Pre-Mission Blog

02_BlogArtikel_the way to Brcko.docxAlles begann mit einem Anruf von Schorsch (Georg Ecker) und der Frage ob ich „zeitlich flexibel“ bin. Auf mein eher verhaltenes Ja (da ich das Wort Nein noch immer nicht über die Lippen bekomme und da dieses „Problem“ schon regelmäßig meinen Arbeitseinsatz auf Pfadfinderlager und Rot Kreuz Veranstaltungen sichergestellt hat, versuche ich mit der Zeit verhalten zu antworten) bat Schorsch mich das Material für einen Laboreinsatz in Bosnien und Herzegowina zuerst digital zusammen zu suchen.

Randnotiz: Laboreinsatz in Bosnien? Da ist doch die Katastrophe schon vorbei, oder? Stimmt (teilweise). Das Wasser ist zum größten Teil wieder dort wo es hin gehört (Flussbett) und viele Aufräumarbeiten sind schon weit fortgeschritten. In diesem Einsatz, zumindest in meinem Teil, geht es darum die Wasserqualität von Hausbrunnen (hier hat jedes Haus einen eigenen Brunnen) zu überprüfen, insbesondere von nicht überfluteten und sanierten Brunnen.

Da ich auf der Universität für Bodenkultur arbeite und noch dazu an einem Institut, an dem wir selbst unteranderem Wasser-/Abwasserproben und Reaktorinhalte von Biogasanlagen untersuchen und die dementsprechenden Laborkapazitäten besitzen, war für mich jeder Arbeitstag mit vielen „Ahh, das hab ich vergessen“ und „Ahh, das brauchen wir noch“ begleitet. Die Einkauf und Services Abteilung hat mich für regelmäßig wechselnde Beschaffungslisten geliebt. (Mein aufrichtiger Dank geht an die Mitarbeiter dieser Abteilung, insbesondere Flo Rupprecht, ohne den wohl kein Einsatz je Inzersdorf verlassen hätte.)

Nach dem die Beschaffungsliste finalisiert wurde (ich bin mir sicher, dass da trotzdem noch ein paar Kleinigkeiten fehlen), konnte die Bestellungen ausgelöst werden und es begann die Wartezeit bis zur Lieferung (einige Werktage, fühlen sich aber zum Teil an wie Jahre, wenn man auf Material wartet).

Mit der Zeit hatte sich auch herausgestellt, dass die auch mein erster Einsatz werden würde.

Das Labormaterial begann über mehrere Tage verteilt einzutrudeln und dementsprechend begann meine (Hilfs-)Tätigkeit als Logistiker. (Normalerweise werden diese Dinge vom Einkauf & Service selbst erledigt, nur lief gleichzeitig ein großer Einsatz im Süd-Sudan an, der einfach Vorrang hatte.)

Deshalb verzögerte sich die Abreise immer wieder um einen Tag nachhinten.

Rotkreuz-Hilfe hautnah

Rotkreuz-Landesrettungskommandant Toni HolzerDer Salzburger Rotkreuz-Landesrettungskommandant Ing. Toni Holzer Berichtet von der INsel Leyte aud den Philippinen von der Rotkreuz-Hilfe nach dem katastrophalen Taifun Haiyan.

 

Wir machen uns am frühen Morgen mit der Fähre von Cebu nach Ormoc auf der Insel Leyte. Auf der Überfahrt mit der Personenfähre werden wir von vielen Filipinos, die für Ihre Familien selbst Hilfsgüter transportieren, begleitet. Neben Matratzen und Lebensmitteln gehören auch Hühner zu den privaten Hilfslieferungen.

Unsere Delegation ist noch um Emilio, dem Spanier den wir schon aus Manila kennen und der für das Deutsche Rote Kreuz arbeitet, Wolfgang ein Architekt des DRK, Matteo vom Italienischen Roten Kreuz und das Organisationstalent Denise vom Philippinischen Roten Kreuz gewachsen. Wir haben alle das Ziel, gemeinsam zu helfen und im Sinne der Opfer des Taifuns unsere Hilfe abzustimmen, damit durch die weltweite Rotkreuzfamilie möglichst vielen der Betroffenen geholfen wird.

In Ormoc

Wir erreichen den zerstörten Hafen von Ormoc, einer Stadt mit rund 180.000 Einwohnern am späten Vormittag. Zwischen den Trümmern und herabhängenden Kabeln haben es die Hafenbehörden und die Reedereien geschafft wieder einen provisorischen Betrieb zu organisieren.

Am Hafen werden wir von Lidwina Dox, einer Lungauerin, die für das ÖRK in Tacloban als Mitarbeiterin des Emergency Response Teams „Mass Sanitätion Module“ des Roten Kreuzes im Einsatz, empfangen. Sie ist international sehr erfahren und seit rund 3 Wochen in Dulog als Expertin für Hygiene und Trinkwasseraufbereitung beim Deutsch-Österreichischen Team eingesetzt.

