Besucher, Abbau und Heimreise, Tag 4 und Tag 5 – Übung “IPA CRO-FLOODS 2012 Field Exercise”

24. und 25. Mai 2012

Nach unserem erfolgreichen Umzug, warteten wir am 4. Tag im „neuen“ Einsatzgebiet auf die Delegationen und Besucher. Fast pünktlich wurden sie dann auch mit einem Reisebus in das Übungsgebiet gebracht und besuchten auch die Trinkwasseraufbereitung.

TWA 4

Foto: ÖRK/Markus Glanzer

Was uns so interessant machte wahr wohl der Umstand, dass wir ein multinationales Rotkreuz-Team waren. Etwas, das im Kontext des Zivilschutzmechanismus wohl noch nicht bekannt und alltäglich war. Nach rund 20 Minuten war die Show vorbei und die Besucher wieder verschwunden.

THW Boot

Foto: ÖRK/Markus Glanzer

Ein Zuckerl für uns, bevor wir alles abbauten, war die Vorführung des THW.  Ein THW Boot wurde mit einem Super-Puma Helikopter in den See gehoben. Man sieht nicht jeden Tag fliegende Boote :)! Nach der Show war zusammenpacken angesagt.  Die Anlage, der Tank und das Zelt war rasch verpackt und auf den LKW verladen. Anschließend ging es zurück in das Base Camp zur offiziellen „Closing Ceremony“ und zur Übergabe der Urkunden.

Zum Abschluss gab es am Abend ein nette Grillerei mit kroatischen Spezialitäten und letzte Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit den anderen Teams. Ein gelungener Abend als Ausklang für eine nette Übung (mit Verbesserungspotential)! Am 5. Tag und nach Abbau des Rotkreuz-Camps ging es dann 4 Stunden über die Autobahn zurück nach Österreich, zurück in den Alltag.

Zum Abschluss möchte ich Euch etwas nicht vorenthalten! Den Emergen(c)y Alert, also die Notfall-Alarmanlage im Camp. Was es ist, kann man selbst erkennen 🙂 🙂 (Wenn nicht, Stichwort Schubkarre/Scheibtruhe, etwas zweckentfremdet)! Es gab noch eine Metallstange als Alarmgeber dazu. Und es hat funktioniert…

Alarmanlage

Foto: ÖRK/Markus Glanzer

Wasseraufbereitung, Tag 2 und Tag 3 – Übung “IPA CRO-FLOODS 2012 Field Exercise”

22. und 23. Mai 2012

Morgens nach dem Frühstück brachen wir in das Übungsgelände auf. Unser Ziel für den 2. und 3. Tag war das Errichten der Trinkwasseraufbereitungsanlage und die Produktion von Trinkwasser für das fiktive Katastrophengebiet. Verwendet wurden dafür die beiden Trinkwasseraufbereitungsanlagen (TWA 4 und TWA 6) unserer kroatischen Kollegen/innen.

Zeltaufbau

Foto: ÖRK/Markus Glanzer

Für realistische Übungsbedingungen sorgte auch das Wetter, da es bereits in der Nacht geregnet hatte und auch tagsüber keine Besserung in Sicht war. Die Zufahrtswege und das Gelände verwandelte sich zunehmend in Schlamm und Morast. Aus diesem Grund wurden zuerst die Zelte aufgestellt, um die restlichen Materialien vor dem Wetter schützen zu können. Anschließend wurden beide Trinkwasseraufbereitungsanlagen und die Tanks aufgestellt. Am Nachmittag konnte dann bereits mit beiden Anlagen Trinkwasser produziert werden. Die mitgeführten Tanks (1x 1.000l, 1 x 5.000l und 1 x 10.000l) wurden mit sauberem Trinkwasser aufgefüllt.

TWA Aufbau

Foto:ÖRK/Markus Glanzer

Ob das Wasser auch tatsächlich abgeholt werden würde, wussten wir jedoch noch nicht (Es stellte sich am Ende der Übung heraus, dass lediglich ein Schlauchboot mit dem produzierten Wasser gewaschen wurde 🙂 ). Am Abend des 2. Tages ging es dann zurück in das Base Camp und am 3. Tag in der Früh wieder raus ins Übungsgebiet. Während der Nachtstunden wurde die Anlage von einer Security-Firma bewacht.

Tag 3 brachte uns einige an Überraschungen. Bei der morgendlichen Einsatzbesprechung erfuhr unser Teamleader, dass das Water Purification Team für den nächsten Tag (Tag 4) in ein anderes Übungsgebiet umziehen muss. Die Wetterlage hatte sich soweit verschärft, dass die Delegationen und Besucher nicht in  das Übungsgebiet kommen können.

