Redcross Webmaster's Blog

Ein humanitärer Digital Immigrant erklärt uns die Welt.

Archiv von der ‘einsatz’ Kategorie

Crowd Tasking für das Rote Kreuz?

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Wir star­ten heu­te mit einem Ver­su­ch, gemein­sam ein Bild­le­xi­kon zu erstel­len, das unse­ren nicht deutsch­spra­chi­gen Gäs­ten die Kom­mu­ni­ka­ti­on und den Ein­stieg in Öster­reich erleich­tern soll.

Jede Woche kom­men über tau­send Men­schen nach Öster­reich. Die meis­ten kön­nen nicht Deut­sch und vie­le auch nicht Eng­li­sch. Um den Gäs­ten die Ver­stän­di­gung so ein­fach wie mög­li­ch zu machen, wol­len wir bis Anfang Sep­tem­ber ein Bil­der­le­xi­kon auf­le­gen, in dem die 1.000 wich­tigs­ten Wör­ter visua­li­siert und erklärt wer­den.

Telefon

Dazu brauchen wir Deine Unterstützung!

Um dies auch mög­lichst schnell umset­zen zu kön­nen, zäh­len wir auf vie­le frei­wil­li­ge Unter­stüt­ze­rIn­nen. Wir bit­ten Dich, aus­sa­ge­kräf­ti­ge Fotos oder Skiz­zen zu ein­zel­nen Wör­tern zu machen. So soll es mög­li­ch sein mit­tels des deut­schen Wor­tes und einem Bild eine leich­te Über­set­zung dar­zu­stel­len. Dazu beschrif­te dein Foto bit­te mit dem jewei­li­gen Wort dass Du mit dem Bild abge­bil­det hast. WICHTIG: Dabei ist sicher­zu­stel­len, dass Du selbst die Rech­te auf das Foto hast, also kei­ne Google-Recherchen machen son­dern selbst foto­gra­fie­ren. Die Fotos brau­chen eine hohe Auf­lö­sung (bit­te beim Upload nicht auf das ankli­cken ver­ges­sen). Mit dem Hoch­la­den über­trägst Du uns die unein­ge­schränk­ten Nut­zungs­rech­te an dem Foto. Wenn Per­so­nen abge­bil­det sind, bit­te hier auch ein Ein­ver­ständ­nis ein­ho­len.

Wie geht’s?

Schau in unse­rer Facebook-Gruppe vor­bei und wer­de Teil des Pro­jekts. Dort kann­st du in den jewei­li­gen bereits ange­leg­ten Foto­al­ben, die sich immer einem bestimm­ten The­men­be­reich wid­men, jeder­zeit neue Bil­der hin­zu­fü­gen und die­ses erwei­tern. Eben­falls brau­chen wir Redak­teu­rin­nen und Redak­teu­re, die hier die Fotos bewer­ten und aus­wäh­len und eine brauch­ba­re Samm­lung zusam­men stel­len. Du bist bereit hier mit­zu­ma­chen? Hier geht’s zur Facebook-Gruppe: https://​www​.face​book​.com/​g​r​o​u​p​s​/​1​6​8​5​1​5​9​9​6​5​0​4​6​9​96/

Fragen?

01 58900 154

Sonja.​kuba@​roteskreuz.​at

Gerald.​czech@​roteskreuz.​at

Geschrieben von Gerald Czech

26. August 2015 um 16:16

Abgelegt in einsatz,Hilfe

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#4nepal

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In Nepal ver­wüs­te­te ver­gan­ge­nes Wochen­en­de ein Erd­be­ben gro­ße Tei­le des Lan­des. Tau­sen­de Tote, hun­dert­tau­sen­de Betrof­fe­ne. Die gan­ze Welt hält den Atem an. Wie dra­ma­ti­sch die Lage vor Ort ist, berich­te­te uns heu­te unser Disaster-Manager Jür­gen Högl, der in Wien die Hil­fe des Roten Kreu­zes koor­di­niert.

Mehr als Medien konsumieren?

Was kann man nun online und digi­tal machen, um die Awa­ren­ess für eine sol­che Kata­stro­phe zu erhö­hen, den Men­schen, die nicht Stamm­kon­su­men­ten der Haupt­abend­nach­rich­ten sind, die Situa­ti­on der Betrof­fe­nen vor Ort näher brin­gen?

Gemein­sam mit unse­rem Part­ner den Socia­lis­ten haben wir über­legt, was es braucht, um mehr zu pro­du­zie­ren, als blo­ßes Rau­schen. Nicht die sieb­zehn­te Stim­me im Chor der „Hilfe-Rufenden“ zu sein, son­dern jedem die Mög­lich­keit zu geben, sich aktiv an soli­da­ri­schen Aktio­nen für die Betrof­fe­nen in Nepal zu enga­gie­ren.

Ein Aufruf zur Menschlichkeit.

4nepalUnse­re Idee war nun, den sozi­al­me­dia­len Dis­kurs selbst zum The­ma zu machen und auf einer Sei­te zu kana­li­sie­ren. Alle Pos­tings mit dem has­tag #4nepal wer­den gescannt und auf einer ein­zi­gen Sei­te zusam­men­ge­fasst: www​.4ne​pal​.at (oder eng­lisch­spra­chig: www​.4ne​pal​.info). Das soll einer­seits die Mög­lich­keit geben, sei­ne eige­ne Inter­ak­ti­on im Kon­text von ande­ren Mane­schen zu sehen und ande­rer­seits wei­te­re Per­so­nen dazu ein­la­den, sich selbst zu enga­ge­ie­ren.

Online-Volunteering at it’s best

Am Nach­mit­tag hat uns dann noch Jakob Kal­ten­bru­mer, ein Frei­wil­li­ger aus dem Roten Kreuz in Ober­ös­ter­reich unter­stützt und in 20 Minu­ten einen schö­nen HTML-Frame für die Sei­te gebaut, vie­len Dank!