Unsere Fahrt führt uns durch das zerstörte Ormoc, welches vom des Zentrums des Taifuns überquert wurde. Vorbei an hunderten zerstörten Häusern und kilometerlangen vernichteten Palmenwäldern geht es weiter über die Berge nach Tacloban.

Zuerst kam der Wind und dann die Flut

Die 250.000 Einwohner große Stadt, war nach der Insel Samar der zweite Punkt wo der Supertaifun der Klasse 5 mit einer Windgeschwindigkeit von 320 km/h auf Land getroffen ist. Alles was der Taifun mit dieser unfassbaren Windgeschwindigkeit nicht sofort zerstört hat, vernichtete die kurz darauf folgende Sturmflut mit einer acht bis zehn Meter hohen Welle. Knapp vier Wochen nach der Katastrophe gleicht die Stadt einem Trümmerfeld, die meisten Häuser wurden vollkommen zerstört, Strommasten,

Mobilfunkmasten, Straßenbeleuchtungsmasten sind abgeknickt oder ausgerissen, die widerstandsfähigen Palmen sind entwurzelt oder am halben Stamm abgebrochen, die Wassertürme liegen auf den Trümmern der Häuser, überall auf den Straßen liegt Müll der zum Teil in Brand steht, die Menschen suchen noch immer in den Trümmern nach ihren Habseligkeiten, die Kinder holen von den Wasserausgabestellen Trinkwasser, mit schweren Frontladern werden die Schuttberge abtransportiert, in denen immer wieder Opfer dieser apokalyptischen Katastrophe gefunden werden. Die überall verstreuten Trümmer, der rauchende Schutt und Abfall, die Stumpen der abgebrochenen Palmen und die Bäume, denen der Taifun alle Äste und Blätter abgerissen hat ergeben einen schauerlichen Anblick, der selbst uns als erfahrene Katastrophenhelfer die Worte nimmt.

Wasser ist Leben

Die Menschen leben in Zelten oder in notdürftig hergestellten Hütten aus Trümmern oder in den Ruinen ihrer ehemaligen Häuser, in denen sie durch Planen vor Sonne und Regen unzureichend Schutz finden. Die internationalen Einheiten des Roten Kreuzes haben mit ihren Experten für Wasseraufbereitung und Hygiene Trinkwasseraufbereitungsanlagen, Ausgabestellen die täglich mit Wasser beliefert werden und Latrinen errichtet. Unsere österreichischen Kollegen haben in Dulog und in Tacloban Stellung bezogen. Wir besuchen das deutsch-österreichische Camp und treffen Stefan, einen Kollegen aus Oberösterreich und einige Kollegen des Deutschen Roten Kreuzes. Während uns Dieter, der Teamleiter eine Einweisung gibt, findet in den Trümmern der benachbarten Kirche, eine Beerdigungszeremonie für eines der vielen Opfer von „Yolanda“, wie der Taifun hier genannt wird, statt.

Seit ungefähr einer Woche sind die wichtigsten Straßen wieder passierbar. Die alles vernichtende Kernzone des Taifuns hatte eine Breite, die der Strecke von Salzburg nach Linz gleicht. Durch diese großräumige Zerstörung und die Topographie der Philippinen mit ihren 7.000 Inseln dauerte es Tage bis die betroffenen Gebiete erreicht werden konnten.

Die Hilfe des Roten Kreuzes

Das Rote Kreuz hat mittlerweile in Cebu, in Tacloban, Ormoc, Roxas und lIoilo Logistikzentren eingerichtet. Von dort werden die Hilfsgüter verteilt und in die Katastrophengebiete gebracht. Die Logistik des Philippinischen Roten Kreuzes wird von Experten des Britischen und des Dänischen Roten Kreuzes unterstützt. Neben der Erreichbarkeit der betroffenen Orte ist vor allem die Verfügbarkeit von Lastwägen und Fähren eine Herausforderung. Viele der Inseln sind nur schwer erreichbar, weil die Häfen zerstört sind. Die Britische Armee hat Landungsboote zur Verfügung gestellt, diese reichen jedoch nicht aus. Das Philippinische Rote Kreuz hat bereits selbst die Beschaffung von drei weiteren Landungsbooten und LKWs begonnen, um alle betroffenen Menschen mit Hilfsgütern versorgen zu können.

Im Logistikcenter des Roten Kreuzes in Tacloban

Im Logistikcenter des Roten Kreuzes in Tacloban

Im Logistikzentrum Tacloban erklärt mir der Präsident des Roten Kreuzes der Region Leyte die Hilfsmaßnahmen. Das Rote Kreuz hat tausende freiwillige Mitarbeiter rekrutiert um neben der Hilfsgüter- und Trinkwasserverteilung auch die Aufräumarbeiten unterstützen. Dabei findet man auch Mitarbeiter in Rotkreuzadjustierung als Fahrer von großen Frontladern, aber auch Tankwägen zur Trinkwasserverteilung. Wir sind beeindruckt von der Mobilisierungskraft unserer Philippinischen Kollegen und wissen unsere Spenden hier in guten Händen. Die Verteilaktionen sind ausgezeichnet organisiert. Alle Betroffenen werden registriert, erhalten Ausgabekarten und werden mit verschiedenen Sicherheitsmaßnahmen vertraut gemacht.

