Fotokolumne des Rotkreuz-Magazins

Ein weiterer toller Blog.roteskreuz.at Blog

Nur die Angst im Gepäck

Keine Kommentare

September 2012 – Die Gewalt in Syrien vertreibt tausende Menschen aus ihrer Heimat. Sie fliehen in die Nachbarländer Jordanien und in den Libanon. Viele kommen ohne Gepäck – sie bringen nichts als ihre Sorgen und die Angst vor der Zukunft. Das UNO-Flüchtlingshilfswerk hat bis jetzt 208.000 Flüchtlinge registriert, etwa die Hälfte davon sind Kinder. Die Familien werden von den Freiwilligen der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften an der Grenze in Empfang genommen.  Rotkreuz-Delegierte Andrea Reisinger berichtet im Einsatzblog über die großartige Hilfsbereitschaft der Rotkreuz-Freiwilligen.

Im Libanon und in Jordanien haben die Rotkreuz-Teams wohl schon hunderten Menschen das Leben gerettet, weil sie zur Stelle waren und verletzte und verwundete Flüchtlinge in Spitäler gebracht haben. Schule wurde zu Unterkünften für syrische Familien umfunktioniert, die Ankömmlinge mit dem Notwendigsten versorgt. Mehr über die Hilfe in der Region Wadi Khaled erfahren Sie hier.

Geschrieben von Gabriela Hartig

25. September 2012 um 10:48

Abgelegt in Allgemein

Weltflüchtlingstag: Mach den Unterschied!

7 Kommentare

Es ist so einfach, wie es sich anhört: Such Dir einen „Simple Act“  aus der Liste aus und berichte in diesem Blog über Deine Erfahrungen! 

SIMPLE ACTS 

  • Koch ein Gericht aus einem anderen Land
  • Erzähl einem Kind eine Geschichte aus einem anderen Land
  • Sieh Dir einen Film über Flüchtlinge an
  • Mach ein Ratespiel über Flüchtlinge
  • Lies ein Buch über Flüchtlinge
  • Unterschreib Deine E-Mails mit einer Notiz über Flüchtlinge
  • Finde fünf Fakten über Flüchtlinge
  • Finde heraus wo Deine Familie ihre Wurzeln hat
  • Besuche eine Veranstaltung zum Weltflüchtlingstag
  • Lerne ein paar Worte und Sätze in einer neuen Sprache
  • Lade einen Flüchtling zum Kaffee ein
  • Höre einem Straßenmusikanten aus einem anderen Land zu
  • Sing ein Lied in einer anderen Sprache
  • Mach mit bei einer Kampagne für Flüchtlinge
  • Verschenke ein Buch über Flüchtlinge
  • Definiere das Wort Flüchtling
  • Mach ein Foto von Dir und Deinem Pro-Flüchtlinge-Transparent
  • Spiel eine Partie Fußball mit Flüchtlingen
  • Kauf eine Straßenzeitung von einem Flüchtling
  • Sprich eine Mutter oder einen Vater aus einem anderen Land auf dem Spielplatz an
  • Spende eine Topfpflanze oder Kleidung an ein Flüchtlingsheim
  • Mach einen Flohmarkt mit Flüchtlingen
  • Woher kommt Dein Lieblingssportler?
  • Woher kommt Dein Lieblingsmusiker?
  • Wovor würdest Du flüchten? 

Wir möchten alle einladen, mit zumindest einem Simple Act einen kleinen Unterschied zu machen.  Die persönliche Begegnung zwischen Flüchtlingen und in Österreich geborenen Menschen wird etwas verändern: Wie und was genau, würden wir gerne hier im Blog mitverfolgen.

Mehr über die Genfer Flüchtlingskonvention (GFK), die 2011 60 Jahre alt ist und den Weltflüchtlingstag am 20. Juni findet Ihr beim Roten Kreuz.

Geschrieben von Gabriela Hartig

15. Juni 2011 um 13:42

Abgelegt in Allgemein

Haiti: Der Tag als das Beben kam

Keine Kommentare

Diese Schultafel notiert als stiller Zeitzeuge den Tag der Katastrophe: Am 12. Jänner 2010 zerstörte ein Erdbeben Haiti. Die Städte Leogane und Miragoane liegen südwestlich von der Hauptstadt Port-au-Prince und sehr nahe am Epizentrum des Erdbebens. Rund 80 Prozent der beiden Städte wurden durch das Beben zerstört. Das Österreichische Rote Kreuz leistet dort Wiederaufbau anhand eines umfassenden Ansatzes.

Unterkünfte, Wasserversorgung, Sanitäreinrichtungen, Schulen, Kindergärten, Gesundheitszentren, Gemeinschaftsgebäude entstehen im Rahmen dieses Programms. Auch die Lebensgrundlage der Bewohner soll mit Handwerker-Trainings und Kursen gesichert werden.

