Eine ungewollte Sommerpause

Vor kurzem erreichte uns folgendes Mail von einem CIRS-User.

Hallo,

ich bin ein CIRS-Leser und Berichterstatter der ersten Stunden, nun sind aber schon relativ lange (deutlich länger als die bisherigen Bearbeitungszeiträume) keine neuen Fälle veröffentlicht worden.

Ich selbst habe einige Fälle eingereicht, welche weder veröffentlich, noch als abgelehnt eingetragen worden sind.

Ist das CIRS auf Eis gelegt oder gibt es andere Gründe für diese Pause. Und vor allem wann ist wieder mit einer Veröffentlichung von Fällen zu rechnen?

Die Freude über das E-Mail war sehr groß. Es gibt ja doch User, denen unser CIRS-Rettungsdienst am Herzen liegt und die auch die Fallberichte regelmäßig lesen. Und es stimmt ja auch… Es gab länger keine Veröffentlichungen mehr.

Nicht etwa, weil wir das CIRS schließen wollen! Nein, es gibt nur manche Dinge im Leben, die einfach nicht planbar sind. Dazu gehören auch Katastrophen. Wir wissen, dass sie geschehen, nur halt oft nicht wann. Durch den Hochwassereinsatz des Österreichischen Roten Kreuzes im Juni kam es leider auch zu Verzögerungen im CIRS. Nichts desto trotz geht es nun in alter Frische weiter. Wir arbeiten gerade die liegengebliebenen Fälle auf und versprechen Euch einige interessante Veröffentlichungen in den kommenden Wochen!

Vielen Dank für Eure Geduld,

Euer CIRS-Rettungsdienst Team

CIRS – Fehlermanagement im Rettungsdienst – Rotkreuzler, Ausgabe 3/2012

In der letzten Ausgabe des „ROTKREUZLER“, der Zeitschrift des Burgenländischen Roten Kreuzes, ist ein Artikel zum Thema Fehlermanagement im Rettungsdienst erschienen. Neben einer ausführlichen Beschreibung, warum ein CIRS bzw. Fehlermanagement für mehr Sicherheit im Rettungsdienst sorgt, wurde über aktuelle Zahlen und Möglichkeiten für die Aus- und Weiterbildung berichtet. Zur Abrundung des Artikels wird das System durchaus kritisch betrachtet und erklärt, warum die Veröffentlichung von Fallberichten im Internet noch lange kein Allheilmittel darstellt.

Der ganze Artikel kann hier heruntergeladen werden:

Fehlermanagement im RD Rotkreuzler Ausgabe 3-2012

Happy Birthday CIRS-Rettungsdienst

CIRS-Rettungsdienst feiert seinen 1. Geburtstag!

Im Jänner 2011 wurde das CIRS-Rettungsdiensteingeführt. Innerhalb eines Jahres hat sich das System in einen fixen Bestandteil des Rettungsdienstes gewandelt. Über 100 veröffentlichte Fallberichte, viele Kommentare der Benutzer und durchwegs positives Feedback aus den Reihen der SanitäterInnen sprechen für einen gelungenen Start!

Freie Grafik: Bilderkiste.de

Happy Birthday

Der Untertitel des Blogs fragt unter anderem auch, ob Fehlerkultur fehlt. Nach einem Jahr wage ich zu behaupten, dass wir uns deutlich von einer fehlenden Fehlerkultur abgesetzt haben und Fehlermanagement im Rettungsdienstmittlerweile gerne gesehen wird. Es hat sich sogar als Teil des Rettungsdienstes mit dem System verbunden. Verschmolzen und nicht mehr wegzudenken!

Trotzdem ist der Weg noch weit und ein Ausruhen auf den „Lorbeeren“ ist absolut keine Option. Wir wollen das CIRS-Rettungsdienst nicht zum Einschlafen brignen, sondern es weiter fit halten und ausbauen. Auch für das Jahr 2012 sind einige Aktivitäten geplant. Es sei nur so viel verraten, dass es interessante Vorträge, Workshops und E-Learning Aktivitäten zum System und viele Blog-Artikel geben wird…

Fehlermanagement-Workshop bei LehrsanitäterInnen-Fortbildung

Unter dem Motto „Lehrsanitäter lernen Fehlermanagement um Fehlermanagement zu lehren“, fand ein Workshop im Zuge der LehrsanitäterInnen-Fortbildung im Landesverband Niederösterreich statt. Ein halber Tag stand, neben weiteren interessanten Vorträgen, für das Thema Fehlermanagement und CIRS-Rettungsdienst zur Verfügung. Neben einer theoretsichen Einführung in die Thematik, wurden zwei reale CIRS-Fälle von den teilnehmenden LehrsanitäternInnen bearbeitet.

Die TeilnehmerInnen konnten so einen tieferen Einblick in die Arbeit der CIRS-ExpertInnen gewinnen und lernten die Hintergründe des Systems sowie einige Funktionen besser kennen. Es wurde eine interessante Basis für die zwei Fallberichte erarbeitet und die Fälle werden demnächst als kommentierte Fallberichte im System veröffentlicht.

Es wurden während des Workshops auch viele Fragen der LehrsanitäterInnen beantwortet. Eine wichtige Frage die gestellt wurde – „Ist das System anonym?“ – konnte so ausreichend beantwortet werden und das CIRS erschien sofort transparenter. Die Antwort war natürlich – „Ja, das System arbeitet absolut anonym! Es werden keine Daten oder die IP-Adresse gespeichert und so bleibt der Berichterstatter anonym.“

Der Workshop war eine gelungene Möglichkeit, um LehrsanitäterInnen das CIRS-Rettungsdiesnt näher zu bringen, Möglichkeiten zur Verwendung in der Aus- und Fortbildung zu zeigen und das Vertrauen in das System weiter auszubauen. Vielen Dank auch an die OrganisatorInnen!

Anfragen zu Workshops oder Casus-Seminaren können jederzeit an cirs@roteskreuz.at gerichtet werden! Wir gestalten gerne ein passendes Paket für Sie und Ihre Dienststelle!

Gelebtes Beschwerdemanagement

Wissen Sie was gelebtes Beschwerdemanagement ist? Ganz einfach! Sie geben ihre Beschwerde in Österreich auf und diese wird in Deutschland beim richtigen Adressaten zugestellt. Sie fragen sich nun sicher, was damit gemeint ist…

Öffnen Sie google.at und geben in die Suchanfrage „Rotes Kreuz Beschwerden“ ein und klicken auf den „Auf gut Glück“ – Button. Sie landen genau auf der Webseite des Österreichischen Roten Kreuzes und direkt im Online-Eingabe-Formular für Beschwerden des CIRS-Rettungsdienst. Das funktioniert übrigens auch auf google.de!

So dürfte es wohl auch einem verärgerten Blutspender in Deutschland gegangen sein. Er wollte sich scheinbar online beschweren und ist im Beschwerdeformular des CIRS-Rettungsdienst gelandet. Ausgefüllt und abgeschickt ist die Beschwerde beim CIRS-Rettungsdienst Team gelandet und wurde – nach Recherche des richtigen Adressaten in Deutschland – weitergeleitet. Gelebtes Beschwerdemanagement ohne Grenzen…

Wir wollen mit unserem Online-Beschwerde-Formular Critical Incidents von Beschwerden trennen, um beiden Anspruchsgruppen – Patienten/Kunden und Personal im Rettungsdienst –  den bestmöglichen Service zu bieten! Beschwerdemanagement und Fehlermanagement sind beides Teile der Qualitätssicherung, müssen aber dennoch voneinander getrennt bearbeitet werden!