Redcross Webmaster's Blog

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#4nepal

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In Nepal ver­wüs­te­te ver­gan­ge­nes Wochen­en­de ein Erd­be­ben gro­ße Tei­le des Lan­des. Tau­sen­de Tote, hun­dert­tau­sen­de Betrof­fe­ne. Die gan­ze Welt hält den Atem an. Wie dra­ma­ti­sch die Lage vor Ort ist, berich­te­te uns heu­te unser Disaster-Manager Jür­gen Högl, der in Wien die Hil­fe des Roten Kreu­zes koor­di­niert.

Mehr als Medien konsumieren?

Was kann man nun online und digi­tal machen, um die Awa­ren­ess für eine sol­che Kata­stro­phe zu erhö­hen, den Men­schen, die nicht Stamm­kon­su­men­ten der Haupt­abend­nach­rich­ten sind, die Situa­ti­on der Betrof­fe­nen vor Ort näher brin­gen?

Gemein­sam mit unse­rem Part­ner den Socia­lis­ten haben wir über­legt, was es braucht, um mehr zu pro­du­zie­ren, als blo­ßes Rau­schen. Nicht die sieb­zehn­te Stim­me im Chor der „Hilfe-Rufenden“ zu sein, son­dern jedem die Mög­lich­keit zu geben, sich aktiv an soli­da­ri­schen Aktio­nen für die Betrof­fe­nen in Nepal zu enga­gie­ren.

Ein Aufruf zur Menschlichkeit.

4nepalUnse­re Idee war nun, den sozi­al­me­dia­len Dis­kurs selbst zum The­ma zu machen und auf einer Sei­te zu kana­li­sie­ren. Alle Pos­tings mit dem has­tag #4nepal wer­den gescannt und auf einer ein­zi­gen Sei­te zusam­men­ge­fasst: www​.4ne​pal​.at (oder eng­lisch­spra­chig: www​.4ne​pal​.info). Das soll einer­seits die Mög­lich­keit geben, sei­ne eige­ne Inter­ak­ti­on im Kon­text von ande­ren Mane­schen zu sehen und ande­rer­seits wei­te­re Per­so­nen dazu ein­la­den, sich selbst zu enga­ge­ie­ren.

Online-Volunteering at it’s best

Am Nach­mit­tag hat uns dann noch Jakob Kal­ten­bru­mer, ein Frei­wil­li­ger aus dem Roten Kreuz in Ober­ös­ter­reich unter­stützt und in 20 Minu­ten einen schö­nen HTML-Frame für die Sei­te gebaut, vie­len Dank!

Poste auch Du und lade weitere zur aktiven Solidarität ein!

kalyanKALYAN (ist Nepalesisch und bedeutet Wohlergehen)

Nach dem dra­ma­ti­schen Erd­be­ben, das in der Hima­la­yare­gi­on enor­me Schä­den ver­ur­sacht hat ist das mensch­li­che Leid in Nepal enorm. Wir wol­len allen die Mög­lich­keit geben, ihr Mit­ge­fühl auch digi­tal aus­zu­drü­cken – online dazu bei­tra­gen, dass es den Betrof­fe­nen nach dem Erd­be­ben bes­ser geht. Natür­li­ch ist mate­ri­el­le Hil­fe im Moment das Wich­tigs­te, das berich­ten auch unse­re Mit­ar­bei­ter vor Ort. Doch neben dem Spen­den ist auch die mensch­li­che Nähe wich­tig.

Pos­te Dei­ne Wün­sche für Betrof­fe­ne des Erd­be­bens in Nepal. Zei­ge Dei­ne Unter­stüt­zung durch ein Pos­ting, einen Spruch, ein Sel­fie oder tag­ge eine Akti­on mit der Du den Betrof­fe­nen hilfst mit dem Hash­tag #4nepal. Und lade Dei­ne Freun­de ein, Dei­ne Geschäfts­par­ter, Dein Netz­werk.