Matsch und Schlamm

Foto: ÖRK/Markus Glanzer

Zu viel Schlamm für die sauberen Schuhe! 🙂 Und wenn der Prophet nicht zum Berg kommen kann, dann muss halt der Berg umziehen…

Gleich am Morgen des 3. Tages wurde die TWA 4 abgebaut und zum Umzug verladen. Das halbe Team zog mit der Anlage um und baute diese am neuen Standort wieder auf. Der Rest des Teams blieb noch am alten Standort und baute dort die TWA 6 ab, reinigte alles und die gesamte Anlage wurde fix und fertig auf dem LKW verpackt. Ein weiterer Einsatz bei dieser Übung wurde nicht mehr in Betracht gezogen. Auch von der Übungsleitung wurde bestätigt, dass eine Anlage zum „Herzeigen“ genügt.

Die neue Location lag rund 10 Kilometer entfernt an einem Bagger-See.

Neues TWA Camp

Foto: ÖRK/Markus Glanzer

Die Zufahrtswege waren alle gut ausgebaut und die Plätze mit Schotter fixiert. Also perfekt für Beobachter geeignet :)! Am späten Nachmittag trafen beide Team-Teile wieder zusammen und es wurde noch der Ablauf des nächsten Tages besprochen.  Am Abend ging es wieder zurück ins Base-Camp und zum „Socializing“ mit den anderen Teams.

Ankunft in Rakitje, Zagreb – Übung “IPA CRO-FLOODS 2012 Field Exercise”

Leider war die Internetverbindung in Rakitje nicht die Beste und daher komme ich erst jetzt zum Bloggen.

Montag, 21. Mai 2012

Nach einer 4-stündigen Fahrt auf der Autobahn und nur einmal falsch abbiegen, erreichten wir das „Warehouse“ des Kroatischen Roten Kreuzes in Zagreb. Hier trafen wir alle kroatische und slowenische Kollegen/innen für die gemeinsame Weiterreise in das Übungsgebiet. Vom Warehouse fuhren wir im Konvoi in das Übungsgebiet nach Rakitje. Rakitje ist ein Vorort im Süd-Westen von Zagreb. Bei unserem ersten Kontakt mit den Behörden im Übungsgebiet, wurde der „Host Nation Support“ – eine Art Rezeption für internationale Hilfsmannschaften –  simuliert.

Unser Camp

Foto: ÖRK/Markus Glanzer

Hier erhielten wir unsere ersten und auch noch sehr ungenauen Informationen. Unsere ersten Aufgaben: 1) Base Camp finden und 2) Assessment im Übungsgebiet durchführen. Nach erfolgreicher Suche nach dem Base Camp, konnten unsere Unterkünfte für die nächsten Tage rasch errichtet werden. Unser „Rotkreuz-Camp“ im Camp bestand aus 4 Zelten (3 Schlafzelte und 1 Zelt für soziale Aktivitäten), mitten im eigentlichen Camp des ETS-Modules (Emergency Temporary Shelter) von THW (Technisches Hilfswerk Deutschland)  und MSB (Swedish Civil Contingencies Agency).

Ein Teil des Teams war für die Einrichtung unseres Camps verantwortlich und der andere Teil führte das Assessment durch. Mit dabei im Assessment-Team waren Ico unser Teamleader, Mike unser Deputy Teamleader, Ana unser Liaison Officer für LEMA (Local Emergency Management Authority) und ich als Liaison Officer für das OSOCC (On-Site Operations Coordination Centre). Ausgerüstet mit Kartenmaterial, GPS und Kamera fuhren wir in das fiktive Katastrophengebiet.

Assessment

Foto:ÖRK/Markus Glanzer

Der On-Site Commander gab uns ein erstes Briefing für das Water Purification Team. Aufgrund des anhaltenden Regens trat der an Rakitje vorbeifließ?ende Fluss über die Ufer und hat die gesamte Gegend überschwemmt. Mehr als 1000 Häuser standen vollständig unter Wasser und rund 40.000 Einwohner/innen wurden evakuiert.

Nach Beendigung des Assessment und Rückkehr in das Camp, wurden die restlichen Kollegen/innen über die Situation informiert. Ico gab uns noch kurz die Instruktionen für den Folgetag und dann ging unser erster Übungstag mit der offiziellen Eröffnungszeremonie zu Ende.