Als Pilotprojekt wurde mit Bauarbeiten im Dorf L’Acul begonnen, welches ca. 15 Minuten westlich von Leogane liegt und vom Erdbeben zur Gänze zerstört wurde. Dort werden in den nächsten Wochen  1.000 Familien mit temporären Unterkünften ausgestattet. Nach dem laufenden Bau der Modellunterkünfte werden auch Bewohner ausgebildet, damit sie die Unterkünfte selber bauen können. Jene Menschen im Dorf, die wenig Selbsthilfe-Kapazität haben (z.B. alleinstehende Mütter, alte oder behinderte Menschen), werden von den ausgebildeten Teams unterstützt.

Nothilfe läuft weiter

Über drei Monate nach dem Beben steigt der Hilfsbedarf weiter. Entgegen ersten, geringeren Schätzungen leben inzwischen über zwei Millionen Menschen in provisorischen Camps und sind von der Versorgung mit Hilfsgütern und Lebensmitteln abhängig. 

Obwohl die Hilfsorganisationen Enormes leisten, braucht das zerstörte Land wohl noch über Monate Nothilfe. Der Einsatz der österreichischen Wasser- und Hygienespezialisten wurde von vier auf sechs Monate verlängert. 

Die Wasserexperten des Österreichischen Roten Kreuzes haben in Leogane bisher 345 Latrinen errichtet, sie  betreuen 50 Camps mit 53.700 Menschen und haben 147 Hygienetrainings durchgeführt und 189 freiwillige Hygienepromotoren ausgebildet. 

Seit dem Beben waren 33 Delegierte des ÖRK im Haiti-Einsatz. 114 Tonnen Hilfsmaterial wurden vom ÖRK nach Haiti geliefert. Der Gesamtwert der ÖRK Nothilfe in Haiti beträgt bisher 2,1 Mio. Euro.

Einige Kennzahlen der Rotkreuz-Hilfe in Haiti:  

  •  7.411 Tonnen Hilfsmaterial wurden vom Roten Kreuz bereits ins Land gebracht (104 Flüge und 244 Schliffscontainer)
  • 400.000 Personen (80.000 Familien) haben vom Roten Kreuz Material für Notunterkünfte erhalten (Zelte, Plastikplanen, Werkzeugsets, Seile)
  • 95.000 Patienten wurden bisher medizinisch versorgt, 1.000-2.000 Personen suchen pro Tag die Gesundheitseinrichtungen des Roten Kreuzes auf
  • Täglich werden 1,8 Mio. Liter Trinkwasser produziert und an Wasserentnahmestellen in 118 Camps an rund 314.000 Menschen verteilt
  • Über 90 Mio. Liter Wasser  wurden bisher vom Roten Kreuz aufbereitet

Alles über die Rotkreuz-Hilfe für Haiti

Geschrieben von Gabriela Hartig

27. April 2010 um 13:38

Abgelegt in Allgemein

Hoffnungsschimmer im Sudan

Keine Kommentare

 

 

sudan_monique

Tabanya, Sudan. Bei einem Handpumpen-Training lernen Frauen und Männer aus Tabanya und den umliegenden Dörfern wie sie ihre Brunnen funktionstüchtig halten und damit sauberes Trinkwasser und die Bewässerung ihrer Gemüsefelder sichern. 

Tabanya liegt in Südkordofan und trägt schwer an den Folgen der konfliktreichen Vergangenheit im Sudan. Quer durch die Region verlief die Konfliktlinie, an der seit 1986 Regierungstruppen und Rebellen aufeinander trafen. Nach dem Waffenstillstand im Jahr 2002 begann die Zivilbevölkerung wieder in die Gegend zurück zu kehren. Die Ressourcen, um für alle eine Lebensgrundlage zu schaffen, sind spärlich. 

Das Österreichische Rote Kreuz betreibt mit Unterstützung der EU quasi Starthilfe für die Region: Integrierte ländliche Entwicklung soll für 15.000 Menschen  nachhaltig Ernährungsgrundlagen schaffen.

 Wasser ist ein Schlüssel dafür. Brunnen für sauberes Trinkwasser und Bewässerungssysteme müssen nicht nur gebaut werden, sondern auch funktionstüchtig bleiben. Die Verantwortung dafür liegt in den Dorfgemeinschaften. Während des Trainings wurden fünf kaputte Brunnen in den Dörfern Asolo, Tagoli, Tamadingo, Tabanya und Lado wieder instand gesetzt. 

Mehr über das Projekt

Foto: Monique Boeshart

Geschrieben von Gabriela Hartig

28. Oktober 2009 um 10:56

Abgelegt in Allgemein,EZA