

Geschrieben von Gerald Czech

10. August 2012 um 12:26

Abgelegt in konzept,meinung

Konstruierte Social Media Realität?

1 Kommentar

Ein letz­ter (ver­spä­te­ter) Kurz­bei­trag zur aktu­el­len Blog­pa­ra­de, die sich dem The­ma „Soci­al Media Poli­cy & Soci­al Media Gui­de­li­nes für NPOs und öffent­li­che Ver­wal­tung“ wid­met und die von mir und Han­nes Jäh­nert gehos­tet wird.

Wie man Web2.0 erfolgs­brin­gend in Unter­neh­men ein­setzt, haben McKinsey-Forscher schon mehr­fach publi­ziert. Als Ergeb­nis­se einer Stu­die vom Dezem­ber 2010 wur­den fol­gen­de Punk­te vor­ge­schla­gen:

1. Web2.0 Tools in den Arbeits­all­tag der Mit­ar­bei­ter inte­grie­ren. Das wird sogar als Schlüs­sel Erfolgs­fak­tor bezeich­net.

2. Wei­ter die Tools ein­set­zen und benut­zen. Ein Bene­fit für Orga­ni­sa­tio­nen stellt sich nach Mei­nung der Auto­ren erst ab einem gewis­sen Nut­zungs­grad ein.

3. Bar­rie­ren für Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung ent­fer­nen. Voll ver­netz­te Unter­neh­men schei­nen hin­sicht­li­ch des Infor­ma­ti­ons­flus­ses deut­li­ch bes­ser, Bega­bun­gen sol­len fle­xi­bler ein­ge­setzt wer­den, Ent­schei­dun­gen sol­len in der Hier­ar­chie wei­ter unten getrof­fen wer­den dür­fen.

4. Die Web 2.0 Tech­no­lo­gi­en soll­ten in den Kunden-, Lieferanten- und auch Mit­ar­bei­ter­be­zie­hun­gen eine Rol­le spie­len.

Wie kann man nun, aus Sicht des stra­te­gi­schen Manage­ments einer Nonprofit-Organisation der­ar­ti­ge Struk­tu­ren eta­blie­ren, wenn man kein klei­nes Star­tup ist, sozu­sa­gen Orga­ni­sa­ti­ons­kul­tur auf der grü­nen Wie­se eta­bliert?

Eine ideale Organisation

Neh­men wir an, wir sind eine Non-Profit-Organisation. Wir sind föde­ral struk­tu­riert, eini­ge Tau­send Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter an vie­len hun­der­ten Stand­or­ten. Hier schil­de­re ich den Ide­al­ab­lauf, der so – mei­nes Wis­sens nach – noch nir­gend­wo statt­ge­fun­den hat.

1.) Zunächst wird es – in föde­ra­len Net­zen, die teil­wei­se lose gekop­pelt sind, auf allen Orga­ni­sa­ti­ons­ein­hei­ten – so genann­te „ear­ly adop­tors“ geben, die Soci­al Media Tools bereits seit lan­gem ein­set­zen. Irgend­wie halt. Ohne Struk­tu­ren, ohne Kon­zep­te und ohne Stra­te­gie.

2.) Dann wird die stra­te­gi­sche Füh­rung (mit oder ohne exter­ne Bera­tung) sagen, dass die­se Tools und die damit in Ver­bin­dung ste­hen­de Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kul­tur „on stra­te­gy“ sind und an die Exper­tin­nen einen Auf­trag zur Imple­men­tie­rungs­pla­nung geben.

3.) Bestehen­de Res­sour­cen wer­den zwi­schen unter­schied­li­chen Orga­ni­sa­ti­ons­ein­hei­ten mit­ein­an­der ver­netzt, best prac­tices wer­den unter­ein­an­der aus­ge­tauscht und eine tak­ti­sche Imple­men­tie­rungs­pla­nung beginnt.