Bei der Fahrt zum Operations Center in Tacloban, sehen wir viele der Menschen mit den Hilfspaketen des Roten Kreuzes. Neben einem Zelt sehe ich zwei Kinder die gerade mit einem Lachen Bekleidung aus einer Tasche mit dem Logo des PRK betrachten.

Von den Logistikzentren werden auch schon Werkzeuge verteilt und vereinzelt sieht man schon Filipinos die dabei sind ihre Häuser wiederaufzubauen. Werkzeug und Baumaterial wird aber nicht ausreichen. Es wurden mehr als 500.000 Häuser zerstört und ebenso viel beschädigt. Unsere Philippinischen Kollegen werden für ihren laufenden Einsatz und für den Wiederaufbau von der weltweiten Rotkreuzfamilie jede mögliche Unterstützung brauchen, vor allem Finanzielle.  Es gibt schon ein sehr gutes Konzept für den Bau von Häusern, die Taifuns besser überstehen können.

Die strickenden Männer von Bombota Haru

Ein Blogbeitrag unseres Delegierten Klaus Palkovits aus Äthiopien.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Wasser und Hygiene Projekts in der Gemeinde Kebete, ca.  250 km suedlich von Addis Abeba Anfang 2013, starten Österreichisches und Äthiopisches Rotes Kreuz, finanziert von ADA und NiN, zur Zeit das Folgeprojekt in der Nachbargemeinde Bombota Haru. Dabei werden in den naechsten 2,5 Jahren bis zu 7.000 Menschen mit Wasserstellen, Latrinen, Hygiene- und Basisgesundheitsprogrammen unterstuetzt. Die Gegend liegt auf ca. 2400 m Seehoehe und die Menschen beschaeftigen sich fast ausschliesslich mit Subsistenzlandwirtschaft. Die Ertraege reichen dabei gerade fuer’s taegliche Ueberleben in traditionellen Lehmhuetten – wenn alles gut geht.

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Wasser wird fast ausschliesslich aus selbst gegrabenen Wasserloechern oder von Oberflaechenrinnsalen geholt, die zumeist eine braeunliche Bruehe enthalten und auch gleichzeitig zum Waschen und als Tiertraenke dienen. Latrinen sind hier weitgehend nicht vorhanden. Aufgrund der steigenden Bevoelkerungsdichte, mangelndem hygienischen Verstaendnis sowie der Praxis seine Notdurft , in Ermangelung anderer Alternativen, einfach im Freien zu verrichten, leiden viele Mitglieder der Gemeinde regelmaessig unter Durchfallerkrankungen, Parasiten und anderen Wasser und Nahrungs bezogenen Krankheiten. Vor allem bei Kindern, Kranken und aelteren Menschen verlaufen diese Erkrankungen oft sehr schwer und fuehren nicht selten zum Tod.

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Mein Kollegin Lisa und ich sind gekommen, um die Mitarbeiter der lokalen Rotkreuzstelle, Ato (Eth fuer Herr) Abiyot und Ato Buseri beim Aufsetzen des Projektes zu beraten und zu unterstuetzen. Beide haben auch schon beim vorhergehenden Projekt in der Nachbargemeinde mitgearbeitet und sind Experten in den Bereichen Gesundheits- und Hygieneerziehung sowie Erste Hilfe. Waehrend unseres Besuchs im Projektgebiet haben wir die Gelegenheit an der konstituierenden Sitzung der Wasser- und Gesundheitskomitees der Gemeinde teilzunehmen. Die Mitglieder des Wasserkomitees werden in weiterer Folge die Verantwortung fuer Wartung und Pflege der geplanten Wasserstellen uebernehmen, waehrend die Mitglieder des Gesundheitskomitees die anderen Gemeindemitglieder in regelmaessigen Treffen ueber die Auswirkungen mangelnder Koerperhygiene und Sauberkeit im Wohngebiet aufklaeren und regelmaessig erinnern werden. Alle Komiteemitglieder werden zu diesem Zwecke in den naechsten Monaten von den Mitarbeitern des Eth. RK umfassend ausgebildet, in ihre Verantwortung eingefuehrt und koennen langfristig auf die Unterstuetzung und das Mentoring der lokalen Rotkreuzstelle zurueckgreifen. Dadurch wird die langfristige Nachhaltigkeit der vom Roten Kreuz initiierten Projekte gesichert.