 

Wenn Kroatien in den Fluten versinkt! – Übung „IPA CRO-FLOODS 2012 Field Exercise“

Schwere Regenfälle im Norden und Nord-Westen des Landes, Überflutungen rund um Zagreb, rund 1000 Industrie- und Wohngebäude stehen unter Wasser, es gibt tote und vermisste Personen und Kroatien wendet sich mit einem Hilfeersuchen an die Europäische Union.

So lautet die Übungsannahme für eine internationale Übung im Bereich von Zagreb, die vom 21. – 25. Mai 2012 über die Bühne geht. Das Österreichische Rote Kreuz nimmt als Teil eines multinationalen EU-Moduls, gemeinsam mit dem Kroatischem und Slowenischen Roten Kreuz, an dieser Übung teil. Die Aufgabe dieses „Water Purification Module“ besteht in der Wasseraufbereitung im fiktiven Katastrophengebiet. Mein Beitrag im Team ist die Position des „Liaison Officer“, sozusagen das Verbindungsglied zu anderen Modulen, anderen Organisationen und den lokalen Behörden. Am Montag, den 21. Mai frühmorgens, geht es los. Nach einem ersten Briefing im Generalsekretariat des ÖRK brechen wir Richtung Kroatien auf, wo wir mit dem restlichen Team und unserem Team Leader  zusammentreffen.

Je nach vorhandener Internetverbindung im „Katastrophengebiet“ werde ich ein paar Bilder und Beiträge zur Übung hier im Einsatz-Blog posten. Jetzt muss ich mich aber noch vorbereiten, meine Sachen zusammenpacken und meinen Regenschutz suchen, denn für nächste Woche ist tatsächlich Regen in der Region angesagt. Es warten also realistische Übungsbedingungen auf uns! 😉

 

 

Washington D.C.

Flaggen vorm RC Gebäude in Washington

American Red Cross, Washington

Nach einer sehr unproblematischen Einreise sind wie mittlerweile den
3 Tag in Washington und haben einiges an Meetings hinter uns. Die erste Challenge in den USA war die Zusammenführung der Reisegruppe, denn wir waren bei der Ankunft nur 6 Teilnehmer… Einer saß in New York fest und drei hatten den Flug verpasst! 🙂 Innerhalb der folgenden 24 Stunden konnten die Nachzügler die Gruppe jedoch noch erreichen…

Am Montag (15.08.) fanden wir uns zum ersten Briefing im Department of State ein. Begrüßung, Formulare ausfüllen (ganz was neues), die Reisekassa ausfassen und weiter zum „federal briefing“ mit Professor White von der „Catholic University of Washington“. Very interesting presentation! So unähnlich sind die USA und good old Österreich gar nicht..

Heute (Dienstag, 16.08.) war ein weiterer Tag voll mit interessanten Vorträgen über das nationale und internationale Katastrophenmanagement in den USA. FEMA und USAID gaben uns einen ausführlichen Eindruck in ihre Arbeit. Am Nachmittag stand etwas auf dem Programm, was mein „Rotkreuz-Herz“ höher schlagen lies… You are invited to the American Red Cross Headquarter! Ein wunderschönes Gebäude im Herzen von Washington, mit sehr netten MitarbeiterInnen und interessanten Vorträgen.

Morgen steht die Fairfax Volunteer Firebrigade Search & Rescue am Programm und dann gehts weiter nach San Francisco…

Dili, Timor Leste – First Impressions

Nicht einmal eine Woche ist es her, das ich mit jede Menge Gepaeck am Flughafen eingecheckt und mich auf den Weg ans andere Ende der Welt begeben habe.  Mittlerweile ist es Sonntag Abend und ich lasse die erste Woche Revue passieren…

Bis Singapur habe ich eigentlich nicht gemerkt, dass ich die gewohnte, „westliche“ Welt verlasse. Beim Anflug auf Dili hab ich aber schon gemerkt, dass es hier, nicht unerwartet, anders zugeht. Eine von Palmen gesaeumte Flugpiste, gefolgt von eienem open-air-immigration procedure – nicht schlechter, aber ganz anders eben. Vom Flughafen gings direkt ins einfache, aber saubere Hotelzimmer. Jetzt wo es mit einer Kochplatte, Mosquito-Netz und funktionierendem Internet ausgestattet ist, laesst es sich (dank AC) auch ganz gut leben. Die Fahrt war, wie erwartet, abenteuerlich. Nicht nur, das man hier, wie auf allen anderen Inseln auch, auf der linken Seite faehrt (mehr oder weniger),  sondern viel mehr, wie hier auf schlaglochdurchzogenen Strassen gefahren wird haben dazu gefuerht, dass ich bis jetzt freundlicherweise von Martina, der derzeitigen WatSan-Delegierten chauffiert wurde. Ab morgen wird das aber anders, da werf ich mich mit unserem aeltesten Landcruiser ins Getuemmel. Am Abend habe ich dann auch Martha (die derzeitige Health-Delegierte) und Silke (ihre Nachfolgerin) kennengelernt. Alle drei Kolleginnen sind super nett und haben mich herzlichst willkommen geheissen. Beim Einkaufen im Supermarkt und auch beim Abendessen war mir auch schnell klar, dass das Leben hier wesentlich teurer ist als erwartet. Bleibt zu hoffen, dass der Dollar weiterhin so schwach zum Euro steht.