Etwas Gutes tun heißt zu zei­gen, dass einem die Situa­ti­on und vor allem die Men­schen vor Ort nicht kalt las­sen! Also zeig Dein Com­mit­ment mit #4nepal

Alle Pos­tings von Face­book, Twit­ter und Ins­ta­gram fin­dest Du auf www​.4ne​pal​.at.

Damit wir gemein­sam Auf­merk­sam­keit für die betrof­fe­nen Fami­li­en und Kin­der schaf­fen kön­nen brau­chen wir Dei­ne Hil­fe!

Geschrieben von Gerald Czech

28. April 2015 um 11:55

Neue Kanäle in der Katastrophe?

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Web und Soci­al Media in der inte­grier­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on des Roten Kreu­zes

Die Kata­stro­phe in Hai­ti am 12. Jän­ner 2010 und vor allem das Schick­sal der ins­ge­samt über 2 Mil­lio­nen Betrof­fe­nen Men­schen hat welt­weit vie­le bewegt. Nicht zuletzt auf­grund der dra­ma­ti­schen Situa­ti­on vor Ort haben inter­na­tio­nal die meis­ten Medi­en Hai­ti Tage- manch­mal Wochen­lang zum Haupt­the­ma ihrer Bericht­erstat­tung gemacht.

Bereits vor eini­gen Jah­ren habe ich mich mit den Mög­lich­kei­ten von Soci­al Web in der Kata­stro­phe in einem Blog­post (Dis­as­ter 2.0) eher theo­re­ti­sch beschäf­tigt. Nun konn­ten wir all die­se Tools auch live ein­set­zen. Hier der ers­te Bericht dazu.

Lange in Haiti

Das Rote Kreuz ist seit vie­len Jah­ren in Hai­ti. Schon lan­ge vor die­ser Kata­stro­phe wur­den in Port-au-Prince bei­spiels­wei­se von Öster­rei­chi­schen Tech­ni­kern Funk­netz­wer­ke gewar­tet und errich­tet. Das ist der Grund, war­um die Rotkreuz-Helfer vor Ort bereits auf ein bestehen­des Netz­werk an Kon­tak­ten zurück­grei­fen konn­ten.

Doch Haupt­in­halt die­ses Pos­ting soll­te die Kom­mu­ni­ka­ti­on nach innen und aus­sen sein, deren inte­grier­ter Ansatz, der anhand der Erd­be­ben­ka­ta­stro­phe in Hai­ti erst­mals in die­ser Wei­se umge­setzt wur­de. Die ope­ra­ti­ve Arbeit in Öster­reich und natür­li­ch auch vor Ort sind in jedem Fall wesent­li­che Basics, denn ohne die effi­zi­en­te und wirk­sa­me Hil­fe von Män­nern und Frau­en des Roten Kreu­zes vor Ort macht die bes­te Kom­mu­ni­ka­ti­on zum The­ma gar kei­nen Sinn.

Der Alarm.

Unse­re ope­ra­ti­ven Kata­stro­phen­ma­na­ger wur­den kurz nach Mit­ter­nacht vom Erd­be­ben infor­miert, ers­te Infos ergin­gen daher auch an die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­ar­bei­ter per eMail noch lan­ge vor ihrem Ein­tref­fen im Office. Via Twit­ter waren ers­te Ein­satz­mel­dun­gen des Ame­ri­ka­ni­schen Roten Kreu­zes (als CNN RT) auch schon sehr früh ver­füg­bar. Daher war rasch klar, dass sich hier eine gro­ße Kata­stro­phe anbahnt. Unser ers­ter Tweet zum The­ma Hai­ti als @roteskreuzat folg­te in der Früh des 13. Jän­ners:

RT @Red­Cross­PDX: RT @White­Hou­se Text „HAITI“ to 90999 to dona­te $10 to @Red­Cross reli­ef efforts in #Hai­ti. Learn more: http://​bit​.ly/​6​K​i​RtE

Im Lau­fe des Tages war rasch klar, dass auch Öster­rei­chi­sche Hil­fe vor Ort not­wen­dig wer­den wird. Alle Schnel­l­ein­satz­grup­pen wur­den auf stand­by alar­miert. Hin­sicht­li­ch des Fund­rai­sings wur­de im Online­spen­den das Kenn­wort „Erd­be­ben in Hai­ti“ akti­viert, eine kurz davor ein­ge­führ­te SMS-Spenden-Nummer wur­de eben­falls für Hai­ti akti­viert.