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Ausgiebig diskutieren die ca. 60 anwesenden Repraesentanten der Gemeinde, wer von ihnen am besten fuer die anstehenden Aufgaben geeignet waere, wobei bei den Wasserkomitees durchaus technisches und finanziell/organisatorisches Verstaendnis gefragt ist (schliesslich koennen die Brunnen langfristig nur erhalten werden, wenn die Gemeinde ueber die Einhebung von Nutzungsgebuehren die Wartung und Ersatzteilbeschaffung fuer Pumpen etc. wahrnimmt und Reparaturabeiten selber durchfuehren kann), waehrend bei der Vermittlung von Gesundheits- und Hygienethemen mehr die soziale Kompetenz, Einfuehlsamkeit und Engagement der „Lehrenden“ gefragt sind. Wichtig ist uns dabei vor allem auch, dass sowohl Maenner wie Frauen als auch Repraesentanten von Gruppen mit besonderen Beduerfnissen (z.B. alte oder behinderte Mitglieder der Gemeinde) gleichermassen repraesentiert sind. Das macht die Sache in einer patriarchalisch organisierten, muslimischen Gemeinde nicht gerade einfacher.

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Waehrend also unter der Moderation unserer Kollegen vom Eth. RK intensiv und teils lautstark diskutiert wird und zumeist die anwesenden Maenner das „grosse Wort“ fuehren, faellt mir auf, dass etliche der Herren, ob jung oder alt, mittlerweile ihr Strickzeug ausgepackt haben und fleissig am werken sind. Ich glaubte erst, meinen Augen nicht zu trauen. Als ich Lisa darauf anspreche, werde ich mit einem Schmunzeln korrigiert, es handelt sich naemlich bei der so eifrig und konzentriert ausgefuehrten Taetigkeit um Haekeln, das in der Gegend tatsaechlich ausschliesslich von Maennern gemacht wird. Die 3 Herren auf dem Photo oben links in der letzten Reihe sind ein schones Beispiel. Aeusserst geschickt haekeln sie aus 3 Faeden mit Hilfe einer Sicherheitsnadel die ebenfalls auf dem Photo zu sehenden traditionellen weissen Kaeppchen.

Stunden spaeter, in der Zwischenzeit sind alle Positionen zur Zufriedenheit der Mehrheit der Anwsenden vergeben, fahren wir im einsetzenden Regen in der Daemmerung zurueck in die Bezirkshauptstadt Shashemene (Rastafarihochburg Aethiopiens, aber das ist eine andere Geschichte, die den Rahmen hier jetzt sprengen wuerde – fuer Interessierte – Wikipedia weiss mehr) zurueck, wo wir uebernachten. Als wir ankommen hat es stark abgekuehlt und wir brauchen unsere warmen Jacken. Irgendwie gehen mir die strickenden – pardon – haekelnden Maenner von Bombota Haru nicht aus dem Kopf und irgendwie freue ich mich, wie Menschen anderer Kulturen mich immer wieder ueberraschen und meine Erwartungen oder Vorstellungen ueber den Haufen hauen.

Wasser für Tozia

Immer wieder erzählen wir in Interviews, dass Wasser das Notfallmedikament Nummer eins ist…ist es auch. Was aber tun, wenn die nächste Wasserquelle kilometerweit weg ist, wenn man Leute bezahlen müsste, um es herzutragen- aber wie üblich hier kein Geld da ist? Dann versuchen wir zu improvisieren und das Unmögliche wenn schon nicht möglich zu machen dann zumindest die Lage zu verbessern.

Cholera Treatment Center (CTU) Tozia

Tozia ist eine CTU im Südosten von Grande Anse. Einzugsgebiet für mehrere Tausend Menschen. Es gibt eine kleine CTU, die gleichzeitig auch Health Center also quasi Spital ist. Ein Spital, dass aus einem Zimmer ca. 2 x 1,5 m als Rezeption und Behandlungsraum und einem gleichgrossen  Lager besteht.

„Betten haben wir keine“ sagt Darline F. die Krankenschwester hier. Sie ist für alles und jeden zuständig. Der Lohn kommt unregelmäßig, aber sie arbeitet für die Gemeinschaft und weiss, dass ohne sie medizinisch keine Versorgung mehr möglich wäre. Die Dorfgemeinschaft hat begonnen eine Plattform zu bauen. Dort soll zukünftig das Zelt stehen, dass zukünftig mit acht Betten als Behandlungsraum für Cholerakranke dienen soll. Bisher hat man diese in den nächsten Ort mehrere Stunden Fußmarsch weitergeschickt.

Die Plattform ist zur Hälfte fertig, dann ist den Menschen hier das Geld ausgegangen. Vor drei Wochen war das Rote Kreuz das erste Mal hier. Das erste Team hat sich alles angesehen und hat gemeint, wir schauen, was wir tun können. Wir versprechen nie etwas…

Es kann immer etwas dazwischen kommen: das Wetter, Rohstoffmangel, Probleme mit allem und jedem.

Nachdem aber auch die MSPP ( Gesundheitsministerium) gemeint hat, dass man Tozia weiter stützen will, waren wir letzte Woche nochmals dort, um genau zu eruieren, was wir tun können.

