Fit fürs Retten?

Vollgepackt mit vielen Sachen, die das Leben länger machen und rauf geht’s in den 5. Stock oder runter in den Staßengraben. Rettungsdienst verlangt viel körperliche Herausforderungen von den SanitäterInnen ab. Notfallrucksack, EKG, mobile Sauerstoffeinheit, Absaugeeinheit, etc. da kommen schon einige Kilos zusammen. Und irgendwann  muss die ganze Ausrüstung, mitsamt PatientIn und Trage wieder zurück in das Rettungsfahrzeug.

Das Gesetz sieht so was wie Diensttauglichkeit  vor und so sollte bei fehlender physischer Eignung, weil der Rücken schmerzt oder man gesundheitlich nicht ganz fit ist (oder eventuell auch konditionell ;)), der Dienst eigentlich nicht durchgeführt werden. Über das Gesetz hinaus sollte doch jeder so viel selbstkritisch sein und auf seinen Körper hören.

Gerade hier ist es sinnvoll etwas zu  tun, bevor es schmerzt oder körperliche Beschwerden auftreten. Einige wertvolle Ernährungstipps findet man auf der Webseite des Österreichischen Roten Kreuzes, zusammengestellt von unserer Arbeitsmedizinerin Dr. Birgit Kager. Es muss ja nicht immer die Wurstsemmel oder der Schokoriegel sein, oder?

Auch im Nachtdienst muss nicht immer der Lieferservice herhalten. Wenn es der Dienstbetrieb zulässt, dann kann man auch recht schnell und einfach selber kochen. Einige Rezepte dazu findet man auf der Webseite „Kochen im Nachtdienst“ von Jürgen Lindemann. Seht’s Euch mal an und probiert einige der Rezepte aus.

Zu Fitness und Kondition – man weiß selbst ja sehr gut, wie fit oder nicht-fit man ist – gibt es ein offenes Erfolgsgeheimnis mit 5 Buchstaben…. Ja richtig – SPORT 🙂 Und wann ist der beste Zeitpunkt damit zu beginnen? Wieder ein Wort mit 5 Buchstaben… Genau, JETZT ist der richtige Zeitpunkt, denn es gibt keinen falschen!

Und was hat das jetzt mit Fehler, CIRS oder Fehlerkultur zu tun? Diese Frage ist natürlich berechtigt…  Unser Tipp dazu:

  • Wer sich unwohl, krank fühlt oder Schmerzen hat, sollte den Dienst lieber zeitgerecht canceln. Es hilft niemandem, wenn man seine Leistung im Einsatz nicht bringen kann und dann womöglich während des Dienstes ausfällt. Es wird auch niemand böse sein, wenn deshalb einen Dienst abgesagt wird. 

Also dann viel Spaß beim Gesund ernähren und bei der Bewegung im Freien, jetzt wo es wärmer wird und bald der Frühling kommt!

Ein Gedanke zu „Fit fürs Retten?

  1. Kondition ist sicher erforderlich. Man könnte vielleicht auch überlegen, ob es wirklich notwendig ist, alles alles alles jedes Mal mitzunehmen. Nur weil der LifePak so praktisch zum Blutdruckmessen ist … Vielleicht gäbe es noch ein paar Dinge, die man im Fall des Falles brauchen könnte …

    Das andere Thema ist Ernährung. Da hat es sogar mal eine Fernsehserie gegeben zu diesem Thema. Die befreundeten Organisationen haben alle gelacht über die armen Kollegen, die Zeit „gehabt“ haben, gemütlich einkaufen zu gehen und dann im Park im Sonnenschein essen konnten.

    Ich bin im letzten RTW-Dienst (in Wien), in 12 Stunden 11 (i.W. elf) Einsätze gefahren und vielleicht insgesamt 1/2 Stunde auf der Station gewesen. Das ist übrigens „normal“ und keine Ausnahme. Essen selbst um drei Uhr früh geht nur, wenn man sich bei der Leitstelle mit Bitte Essen zu dürfen abmeldet. Wie stellen sich die Herrschaften da „gesunde“ Ernährung und Kochen im Dienst vor? Ich hätte da gerne Hinweise dazu.

    Dazu kommt, dass man sich ja was Gesundes mitnehmen könnte und zwischendurch hineinstopft. Aber ich habe bis jetzt noch keinen RTW oder KTW gesehen, wo Platz ist, Speisen (und auch Jacken etc.) so aufzubewahren, dass sie nicht kontaminiert werden. An der Windschutzscheibe ist sicher nicht der richtige Platz dafür. Zum Glück haben die modernen RTW schon Flaschenhalterungen auch für größere Flaschen. Selbst Getränke aufzubewahren war früher ein Problem. Und ich denke da an Tagdienste bei 30 Grad.

    Wenn diese Rahmenbedingungen mal gelöst würden, dann kann man auch über gesunde Ernährung reden. Mag sein, dass das „am Land“ geht, aber sicher nicht bei uns.

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