Poste auch Du und lade weitere zur aktiven Solidarität ein!

kalyanKALYAN (ist Nepalesisch und bedeutet Wohlergehen)

Nach dem dra­ma­ti­schen Erd­be­ben, das in der Hima­la­yare­gi­on enor­me Schä­den ver­ur­sacht hat ist das mensch­li­che Leid in Nepal enorm. Wir wol­len allen die Mög­lich­keit geben, ihr Mit­ge­fühl auch digi­tal aus­zu­drü­cken – online dazu bei­tra­gen, dass es den Betrof­fe­nen nach dem Erd­be­ben bes­ser geht. Natür­li­ch ist mate­ri­el­le Hil­fe im Moment das Wich­tigs­te, das berich­ten auch unse­re Mit­ar­bei­ter vor Ort. Doch neben dem Spen­den ist auch die mensch­li­che Nähe wich­tig.

Pos­te Dei­ne Wün­sche für Betrof­fe­ne des Erd­be­bens in Nepal. Zei­ge Dei­ne Unter­stüt­zung durch ein Pos­ting, einen Spruch, ein Sel­fie oder tag­ge eine Akti­on mit der Du den Betrof­fe­nen hilfst mit dem Hash­tag #4nepal. Und lade Dei­ne Freun­de ein, Dei­ne Geschäfts­par­ter, Dein Netz­werk.

Etwas Gutes tun heißt zu zei­gen, dass einem die Situa­ti­on und vor allem die Men­schen vor Ort nicht kalt las­sen! Also zeig Dein Com­mit­ment mit #4nepal

Alle Pos­tings von Face­book, Twit­ter und Ins­ta­gram fin­dest Du auf www​.4ne​pal​.at.

Damit wir gemein­sam Auf­merk­sam­keit für die betrof­fe­nen Fami­li­en und Kin­der schaf­fen kön­nen brau­chen wir Dei­ne Hil­fe!

Geschrieben von Gerald Czech

28. April 2015 um 11:55

Website-Schwerpunkt Dürre in Afrika

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Bereits seit Mona­ten eska­liert die Situa­ti­on am Horn von Afri­ka, was die Dür­re betrifft. In den ver­gan­ge­nen Wochen wur­de von Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen immer lau­ter auf die Situa­ti­on in Soma­lia, Äthio­pi­en, Eri­trea und im Nor­den Keni­as auf­merk­sam gemacht. Rie­si­ge Flücht­lings­la­ger, loka­le Kon­flik­te, Gewalt und vor allem eine Dür­re, die sich seit dem ver­gan­ge­nen Herbst ent­wi­ckelt.

In man­chen Regio­nen Soma­li­as, so berich­tet das IKRK, sind 11% der unter fünf­jäh­ri­gen Kin­der akut unter­ernährt.

Am stärks­ten betrof­fen sind Getrei­de­bau­ern und Hir­ten, die kei­nen Zugang zu frucht­ba­rem Agrar­land haben. Die ver­gan­ge­nen Miss­ern­ten und der gro­ße Ver­lust an Vieh­be­stand führ­ten auf den Märk­ten zum Anstieg der Nah­rungs­mit­tel­prei­se. Dazu kom­men neu­er­li­che Gefech­te und das Aus­blei­ben huma­ni­tä­rer Hil­fe. Das sind Grün­de dafür, dass sich eine bereits hoff­nungs­lo­se Situa­ti­on im Süd­en und Zen­tral­so­ma­lia noch wei­ter ver­schlim­mert hat“, sagt And­rea Hath vom Inter­na­tio­na­len Komi­tee vom Roten Kreuz (IKRK).

Um alle News zur Kata­stro­phe am Horn von Afri­ka zusam­men­zu­fas­sen, haben wir unter www​.rotes​kreuz​.at/​a​f​r​ika eine Über­sichts­sei­te gestar­tet. Hier wer­den auch alle zusätz­li­chen Infor­ma­tio­nen zur Dür­re in Ost­afri­ka lau­fend ein­ge­stellt.

Schwer­punk­te der Rotkreuz-Hilfe - für die zu Spen­den auf­ge­ru­fen wird - ist die Aus­wei­tung der Ernäh­rungs­pro­gram­me und der medi­zi­ni­schen Hil­fe vor Ort in Soma­lia, und Nahrungsmittel- und Trink­was­ser­ver­tei­lun­gen in den Nach­bar­län­dern Äthio­pi­en, Kenia und Eri­trea.

Seit Okto­ber hat das IKRK allei­ne in Soma­lia Not­fall­hil­fe für mehr als 500.000 Per­so­nen geleis­tet und die Was­ser­ver­sor­gung für nahe­zu eine Mil­lion Men­schen garan­tiert.

Eine Foto­stre­cke im Rotkreuz-Portal visua­li­siert die Hil­fe der Rotkreuz- und Rothalbmond-Mitarbeiter vor Ort in Ost­afri­ka. Wenn amn sich selbst einen Über­bli­ck über die Regi­on machen will, kann man das auf einer Infor­ma­ti­ons­sei­te zum „Horn von Afri­ka“ eben­falls machen.

Öster­rei­chi­sche Rotkreuz-Delegierte sind seit vie­len Jah­ren in ver­schie­de­nen Län­dern Ost­afri­kas, um Was­ser­pro­jek­te umzu­set­zen, oder Gesund­heits- bzw Nah­rungs­mit­tel­hil­fe zu leis­ten.

Das Österreichische Rote Kreuz bittet um Spenden

PSK: 2.345.000, BLZ 60.000,

Kenn­wort: Dür­re in Afri­ka

SMS-Spenden an: 0664 660 0020 (Info zur SMS-Spende)

Geschrieben von Gerald Czech

14. Juli 2011 um 23:31

Viral Marketing: Pakistan-Profilbilder in sozialen Netzen wie Facebook

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Vie­le Nut­ze­rin­nen von Face­book oder Xing tau­schen ihre per­sön­li­chen Pro­fil­bil­der gegen ein Rotkreuz-Sujet aus. Viel­leicht haben Sie sich auch schon gefragt, was das soll?