Eigentlich sind wir WatSan- das heißt für Wasser und Latrinen und Hygiene zuständig. Nachdem wir aber die Hilflosigkeit und den grossen Bedarf gesehen haben, haben wir uns nach Rücksprache mit dem Generalsekretariat des Österreichischen Roten Kreuzes in Wien dazu entschieden hier weiter zu helfen.

Ausnahmsweise werden wir die paar Gourde, die für Sand und Zement benötigt werden, übernehmen. Wenn wir hier noch einen

Sponsor für das Zelt finden, kann das Minispital bereits in zwei Wochen stehen.

Alle Rohre sind fertig

Gestern waren wir dann dort und haben die Verrohrung vorläufig abgeschlossen. Wenn es regnet, wird das Wasser von 2 Seiten des Daches via Dachrinne gesammelt und mittels Rohren direkt in den bereits bestehenden aber immer leeren Tank geleitet. Die letzten beiden Meter habenbisher gefehlt auch eine zweite Seite des Daches wird zukünftig mit einer Dachrinne versehen. In der Regenzeit- die auch Cholerazeit ist- sollte dann im Idealfall genug Wasser bereit stehen. Alles andere, wie Brunnen graben, Anschluss an die spärliche öffentliche Wasserversorgung ist leider von unserer Seite nicht moeglich. Die Behoerden werden den Rest übernehmen müssen.

Regenwasser wird über die Dachrinne gesammelt

Regenwasser wird über die Dachrinne gesammelt

Mit viel Mühe wurde der Tank gesäubert, geschlossen und Gerhard montierte mit den Kindern den ebenfalls benoetigten Wasserhahn. Damit ist eine kontrollierte Wasserabgabe moeglich.

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Die Kinder vor Ort helfen natürlich fleissig mit.

Am Ende des Tages blieb die Erkenntnis, dass Wasser zwar nicht immer da ist, wir aber wieder versucht haben es den Leuten naher zu bringen.  So kann das Health Center in Tozia hoffentlich bald auch mit Patienten belegt werden.

Bis bald.. euer Michi

Deja vu…

Bonjour..

Nachdem ich 2011 bereits live aus Haiti gebloggt habe, wurde ich kurzerhand zum Teamblogger ernannt.

Michael Kühnel beim Bloggen aus Haiti

Michael Kühnel beim Bloggen aus Haiti

Wir erinnern uns.. und falls nicht hier nochmals die Kürzest- Zusammenfassung: 2010 erschüttert ein schweres Erdbeben Haiti. Im Epizentrum die Stadt Leogane ca. 40km westlich von Port au Prince. Obwohl- anders als nach dem Tsunami 2004- diesmal nicht viele Leute irgendwen kannten, der wen kannte, dessen Angehörige auch zu diesem Zeitpunkt gerade im Epizentrum waren, gab es auch aus Österreich eine wirklich tolle Hilfe in Form von Spenden. Es war und ist der grösste Einsatz in der Geschichte der Rotkreuz- Rothalbmondbewegung. Im Zuge eines Hilfsprojektes gemeinsam mit dem DRK (Deutsches Rotes Kreuz) hatte ich die Ehre im Krisengebiet für 7 Wochen die Hygieneprojekte mitzugestalten.

Gestern, knapp 2 Jahre später bin ich wieder in Port au Prince gelandet. Diesmal als Teil eines ERU Teams (Emergency Response Unit). Man möchte meinen, es sei doch eh nix mehr nötig, nach all dem Geld und all der Arbeit, die die HelferInnen investiert haben. Leider trifft es aber dieses arme Land immer wieder. Sandy- der Wirbelsturm, der in Amerika für großes Aufsehen gesorgt hat, hat leider auch Haiti getroffen. Das ist leider in den Medien ein bisserl unter gegangen Das Österreichische Rote Kreuz versucht mit Unterstützung des DRK, dem britischen und dem französischen Roten Kreuz vor allem CTCs (Cholera Treatment Centre), die vom Sturm zum Teil schwer zerstört worden sind wieder einsatzfähig zu machen. Man darf sich diese CTCs als kleine Minikrankenhäuser vorstellen, die irgendetwas zwischen 5 und 50 Betten haben und versuchen Patienten mit Cholera vor dem Tod zu bewahren.

