Was wir hier eigentlich tun!!??

Ich werde oft von Freunden gefragt, ob denn die Arbeit hier etwas bringt, ob wir etwas ändern können?

Wenn ich nicht daran glauben würde, wäre ich jetzt irgendwo in Österreich eingeschneit. Sicher müssen wir hier bei allem Enthusiasmus realistisch bleiben. Wir werden Haiti nicht ändern, durch unsere Arbeit wird sich die Wirtschaft nicht erholen, die Bildung nicht angehoben und das „Pro Kopf Einkommen“ nicht nennenswert erhöht. Ich mach das hier auch nicht, weil ich mein soziales Gewissen beruhigen will. Ich „opfere“ dem RK weiß Gott schon genug Zeit und das sehr gerne.

Freunden, die fragen, sage ich nur: “Irgendwer muss es ja tun und warum nicht ich?“

Zwischenstand nach zehn Wochen Hilfseinsatz

Nach den bisher 6 Wochen für mich bzw. 10 Wochen für das gesamte Team wird es langsam mal Zeit für einen Zwischenstand.

Es war, ist und wird schwer werden diesen besonderen Einsatz zu bewerten.

2005 in Indonesien war es einfach: pro Tag  wurden mehr als 300m³ Wasser produziert und verteilt. Den Leuten wurde damit in der akuten Not geholfen.

Training als Hauptkomponente der Cholerabekämpfung

Haiti ist ein Land, dass seit Jahrzehnten immer akut in Not ist. Es wäre verkehrt den IST Zustand zu bewerten. Cholera ist hier IMMER ein Thema, jedoch momentan eher schlummernd. Cholera ist eine Erkrankung, die fäkoral- also über Stuhl und danach über die Aufnahme über Hände und Mund- übertragen wird. Wir versuchen nachhaltig, also nicht nur hier und jetzt, einerseits über Märkte und Trainings die Menschen zu erreichen und sie zum Umdenken zu motivieren. Dadurch (Hände waschen, Lebensmittel abdecken, Wasser mittels Aquatabs desinfizieren, …) erhoffen wir eine geringere Ansteckungsrate zu erreichen.

Cholera Treatment Centers (CTC) als Medizinischer Schwerpunkt des Roten Kreuzes

IMGP0441

Zelt, Latrinen und Dusche, wo noch 2 Tage zuvor nichts gestanden ist. Man spart sich viel Geld, muss nicht mehr in die entfernte Stadt fahren, wenn man krank ist

Auf der anderen Seite werden die CTCs verbessert. Das heisst, dass Latrinen umgebaut- oder wie in Sicard- neu gebaut werden. Incineratoren (Mini Müllverbrennungsanlagen) werden installiert und der Umgang geschult. Dies vermeidet weitere Ansteckungen und hilft auch Brutstätten für Moskitos und damit Malaria zu vernichten. Also auch hier sollte die Situation auf Dauer besser werden.

Capacity Building für die lokalen Rotkreuz-Helferinnen und Helfer

Als drittes wäre noch die Stärkung des lokalen Roten Kreuzes. Auch in Haiti gibt es das RK, auch hier kennen viele Menschen diesen Verein. Anders als in Österreich, gibt es kaum Rettungswägen, es gibt Blutspende, es gibt Katastrophenvorsorge, es gibt zum Teil Erste Hilfe Kurse. Durch die Zusammenarbeit mit dem Haitianischen Roten Kreuz (HRC), durch die Schulungen und Kurse die wir gemeinsam absolvieren und organisieren, gibt es danach auch hier mehr geschulte Mitarbeiter.

IMGP1360

Stärkung des HRC durch gemeinsame Arbeit und Kurse

Ein Beispiel: In kleinen Gemeinden hier werden zum Teil im Cholerafall die Rotkreuz Freiwilligen geholt, damit sie das Haus mit einer Chlorlösung aussprühen. Durch die Übergabe von einigen Sprayern kann dies auch weiter verbessert und gefördert werden…. In Summe könnte man es Hilfe zur Selbsthilfe nennen. Durch dieses Wissen und die verbesserten Möglichkeiten des Haitianischen Rot es Kreuzes kann es im Notfall auch besser, schneller und damit effektiver helfen. Haiti oder zumindest seine Rotkreuzorganisation wird damit besser, schneller, selbständiger.

Dies alles wurde in den letzten 10 Wochen durchgeführt- nicht zu vergessen:

die 27 CTUs, die wir betreut und verbessert haben und auch weiter betreuen, mussten vom 1. Team rausgesucht werden, es musste evaluiert werden, welche CTU was benötigt. Viele Besuche waren nötig, 100e km Offroad zurückgelegt werden.