Erster Tag, erste Presseinfo, Setup der Kommunikationsinfrastruktur

Zeit­gleich mit dem Online­stel­len der ers­ten Pres­se­info „Schwe­res Erd­be­ben in Hai­ti“ wur­de online eine eige­ne Kno­ten­sei­te ein­ge­rich­tet, deren leicht zu mer­ken­de URL www​.rotes​kreuz​.at/​H​a​iti lau­te­te. Dort wur­den sämt­li­che Infor­ma­tio­nen zum The­ma zusam­men­ge­fasst, spä­ter konn­te auch ein RSS-Feed dazu erstellt wer­den. Noch im Lau­fe des 13. Jän­ners waren via Alertnet/Reuters ers­te Fotos aus Hai­ti ver­füg­bar, die online gin­gen. Auch die Infor­ma­tio­nen zur Spen­den­mög­lich­keit via SMS wur­den erstellt und online gestellt. Auf Face­book wur­de eine ers­te Cau­se „Hil­fe für Hai­ti“ gestar­tet, um auch die­ses Medi­um als Informations- und Fundraising-Kanal zu instru­men­ta­li­sie­ren. Infor­ma­tio­nen gab es zunächst aller­dings über mei­nen per­sön­li­chen User, weil noch kei­ne Fan­page exis­tiert hat.

Informationen, going social

Durch die Rotkreuz-Mitarbeiter, die bereits in Port-au-Prince waren, konn­te auch die ope­ra­ti­ve Hil­fe vor Ort rasch star­ten, bereits am ers­ten Tag gin­gen über das Rotkreuz-Netzwerk bereits ver­trau­ens­wür­di­ge Infor­ma­tio­nen aus Hai­ti ein. Die­se wur­den zunächst im Rotkreuz-Portal online gestellt und in wei­te­rer Fol­ge auch via Twit­ter publi­ziert.

#hil­fe nach dem #erd­be­ben in #Hai­ti: ROtes Kreuz im Ein­satz #Spen­den auf https://spende.roteskreuz.at?code=SERHAI #spen­den­auf­ruf #rotes­kreuz

Lau­fen­der inter­ner Kon­takt mit den Kol­le­gIn­nen der Pres­se­ab­tei­lung und dem ope­ra­ti­ven Katastrophen-Einsatzmanagement ver­hin­der­ten eine „Ent­kop­pe­lung“ der Soci­al Media-Aktivitäten. Twit­ter war auch ein inter­es­san­ter Kanal für die Nach­rich­ten aus dem Kata­stro­phen­ge­biet, @Federation der Account der inter­na­tio­na­len Föde­ra­ti­on der Rotkreuz- und Rothalb­mond­ge­sell­schaf­ten war hier genauso wert­voll, wie ver­schie­de­ne Lis­ten der Fede­ra­ti­on, die Rotkreuz-Twitteraccounts zusam­men­fas­sen, oder sol­che der UNO.

Zur Ver­brei­tung der Rotkreuz-Hilfe im Web, bei befreun­de­ten Unter­neh­men, Orga­ni­sa­tio­nen und bei inter­es­sier­ten wur­den auch Flash-Banner erstellt und Online ange­bo­ten. Die­se wer­den inzwi­schen durch­aus breit geschal­tet. Auch Google-Adwords wur­den bald dazu ver­wen­det, Use­rIn­nen auf das Rote Kreuz in die­sem Kon­text auf­merk­sam zu machen. Über eini­ge Hür­den in die­sem Kon­text berich­te ich im Blog­post „Hil­fe für Hai­ti oder Fight­in’ goo­gle­Ad­words