In den naechsten Tagen habe ich dann sehr viele Kolleginnen und Kollegen vom Timoresischen Roten Kreuz (CVTL) und von der Foederation kennengelernt. Auch hier wurde ich von allen mit offenen Armen empfangen. Was die Arbeit angeht kann ich noch nicht allzu viel berichten, allerdings wird sich das ab Morgen sicher aendern und es wird mir, so viel ist sicher, nicht langweilig werden. Gestern haben Martina, Silke und ich den Tag genutzt, um zu einem nahegelegenen Strand zu fahren. Feiner Sand, kaum Menschen, klares Wasser – Schnorchelherz was willst du mehr… Richtig: das sich das gesichtete Krokodil von dort wieder verzieht…   Nach einem leckeren Abendessen bei Martha gings dann weiter ins Nachtleben von Dili, das auch zu gefallen weiss…

so long, Christoph

Diashow: Rotkreuz-Hilfe in Haiti

Haiti wurde am 12.1.2010 am späten Nachmittag Ortszeit von einem Erdbeben der Stärke 7.0 Richter Skala bzw. mehreren starken Nachbeben erschüttert. Das Epizentrum lag ca. 22 km von der Hauptstadt Port-au-Prince (inkl. Provinz 2,2 Mio Einwohner). Das Gesamtausmaß des Schadens ist noch immer nicht ganz klar, da die Kommunikation mit Haiti weiterhin nur mangelhaft funktioniert. Es wird jedoch von schweren Personen- und Sachschäden mit vielen Tausend Opfern ausgegangen.

[iframe: src=“http://www.flickr.com/slideShow/index.gne?set_id=72157623207618658″ frameborder=“0″ width=“ 500″ height=“500″ scrolling „no“]

Die Hilfsaktion des Roten Kreuzes ist voll angelaufen. Zahlreiche lokale und internationale Rotkreuz HelferInnen sind bereits vor Ort und führen Sucharbeiten nach Verschütteten durch bzw. versorgen die Überlebenden mit dem Notwendigsten.

Alle Informationen zur Erdbebenhilfe des Österreichischen Roten Kreuzes immer aktuell unter http://www.roteskreuz.at/Haiti. Aktuelle Neuigkeiten findet man auch bei Twitter: www.twitter.com/roteskreuzat beziehungsweise auf Facebook.

Das Rote Kreuz bittet um Spenden. Unterstützen Sie die Erdbebenopfer in Haiti durch Ihre Spende. spende.roteskreuz.at?code=SERHAI oder per SMS: 0664 660 0020

Gerne können Sie diese Nachricht weiterleiten oder per SMS verbreiten.

Mit freundlichen Grüssen,

Gerald Czech

Webmaster Österreichisches Rotes Kreuz

Wasserleitung für Namti

Wir besuchen das Projektdorf Namti. Hier baut das Österreichische Rote Kreuz
(ÖRK) gemeinsam mit dem Laotischen Roten Kreuz (LRC) und den lokalen Wasserbehörden eine Wasserleitung.

IMG_7735.c

Das Dorf besteht aus Bambushäusern mit Schilfdächern und ist noch nicht einmal ein Jahr alt, denn die Dorfbevölkerung wurde schon zum zweiten Mal umgesiedelt. Auch jetzt ist die nächste Gesundheitseinrichtung noch 2 Stunden Fussmarsch entfernt. In Laos gibt es eine Umsiedelungspolitik der Regierung, um entlegene Dörfer, die großteils aus ethnischen Minderheiten bestehen, besser an Strassen, Wasser-, Gesundheits- und Stromversorgung anschließen zu können.

IMG_7790.1.c.JPG

Das Dorf Namti

Das Dorf Namti

Das Wasser wird zirka 1 km entfernt in einem kleinen Bach gefasst und über eine Rohrleitung ins Dorf geleitet. Wir schauen uns die Einfassung an, die kurz vor der Fertigstellung steht. Mühsam klettern wir den schmalen und rutschigen Weg hinauf. Immer wieder müssen wir uns tief bücken, um unter umgeknickten Bananenstauden und Bambusstämmen durchzuschlüpfen.