Koordination und Kooperation als Schlüssel zum Erfolg

Ein Problem, dass sich hier auch gezeigt hat: im Gegensatz zu 2010 nach dem Erdbeben befinden sich hier die verschiedenen Rotkreuzorganisationen (also Österreichisches, Deutsches,….) und auch die Föderation nicht mehr im „Notfallstadium“. Dementsprechend hat auch hier die Bürokratie Einzug gehalten, man muss viele Requests- Anforderungen ausfüllen, es braucht alles seine Zeit und viele Unterschriften, bis es den weiten Weg von PaP zu uns findet. Fahrer müssen anders als bei Langzeitprojekten auch am Wochenende fahren. Wir arbeiten- anders als der klassische 5 to 9 Job auch Sonntags- wenn auch meistens nur am Computer oder in Vorbereitung auf die kommende Woche. Wir sind in 3 Wochen wieder weg und DAS ist die wirkliche Herausforderung. Der Dank gilt hier besonders Chris und jetzt Flo unseren Logistikern. Sie kämpfen gemeinsam mit Barbara tagtäglich dafür unser Material zu bekommen, halten Kontakte zum IFRC, MSF (Medicines sans frontieres), MDM (Medecins du Monde), CARE & Co. Wenn etwas fehlt, wird es von ihnen organisiert- es muss ja im Notfall nicht vom Roten Kreuz kommen..

Es klingt abgedroschen, aber diese Verbesserungen in den CTUs, die Menschen in den Dörfern, die uns unterstützen, der Dank der Menschen und die Möglichkeit, dass wir in unserem beschränkten (Zeit-) Rahmen helfen- evt. retten können- DAS ist der Grund warum ich hier bin. Ich kann allen Menschen nur sagen: Ihr Geld kommt an und das

„Aus Liebe zum Menschen“.

Spenden für die Hilfe in Haiti auf das Konto 2.345.000 
bei der PSK Kennwort Haiti oder Online.
Alle Informationen zur Rotkreuz-Hilfe in Haiti im
Rotkreuz-Portal unter www.roteskreuz.at/haiti 

 

Sieben Tage in Laubegg: Ein humanitäres Lego-Puzzle

Als humanitäres Legopuzzle kann man das Training kurz beschreiben, an dem insgesamt über 40 Rotkreuz-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter aus ganz Österreich vom 25. bis zum 31. Oktober im Steirischen Rotkreuz-Bildungs- und Einsatzzentrum Laubegg teilgenommen haben. Unter der Koordination des Rotkreuz-Bundesrettungskommandos wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, der Steiermark, Tirol und Wien zu einer schlagkräftigen internationalen Einheit ausgebildet.

Rotkreuz-Mitarbeiter aus ganz Österreich trainierten im steirischen Rotkreuz-Ausbildungszentrum Laubegg um international medizinische Hilfe leisten zu dürfen.

Rotkreuz-Mitarbeiter aus ganz Österreich trainierten im steirischen Rotkreuz-Ausbildungszentrum Laubegg um international medizinische Hilfe leisten zu dürfen.

„Ein spannendes, lehrreiches, kreatives, forderndes und damit auch eines der großartigsten und genialsten Katastrophenhilfe Trainings meiner bisherigen 12-jährigen Rotkreuz Laufbahn – und viele kleine Einzelerinnerungen, Gespräche, neue Bekanntschaften, Themen oder Szenerien die sich hier kaum auflisten oder auf ein Statement reduzieren lassen“, beschreibt der Teilnehmer Roland Priewasser aus Wörgl in Tirol seine Erfahrungen beim Training.

Trainiert für die Hilfe im Ausland

Ziel der intensiven über 70 Stunden an Training und Übungen war das Teambuilding und die Ressourcenplanung für eine internationale Rotkreuz-Einheit, die im Rahmen des Europäischen Zivilschutz-Mechanismus nach Katastrophen vor Ort medizinische Hilfe leistet.

Gemeinsame Arbeit im multiprofessionellen Team war eines der Ziele des Trainings

Gemeinsame Arbeit im multiprofessionellen Team war eines der Ziele des Trainings

„Das war ‘Rotes Kreuz PUR’- beeindruckende Kameradschaft, Engagement und Innovation – ein tolles Team über die Landesgrenzen hinweg – freut mich ein Teil davon zu sein“, erklärte der stellvertretende Bundeskoordinator des neugeschaffenen Teams und Bezirksrettungskommandant von Innsbruck-Stadt Christian Schneider.

Effiziente Planung mit bestehendem Material

Es wurde das Material aus sieben Bundesländern gemeinsam – daher auch die Anspielung auf das beliebte Lego-Kinderspielzeug – zu einer überregionalen Einheit verschmolzen, die im Sinne der Standards des EU-Mechanismus auch in den Einsatz gehen kann. Wenn die insgesamt fast 40 Rotkreuz-Profis gerade nicht im Ausland helfen, sollen die Materialien allerdings nicht nutzlos in irgend einem Lager liegen. „Daher ist das Material aus den dezentralen Einheiten der nationalen Großschadens- und Katastrophenhilfe zusammengestellt und steht im Normalfall vor Ort in Österreich zur Hilfe rund um die Uhr zur Verfügung“, erklärt der erfahrene Rotkreuz-Auslandsdelegierte und Notfallsanitäter aus Ried im Innkreis, Andreas Hattinger als Bundeskoordinator der so genannten AMP-Einheit (Advanced Medical Post).