4.) Als stra­te­gi­scher Rah­men für das Soci­al Media Enga­ge­ment wird – neben der struk­tu­rel­len Ein­bin­dung und der adäqua­ten Res­sour­cen­pla­nung – eine Soci­al Media Poli­cy ent­wi­ckelt, die im Anschluss ver­bind­li­che Richt­li­ni­en für das Ver­hal­ten von Orga­ni­sa­ti­ons­mit­glie­dern im Web gibt.

5.) Die Soci­al Media Kanä­le sind ana­log zu ande­ren Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nä­len medi­en­ad­äquat in sämt­li­che Pro­zes­se der Orga­ni­sa­ti­on ein­ge­bun­den und wer­den von allen Orga­ni­sa­ti­ons­ebe­nen ver­wen­det.

Wie funktioniert die Realität der Social-Media-Implementierung?

Oft­mals sind die Social-Media-Enthusiasten, die so genann­ten „digi­tal nati­ves“ am „Boden“ der Pyra­mi­de zu fin­den (Ein Blog­post von mir aus 11/2009 zu digi­tal divi­de in NPOs), wenn man die Orga­ni­sa­ti­on nach dem Weber­schen Büro­kra­tie­mo­dell ver­ste­hen will, gleich­zei­tig gibt es irgend­wann an der Spit­ze im stra­te­gi­schen Bereich ein Com­mit­ment für die Umset­zung des Social-Media Enga­ge­ments. (Denn ohne die­ses „Go von Oben“ ist es ein mehr als schwie­ri­ger Pro­zess, den man mit dem pro­phe­ti­schen Wir­ken ver­schie­de­ner Heils­leh­ren ver­glei­chen kann, da kann man dann nur auf die nor­ma­ti­ve Kraft des Fak­ti­schen hof­fen). Dann kann die Soci­al Media Poli­cy das Instru­ment sein, quer über die Hier­ar­chie­ebe­nen eine Kul­tur­tech­nik zu pro­te­gie­ren, die im Bereich der mitt­le­ren Füh­rungs­kräf­te noch skep­ti­sch beäugt wird. Das Papier ist dann eine Gene­ral­ab­so­lu­ti­on das häre­ti­sche Ver­hal­ten ein­zel­ner vor Ort, um die Imple­men­tie­rung der Stra­te­gie in einer Bottom-Up-Technik zu kana­li­sie­ren, denn die Vor­schrift zeigt von den höchs­ten Gre­mi­en „erwünsch­tes“ Ver­hal­ten und wirkt daher gleich einer „Lehr­mei­nung“ im tech­ni­schen oder medi­zi­ni­schen Sin­ne mittel- und lang­fris­tig Organisationsstruktur-generierend und ver­hal­tens­steu­ernd.

So gese­hen nützt das Tool „Socal Media Poli­cy (SMP)“ auch außer­halb des Ide­al­wegs etwas, wenn man auch über unge­plan­te Sei­ten­we­ge zum Ziel kommt.

Wie man nun zu einer Social-Media Poli­cy kommt fin­det man in die­sem Pos­ting auf dem Blog mei­nes Alter-Egos Redcross-Sociologist.

Geschrieben von Gerald Czech

21. Juni 2011 um 15:16

Rotes​kreuz​.at: On Strategy?

3 Kommentare


Neben der her­kömm­li­chen Prä­senz im Web, die seit Mit­te der 1990er-Jahre zunächst unter www​.red​cross​.or​.at und seit 1999 auf www​.rotes​kreuz​.at (mit unzäh­li­gen regio­na­len, the­ma­ti­schen und thematisch-regionalen Sub­do­mains, hier ein paar Bei­spie­le) online ist, wur­de auch schon gegen Ende der 1990er-Jahre mit der Ent­wick­lung einer online-Spendenplattform (spen​de​.rotes​kreuz​.at) begon­nen, die dann 2003 online gegan­gen ist. Ver­gan­ge­nes Jahr wur­de die­se Site um die Mög­lich­keit der online-Überweisung (EPS) ergänzt (weblog-Artikel dazu).