Derzeit gibt es pro Monat ca. 11.000 Neuerkrankungen. Die Regenzeit wird einen noch höheren Anstieg bringen. Wir versuchen nun Latrinen zu graben, Mauern wieder aufzubauen, CTCs mit Chlor und anderen Medikamenten zu versorgen- und das alles im Wettlauf gegen die Zeit. Dafür ist nun unser Team hier. Dabei sind derzeit 7 Teammitglieder aus OÖ, Wien, Frankreich, England und Deutschland. Da wir drei- das Ablöseteam für das erste Team- erst heute nach einem 24 stündigen Flug mit anschließendem 7,5 Stunden- Jeep- Rodeo- Ritt in Jeremie angekommen sind, gibt es erst im kommenden Beitrag genauere Infos. Nur so viel: geplant ist es bis zu 27 CTCs wieder einsatzfähig zu machen und das in einem Zeitraum von 10 Wochen.. Wird sicher eine spannende Geschichte…

Besucher, Abbau und Heimreise, Tag 4 und Tag 5 – Übung “IPA CRO-FLOODS 2012 Field Exercise”

24. und 25. Mai 2012

Nach unserem erfolgreichen Umzug, warteten wir am 4. Tag im „neuen“ Einsatzgebiet auf die Delegationen und Besucher. Fast pünktlich wurden sie dann auch mit einem Reisebus in das Übungsgebiet gebracht und besuchten auch die Trinkwasseraufbereitung.

TWA 4

Foto: ÖRK/Markus Glanzer

Was uns so interessant machte wahr wohl der Umstand, dass wir ein multinationales Rotkreuz-Team waren. Etwas, das im Kontext des Zivilschutzmechanismus wohl noch nicht bekannt und alltäglich war. Nach rund 20 Minuten war die Show vorbei und die Besucher wieder verschwunden.

THW Boot

Foto: ÖRK/Markus Glanzer

Ein Zuckerl für uns, bevor wir alles abbauten, war die Vorführung des THW.  Ein THW Boot wurde mit einem Super-Puma Helikopter in den See gehoben. Man sieht nicht jeden Tag fliegende Boote :)! Nach der Show war zusammenpacken angesagt.  Die Anlage, der Tank und das Zelt war rasch verpackt und auf den LKW verladen. Anschließend ging es zurück in das Base Camp zur offiziellen „Closing Ceremony“ und zur Übergabe der Urkunden.

Zum Abschluss gab es am Abend ein nette Grillerei mit kroatischen Spezialitäten und letzte Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit den anderen Teams. Ein gelungener Abend als Ausklang für eine nette Übung (mit Verbesserungspotential)! Am 5. Tag und nach Abbau des Rotkreuz-Camps ging es dann 4 Stunden über die Autobahn zurück nach Österreich, zurück in den Alltag.

Zum Abschluss möchte ich Euch etwas nicht vorenthalten! Den Emergen(c)y Alert, also die Notfall-Alarmanlage im Camp. Was es ist, kann man selbst erkennen 🙂 🙂 (Wenn nicht, Stichwort Schubkarre/Scheibtruhe, etwas zweckentfremdet)! Es gab noch eine Metallstange als Alarmgeber dazu. Und es hat funktioniert…

Alarmanlage

Foto: ÖRK/Markus Glanzer

Wasseraufbereitung, Tag 2 und Tag 3 – Übung “IPA CRO-FLOODS 2012 Field Exercise”

22. und 23. Mai 2012

Morgens nach dem Frühstück brachen wir in das Übungsgelände auf. Unser Ziel für den 2. und 3. Tag war das Errichten der Trinkwasseraufbereitungsanlage und die Produktion von Trinkwasser für das fiktive Katastrophengebiet. Verwendet wurden dafür die beiden Trinkwasseraufbereitungsanlagen (TWA 4 und TWA 6) unserer kroatischen Kollegen/innen.

Zeltaufbau

Foto: ÖRK/Markus Glanzer

Für realistische Übungsbedingungen sorgte auch das Wetter, da es bereits in der Nacht geregnet hatte und auch tagsüber keine Besserung in Sicht war. Die Zufahrtswege und das Gelände verwandelte sich zunehmend in Schlamm und Morast. Aus diesem Grund wurden zuerst die Zelte aufgestellt, um die restlichen Materialien vor dem Wetter schützen zu können. Anschließend wurden beide Trinkwasseraufbereitungsanlagen und die Tanks aufgestellt. Am Nachmittag konnte dann bereits mit beiden Anlagen Trinkwasser produziert werden. Die mitgeführten Tanks (1x 1.000l, 1 x 5.000l und 1 x 10.000l) wurden mit sauberem Trinkwasser aufgefüllt.

TWA Aufbau

Foto:ÖRK/Markus Glanzer

Ob das Wasser auch tatsächlich abgeholt werden würde, wussten wir jedoch noch nicht (Es stellte sich am Ende der Übung heraus, dass lediglich ein Schlauchboot mit dem produzierten Wasser gewaschen wurde 🙂 ). Am Abend des 2. Tages ging es dann zurück in das Base Camp und am 3. Tag in der Früh wieder raus ins Übungsgebiet. Während der Nachtstunden wurde die Anlage von einer Security-Firma bewacht.

Tag 3 brachte uns einige an Überraschungen. Bei der morgendlichen Einsatzbesprechung erfuhr unser Teamleader, dass das Water Purification Team für den nächsten Tag (Tag 4) in ein anderes Übungsgebiet umziehen muss. Die Wetterlage hatte sich soweit verschärft, dass die Delegationen und Besucher nicht in  das Übungsgebiet kommen können.