Rund um die Uhr wurde im steirischen Labegg geübt. Auch bei Schneefall und Regen.

Rund um die Uhr wurde im steirischen Labegg geübt. Auch bei Schneefall und Regen.

Tutti Fratelli

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, allesamt langjährige Rotkreuz-Mitarbeiter, als KatastrophenhelferInnen, Rettungs- und NotfallsanitäterInnen, EinsatzmanagerInnen, NotärtztInnen und auch TechnikerInnen im Einsatz, wurden einerseits für den Rotkreuz-Einsatz im Ausland trainiert. Andererseits erfolgte eine Einschulung auf das bereitgestellte Material, gemeinsam wurde die technische, medizinische und logistische Infrastruktur trainiert, geplant und beübt.

Rotkreuz-Techniker bei der Installation der Hygieneeinheit im Behandlungszelt

Rotkreuz-Techniker bei der Installation der Hygieneeinheit im Behandlungszelt

Eine anstrengende 24-Stunden-Übung – Übungsannahme war ein starkes Erdbeben im adriatischen Raum – mit zahlreichen realistisch geschminkten FigurantInnen und Unterstützung der Gemeinde Ragnitz, sowie dem Steirischen und dem Kroatischen Roten Kreuz war der Abschluss des Trainings.

Die TeilnehmerInnen am siebentägigen Rotkreuz-Training in Laubegg.

Die TeilnehmerInnen am siebentägigen Rotkreuz-Training in Laubegg.

Für die Teilnehmer war das Training ähnlich lehrreich und interessant, wie für die Trainerinnen und Trainer, die am Abschlussabend erfreut feststellen konnten, dass alle ihre Erwartungen übertroffen werden konnten und die Befürchtungen nicht eingetroffen sind …

„Trotz aller Unterschiede an Material, Zeltaufbau-Technik, Uniformen und Herkunft bleibt trotzdem der Eindruck zurück zusammen an etwas Gutem und Großen mitgewirkt zu haben…unter dem Zeichen des Roten Kreuzes“, so Dr. Michael Kühnel, erfahrener Rotkreuz-Watsan-Delegierter und Arzt.

Besucher, Abbau und Heimreise, Tag 4 und Tag 5 – Übung “IPA CRO-FLOODS 2012 Field Exercise”

24. und 25. Mai 2012

Nach unserem erfolgreichen Umzug, warteten wir am 4. Tag im “neuen” Einsatzgebiet auf die Delegationen und Besucher. Fast pünktlich wurden sie dann auch mit einem Reisebus in das Übungsgebiet gebracht und besuchten auch die Trinkwasseraufbereitung.

TWA 4

Foto: ÖRK/Markus Glanzer

Was uns so interessant machte wahr wohl der Umstand, dass wir ein multinationales Rotkreuz-Team waren. Etwas, das im Kontext des Zivilschutzmechanismus wohl noch nicht bekannt und alltäglich war. Nach rund 20 Minuten war die Show vorbei und die Besucher wieder verschwunden.

THW Boot

Foto: ÖRK/Markus Glanzer

Ein Zuckerl für uns, bevor wir alles abbauten, war die Vorführung des THW.  Ein THW Boot wurde mit einem Super-Puma Helikopter in den See gehoben. Man sieht nicht jeden Tag fliegende Boote :) ! Nach der Show war zusammenpacken angesagt.  Die Anlage, der Tank und das Zelt war rasch verpackt und auf den LKW verladen. Anschließend ging es zurück in das Base Camp zur offiziellen “Closing Ceremony” und zur Übergabe der Urkunden.

Zum Abschluss gab es am Abend ein nette Grillerei mit kroatischen Spezialitäten und letzte Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit den anderen Teams. Ein gelungener Abend als Ausklang für eine nette Übung (mit Verbesserungspotential)! Am 5. Tag und nach Abbau des Rotkreuz-Camps ging es dann 4 Stunden über die Autobahn zurück nach Österreich, zurück in den Alltag.

Zum Abschluss möchte ich Euch etwas nicht vorenthalten! Den Emergen(c)y Alert, also die Notfall-Alarmanlage im Camp. Was es ist, kann man selbst erkennen :) :) (Wenn nicht, Stichwort Schubkarre/Scheibtruhe, etwas zweckentfremdet)! Es gab noch eine Metallstange als Alarmgeber dazu. Und es hat funktioniert…

Alarmanlage

Foto: ÖRK/Markus Glanzer

Wasseraufbereitung, Tag 2 und Tag 3 – Übung “IPA CRO-FLOODS 2012 Field Exercise”

22. und 23. Mai 2012

Morgens nach dem Frühstück brachen wir in das Übungsgelände auf. Unser Ziel für den 2. und 3. Tag war das Errichten der Trinkwasseraufbereitungsanlage und die Produktion von Trinkwasser für das fiktive Katastrophengebiet. Verwendet wurden dafür die beiden Trinkwasseraufbereitungsanlagen (TWA 4 und TWA 6) unserer kroatischen Kollegen/innen.