Wasserfassung

Wasserfassung

Durch den Bambuswald zur Wasserfassung
Durch den Bambuswald zur Wasserfassung
Zurück im Dorf herrscht eifriges Treiben. Steine werden in geflochtenen Bambuskörben zum höchsten Punkt des Dorfes getragen, wo der Wassertank gebaut wird. Alle helfen mit: nicht nur kräftige Männer, sondern auch Frauen und alte Männer schleppen die schwere Last den Hügel hinauf.
Frau füllt Behälter mit Steinen für den Bau des Wassertanks

Frau füllt Behälter mit Steinen für den Bau des Wassertanks

Alter Mann schleppt die schweren Steine den Hügel hinauf
Alter Mann schleppt die schweren Steine den Hügel hinauf
Auch Frauen schleppen die schwere Last

Auch Frauen schleppen die schwere Last

Obwohl die Arbeiten noch nicht komplett abgeschlossen sind, gibt es schon Wasser im Dorf – und das wird an allen Wasserentnahmestellen auch schon eifrig genutzt.

Frau beim Waschen

Solferino 2009

Anbei ein Bericht von Wolfgang Brückler aus Obergrafendorf über seine Reise nach Solferino anlässlich der jüngsten Feierlichkeiten zum 150-Jährigen Jubiläum:

liebe freunde und kollegen.
wie einige von euch wissen habe ich voriges jahr meine gedanken zu „aus liebe zum menschen“ schriftlich festgehalten und damit eine reise nach solferino gewonnen. was ich damals noch nicht wusste: es wurde eine reise zur 150 jahr feier des roten kreuzes! na und? werden jetzt einige denken, aber genau das ist der punkt. viele von euch kennen mich, sie wissen das mir das rote kreuz viel bedeutet.sie wissen aber auch das es einiges gibt das nicht wirklich rund läuft. (aus welchen gründen auch immer). und da ist die gefahr sehr groß das dieses „rot kreuz gefühl“ verlorengeht.

ich war einer von ca. 9000 rot kreuz mitarbeitern die sich aus aller welt zusammengefunden haben um den 150 geburtstag einer vision zu feiern. einer vision die einzigartig ist. 9000 menschen aus jamaica, haiti, barbados, frankreich, italien, algeria, china, holland, deutschland, israel,
usa, venezuela, monako, österreich, und, und, und….  trafen sich, verbrüderten sich, tauschten sich aus und feierten gemeinsam. es wahr unbeschreiblich motivierend.

was ist eigentlich dieses rot kreuz gefühl?

feiern auf der piazza castello,miteinander singen, den worten des präsidenten vom ikrk lauschen der dann in die menge ruft : tutti fratelli die fackeln gegenseitig entzünden, den 10km langen weg nachgehen den vor 150 jahren unser gründer mit den verwundeten gegangen ist, sich bewusst werden wie aus der vision eines einzelnen ein humanitäres netzwerk wurde wie es kein anderes gibt, sich wie einer kleiner tropfen zu fühlen und zu merken das es sehr viele so kleine tropfen gibt die ein sehr großes meer bilden, zusammen und miteinander! zu wissen das man teil einer großartigen sache ist. das und noch viel mehr, man kann das in wirklichkeit gar nicht beschreiben, ist für mich dieses rot kreuz gefühl! meines ist wieder da.

es wäre toll wenn es mir gelingt dieses gefühl, so wie die flamme meiner fackel in solferino, weiterzugeben,weiterzugeben an meine direkte umgebung. wir müssen die basis wiederfinden, den ursprung, die vision. das miteinander, das gemeinsame ziel.

ich möchte an dieser stelle meinen glückwunsch an die senden, die für die aktion alzm (Aus Liebe zum Menschen) verantwortlich zeichnen. es war meiner ansicht eine mutige, ja kühne aktion, die in der bevölkerung ausgesprochen gut ankommt und aufgenommen wird. jetzt sollten wir es schaffen das sie auch nach innen dringt.

ich denke das die, die bis hierher gelesen haben verstehen was ich meine und vielleicht sogar etwas von meiner flamme, dem gefühl, abbekommen haben. bitte gebt es weiter!

liebe grüße

wolfgang

————————————————————————————

von:

Ing. Wolfgang Brückler, Ortsstellenleiter-Stv.

Österreichisches Rotes Kreuz / Austrian Red Cross

Landesverband Niederösterreich / Branch of Lower Austria

Bezirksstelle St. Pölten

Ortsstelle Ober-Grafendorf