Matsch und Schlamm

Foto: ÖRK/Markus Glanzer

Zu viel Schlamm für die sauberen Schuhe! 🙂 Und wenn der Prophet nicht zum Berg kommen kann, dann muss halt der Berg umziehen…

Gleich am Morgen des 3. Tages wurde die TWA 4 abgebaut und zum Umzug verladen. Das halbe Team zog mit der Anlage um und baute diese am neuen Standort wieder auf. Der Rest des Teams blieb noch am alten Standort und baute dort die TWA 6 ab, reinigte alles und die gesamte Anlage wurde fix und fertig auf dem LKW verpackt. Ein weiterer Einsatz bei dieser Übung wurde nicht mehr in Betracht gezogen. Auch von der Übungsleitung wurde bestätigt, dass eine Anlage zum „Herzeigen“ genügt.

Die neue Location lag rund 10 Kilometer entfernt an einem Bagger-See.

Neues TWA Camp

Foto: ÖRK/Markus Glanzer

Die Zufahrtswege waren alle gut ausgebaut und die Plätze mit Schotter fixiert. Also perfekt für Beobachter geeignet :)! Am späten Nachmittag trafen beide Team-Teile wieder zusammen und es wurde noch der Ablauf des nächsten Tages besprochen.  Am Abend ging es wieder zurück ins Base-Camp und zum „Socializing“ mit den anderen Teams.

Ankunft in Rakitje, Zagreb – Übung “IPA CRO-FLOODS 2012 Field Exercise”

Leider war die Internetverbindung in Rakitje nicht die Beste und daher komme ich erst jetzt zum Bloggen.

Montag, 21. Mai 2012

Nach einer 4-stündigen Fahrt auf der Autobahn und nur einmal falsch abbiegen, erreichten wir das „Warehouse“ des Kroatischen Roten Kreuzes in Zagreb. Hier trafen wir alle kroatische und slowenische Kollegen/innen für die gemeinsame Weiterreise in das Übungsgebiet. Vom Warehouse fuhren wir im Konvoi in das Übungsgebiet nach Rakitje. Rakitje ist ein Vorort im Süd-Westen von Zagreb. Bei unserem ersten Kontakt mit den Behörden im Übungsgebiet, wurde der „Host Nation Support“ – eine Art Rezeption für internationale Hilfsmannschaften –  simuliert.

Unser Camp

Foto: ÖRK/Markus Glanzer

Hier erhielten wir unsere ersten und auch noch sehr ungenauen Informationen. Unsere ersten Aufgaben: 1) Base Camp finden und 2) Assessment im Übungsgebiet durchführen. Nach erfolgreicher Suche nach dem Base Camp, konnten unsere Unterkünfte für die nächsten Tage rasch errichtet werden. Unser „Rotkreuz-Camp“ im Camp bestand aus 4 Zelten (3 Schlafzelte und 1 Zelt für soziale Aktivitäten), mitten im eigentlichen Camp des ETS-Modules (Emergency Temporary Shelter) von THW (Technisches Hilfswerk Deutschland)  und MSB (Swedish Civil Contingencies Agency).

Ein Teil des Teams war für die Einrichtung unseres Camps verantwortlich und der andere Teil führte das Assessment durch. Mit dabei im Assessment-Team waren Ico unser Teamleader, Mike unser Deputy Teamleader, Ana unser Liaison Officer für LEMA (Local Emergency Management Authority) und ich als Liaison Officer für das OSOCC (On-Site Operations Coordination Centre). Ausgerüstet mit Kartenmaterial, GPS und Kamera fuhren wir in das fiktive Katastrophengebiet.

Assessment

Foto:ÖRK/Markus Glanzer

Der On-Site Commander gab uns ein erstes Briefing für das Water Purification Team. Aufgrund des anhaltenden Regens trat der an Rakitje vorbeifließ?ende Fluss über die Ufer und hat die gesamte Gegend überschwemmt. Mehr als 1000 Häuser standen vollständig unter Wasser und rund 40.000 Einwohner/innen wurden evakuiert.

Nach Beendigung des Assessment und Rückkehr in das Camp, wurden die restlichen Kollegen/innen über die Situation informiert. Ico gab uns noch kurz die Instruktionen für den Folgetag und dann ging unser erster Übungstag mit der offiziellen Eröffnungszeremonie zu Ende.

 

Wenn Kroatien in den Fluten versinkt! – Übung „IPA CRO-FLOODS 2012 Field Exercise“

Schwere Regenfälle im Norden und Nord-Westen des Landes, Überflutungen rund um Zagreb, rund 1000 Industrie- und Wohngebäude stehen unter Wasser, es gibt tote und vermisste Personen und Kroatien wendet sich mit einem Hilfeersuchen an die Europäische Union.