Zeltaufbau

Foto: ÖRK/Markus Glanzer

Für realistische Übungsbedingungen sorgte auch das Wetter, da es bereits in der Nacht geregnet hatte und auch tagsüber keine Besserung in Sicht war. Die Zufahrtswege und das Gelände verwandelte sich zunehmend in Schlamm und Morast. Aus diesem Grund wurden zuerst die Zelte aufgestellt, um die restlichen Materialien vor dem Wetter schützen zu können. Anschließend wurden beide Trinkwasseraufbereitungsanlagen und die Tanks aufgestellt. Am Nachmittag konnte dann bereits mit beiden Anlagen Trinkwasser produziert werden. Die mitgeführten Tanks (1x 1.000l, 1 x 5.000l und 1 x 10.000l) wurden mit sauberem Trinkwasser aufgefüllt.

TWA Aufbau

Foto:ÖRK/Markus Glanzer

Ob das Wasser auch tatsächlich abgeholt werden würde, wussten wir jedoch noch nicht (Es stellte sich am Ende der Übung heraus, dass lediglich ein Schlauchboot mit dem produzierten Wasser gewaschen wurde :) ). Am Abend des 2. Tages ging es dann zurück in das Base Camp und am 3. Tag in der Früh wieder raus ins Übungsgebiet. Während der Nachtstunden wurde die Anlage von einer Security-Firma bewacht.

Tag 3 brachte uns einige an Überraschungen. Bei der morgendlichen Einsatzbesprechung erfuhr unser Teamleader, dass das Water Purification Team für den nächsten Tag (Tag 4) in ein anderes Übungsgebiet umziehen muss. Die Wetterlage hatte sich soweit verschärft, dass die Delegationen und Besucher nicht in  das Übungsgebiet kommen können.

Matsch und Schlamm

Foto: ÖRK/Markus Glanzer

Zu viel Schlamm für die sauberen Schuhe! :) Und wenn der Prophet nicht zum Berg kommen kann, dann muss halt der Berg umziehen…

Gleich am Morgen des 3. Tages wurde die TWA 4 abgebaut und zum Umzug verladen. Das halbe Team zog mit der Anlage um und baute diese am neuen Standort wieder auf. Der Rest des Teams blieb noch am alten Standort und baute dort die TWA 6 ab, reinigte alles und die gesamte Anlage wurde fix und fertig auf dem LKW verpackt. Ein weiterer Einsatz bei dieser Übung wurde nicht mehr in Betracht gezogen. Auch von der Übungsleitung wurde bestätigt, dass eine Anlage zum “Herzeigen” genügt.

Die neue Location lag rund 10 Kilometer entfernt an einem Bagger-See.

Neues TWA Camp

Foto: ÖRK/Markus Glanzer

Die Zufahrtswege waren alle gut ausgebaut und die Plätze mit Schotter fixiert. Also perfekt für Beobachter geeignet :) ! Am späten Nachmittag trafen beide Team-Teile wieder zusammen und es wurde noch der Ablauf des nächsten Tages besprochen.  Am Abend ging es wieder zurück ins Base-Camp und zum “Socializing” mit den anderen Teams.

Ankunft in Rakitje, Zagreb – Übung “IPA CRO-FLOODS 2012 Field Exercise”

Leider war die Internetverbindung in Rakitje nicht die Beste und daher komme ich erst jetzt zum Bloggen.

Montag, 21. Mai 2012

Nach einer 4-stündigen Fahrt auf der Autobahn und nur einmal falsch abbiegen, erreichten wir das “Warehouse” des Kroatischen Roten Kreuzes in Zagreb. Hier trafen wir alle kroatische und slowenische Kollegen/innen für die gemeinsame Weiterreise in das Übungsgebiet. Vom Warehouse fuhren wir im Konvoi in das Übungsgebiet nach Rakitje. Rakitje ist ein Vorort im Süd-Westen von Zagreb. Bei unserem ersten Kontakt mit den Behörden im Übungsgebiet, wurde der “Host Nation Support” – eine Art Rezeption für internationale Hilfsmannschaften -  simuliert.

Unser Camp

Foto: ÖRK/Markus Glanzer

Hier erhielten wir unsere ersten und auch noch sehr ungenauen Informationen. Unsere ersten Aufgaben: 1) Base Camp finden und 2) Assessment im Übungsgebiet durchführen. Nach erfolgreicher Suche nach dem Base Camp, konnten unsere Unterkünfte für die nächsten Tage rasch errichtet werden. Unser “Rotkreuz-Camp” im Camp bestand aus 4 Zelten (3 Schlafzelte und 1 Zelt für soziale Aktivitäten), mitten im eigentlichen Camp des ETS-Modules (Emergency Temporary Shelter) von THW (Technisches Hilfswerk Deutschland)  und MSB (Swedish Civil Contingencies Agency).