Österreichische Experten werden entsendet

Die Pha­se zwei in der Kom­mu­ni­ka­ti­on hat begon­nen, nach­dem unse­re Aus­rich­tung von „Sup­port“ des Ein­sat­zes geän­dert wur­de: Bald wur­de auch klar, dass rela­tiv bald ers­te Öster­rei­chi­sche Exper­tin­nen und Exper­ten in Rich­tung Hai­ti fah­ren wer­den. Die inter­na­tio­na­le Koor­di­na­ti­on und die not­wen­di­ge Logis­tik erlaub­ten es bereits am 15. Jän­ner ein ers­tes zwei­köp­fi­ges Team von Wien aus zu ent­sen­den, ein drit­ter Exper­te flog nach Genf, von wo aus er mit Such­dienst­ex­per­tIn­nen nach Port-au-Prince flog. Die Öster­rei­chi­sche Akti­on Nach­bar in Not star­te­te eben­falls am 14. Jän­ner mit brei­ter Cover­a­ge im Öster­rei­chi­schen Fern­se­hen und Radio.

Für den Abflug der Exper­tin­nen aus Wien wur­den auch Jour­na­lis­tIn­nen zum Flug­ha­fen ein­ge­la­den. Auf­grund der Tat­sa­che, dass dies die ers­ten Öster­rei­che­rIn­nen auf dem Weg nach Hai­ti waren, wur­de die Hil­fe auch von einer brei­ten Medi­en­co­ver­a­ge (bsp.: Kro­ne Titel­fo­to, APA) beglei­tet.

Bis zum Ein­tref­fen der Hel­fer in Hai­ti wur­den Lageu­p­dates, Fotos und Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen (auch in unse­rem Ein­satz­blog) zur Ver­fü­gung gestellt.

Facebook als eigener Kanal

Auf­grund der zahl­rei­chen Infor­ma­tio­nen, die via Face­book ver­brei­tet wur­den, haben wir uns kurz­fris­tig ent­schlos­sen, eine Facebook-Fanpage zu star­ten, um als „Öster­rei­chi­sches Rotes Kreuz“ auf­tre­ten zu kön­nen (Eige­ner Blog­post „Erfolgs­sto­ry Face­book Page“). Das war ein wei­te­rer wich­ti­ger Bau­stein in der Rotkreuz-Kommunikation.

Fotojournalismus

Die Föde­ra­ti­on hat sein lan­ger Zeit einen Flickr-Account, über den immer wie­der Bil­der kom­mu­ni­ziert wur­den. Die Kata­stro­phe in Hai­ti mach­te es bald not­wen­dig, die­se Quel­le auch brei­ter zu nut­zen, so wur­de von dort rasch eine Sli­de­show erstellt, die immer auto­ma­ti­sch upge­da­ted wird, um Rotkreuz-Fotos auch welt­weit in Blogs ein­bau­en zu kön­nen. Timo Lue­ge berich­tet von unglaub­li­chen 1 Mil­lio­nen Views der Flickr-Bilder am 14. Jän­ner 2009.

Our Flickr set about the Hai­ti Ear­t­h­qua­ke gene­ra­ted over 1 mil­lion page views wit­hin 24 hours on Janu­a­ry 14th. It was high­ligh­ted by Yahoo! (which cont­ri­but­ed the majo­ri­ty of impres­si­ons) but other media paid atten­ti­on as well. In the first few days, BBC Online men­tio­ned it on their live blog every time, we uploa­ded new images. We also got a sub­stan­ti­al num­ber of requests from media who wan­ted high-resolution ver­si­ons of our Flickr pho­tos.

Die­se Sli­de­show konn­ten wir auch rasch in unse­ren Webauf­tritt inte­grie­ren. Die her­vor­ra­gen­den Foto­gra­fen, die für das Rote Kreuz vor Ort waren, konn­ten uns damit von den ers­ten Tagen an täg­li­ch neue Bil­der zur Ver­fü­gung stel­len, was ein Plus für jeg­li­ches Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­di­um dar­stellt.