Es han­delt sich dabei um eine vira­le Mar­ke­ting­ak­ti­on des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes, die auf die Kata­stro­phe in Pakis­tan hin­wei­sen soll. Die­se Idee wur­de zu Beginn von einem Bericht auf pte​.at aus­ge­löst, in dem – ver­gli­chen mit dem Erd­be­ben in Hai­ti im Jän­ner – über die gerin­ge Medi­en­re­so­nanz berich­tet wur­de. Unter ande­rem stand dort:

Doch selbst die son­st schnel­len sozia­len Medi­en wie Twit­ter, Face­book und Co. haben das The­ma bis­her kaum wahr­ge­nom­men. Tra­gi­sch ist das des­halb, da das Inter­net längst die Spen­den­be­reit­schaft mit­be­stimmt.

Wir hat­ten zu dem Zeit­punkt gera­de die Über­sichts­sei­te für Pakis­tan am Rotkreuz-Portal fer­tig und berich­te­ten bis dahin peu à peu auch auf der Facebook-Seite über die Hil­fe in Pakis­tan. Da die ers­ten Spen­den­su­jets fer­tig waren, über­leg­te ich, wie man die­se auch im Social-Medienbereich ein­set­zen könn­te.

Zunächst wur­de das Pro­fil­bild des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes ver­än­dert – das Pakistan-Sujet wur­de zum ein­fluss­rei­chen Gestal­tungs­ele­ment die­ses Bil­des. Die Zusatz­in­for­ma­tio­nen unter­halb des Logos erin­nern nun auch jeden Nut­zer unse­rer Fan­page an die Kata­stro­phe in Pakis­tan.

Profilbild: Hilfe für Pakistan

Beim genau­en Betrach­ten fiel mir aus, dass man vom Pro­fil­bild nur das Rote Kreuz weg­schnei­den muss, um ein ein­drucks­vol­les und star­kes Pro­fil­bild zu haben, das auch auf einen Bli­ck von der Typo­gra­fie und Far­be dem Roten Kreuz zuge­ord­net wer­den kann. Von die­ser Erkennt­nis zum Grund­ge­dan­ken einer vira­len Kam­pa­gne war es nicht mehr weit: Ein ers­tes Pos­ting in mei­nem pri­va­ten Facebook-Profil war rasch nach der eige­nen Profilbild-Änderung erfolgt. Dana­ch auch ein Pos­ting in der Rotkreuz-Fanpage.

Als Refe­renz wur­de auf der Home­page des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes ein Arti­kel zum The­ma erstellt, der bereits oben ver­linkt ist. Wei­te­re Maß­nah­men: Pos­tings im eige­nen Pro­fil und eine Aktua­li­sie­rungs­nach­richt an alle Fans des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes.

Gleich am nächs­ten Tag in der Früh wur­de wie­der an die Akti­on erin­nert. Im Lauf des Nach­mit­tags dann eine Followup-Meldung über den Erfolg der Akti­on, durch das Pos­ting eines Fotos mit sehr vie­len Pro­fil­bil­dern in Reih und Glied auf das bereits sehr vie­le Kom­men­ta­re gekom­men sind.

Ins­ge­samt ste­hen wir knapp 27 Stun­den nach Beginn der Akti­on bei über 100 Unter­stüt­ze­rIn­nen der Akti­on, Ten­denz stark stei­gend …

Infos zur Lage in Pakis­tan im Ein­satz­blog.

Geschrieben von Gerald Czech

18. August 2010 um 16:50

Neue Kanäle in der Katastrophe?

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Web und Soci­al Media in der inte­grier­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on des Roten Kreu­zes

Die Kata­stro­phe in Hai­ti am 12. Jän­ner 2010 und vor allem das Schick­sal der ins­ge­samt über 2 Mil­lio­nen Betrof­fe­nen Men­schen hat welt­weit vie­le bewegt. Nicht zuletzt auf­grund der dra­ma­ti­schen Situa­ti­on vor Ort haben inter­na­tio­nal die meis­ten Medi­en Hai­ti Tage- manch­mal Wochen­lang zum Haupt­the­ma ihrer Bericht­erstat­tung gemacht.

Bereits vor eini­gen Jah­ren habe ich mich mit den Mög­lich­kei­ten von Soci­al Web in der Kata­stro­phe in einem Blog­post (Dis­as­ter 2.0) eher theo­re­ti­sch beschäf­tigt. Nun konn­ten wir all die­se Tools auch live ein­set­zen. Hier der ers­te Bericht dazu.

Lange in Haiti

Das Rote Kreuz ist seit vie­len Jah­ren in Hai­ti. Schon lan­ge vor die­ser Kata­stro­phe wur­den in Port-au-Prince bei­spiels­wei­se von Öster­rei­chi­schen Tech­ni­kern Funk­netz­wer­ke gewar­tet und errich­tet. Das ist der Grund, war­um die Rotkreuz-Helfer vor Ort bereits auf ein bestehen­des Netz­werk an Kon­tak­ten zurück­grei­fen konn­ten.

Doch Haupt­in­halt die­ses Pos­ting soll­te die Kom­mu­ni­ka­ti­on nach innen und aus­sen sein, deren inte­grier­ter Ansatz, der anhand der Erd­be­ben­ka­ta­stro­phe in Hai­ti erst­mals in die­ser Wei­se umge­setzt wur­de. Die ope­ra­ti­ve Arbeit in Öster­reich und natür­li­ch auch vor Ort sind in jedem Fall wesent­li­che Basics, denn ohne die effi­zi­en­te und wirk­sa­me Hil­fe von Män­nern und Frau­en des Roten Kreu­zes vor Ort macht die bes­te Kom­mu­ni­ka­ti­on zum The­ma gar kei­nen Sinn.