Ein Teil des Teams war für die Einrichtung unseres Camps verantwortlich und der andere Teil führte das Assessment durch. Mit dabei im Assessment-Team waren Ico unser Teamleader, Mike unser Deputy Teamleader, Ana unser Liaison Officer für LEMA (Local Emergency Management Authority) und ich als Liaison Officer für das OSOCC (On-Site Operations Coordination Centre). Ausgerüstet mit Kartenmaterial, GPS und Kamera fuhren wir in das fiktive Katastrophengebiet.

Assessment

Foto:ÖRK/Markus Glanzer

Der On-Site Commander gab uns ein erstes Briefing für das Water Purification Team. Aufgrund des anhaltenden Regens trat der an Rakitje vorbeifließ?ende Fluss über die Ufer und hat die gesamte Gegend überschwemmt. Mehr als 1000 Häuser standen vollständig unter Wasser und rund 40.000 Einwohner/innen wurden evakuiert.

Nach Beendigung des Assessment und Rückkehr in das Camp, wurden die restlichen Kollegen/innen über die Situation informiert. Ico gab uns noch kurz die Instruktionen für den Folgetag und dann ging unser erster Übungstag mit der offiziellen Eröffnungszeremonie zu Ende.

 

Washington D.C.

Flaggen vorm RC Gebäude in Washington

American Red Cross, Washington

Nach einer sehr unproblematischen Einreise sind wie mittlerweile den
3 Tag in Washington und haben einiges an Meetings hinter uns. Die erste Challenge in den USA war die Zusammenführung der Reisegruppe, denn wir waren bei der Ankunft nur 6 Teilnehmer… Einer saß in New York fest und drei hatten den Flug verpasst! :-) Innerhalb der folgenden 24 Stunden konnten die Nachzügler die Gruppe jedoch noch erreichen…

Am Montag (15.08.) fanden wir uns zum ersten Briefing im Department of State ein. Begrüßung, Formulare ausfüllen (ganz was neues), die Reisekassa ausfassen und weiter zum “federal briefing” mit Professor White von der “Catholic University of Washington”. Very interesting presentation! So unähnlich sind die USA und good old Österreich gar nicht..

Heute (Dienstag, 16.08.) war ein weiterer Tag voll mit interessanten Vorträgen über das nationale und internationale Katastrophenmanagement in den USA. FEMA und USAID gaben uns einen ausführlichen Eindruck in ihre Arbeit. Am Nachmittag stand etwas auf dem Programm, was mein “Rotkreuz-Herz” höher schlagen lies… You are invited to the American Red Cross Headquarter! Ein wunderschönes Gebäude im Herzen von Washington, mit sehr netten MitarbeiterInnen und interessanten Vorträgen.

Morgen steht die Fairfax Volunteer Firebrigade Search & Rescue am Programm und dann gehts weiter nach San Francisco…

Health workshop in Bangkok, Thailand

From 12th to 16th of October, the International Federation of the Red Cross/Red Crescent (IFRC) organized a workshop in Bangkok. It was a “Lessons Learned and Monitoring/Evaluation” workshop of Community Based Health Programs within the Asia/Pacific Zone.

Cornelio (Head of Health Department at Timorese Red Cross) is presenting the Community Based Health Approach Model with the 7 different modules

Cornelio (Head of Health Department at Timorese Red Cross) is presenting the Community Based Health Approach Model with the 7 different modules

All together 40 participants from all over Asia came together to discuss their experiences and lessons learned of their implementing community health projects. In Timor-Leste a Water/Sanitation project with community based health components is implemented by CVTL (Cruz Vermelha de Timor Leste/East Timor Red Cross). Austrian Red Cross, with funds from the European Commission, is supporting CVTL with the implementation (technical inputs/support).

Participants from the Asia/Pacific Zone at the Community Based Health workshop in Bangkok

From Timor-Leste, the Health Coordinator of CVTL, our Health Project Officer, the Federation Health Delegate and myself participated and my Timorese colleagues presented the ongoing health projects.

It was very interesting to hear that experiences among Timor-Leste and other Asian countries are similar and to have group discussions about future possibilities to improve project implementation in the future. Especially, since I only started my mission in Timor-Leste two months ago, I was able to gain a good overview of ongoing projects within the region and the key successes others of the new Community Based Health project approach the Federation was introducing last year.

Overall, it was a creative, interactive as well as challenging week as we developed recommendations and future steps to ensure continuous success of health project implementation. Further, we discussed about ways to monitor and evaluate them accordingly.