Inter­es­sant ist Timos State­ment zum Effekt des Flickr-Engagements:

As far as ROI is con­cer­ned I should men­ti­on that most visi­tors stay­ed wit­hin that set and did not cli­ck on other pho­tos or through to our site. So whi­le this was very suc­cess­ful to gene­ra­te awa­ren­ess, it did not gene­ra­te sub­stan­ti­al funds for us. Howe­ver, sin­ce Flickr’s com­mu­ni­ty gui­de­li­nes for­bid active­ly asking for dona­ti­ons, the­re was no call to action under the­se pic­tures eit­her – merely “Find out more at http://​www​.ifrc​.org/​h​a​i​ti/ ”.

Akustische Informationen: Podcasts und Clips

Die nächs­te Pha­se war die Pro­duk­ti­on digi­ta­ler Audio­clips und Pod­casts. Zunächst klas­si­sch via Recor­der oder durch den Mit­schnitt von Tele­fon­in­ter­views, was unse­re VoIP-Telefonanlage zum Glück in brauch­ba­rer Qua­li­tät erlaubt. Der ers­te Ver­su­ch in die­sem Zusam­men­hang war die Bei­stel­lung von Audio­da­ten zu einem redak­tio­nel­len Text über die Seu­chen­prä­ven­ti­on nach Kata­stro­phen.

Die Ver­wen­dung die­ser Audio­clips von ver­schie­de­nen loka­len Radio­sen­dern zur Bericht­erstat­tung führ­ten dazu, dass wir uns inten­si­ver mit den Mög­lich­kei­ten der digi­ta­len Audio­clips beschäf­tig­ten. Eine vir­tu­el­le Neben­stel­le wur­de zum digi­ta­len Anruf­be­ant­wor­ter. Dadurch konn­ten unse­re Dele­gier­ten zu jeder Tages- und Nacht­zeit ihre State­ments bei uns depo­nie­ren. Die Files gin­gen auto­ma­ti­sch per Mail an die Pres­se­ab­tei­lung und an den Web­mas­ter. Damit konn­ten wir eine wei­te­re Kom­mu­ni­ka­ti­ons­struk­tur auf­bau­en – neue Audio­clips waren so oft­mals in 30 Minu­ten nach dem Gespräch online.

Die­se Clips dien­ten einer­seits den Radio­sen­dern als „Fut­ter“ für ihre News und Flä­chen­bei­trä­ge, ande­rer­seits lie­fer­ten sie Zitier­ba­res für unse­re regio­na­len Pres­se­ver­ant­wort­li­chen und Jour­na­lis­tIn­nen. Nicht zuletzt erlaub­ten die­se Sound­clips auch den Use­rin­nen im Web eine authen­ti­sche Mög­lich­keit, sich von der Hil­fe des Roten Kreu­zes vor Ort aus ers­ter Hand zu infor­mie­ren.

Inzwi­schen ver­su­chen wir alle paar Tage neue Clips online zu stel­len und mög­lichst vie­le unse­rer Exper­tIn­nen aus Hai­ti zu Wort kom­men zu las­sen. Zwi­schen­durch wer­den immer wie­der Pod­casts ( Bei­spiels­wei­se hier, oder hier) pro­du­ziert, um die­se State­ments auch im redak­tio­nel­len Umfeld in Geschich­ten ein­zu­bet­ten.

Videos

Auch Videos aus Hai­ti waren bald ver­füg­bar. Zusätz­li­ch setz­ten wir auch eige­ne Kame­ra­leu­te ein, bei­spiels­wei­se um die Ver­la­dung der Öster­rei­chi­schen Hilfs­gü­ter zu doku­men­tie­ren. Hier wur­den dann die Video­pod­casts ent­we­der 1:1 wei­ter­pu­bli­ziert oder es wur­den eige­ne Video­pod­casts pro­du­ziert, wie die­ser zur Öster­rei­chi­schen Hil­fe vor Ort. Publi­ka­ti­ons­ort war zudem zusätz­li­ch immer auch Youtube, wo das Öster­rei­chi­sche Rote Kreuz seit eini­ger Zeit einen Chan­nel betreibt. Doch die gerin­ge Zahl der Views zeigt auch deut­li­ch, dass der Pro­duk­ti­ons­auf­wand eines Video­pod­casts für die weni­gen Nut­zer dann zu hoch ist, wenn man ihn bei­spiels­wei­se mit dem Auf­wand von Pod­casts oder Foto­ga­le­ri­en ver­gleicht.

