Nadelstichverordnung NEU

Mit 11. Mai 2013 tritt die neue Nadelstichverordnung für Österreich in Kraft. Die „16. Verordnung des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz zum Schutz der Arbeitnehmer/innen vor Verletzungen durch scharfe oder spitze medizinische Instrumente“ wurde am 3. Jänner 2013 ausgegeben. Sie hat das Ziel die Verletzungen von Mitarbeiter/innen im Krankenhaus- und Gesundheitsbereich zu minimieren. Die Verordnung regelt die Gefahrenermittlung und Beurteilung sowie die Festlegung von geeigneten Maßnahmen zur Vermeidung von Verletzungen durch scharfe oder spitze medizinische Instrumente. So ist z.B. das Wiederaufsetzen von Schutzkappen auf gebrauchte Nadeln verboten und es dürfen nur noch Materialien mit integrierten Sicherheits- und Schutzmechanismen (Ausnahme: es sind keine geeigneten Materialien erhältlich) verwendet werden.

Die Verordnung schreibt zukünftig auch ein Meldeverfahren vor. Jede Verletzung, Infektion und Beinahe-Verletzung mit/durch scharfe oder spitze medizinische Instrumente muss systematisch an den Vorgesetzten oder eine zuständige Person gemeldet werden. Die erforderlichen Maßnahmen zur Versorgung von Verletzungen und Infektionen, nach wissenschaftlich anerkannten Regeln, sind ebenfalls festzulegen.

Die Verordnung basiert auf der EU-Richtlinie 2010/32/EU und muss in allen Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt werden. Sie ist ein wichtiger und begrüßenswerter Schritt zu mehr Sicherheit für Mitarbeiter/innen im Rettungsdienst.

Das ganze Bundesgesetzblatt kann im Rechtsinformationssystem des Bundeskanzleramtes heruntergeladen werden. Zum direkten Download auf ris.bka.gv.at geht es hier.

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