Best greetings from Dili – ate logu!

martha

Saubere Hände – eine Schule feiert den Global Handwashing Day

In Nam Küng feierten mehr als 300 Schüler im Alter von 10-17 Jahren den „Globalen Hände-Waschtag“ mit Rot-Kreuz-Mitarbeitern.

... eifriges Händewaschen

Mit einem Quiz wurde das Hygienewissen der Schüler getestet und gleichzeitig Wissen vermittelt. Die Schüler lernten, welche Krankheiten über ungewaschene Hände übertragen werden können und wie man sich dagegen durch Händewaschen schützen kann.

Richtiges Händewaschen in 7 Schritten: eine Anleitung findet sich auf vielen Umschlägen von Schulheften

Händewaschen mit Seife kann das Risiko der Übertragung von Durchfallerkrankungen, Atemwegserkrankungen, Wurmerkrankungen, Hautausschlägen, Augenentzündungen, SARS, Grippe einschließlich Vogelgrippe und Schweinegrippe vermindern.

Einwerfen gemäß eigenem Hände-Wasch-Verhalten. Auch Mönche (Novizen in orangen Roben) lernen in Nam Küng

Nachdem Erdnüsse an die Schüler verteilt wurden, wurden sie gebeten diese entsprechend ihres Hände-Wasch-Verhaltens in eine der 3 bereitgestellten Boxen mit einem dem Hände-Wasch-Verhalten entsprechenenden Bild zu werfen.
Die Auszählung ergab, dass sich 8 Schüler die Hände nach der Toilette nicht wuschen, 118 wuschen sich ohne Seife und 187 wuschen die Hände mit Seife.

Hände-Wasch-Wettbewerb

Bei einem „Hände-Wasch-Wettbewerb“ führten 12 Schüler vor, wie sie sich ihre Hände mit Seife waschen und wurden von einem strengen „Hände-Wasch-Kommittee“ beurteilt.

... alle singen eifrig mit

Dazu sangen alle Schüler ein „Hände-Wasch-Lied“.

... ein Spiel, bei dem niemand sauber blieb.

12 Schüler mussten aus einer Schale Mehl einen Zettel herausfischen, auf dem für jeden Schüler eine Anweisung stand: z.B.: iss eine Banane, iss ein Keks. 8 Studenten wuschen sich die Hände vor dem Essen, die anderen 4 vergaßen darauf.

Dieses Spiel sollte die Aufmerksamkeit darauf lenken, dass Händewaschen vor dem Essen eine Handlung ist, die ein gewisses Bewusstsein erfordert und einige Male eingeübt werden muss um zur automatischen Handlung zu werden.

Ups, Hände nicht gewaschen!

Mit Hilfe der großen „Hygiene-Hand“ wurden nochmals die Übertragungswege von Fäkalbakterien erklärt. Es wurde aufgezeigt, dass besonders Latrinen und Händewaschen wichtige Barrieren zur Unterbrechung der Übertragungswege und damit zur Verbesserung der Gesundheitssituation sind.

Wer findet das richtige Wort im Buchstabensalat?

Zum Schluss mussten die Schüler aus Wörtern mit vertauschten Buchstaben die richtigen Wörter herausfinden, die alle im Zusammenhang mit Händewaschen standen.

Sun, Dust and Tea

Die Entwicklungspolitischen Filmtage in Linz kommen gerade rechtzeitig um euch mit ein paar Neuigkeiten aus dem Sudan zu versorgen.

Gemeinsam mit Georg Ecker und Sanja Faraguna (Kroatisches Rotes Kreuz) befinde ich mich gerade im Sudan, genauer gesagt in El Obeid wo wir als Trainer an einem WatSan Disaster Response Kit Training teilnehmen.

El Obeid/Sudan

Ich bin nun schon seit ca. 2 Monaten im Sudan und habe in den letzten Wochen hauptsaechlich den Projekt Manager des OeRK, Abdallah Salisu, bei den Vorbereitungen fuer dieses Training unterstuetzt.

Mittlerweile ist der Rest des Trainerteams eingetroffen und wir befinden uns gerade mitten in den Vorbereitungen fuer das zweite und letzte Training.

Nach einer Woche koennen wir zwar behaupten, dass wir sehr gut vorbereitet sind und die kommenden Tage ein leichtes Spiel werden, doch geizt dieses Land nicht mit Ueberraschungen und belehrt uns Europaeer nicht selten eines besseren.

Aber es sind Erlebnisse der besonderen Art die diese Arbeit und vor allem dieses Land auch sehr interessant machen.

Begegnungen mit Nomaden, die durch unsere Training Area ziehen, die unglaubliche Tierwelt und vor allem der Kontakt mit den Sudanesen hier.

Nomaden im Sudan

Nachdem ich mich nun schon seit 2 Monaten fast ausschliesslich in El Obeid aufhalte, konnte ich einen sehr guten Einblick in das Wesen und die Arbeit meiner sudanesischen Kollegen bekommen, die uns tatkraeftig unterstuetzen, um alles so reibungslos wie moeglich ueber die Buehne zu bringen.