Google-Maps

Die Bereit­stel­lung von tagak­tu­el­len KML-Files von Sei­ten der Föde­ra­ti­on hat uns dazu gebracht, eine Google-Map zum Rotkreuz-Einsatz in Hai­ti zu pro­du­zie­ren, um die geo­da­ten eben­falls als Infor­ma­ti­ons­ka­nal zu nut­zen. Zudem bringt die Über­sichts­kar­te zur Rotkreuz-Hilfe in Hai­ti den Nut­ze­rin­nen und Nut­zern auch einen geo­gra­fi­schen Über­bli­ck über die kom­ple­xe Kata­stro­phen­sze­ne­rie auf Hai­ti. Die­se Kar­te wur­de von Sei­ten der Föde­ra­ti­on wie­der­um an alle ande­ren natio­na­len Gesell­schaf­ten zurück­ge­lie­fert, so dass wir nun­mehr gemein­sam mit dem Deut­schen Roten Kreuz die­se Map betreu­en.

Crowdsourcing

In den ver­gan­ge­nen Stun­den wur­de zudem ver­sucht, das gro­ße Inter­es­se an der Facebook-Gruppe des Öster­rei­chi­schen Roten Kreu­zes dahin­ge­hend zu nüt­zen, indem wir Use­rIn­nen auf­ge­for­dert haben, uns durch Über­set­zung von eng­lisch­spra­chi­gen Arti­keln ins Deut­sche zu unter­stüt­zen. Das hat her­vor­ra­gend geklappt. Fünf Tex­te konn­ten so inner­halb von drei Stun­den über­setzt wer­den.

A Mac on Mission?

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In einem span­nen­den Bei­trag live aus dem Sudan berich­tet unser Rotkreuz-Delegierter Wer­ner Lech­ner, war­um er auf sei­nen Mis­sio­nen immer einen Mac mit­nimmt.

Am liebs­ten arbei­te ich aber mit Mac OS X. Und natür­li­ch auch mit Ubun­tu. In die­sem Arti­kel geht es dar­um war­um der Mac im Ein­satz die bes­se­re Wahl ist und war­um ich seit 2005 immer mein pri­va­tes Power­book 12? mit­neh­me. Eins habe ich schon zu Tode repa­riert und mir ein gebrauch­tes besorgt….

Das Schreibt Wer­ner zu Beginn sein­ses Arti­kels.

Was nehmt Ihr mit, wenn Ihr in den Einstz geht?

Geschrieben von Gerald Czech

7. Januar 2010 um 17:57

Website-Bereich zum Erdbeben in Italien

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Um alle ver­schie­de­nen News, Pod­casts und Fotos zum Hilfs­ein­satz der ita­lie­ni­schen Kol­le­gen auf einer Sei­te zusam­men­zu­fas­sen, haben wir eine eige­ne Über­sichst­sei­te unter der leicht merk­ba­ren URL http://​www​.rotes​kreuz​.at/​e​r​d​b​e​ben geschaf­fen.

Die letz­ten Infos sind neue Bil­der aus Ita­li­en, die die Hil­fe unse­rer Kol­le­gen vor Ort zei­gen.