So lautet die Übungsannahme für eine internationale Übung im Bereich von Zagreb, die vom 21. – 25. Mai 2012 über die Bühne geht. Das Österreichische Rote Kreuz nimmt als Teil eines multinationalen EU-Moduls, gemeinsam mit dem Kroatischem und Slowenischen Roten Kreuz, an dieser Übung teil. Die Aufgabe dieses „Water Purification Module“ besteht in der Wasseraufbereitung im fiktiven Katastrophengebiet. Mein Beitrag im Team ist die Position des „Liaison Officer“, sozusagen das Verbindungsglied zu anderen Modulen, anderen Organisationen und den lokalen Behörden. Am Montag, den 21. Mai frühmorgens, geht es los. Nach einem ersten Briefing im Generalsekretariat des ÖRK brechen wir Richtung Kroatien auf, wo wir mit dem restlichen Team und unserem Team Leader  zusammentreffen.

Je nach vorhandener Internetverbindung im „Katastrophengebiet“ werde ich ein paar Bilder und Beiträge zur Übung hier im Einsatz-Blog posten. Jetzt muss ich mich aber noch vorbereiten, meine Sachen zusammenpacken und meinen Regenschutz suchen, denn für nächste Woche ist tatsächlich Regen in der Region angesagt. Es warten also realistische Übungsbedingungen auf uns! 😉

 

 

Why it is time to take the weather seriously

Der nachfolgende Artikel von Lisa Taschler erschien am 8. Mai auf der Homepage des Äthiopischen Roten Kreuzes.

Why it is time to take the weather seriously

A slight change of temperature or alterations of rainfall patterns go largely unnoticed in the big cities of the world. However, if you earn your living through agriculture you might not react to such changes with the same calmness as the city dwellers. And if you are a subsistence farmer in a developing country such as Ethiopia, weather is much more for you than a topic for small talk with your neighbour.

For the people living in Senbetge, a district in the North of Ethiopia, close to the ancient city of Gondar, climate change is an issue of life and death. It is one of the poorest districts in the area in terms of infrastructure and social services and 99% of the community rely on farming for their livelihood.

Water is scarce in the area, only around 1 % of Senbetge's population has access to safe drinking water.

Life has never been easy in this rural area which is not only affected by droughts but also prone to flooding. But in the last years conditions have worsened as global climate change as well as local deforestation show their consequences. ‘When I was young the earth was good and we harvested three times per year. Now we have only one harvest and it doesn’t last long’, says one of the elders of Hamusite, with 60 houses the biggest village in the area. ‘Before we knew when the rain would come, we could read the signs, but now the rain often comes too early or too late and it is not enough for our fields’, recounts another farmer. Rainfalls have become erratic in the region and droughts occur more often while the community does not have the resources to mitigate the consequences of failed harvests. Another recent phenomenon is the falling of hail (not known in this area before) that destroys crops and frightens animals and people alike.

But this is not the end of the story because the risk of a disaster is not only defined by natural hazards but also by the capacity of a community to respond. The farmers in Senbetge recognize the changes around them and do their best to adapt to the new circumstances. Their resources are limited but their motivation is high and therefore a new project by the Ethiopian Red Cross Society and the Austrian Red Cross, financed by ADA (Austrian Development Agency), has found much positive resonance. The multi-dimensional project aims at reducing the vulnerability to climate related disasters through building community resilience, promoting advocacy and community actions. This means various activities are implemented together with the community in the areas of water and sanitation as well as disaster risk reduction. One component of the project – and our current focus – is to construct hand dug wells to increase the access to safe drinking water from less than 1 percent to around 75 percent. The provision of safe drinking water will increase the overall quality of life for the community of Senbetge as it will also decrease wide-spread diseases such as diarrhoea. Other components of the project aim at reducing food insecurity through augmenting the annual crop yield. Measures planned include the construction of terraces, dams and trenches to protect against flooding and decrease the erosion of precious soil, while the implementation of irrigation schemes and the nursing of tree seedlings aim at improving the condition of the land and enable longer cultivation periods.

The tree nursery is an important part of the project as deforestation over the last years has added to the degradation of the soil.

The goal of all these activities is the reduction of food insecurity and the prevention of future disasters in our project area of Senbetge. Ethiopia, the 5th most drought prone country in the world, has been in the news repeatedly in the last years and many vowed that devastating famines at the Horn of Africa should never happen again. To make this vow reality the focus of the international community has to shift from response to prevention and more support needs to be given for disaster risk reduction (DRR) projects. Such projects prevent not only human tragedy and the loss of life but are also cost effective. According to the United Nations Development Programme (UNDP), every dollar spent on reducing the risk of disasters could save 4 dollars in disaster response. However, recent reports reveal that only a very small part (around 1%) of international aid is directed at DRR programmes.

Our project in Senbetge aims at raising awareness on this issue, to show that we can not wait till a disaster strikes but that we, the local communities together with international organizations, have to act now in order to reduce vulnerability and prevent another tragedy.