Die Trainings hier unterscheiden sich im Wesentlichen nicht wirklich von dem, was wir in Europa an ERU Trainings haben. Sie sind von Equipment und Aufbau her ident. Oder SAME SAME wie wir hier sagen wuerden.

Wir freuen uns schon wieder auf eine spannende letzte Woche im Sudan in der Sonnenschein, Staub und Tee wieder unsere staendigen Begleiter sein werden, verpackt in sudanesisches Lebensgefuehl, das wir hier hautnah miterleben duerfen.

Ma sa salam

Flo, Georg, Sanja

Bereit für den Ernstfall: internationales Rotkreuz-Training für Trinkwasserexpertinnen und -Experten

Ende September trafen sich rund 30 Trinkwasser-expertinnen und -Experten aus Österreich, Kroatien und Slowenien im Kroatischen Buzet zu einer Trainingswoche. Die Kärntner Rotkreuz-Mitarbeiterin Katrin Melischnig berichtet über ihre Eindrücke dieser Veranstaltung.

Trinkwasser-Expertentraining des Roten Kreuzes in Kroatien Credit: ÖRK/Karin Melischnig

Der Sinn des Trainings war es, ein möglichst realistisches Szenario eines Notfall-Einsatzes für die Teilnehmerinnen der verschiedenen Rotkreuz-Gesellschaften nachzustellen. Anhand dieser Übung sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer  lernen können, was die Aufgaben und Tätigkeiten eines Rotkreuz-Einsatzteams (ERU, Emergency Response Unit) im Rahmen einer Katastrophe sind und welche organisatorischen Maßnahmen von den Teams zu ergreifen sind.

Vom ersten „rapid assessment“  – dem schnellen Einschätzen der Lage vor Ort –  und dem Treffen mit den Katastrophenhelfern des  nationalen Roten Kreuz im Einsatzgebiet, über das Errichten des Camps und dem Aufbauen der Anlage gemeinsam mit dem ERU-Team, dem Produzieren von reinem Trinkwasser, den regelmäßigen Laborkontrollen des Wassers, bis hin zum Transport und der Ausgabe des „Notfallmedikaments Nummer 1“  an die Bevölkerung, wurde alles durchgespielt und kritisch überprüft.

Das Training selbst war geeignet,  ein Team von Rotkreuz-Katastrophenhelfern auf Realeinsätze vorzubereiten und sollte daher möglichst realistisch sein. Vergleichbar zum Beispiel mit einer Situation wie in Pakistan:  Überflutungen, Erdbeben, eine Katastrophe wo die betroffenen Familien dringend (Trink-)Wasser brauchen.

Die ersten Tage konzentrierten wir uns darauf, unseren Wissenstand über die verschiedenen Wasseraufbereitungs-Anlagen aufzufrischen, die im internationalen Rotkreuz-Einsatz in Verwendung sind. Wir arbeiteten mit der alten Berkefeld-Anlage, der LMS, der Scanwater und der neuen Berkefeld-Anlage. Die chemischen Grundlagen der Trinkwasseraufbereitung sind bei allen Anlagen relativ ähnlich, auch die eingesetzten Substanzen unterscheiden sich, nur die Art der Anwendung dieser Chemikalien ändert sich.

Die Gruppe von ca. 30 Teilnehmern (Ausbildner inklusive) wurde in vier Teams aufgeteilt, die jeweils eigene Missionen lösen mussten. Zu jedem Team wurden ein Ausbildner und ein Fahrer eingeteilt. Wir wurden mit einem LKW, der das gesamte Equipment (Wasseraufbereitungs-Anlage, Zelte, Feldbetten, Tanks, Chemie,…) geladen hatte, einem Laptop, Funkgeräten, einem Geländewagen, usw. versorgt und zu unserem „Einsatzort“ geschickt. Das ganze war natürlich nicht komplikationslos:  wir hatten auch mit den Problemen die man in einem echten Einsatz erwarten kann, zu kämpfen (Equipment nicht komplett, beschränkter Platz zum Aufbauen des Camps, Funksignalstörungen, … ).

Ich persönlich hatte bei diesem Training erstmals die Möglichkeit, als Teamleaderin eingesetzt zu werden. Die Teamleaderin muss den Überblick über das Geschehen behalten, koordiniert, motiviert und führt die anderen Teammitglieder, hält Kontakt zum Basecamp, dem nationalen Roten Kreuz und anderen Organisationen. Zusätzliche Aufgaben des Teamleaders sind es, regelmäßigen Besprechungen beizuwohnen, Berichte zu schreiben, Entscheidungen betreffend der Wasserproduktion und dem Lebensstandard im Camp zu treffen und das Team zusammenzuhalten.

Ein wichtiger Punkt dieses Trainings war es, so nah wie möglich an reale Einsatzbedingungen heranzukommen. Die Teams sollten bestmöglich darauf vorbereitet werden, was sie erwarten kann, wenn sie in einen realen Einsatz in ein Katastrophengebiet entsendet werden.