Wir rufen auch zu Spen­den auf. Der Link zur online-Spende: https://​spen​de​.rotes​kreuz​.at/​?​c​o​d​e​=​S​E​R​DIT

Geschrieben von Gerald Czech

10. April 2009 um 09:59

Web 2.0 und die USA

2 Kommentare

Das Kulturmanagement-Blog berich­tet (einen Ame­ri­ka­ni­schen Arti­kel über­set­zend) über das Ame­ri­ka­ni­sche Rote Kreuz:

Das Rote Kreuz in den USA enga­giert sich der­zeit in eini­gen ame­ri­ka­ni­schen Bun­des­staa­ten, die von Hoch­was­ser betrof­fen sind. Um die Öffent­lich­keit und die Betrof­fe­nen (so das mög­li­ch ist) über die Maß­nah­men des Roten Kreuz zu infor­mie­ren, kom­men der­zeit ver­schie­de­ne Soci­al Media Tools zum Ein­satz. Der Anlass könn­te ein ange­neh­me­rer sein, aber anhand die­ses Bei­spiels wird deren Zusam­men­spiel sehr deut­li­ch.

Ana­lo­ges war ein­st bereits bei Tho­mas Pleil bereits im Juni 2007 zu lesen. Damals hab’ ich bereits mit einem Bei­trag dazu geant­wor­tet (Hier ein Überli­ck zum The­ma Web 2.0 in der Kata­stro­phe), um auch die Öster­rei­chi­schen Rotkreuz-Aktivitäten in die­sem Bereich in den Blick­punkt zu rücken. Inzwi­schen wur­den – auch in unse­ren Blogs, wie man so sagt, ande­re Säue durch das Dorf getrie­ben, die Gesamt­stra­te­gie ist aller­dings kon­stant geblie­ben.

So wur­de nach einem Test zu Pakis­tan ein eige­ner Ein­satz­blog gestar­tet, der die jewei­li­gen Aus­lands­ein­sät­ze (zuletzt Hai­ti) in Form von Live-Berichterstattung der Mit­ar­bei­te­rIn­nen vor Ort und der vernt­wort­li­chen Ein­satz­ma­na­ger im Haus abdeckt.

Dem gesam­ten Web2.0-Thema in NPOs wid­met sich auch der Blog Nonprofits-vernetzt von Bri­git­te Rei­ser, bei­spiels­wei­se hier.

Einen Blog möch­te ich hier noch erwäh­nen, weil ich dadurch durch Zufall wie­der auf den ursprüng­li­chen Arti­kel gestos­sen bin: der Blog von Ste­fan Schmatz, einem Feuerwehr-Kameraden aus Mau­tern.

lg

gerald Czech

Geschrieben von Gerald Czech

7. Januar 2009 um 15:58

MP3 vom Amerikanischen Roten Kreuz

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Bei meiner Blog-Recherche zum Roten Kreuz bin ich auch auf den Katastrophenblog (http://redcross.wordpress.com) des Amerikanischen Roten Kreuzes gestossen.

Dort findet sich unter "Support for Radio stations" auch ein Beispiel-Soundsnip von Ike Pigott, dem Director of Communications and Government Relations in southern US. Das Amerikanische Rote Kreuz bietet JournalistInnen in Katastrophen an, mp3-Files zur Verfügung zu stellen.

Alles in Allem eine gute Idee, die auch in Österreich schon hervorragend funktioniert hat. Denn der Rotkreuz-Podcast hat ja ursprünglich noch begonnen, als ich primär für die Medienarbeit zuständig war und den Radiostationen OTs zur Verfügung stellen wollte.

Zum Beispiel hier:

Eine Diplomarbeit über Audio PR ( Wirobski, Alexandra (2006):Audio-PR : Nutzen und Verwertbarkeit eines PR-Tools, Diplomarbeit Uni Wien) hat auch diese Kommunikationsform beleuchtet. Dazu wurden unter anderem RadiojournalistInnen und PR-Seniors befragt. Essentiell, so die Autorin, ist bei den Audioclippings immer die Glaubwürdigkeit des Absenders, die beim Roten Kreuz zum Glück sehr hoch ist. Entspechend sorgfältig muß man daher auch in der Produktion dieser Sountpieces sein, damit sie nicht zum Marketing-Tool verkommen.

Geschrieben von Gerald Czech

23. Juli 2007 um 19:31