Der Alarm.

Unse­re ope­ra­ti­ven Kata­stro­phen­ma­na­ger wur­den kurz nach Mit­ter­nacht vom Erd­be­ben infor­miert, ers­te Infos ergin­gen daher auch an die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­ar­bei­ter per eMail noch lan­ge vor ihrem Ein­tref­fen im Office. Via Twit­ter waren ers­te Ein­satz­mel­dun­gen des Ame­ri­ka­ni­schen Roten Kreu­zes (als CNN RT) auch schon sehr früh ver­füg­bar. Daher war rasch klar, dass sich hier eine gro­ße Kata­stro­phe anbahnt. Unser ers­ter Tweet zum The­ma Hai­ti als @roteskreuzat folg­te in der Früh des 13. Jän­ners:

RT @Red­Cross­PDX: RT @White­Hou­se Text „HAITI“ to 90999 to dona­te $10 to @Red­Cross reli­ef efforts in #Hai­ti. Learn more: http://​bit​.ly/​6​K​i​RtE

Im Lau­fe des Tages war rasch klar, dass auch Öster­rei­chi­sche Hil­fe vor Ort not­wen­dig wer­den wird. Alle Schnel­l­ein­satz­grup­pen wur­den auf stand­by alar­miert. Hin­sicht­li­ch des Fund­rai­sings wur­de im Online­spen­den das Kenn­wort „Erd­be­ben in Hai­ti“ akti­viert, eine kurz davor ein­ge­führ­te SMS-Spenden-Nummer wur­de eben­falls für Hai­ti akti­viert.

Erster Tag, erste Presseinfo, Setup der Kommunikationsinfrastruktur

Zeit­gleich mit dem Online­stel­len der ers­ten Pres­se­info „Schwe­res Erd­be­ben in Hai­ti“ wur­de online eine eige­ne Kno­ten­sei­te ein­ge­rich­tet, deren leicht zu mer­ken­de URL www​.rotes​kreuz​.at/​H​a​iti lau­te­te. Dort wur­den sämt­li­che Infor­ma­tio­nen zum The­ma zusam­men­ge­fasst, spä­ter konn­te auch ein RSS-Feed dazu erstellt wer­den. Noch im Lau­fe des 13. Jän­ners waren via Alertnet/Reuters ers­te Fotos aus Hai­ti ver­füg­bar, die online gin­gen. Auch die Infor­ma­tio­nen zur Spen­den­mög­lich­keit via SMS wur­den erstellt und online gestellt. Auf Face­book wur­de eine ers­te Cau­se „Hil­fe für Hai­ti“ gestar­tet, um auch die­ses Medi­um als Informations- und Fundraising-Kanal zu instru­men­ta­li­sie­ren. Infor­ma­tio­nen gab es zunächst aller­dings über mei­nen per­sön­li­chen User, weil noch kei­ne Fan­page exis­tiert hat.

Informationen, going social

Durch die Rotkreuz-Mitarbeiter, die bereits in Port-au-Prince waren, konn­te auch die ope­ra­ti­ve Hil­fe vor Ort rasch star­ten, bereits am ers­ten Tag gin­gen über das Rotkreuz-Netzwerk bereits ver­trau­ens­wür­di­ge Infor­ma­tio­nen aus Hai­ti ein. Die­se wur­den zunächst im Rotkreuz-Portal online gestellt und in wei­te­rer Fol­ge auch via Twit­ter publi­ziert.

#hil­fe nach dem #erd­be­ben in #Hai­ti: ROtes Kreuz im Ein­satz #Spen­den auf https://spende.roteskreuz.at?code=SERHAI #spen­den­auf­ruf #rotes­kreuz

Lau­fen­der inter­ner Kon­takt mit den Kol­le­gIn­nen der Pres­se­ab­tei­lung und dem ope­ra­ti­ven Katastrophen-Einsatzmanagement ver­hin­der­ten eine „Ent­kop­pe­lung“ der Soci­al Media-Aktivitäten. Twit­ter war auch ein inter­es­san­ter Kanal für die Nach­rich­ten aus dem Kata­stro­phen­ge­biet, @Federation der Account der inter­na­tio­na­len Föde­ra­ti­on der Rotkreuz- und Rothalb­mond­ge­sell­schaf­ten war hier genauso wert­voll, wie ver­schie­de­ne Lis­ten der Fede­ra­ti­on, die Rotkreuz-Twitteraccounts zusam­men­fas­sen, oder sol­che der UNO.

Zur Ver­brei­tung der Rotkreuz-Hilfe im Web, bei befreun­de­ten Unter­neh­men, Orga­ni­sa­tio­nen und bei inter­es­sier­ten wur­den auch Flash-Banner erstellt und Online ange­bo­ten. Die­se wer­den inzwi­schen durch­aus breit geschal­tet. Auch Google-Adwords wur­den bald dazu ver­wen­det, Use­rIn­nen auf das Rote Kreuz in die­sem Kon­text auf­merk­sam zu machen. Über eini­ge Hür­den in die­sem Kon­text berich­te ich im Blog­post „Hil­fe für Hai­ti oder Fight­in’ goo­gle­Ad­words

Österreichische Experten werden entsendet

Die Pha­se zwei in der Kom­mu­ni­ka­ti­on hat begon­nen, nach­dem unse­re Aus­rich­tung von „Sup­port“ des Ein­sat­zes geän­dert wur­de: Bald wur­de auch klar, dass rela­tiv bald ers­te Öster­rei­chi­sche Exper­tin­nen und Exper­ten in Rich­tung Hai­ti fah­ren wer­den. Die inter­na­tio­na­le Koor­di­na­ti­on und die not­wen­di­ge Logis­tik erlaub­ten es bereits am 15. Jän­ner ein ers­tes zwei­köp­fi­ges Team von Wien aus zu ent­sen­den, ein drit­ter Exper­te flog nach Genf, von wo aus er mit Such­dienst­ex­per­tIn­nen nach Port-au-Prince flog. Die Öster­rei­chi­sche Akti­on Nach­bar in Not star­te­te eben­falls am 14. Jän­ner mit brei­ter Cover­a­ge im Öster­rei­chi­schen Fern­se­hen und Radio.