Für eine sozia­le und huma­ni­tä­re Orga­ni­sa­ti­on, die vie­le Leis­tun­gen erbringt, die zum Teil bzw. sogar aus­schließ­li­ch durch Spen­den von Pri­vat­per­so­nen oder Insti­tu­tio­nen finan­ziert wer­den, ist es essen­ti­ell, den (poten­ti­el­len) Spen­dern ein­fa­che und rasche Wege zur Ver­fü­gung zu stel­len, die unab­hän­gig von Schal­ter­öff­nungs­zei­ten der Geld­in­sti­tu­te und Post­äm­tern rund um die Uhr zur Ver­fü­gung ste­hen. Die Erfah­run­gen der ver­gan­ge­nen Jah­re haben gezeigt, dass die online-Spendenmöglichkeit erst dann inten­siv genützt wird, wenn Kata­stro­phen oder gro­ße Ereig­nis­se (bzw. Kon­flik­te) durch dich­te media­le Bericht­erstat­tung in die All­tags­rea­li­tät der Medi­en­kon­su­men­ten ein­drin­gen.

Beson­ders wich­tig in die­sem Zusam­men­hang ist die „sozia­le Nähe“ zu den Spen­de­rIn­nen, die­se kann – wie im Fal­le der Kata­stro­phen im Inland – in Rea­li­tät durch Nach­bar­schaft gege­ben sein, oder durch ein Gefühl der Soli­da­ri­tät (Bei­spiel „Nach­bar in Not“) erzeugt wer­den. Auch die über­pro­por­tio­nal zur tat­säch­li­chen geo­gra­phi­schen Ent­fer­nung hohe Unter­stüt­zung für die Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen nach dem Tsu­na­mi zeigt die­se Abhän­gig­keit von der gefühl­ten Nähe, die in die­sem Fal­le durch die Betei­li­gung von Öster­rei­chi­schen Tou­ris­tIn­nen und die Bericht­erstat­tung über ihre Erleb­nis­se kon­stru­iert wur­de.

Als ich 2006, nach 9 Jah­ren in der Medi­en­ar­beit und Kom­mu­ni­ka­ti­on, die Ver­ant­wor­tung für den online-Bereich des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes über­nom­men habe, ver­such­te ich zunächst, die Situa­ti­on und die Anfor­de­run­gen gen­au zu erfor­schen. Zu die­sem Zweck war es zunächst wich­tig, die unter­schied­li­chen Sta­ke­hol­der zu iden­ti­fi­zie­ren und in wei­te­rer Fol­ge ihre Bedürf­nis­se inten­siv zu hin­ter­fra­gen. Neben der Nut­ze­rin­nen­be­fra­gung wur­den auch die Sei­ten­sta­tis­ti­ken und Besu­cher­we­ge durch die der­zei­ti­ge Site zu die­ser Ana­ly­se her­an­ge­zo­gen, die auch zur Grund­la­ge des neu­en online-Konzepts wur­de.

Im Lau­fe der Jah­re hat sich gezeigt, dass nicht alle Ziel­grup­pen glei­cher­ma­ßen Nut­zen vom online-Auftritt des Roten Kreu­zes haben. Umfra­gen unter den Usern haben gezeigt, dass von den Besu­chern der „her­kömm­li­chen“ Web­site rund 50% Mit­ar­bei­te­rin­nen des Roten Kreu­zes sind, ledig­li­ch die Hälf­te ist also von extern. Die­ses Ver­hält­nis ver­schiebt sich bei regio­na­len Auf­trit­ten in Rich­tung inter­ner Teil­an­spruchs­grup­pen, so dass es Lan­des­ver­bän­de gibt, deren exter­ne Nut­zer nur mehr ein Vier­tel der Gesamtu­ser­zah­len aus­ma­chen. Das bis­her ver­wen­de­te Contentmanagement-System – eine pro­prie­tä­re Ent­wick­lung mit dem Namen Red­Tools – erlaubt zudem vie­les nicht, das inzwi­schen zum Stan­dard im Web wur­de. Auch unter Ver­nach­läs­si­gung des Web2.0 Ansat­zes war über kurz oder lang eine Neu­kon­zep­ti­on des gesam­ten online-Auftritts des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes daher nicht zu ver­mei­den.

