Hoffnungsschimmer im Sudan

Tabanya, Sudan. Bei einem Handpumpen-Training lernen Frauen und Männer aus Tabanya und den umliegenden Dörfern wie sie ihre Brunnen funktionstüchtig halten und damit sauberes Trinkwasser und die Bewässerung ihrer Gemüsefelder sichern.
Tabanya liegt in Südkordofan und trägt schwer an den Folgen der konfliktreichen Vergangenheit im Sudan. Quer durch die Region verlief die Konfliktlinie, an der seit 1986 Regierungstruppen und Rebellen aufeinander trafen. Nach dem Waffenstillstand im Jahr 2002 begann die Zivilbevölkerung wieder in die Gegend zurück zu kehren. Die Ressourcen, um für alle eine Lebensgrundlage zu schaffen, sind spärlich.
Das Österreichische Rote Kreuz betreibt mit Unterstützung der EU quasi Starthilfe für die Region: Integrierte ländliche Entwicklung soll für 15.000 Menschen nachhaltig Ernährungsgrundlagen schaffen.
Wasser ist ein Schlüssel dafür. Brunnen für sauberes Trinkwasser und Bewässerungssysteme müssen nicht nur gebaut werden, sondern auch funktionstüchtig bleiben. Die Verantwortung dafür liegt in den Dorfgemeinschaften. Während des Trainings wurden fünf kaputte Brunnen in den Dörfern Asolo, Tagoli, Tamadingo, Tabanya und Lado wieder instand gesetzt.
Foto: Monique Boeshart