Für den Abflug der Exper­tin­nen aus Wien wur­den auch Jour­na­lis­tIn­nen zum Flug­ha­fen ein­ge­la­den. Auf­grund der Tat­sa­che, dass dies die ers­ten Öster­rei­che­rIn­nen auf dem Weg nach Hai­ti waren, wur­de die Hil­fe auch von einer brei­ten Medi­en­co­ver­a­ge (bsp.: Kro­ne Titel­fo­to, APA) beglei­tet.

Bis zum Ein­tref­fen der Hel­fer in Hai­ti wur­den Lageu­p­dates, Fotos und Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen (auch in unse­rem Ein­satz­blog) zur Ver­fü­gung gestellt.

Facebook als eigener Kanal

Auf­grund der zahl­rei­chen Infor­ma­tio­nen, die via Face­book ver­brei­tet wur­den, haben wir uns kurz­fris­tig ent­schlos­sen, eine Facebook-Fanpage zu star­ten, um als „Öster­rei­chi­sches Rotes Kreuz“ auf­tre­ten zu kön­nen (Eige­ner Blog­post „Erfolgs­sto­ry Face­book Page“). Das war ein wei­te­rer wich­ti­ger Bau­stein in der Rotkreuz-Kommunikation.

Fotojournalismus

Die Föde­ra­ti­on hat sein lan­ger Zeit einen Flickr-Account, über den immer wie­der Bil­der kom­mu­ni­ziert wur­den. Die Kata­stro­phe in Hai­ti mach­te es bald not­wen­dig, die­se Quel­le auch brei­ter zu nut­zen, so wur­de von dort rasch eine Sli­de­show erstellt, die immer auto­ma­ti­sch upge­da­ted wird, um Rotkreuz-Fotos auch welt­weit in Blogs ein­bau­en zu kön­nen. Timo Lue­ge berich­tet von unglaub­li­chen 1 Mil­lio­nen Views der Flickr-Bilder am 14. Jän­ner 2009.

Our Flickr set about the Hai­ti Ear­t­h­qua­ke gene­ra­ted over 1 mil­lion page views wit­hin 24 hours on Janu­a­ry 14th. It was high­ligh­ted by Yahoo! (which cont­ri­but­ed the majo­ri­ty of impres­si­ons) but other media paid atten­ti­on as well. In the first few days, BBC Online men­tio­ned it on their live blog every time, we uploa­ded new images. We also got a sub­stan­ti­al num­ber of requests from media who wan­ted high-resolution ver­si­ons of our Flickr pho­tos.

Die­se Sli­de­show konn­ten wir auch rasch in unse­ren Webauf­tritt inte­grie­ren. Die her­vor­ra­gen­den Foto­gra­fen, die für das Rote Kreuz vor Ort waren, konn­ten uns damit von den ers­ten Tagen an täg­li­ch neue Bil­der zur Ver­fü­gung stel­len, was ein Plus für jeg­li­ches Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­di­um dar­stellt.

Inter­es­sant ist Timos State­ment zum Effekt des Flickr-Engagements:

As far as ROI is con­cer­ned I should men­ti­on that most visi­tors stay­ed wit­hin that set and did not cli­ck on other pho­tos or through to our site. So whi­le this was very suc­cess­ful to gene­ra­te awa­ren­ess, it did not gene­ra­te sub­stan­ti­al funds for us. Howe­ver, sin­ce Flickr’s com­mu­ni­ty gui­de­li­nes for­bid active­ly asking for dona­ti­ons, the­re was no call to action under the­se pic­tures eit­her – merely “Find out more at http://​www​.ifrc​.org/​h​a​i​ti/ ”.

Akustische Informationen: Podcasts und Clips

Die nächs­te Pha­se war die Pro­duk­ti­on digi­ta­ler Audio­clips und Pod­casts. Zunächst klas­si­sch via Recor­der oder durch den Mit­schnitt von Tele­fon­in­ter­views, was unse­re VoIP-Telefonanlage zum Glück in brauch­ba­rer Qua­li­tät erlaubt. Der ers­te Ver­su­ch in die­sem Zusam­men­hang war die Bei­stel­lung von Audio­da­ten zu einem redak­tio­nel­len Text über die Seu­chen­prä­ven­ti­on nach Kata­stro­phen.

Die Ver­wen­dung die­ser Audio­clips von ver­schie­de­nen loka­len Radio­sen­dern zur Bericht­erstat­tung führ­ten dazu, dass wir uns inten­si­ver mit den Mög­lich­kei­ten der digi­ta­len Audio­clips beschäf­tig­ten. Eine vir­tu­el­le Neben­stel­le wur­de zum digi­ta­len Anruf­be­ant­wor­ter. Dadurch konn­ten unse­re Dele­gier­ten zu jeder Tages- und Nacht­zeit ihre State­ments bei uns depo­nie­ren. Die Files gin­gen auto­ma­ti­sch per Mail an die Pres­se­ab­tei­lung und an den Web­mas­ter. Damit konn­ten wir eine wei­te­re Kom­mu­ni­ka­ti­ons­struk­tur auf­bau­en – neue Audio­clips waren so oft­mals in 30 Minu­ten nach dem Gespräch online.