Aus der jah­re­lan­gen Erfah­rung mit Jour­na­lis­tin­nen im regio­na­len, bun­des­wei­ten aber auch inter­na­tio­na­len Kon­text war mir daher zunächst die Infor­ma­ti­ons­kom­po­nen­te beson­ders wich­tig. Fol­ge­rich­tig wur­de, in Koope­ra­ti­on mit meh­re­ren frei­wil­li­gen Mit­ar­bei­tern mit redak­tio­nel­ler Erfah­rung im Radio- und Fernseh-Bereich, zuer­st ein Bereich vor­ge­zo­gen: Wir began­nen bereits Mit­te 2006 mit der regel­mä­ßi­gen Pro­duk­ti­on eines Pod­casts (link: Ein Pod­cast über den Pod­cast?). Die ursprüng­li­che Idee war es Radio­sta­tio­nen mit OTs, also mit Auf­nah­men von Inter­views bzw. Berich­ten aus Krisen- und Kata­stro­phen­re­gio­nen zu ver­sor­gen. Das Equip­ment dazu: ein Sony Minidisc-Recorder (inzwi­schen durch einen Roland MP3-Recorder ersetzt) und ein AKG-Mikrophon. Als Soft­ware set­zen wir in der Vor­be­rei­tung der OTs vor­wie­gend Auda­ci­ty ein. Die lau­fen­de Zusam­men­ar­beit mit den rele­van­ten Akteu­ren im Öster­rei­chi­schen Radio­be­reich (Ö1, Ö3, Pri­vat­ra­di­os) und die aner­kann­te Kom­pe­tenz des Roten Kreu­zes bei sei­nen Tätig­kei­ten ver­stärk­te die Qua­li­tät, aber auch die Bekannt­heit die­ses Ser­vices, das zuletzt eine Top-Positionierung errei­chen konn­te (link: Eigen­lob stinkt nicht immer).

Ein wei­te­res Bit in der Wei­ter­ent­wick­lung war die Stra­te­gie, ein­zel­ne neue Soft­ware­mo­du­le aus dem Redak­ti­ons­sys­tem her­aus­zu­neh­men, um die­se in Zukunft auch im Rah­men eines neu­en Frame­works nüt­zen zu kön­nen. Ein online-Bewerbungstool ging unter jobs​.rotes​kreuz​.at online und wird von Bewer­be­rin­nen auch inten­siv genützt, RKTV (link), eine Flash-Anwendung für Info­screens wur­de auch als Screen­sa­ver adap­tiert (Down­loads) und läuft seit über zwei Jah­ren zur Infor­ma­ti­on der Blut­spen­de­rIn­nen in der Aula des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes in Wien und auf hun­der­ten Bild­schir­men von Rotkreuz-Interessierten in der gan­zen Welt. Grund­la­ge vie­ler die­ser Neu­ent­wick­lun­gen war der ein­fa­che und modu­la­re Auf­bau (basie­rend auf einem LAMP-System) und die Syn­di­ka­li­sier­bar­keit der pro­du­zier­ten Daten (Lis­te der ver­füg­ba­ren Rotkreuz-RSS-Streams). Umge­setzt hat die meis­ten Pro­jek­te unse­re „Hausagen­tur“ Info-Media mit ihren Part­nern.