Trinkwasser-Expertentraining des Roten Kreuzes in Koatien Credit: ÖRK/Karin Melischnig

Trinkwasser-Expertentraining des Roten Kreuzes in Koatien Credit: ÖRK/Karin Melischnig

Jedes der vier Teams wurde unterschiedlichen Einsatzorten mit unterschiedlichen Besonderheiten zugeteilt. Nach unserem Eintreffen am „Einsatzort“, lernten wir, wie wichtig es ist, einen gut zugänglichen Ort als Camp zu wählen. Bäume und Sträucher versperrten teilweise den Weg zum Camp und es war nur mit Teamarbeit möglich, den Weg für den LKW freizumachen. Der Platz für die Zelte und die Wasseraufbereitungs-Anlage mit den Tanks war knapp bemessen – gute Planung war daher die erste Priorität, um später ein effektives Arbeiten zu ermöglichen. Obwohl es unter Tage sehr warm war, war es in den Nächten teilweise empfindlich kalt, was gute Vorbereitung auf die Nacht erforderlich machte.

Als wir den Lastwagen entladen hatten bemerkten wir, dass einige für den Aufbau der Trinkwasseranlage benötigte Dinge fehlten. Das kann trotz aller guter Vorbereitung natürlich auch im echten Einsatz vorkommen und erfordert dann schnelle Lösungsvorschläge und Einfallsreichtum. In unserem Fall machte ich eine schnelle Bestandsaufnahme der vorhandenen Teile und eruierte, was fehlt, um es dann bei den benachbarten Teams auszuleihen. Trotz einiger fehlender Teile an der Anlage war es uns möglich am Ende des ersten Tages 6.000 bis 7.000 Liter gutes Trinkwasser zu produzieren.

Am nächsten Tag fuhren wir mit der Produktion fort. Bald konnten die Pumpen – alle fehlenden Teile waren nun schon beschafft – mit voller Kapazität arbeiten: 2.000 l Trinkwasser pro Stunde. Von 9 Uhr bis 15 Uhr machte das dann insgesamt 12.000 Liter aus. Im Vergleich bewiesen die Labortests, dass wir das reinste Wasser aller vier Teams produzieren konnten.

Die nächste Herausforderung war eine Nachricht aus dem Basecamp: schlechtes Wetter verbunden mit Regen und Überflutungen war angesagt. In Anbetracht der Lage der Team-Camps war es sehr wahrscheinlich dass sie überflutet werden würden, oder dass es uns nach Regenfällen nicht mehr möglich sein würde, mit dem LKW unser Material abzutransportieren. Daher wurde schnell die Entscheidung getroffen das Camp abzubauen um der Überflutung zu entgehen. Nach dem Abbauen brachen wir in Richtung Basecamp auf. Dort jedoch stellte sich in der Nacht heraus, dass auch das Basecamp überflutet werden würde. Daher übersiedelten wir für die letzte Nacht und den letzten Abend in eine kleine Halle in Buzet.

Während des gesamten Trainings erlebten wir die sehr gute Kooperation, das team-work und die gute Stimmung zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Österreicher, Kroatien und Slowenien. Das ist typisch für die Art, wie Rotkreuz-Mitarbeiterinnen und –Mitarbeiter weltweit  arbeiten, um die Betroffenen nach Katastrophen zu versorgen. „Tutti fratelli“  – italienisch für „Alles Brüder“ ist daher der Wahlspruch für die unterschiedslose Kooperation zur Hilfe.

Die Ausbildner und Organisatoren des Trainings versuchten, realistische Gegebenheiten nachzustellen und hatten damit auch Erfolg: bis hin zur letzten Aufgabe, das Basecamp im Schlamm abzubauen und die Zelte zu reinigen. Das Training begann und endete damit wie ein echter Einsatz.

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher beim Trinkwasser-Expertentraining des Roten Kreuzes in Koatien Credit: ÖRK/Karin Melischnig

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher beim Trinkwasser-Expertentraining des Roten Kreuzes in Koatien Credit: ÖRK/Karin Melischnig

Die Übung wurde von vielen Besuchern beobachtet, unter anderem von Kinder aus Schulen und Kindergärten, Medien, dem örtlichen Bürgermeister und natürlich von hochrangigen Mitgliedern des Kroatischen und des Österreichischen Roten Kreuzes.

Das Trinkwassertraining fand im Rahmen des EU-finanzierten Projekts XH2O statt.  Das Hauptziel von  XH2O ist es, ein grenzübergreifendes und multinationales Wasser-Aufbereitungs-Modul nach den Standards des europäischen Zivilschutzmechanismus zu schaffen. XH2O wird organisiert vom Österreichischen Roten Kreuz und unterstützt von den Projektpartnern: dem Kroatischen Roten Kreuz und dem Slowenischen Roten Kreuz.