Die­se Clips dien­ten einer­seits den Radio­sen­dern als „Fut­ter“ für ihre News und Flä­chen­bei­trä­ge, ande­rer­seits lie­fer­ten sie Zitier­ba­res für unse­re regio­na­len Pres­se­ver­ant­wort­li­chen und Jour­na­lis­tIn­nen. Nicht zuletzt erlaub­ten die­se Sound­clips auch den Use­rin­nen im Web eine authen­ti­sche Mög­lich­keit, sich von der Hil­fe des Roten Kreu­zes vor Ort aus ers­ter Hand zu infor­mie­ren.

Inzwi­schen ver­su­chen wir alle paar Tage neue Clips online zu stel­len und mög­lichst vie­le unse­rer Exper­tIn­nen aus Hai­ti zu Wort kom­men zu las­sen. Zwi­schen­durch wer­den immer wie­der Pod­casts ( Bei­spiels­wei­se hier, oder hier) pro­du­ziert, um die­se State­ments auch im redak­tio­nel­len Umfeld in Geschich­ten ein­zu­bet­ten.

Videos

Auch Videos aus Hai­ti waren bald ver­füg­bar. Zusätz­li­ch setz­ten wir auch eige­ne Kame­ra­leu­te ein, bei­spiels­wei­se um die Ver­la­dung der Öster­rei­chi­schen Hilfs­gü­ter zu doku­men­tie­ren. Hier wur­den dann die Video­pod­casts ent­we­der 1:1 wei­ter­pu­bli­ziert oder es wur­den eige­ne Video­pod­casts pro­du­ziert, wie die­ser zur Öster­rei­chi­schen Hil­fe vor Ort. Publi­ka­ti­ons­ort war zudem zusätz­li­ch immer auch Youtube, wo das Öster­rei­chi­sche Rote Kreuz seit eini­ger Zeit einen Chan­nel betreibt. Doch die gerin­ge Zahl der Views zeigt auch deut­li­ch, dass der Pro­duk­ti­ons­auf­wand eines Video­pod­casts für die weni­gen Nut­zer dann zu hoch ist, wenn man ihn bei­spiels­wei­se mit dem Auf­wand von Pod­casts oder Foto­ga­le­ri­en ver­gleicht.

Google-Maps

Die Bereit­stel­lung von tagak­tu­el­len KML-Files von Sei­ten der Föde­ra­ti­on hat uns dazu gebracht, eine Google-Map zum Rotkreuz-Einsatz in Hai­ti zu pro­du­zie­ren, um die geo­da­ten eben­falls als Infor­ma­ti­ons­ka­nal zu nut­zen. Zudem bringt die Über­sichts­kar­te zur Rotkreuz-Hilfe in Hai­ti den Nut­ze­rin­nen und Nut­zern auch einen geo­gra­fi­schen Über­bli­ck über die kom­ple­xe Kata­stro­phen­sze­ne­rie auf Hai­ti. Die­se Kar­te wur­de von Sei­ten der Föde­ra­ti­on wie­der­um an alle ande­ren natio­na­len Gesell­schaf­ten zurück­ge­lie­fert, so dass wir nun­mehr gemein­sam mit dem Deut­schen Roten Kreuz die­se Map betreu­en.

Crowdsourcing

In den ver­gan­ge­nen Stun­den wur­de zudem ver­sucht, das gro­ße Inter­es­se an der Facebook-Gruppe des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes dahin­ge­hend zu nüt­zen, indem wir Use­rIn­nen auf­ge­for­dert haben, uns durch Über­set­zung von eng­lisch­spra­chi­gen Arti­keln ins Deut­sche zu unter­stüt­zen. Das hat her­vor­ra­gend geklappt. Fünf Tex­te konn­ten so inner­halb von drei Stun­den über­setzt wer­den.

Eine sehr selektive Blog-Übersicht zum Thema Haiti

4 Kommentare

Nach inzwi­schen drei sehr lan­gen Tagen im New-Media Bereich des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes , in denen wir die Infor­ma­ti­ons­schie­ne zum Erd­be­ben in Hai­ti hoch­ge­fah­ren sind, die online-Spendenkampagne gestar­tet haben, Nach­bar in Not gestar­tet haben (auch im Bereich der online-Spenden), mit gro­ßer Unter­stüt­zung von IQmo­bi­le eine SMS-Spendenkampagne für Hai­ti ins Leben geru­fen haben, Dank unse­rer Agen­tur Info­Me­dia auch Spen­den­ban­ner für Hai­ti erstel­len konn­ten, eine Facebook-Cause zur Hil­fe in Hai­ti imple­men­tiert haben, und seit Mitt­wo­ch früh bereits 63 Mel­dun­gen auf Twit­ter geschrie­ben oder wei­ter­ge­lei­tet haben, und nicht zuletzt noch im PHP-Sourcecode des Spen­den­ser­vers im lau­fen­den Betrieb mit zitt­ri­ger Hand eini­ge Patches erle­digt haben, will ich nun den Blog­ger­bli­ck nach außen wer­fen, um eine wohl­fei­le Selek­ti­on an unter­schied­li­chen Blogs zum der­zei­ti­gen The­ma Num­mer 1 der Kata­stro­phe in Hai­ti hier publi­zie­ren.

Zunächst kommt natür­li­ch der eige­ne Einsatz-Blog, in dem wir lau­fend ver­su­chen, aktu­el­le Infor­ma­tio­nen zum Rotkreuz-Einsatz in Hai­ti zusam­men zu fas­sen. Eine Über­blicks­sei­te zur aktu­el­len Situa­ti­on habe ich vor etwa einer Stun­de publi­ziert:

Am Frei­tag Früh haben zwei Exper­ten des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes Öster­reich in Rich­tung des Kata­stro­phen­ge­biets in Hai­ti ver­las­sen. And­rea Rei­sin­ger und Klaus Pal­ko­vits wer­den die Trink­was­ser­ver­sor­gung in der Hai­tia­ni­schen Haupt­stadt Port-au-Prince wie­der her­stel­len. (Fotos vom Abflug) . Bei­de leis­te­ten bereits nach dem Tsu­na­mi Kata­stro­phen­hil­fe und Wie­der­auf­bau in Sri Lan­ka.