Mono­the­ma­ti­sche Kam­pa­gnen­sei­ten (defi​.rotes​kreuz​.at, www​.erste​hil​fe​.at) wur­den schon in der Ver­gan­gen­heit immer wie­der anlass­be­zo­gen erstellt. Exter­ne „Blogs“ im enge­ren Sin­ne waren bis heu­er kein Bestand­teil der online-Strategie des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes.

Web­logs
Im Zuge der eige­nen Beschäf­ti­gung mit dem Phä­no­men Blogs und deren Rele­vanz im Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­trieb wur­de zunächst der „Webmaster’s blog“ gestar­tet, eine Web­site auf der „Meta­ebe­ne“ über die unter­schied­li­chen Rotkreuz-Websites, deren Ziel­kun­den ganz klar bei den Rotkreuz-Webverantwortlichen der Bun­des­län­der und der Dienst­stel­len lie­gen. Neu­ig­kei­ten zum Rotkreuz-Internet, neue Ban­ner, Codes und vie­les mehr wur­den und wer­den hier seit März 2007 ver­öf­fent­licht. Zudem habe ich (mit Sicher­heit inspi­riert von Ben Schotts Sam­mel­su­ri­en) ver­sucht, auch unter­schied­li­che sys­te­ma­ti­sche Samm­lun­gen von Rotkreuz-relevanten bzw. Website-immanenten Quel­len zu erstel­len. Begin­nend von den wich­tigs­ten online-Spendenzwecken (link) über die (unvoll­stän­di­ge) Lis­te der Rotkreuz-Subdomains in Öster­reich (link) bis hin zur ver­link­ten Gesamt­lis­te aller Treichlpreis-TrägerInnen (link) oder eine Lis­te der erschie­ne­nen Gast­kom­men­ta­re in Öster­rei­chi­schen Medi­en seit 2001(link).

Ein wei­te­rer Blog zu mei­nem Inter­es­sens­ge­biet der Sozio­lo­gie ging ver­gan­ge­nen Monat unter dem Titel red​cross​o​cio​lo​gist​.blog​spot​.at online. Hier will ich mich mit einer sozi­al­wis­sen­schaft­li­chen Betrach­tung der Rotkreuz-Organisation beschäf­ti­gen, eine Per­spek­ti­ve, die in einer Orga­ni­sa­ti­on von nahe­zu 50.000 Mit­glie­dern immer wie­der inter­es­san­tes her­vor­bringt. Da die­ser Blog erst im ent­ste­hen ist, ist Vie­les noch offen und unklar.

In Zukunft ist es geplant, spe­zi­ell den unter­schied­li­chen Exper­tin­nen inner­halb des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes ver­schie­de­ne Web­logs zur Ver­fü­gung zu stel­len, um ihre Fach­ex­per­ti­se in per­sön­li­cher Form in mehr oder weni­ger mono­the­ma­ti­schen Blogs publi­zie­ren zu kön­nen und damit auch eine online Ver­net­zung in die unter­schied­li­chen Fach-Communities errei­chen. Eine Ein­bin­dung die­ser Experten-Blog-Themen in das neue Rotkreuz-Portal ist eben­so ange­dacht.

Zum The­ma Blog und Kata­stro­phen gibt es einen Blog-Eintrag, der die neu­es­ten Kon­zep­te erläu­tert und kri­ti­sch ana­ly­siert. Ein wei­te­res Bit in der Web2.0 Umge­bung des Roten Kreu­zes in Öster­reich ist huma­ni­ty­net­work – Dazu gibt es einen ers­ten kur­zen Bericht im Blog.

Ein manu­el­les Track­back:

Tho­mas Pleil reagiert in sei­nem Blog: http://​tho​mas​pleil​.word​press​.com/​2​0​0​7​/​0​7​/​0​5​/​o​n​l​i​n​e​-​p​r​-​e​i​n​e​r​-​n​g​o​-​f​a​l​l​b​e​i​s​p​i​e​l​-​r​o​t​e​s​-​k​r​e​u​z​-​at/

Geschrieben von Gerald Czech

4. Juli 2007 um 19:26