CIRS-Fallberichte – Mehrwert oder Mogelpackung?

Knapp 700.000 Treffer in 0.34 Sekunden findet man auf Google zum Suchbegriff „Mogelpackung“. CIRS-Fallberichte fallen aber nicht unter die Ergebnisse. Trotzdem schleichen sich immer wieder Mogelpackungen auch unter CIRS-Fallberichte. Wie man das erkennt? Ganz einfach…

Mogelpackung nennt man eine Verpackung, die über die wirkliche Menge oder Beschaffenheit des Inhalts hinwegtäuscht.

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mogelpackung)

Wikipedia beschreibt es ganz treffend! – Eine Verpackung die über die wirkliche Beschaffenheit des Inhaltes wegtäuscht. So ist es auch bei manchen CIRS-Fallberichten, denn hinter dem Aspekt eines Critical Incidents versteckt sich in Wahrheit ganz was anderes.

Was versteckt sich da? Das ist wohl die Frage, die sie sich gerade stellen oder gestellt haben. Lassen sie es mich mal so erklären…

Ein Critical Incident Reporting System ist ein System zum Melden und zur Minimierung von kritischen Abläufen, Fehlern und Beinahe-Fehlern. Es soll dadurch die Sicherheit erhöht und Gefahren sowie Risiko minimiert werden. Lernen durch Lesen von Fallberichten und Fachkommentaren ist ebenfalls Ziel eines CIRS!

Es stellt sich jedoch die Frage ob emotionale Konflikte, Unzufriedenheit mit dem Gesamtsystem, die Frage nach dem Sinn des Systems, Diskussionen zum „Gordischen Kommunikations-Knoten“ zwischen unterschiedlichen Berufsgruppen, etc. hier die richtige Plattform sind? Nein, keinesfalls! Solche Diskussionen in einem CIRS sind kontraproduktiv, da ständigen Fallberichts-Mogelpackungen eher abschreckend auf die Lesemotivation wirken können.

Die Verantwortung liegt hier gleichermaßen bei beiden Seiten, dem Verfasser und dem Systembetreuer, um das CIRS als Lesewerk attraktiv zu halten und Mogelpackungen außen vor zu halten.