Im Blog des Bri­ti­schen Roten Kreu­zes schreibt Pete Gar­rat über sei­ne Arbeit als Dis­as­ter Reli­ef Mana­ger des Bri­ti­schen Roten Kreu­zes in Lon­don.

Alt­hough I knew it was going to be bad, I still wasn’t qui­te pre­pa­red for the full extent of the hor­ror that has unfol­ded over the last few days. The infra­struc­tu­re of the affec­ted area has been com­ple­te­ly deci­ma­ted and get­ting any infor­ma­ti­on is extre­me­ly dif­fi­cult. But qui­te ear­ly on we heard reports about the Red Cross buil­ding being dama­ged and my thoughts natu­ral­ly tur­ned to our col­leagues. Alt­hough I’ve sin­ce heard that all the inter­na­tio­nal Red Cross staff are accoun­ted for, sad­ly a num­ber of local staff have been kil­led.

Basic­T­hin­king­Blog berich­tet über unter­schied­li­chen Web 2.0 Tools-Einsatz im Diens­te der Kata­stro­phen­hil­fe.

Die trau­rigs­ten Posts hier auf dem Blog sind die­je­ni­gen, bei denen ich über Tech-Dinge im Zusam­men­hang mit mensch­li­chen Tra­gö­di­en schrei­be. Wie bei­spiels­wei­se im Novem­ber des ver­gan­ge­nen Jah­res über den Amok­lauf in Fort Hood. Oder nun über Hai­ti.

Ret​tungs​dienst​.de berich­tet über die deut­schen Hel­fer, die vor Ort sind – natür­li­ch mit einem Schwer­punkt auf die Akut­hil­fe.

Die ers­ten Teams und Hilfs­gü­ter tref­fen im Erd­be­ben­ge­biet ein. Nun wird der Erfolg der inter­na­tio­na­len Hil­fe von einer guten Koor­di­na­ti­on der Orga­ni­sa­tio­nen unter­ein­an­der abhän­gen. Die ers­ten deut­schen Teams errei­chen heu­te die zer­stör­te Stadt Port-au-Prince, wei­te­re Hel­fer sind unter­wegs.

Über die Hilfs­mög­lich­kei­ten mit dem Apple-Tool iTu­nes berich­tet The Wacky Neigh­bour. We sim­ply do it berich­tet über die Öster­rei­chi­schen Rotkreuz-MitarbeiterInnen, die heu­te früh ins Kata­stro­phen­ge­biet geflo­gen sind.

Die Salz­bur­ger Nach­rich­ten zitie­ren den Rotkreuz-Hundeführer Alois Rus­seg­ger, der Erfah­run­gen aus den Erd­be­ben­ein­sät­zen in der Tür­kei, Alge­ri­en oder dem Iran hat.

Dass er und sei­ne Kol­le­gen in Hai­ti bei­ge­zo­gen wer­den könn­ten, glaubt Rus­seg­ger aber eher nicht: „Bei einem Such­hun­de­ein­satz wird von öster­rei­chi­scher Sei­te Hai­ti nicht in Erwä­gung gezo­gen – ein­fach, weil es zu weit weg ist. Denn man hat im Regel­fall nur 72 Stun­den Zeit, um Über­le­ben­de zu fin­den. Und schon allein der Flug von Wien nach Hai­ti braucht da schon zu viel Zeit.“

Die Blog­sei­te des Ame­ri­ka­ni­schen Roten Kreu­zes berich­tet einer­seits über das Fund­rai­sing, das mit dem so genann­ten „Mobi­le giving“-Programm umge­setzt wur­de, ande­re­seits berich­tet man über die Hil­fe vor Ort, die ein Rot­kreuz–Dele­gier­ter in Port-au-Prince seit Mitt­wo­ch leis­tet.

A short time after the ear­t­h­qua­ke yes­ter­day our Inter­na­tio­nal team in Washing­ton DC was able to make con­tact with the head of our Hai­ti dele­ga­ti­on via Sky­pe. He was in his office in Port-Au-Prince when the ear­t­h­qua­ke hit.

Timo Lue­ge, Soci­al Media Offi­cer der inter­na­tio­na­len Rotkreuz-Föderation hat auch in Genf viel zu tun. Auf sei­nem Blog zeigt er eine Rotkreuz-Slideshow, in der Bil­der vom Rotkreuz-Einsatz aus Hai­ti prä­sen­tiert wer­den. Zudem wer­den Tipps gege­ben, wie man die­se Sli­de­show auch selbst ein­bau­en kann, in eige­ne Blogs.

Natür­li­ch wer­de ich ver­su­chen, mei­ne inzwi­schen fast anti­ken Arti­kel zum The­ma Stra­te­gi­en im Web2.0 in der Kata­stro­phe wie­der zu über­ar­bei­ten und den aktu­el­len Gege­ben­hei­ten anzu­pas­sen. Mal sehen, wann für eine Zusam­men­fas­sung zder „Best prac­tices“ aus den ver­gan­ge­nen Jah­ren Zeit ist. Viel­leicht berich­tet Tho­mas Pleil ja wie­der über das The­ma Soci­al Media im Kata­stro­phen­ein­satz?

Habt Ihr weitere Blogs, die Ihr zum Thema Haiti vorstellen wollt?

Ein­fach kom­men­tie­ren, oder per twit­ter eine kur­ze Nach­richt schi­cken: @redcrosswebmast

Ein Update am 29. Jän­ner

Das Deut­sche Rote Kreuz hat einen Blog zu Hai­ti begon­nen, in dem die Hel­fe­rIn­nen direkt aus dem Kata­stro­phen­ge­biet ihre Geschich­ten erzäh­len. Bei­spiels­wei­se Fre­de­rick Bar­ken­ham­mer, der mit dem DRK-Feldspital vor Ort ist.

Wenn ich sehe, wie ein jun­ges Mäd­chen das Was­ser zu dem selbst gebas­tel­ten Zelt trägt, wie ihre Fami­lie dar­auf war­tet, wie die Mut­ter das Was­ser nimmt und anfängt zu kochen, dann bin ich wahn­sin­nig stolz. Auf irgend­ei­ne Art bin ich Teil von die­ser Hil­fe, habe mei­nen Bei­trag zum Was­ser in die­sem Eimer bei­ge­tra­gen. Der Spen­der, der fünf Euro gespen­det hat, hat auch einen Teil zu gen­au dem Was­ser­ei­mer bei­ge­tra­gen. Und das ist ein tol­les Gefühl.

A Mac on Mission?

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In einem span­nen­den Bei­trag live aus dem Sudan berich­tet unser Rotkreuz-Delegierter Wer­ner Lech­ner, war­um er auf sei­nen Mis­sio­nen immer einen Mac mit­nimmt.

Am liebs­ten arbei­te ich aber mit Mac OS X. Und natür­li­ch auch mit Ubun­tu. In die­sem Arti­kel geht es dar­um war­um der Mac im Ein­satz die bes­se­re Wahl ist und war­um ich seit 2005 immer mein pri­va­tes Power­book 12? mit­neh­me. Eins habe ich schon zu Tode repa­riert und mir ein gebrauch­tes besorgt….

Das Schreibt Wer­ner zu Beginn sein­ses Arti­kels.

Was nehmt Ihr mit, wenn Ihr in den Einstz geht?

Geschrieben von Gerald Czech

7. Januar 2010 um 17:57

Website-Bereich zum Erdbeben in Italien

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Um alle ver­schie­de­nen News, Pod­casts und Fotos zum Hilfs­ein­satz der ita­lie­ni­schen Kol­le­gen auf einer Sei­te zusam­men­zu­fas­sen, haben wir eine eige­ne Über­sichst­sei­te unter der leicht merk­ba­ren URL http://​www​.rotes​kreuz​.at/​e​r​d​b​e​ben geschaf­fen.

Die letz­ten Infos sind neue Bil­der aus Ita­li­en, die die Hil­fe unse­rer Kol­le­gen vor Ort zei­gen.

Wir rufen auch zu Spen­den auf. Der Link zur online-Spende: https://​spen​de​.rotes​kreuz​.at/​?​c​o​d​e​=​S​E​R​DIT

Geschrieben von Gerald Czech

10. April 2009 um 09:59

Wo Sie uns finden. Google-Maps für Rotkreuz-Outlets

3 Kommentare

Dies­mal habe ich mir die Mühe gemacht, das Rotkreuz-Adressbuch in Micro­soft Map­point zu ver­or­ten (Inklu­si­ve Tele­fon­num­mern, Mail­adres­sen und Web­pages) und dann als KML-Files in Google-Maps zu impor­tie­ren.

Ger­ne bie­te ich hier die KML-Files (zur Ver­wen­dung in Google-Earth-Applications) an, auch die Links zu den jewei­li­gen Maps möch­te ich hier ver­öf­fent­li­chen.

Ich bit­te um Kom­men­tar, soll­ten Dienst­stel­len fehe­len oder nicht mehr aktu­ell sein!

mlg

Gerald Czech

Geschrieben von Gerald Czech

9. Januar 2009 um 16:09

Web 2.0 und die USA

2 Kommentare

Das Kulturmanagement-Blog berich­tet (einen Ame­ri­ka­ni­schen Arti­kel über­set­zend) über das Ame­ri­ka­ni­sche Rote Kreuz:

Das Rote Kreuz in den USA enga­giert sich der­zeit in eini­gen ame­ri­ka­ni­schen Bun­des­staa­ten, die von Hoch­was­ser betrof­fen sind. Um die Öffent­lich­keit und die Betrof­fe­nen (so das mög­li­ch ist) über die Maß­nah­men des Roten Kreuz zu infor­mie­ren, kom­men der­zeit ver­schie­de­ne Soci­al Media Tools zum Ein­satz. Der Anlass könn­te ein ange­neh­me­rer sein, aber anhand die­ses Bei­spiels wird deren Zusam­men­spiel sehr deut­li­ch.

Ana­lo­ges war ein­st bereits bei Tho­mas Pleil bereits im Juni 2007 zu lesen. Damals hab’ ich bereits mit einem Bei­trag dazu geant­wor­tet (Hier ein Überli­ck zum The­ma Web 2.0 in der Kata­stro­phe), um auch die Öster­rei­chi­schen Rotkreuz-Aktivitäten in die­sem Bereich in den Blick­punkt zu rücken. Inzwi­schen wur­den – auch in unse­ren Blogs, wie man so sagt, ande­re Säue durch das Dorf getrie­ben, die Gesamt­stra­te­gie ist aller­dings kon­stant geblie­ben.

So wur­de nach einem Test zu Pakis­tan ein eige­ner Ein­satz­blog gestar­tet, der die jewei­li­gen Aus­lands­ein­sät­ze (zuletzt Hai­ti) in Form von Live-Berichterstattung der Mit­ar­bei­te­rIn­nen vor Ort und der vernt­wort­li­chen Ein­satz­ma­na­ger im Haus abdeckt.

Dem gesam­ten Web2.0-Thema in NPOs wid­met sich auch der Blog Nonprofits-vernetzt von Bri­git­te Rei­ser, bei­spiels­wei­se hier.

Einen Blog möch­te ich hier noch erwäh­nen, weil ich dadurch durch Zufall wie­der auf den ursprüng­li­chen Arti­kel gestos­sen bin: der Blog von Ste­fan Schmatz, einem Feuerwehr-Kameraden aus Mau­tern.

lg

gerald Czech

Geschrieben von Gerald Czech

7. Januar 2009 um 15:58