Kaffee in Ost-Timor

Ost-Timor befindet sich auf der kleinen Sunda Insel Timor. Mit einer Größe von 14.919 km², sind es von der osttimoresischen Enklave Oecussi im Westen bis zur malerischen Insel Jaco an der Ostspitze des Landes, gerade einmal 340 Kilometer Luftlinie. Dazwischen begegnen einem kahle Berge, auf denen einst Sandelholzwälder vorherrschten, weite fruchtbare Küstenebenen, rund eine Million Einwohner, 442 Dörfer und 18 ethnolinguistische Gruppen sowie tausende von wunderschönen Ausblicken auf die Täler und das Meer

Die Rotkreuz-Arbeit vor Ort

Sonnenuntergang in Ost Timor

Im Osten der Halbinsel werden durch das Österreichische und das Timoresische Rote Kreuz seit 2008 in drei Distrikten Wasser-, Sanitations- und Hygieneaktivitäten umgesetzt. Quellfassungen, Gravitätswassersystemen und Latrinen werden für rund 10.000 Menschen aus 13 Gemeinden in den nordwestlichen Distrikten Bobonaro, Ermera und Liquicá gebaut und diese Gemeinden damit nachhaltig mit sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen versorgt.

 

Kaffeeanbau als Einkunftsquelle

Kaffeepflanzer im ländlichen Ost-Timor

In der subsistenzbasierten Agrargesellschaft gibt es nur wenige Möglichkeiten cashcrops anzubauen. In Ermera und Liquica jedoch bessert die Bevölkerung seit über hundert Jahren ihr Einkommen mittels Kaffeeanbau – und Verkauf als cashcrop auf.

Cashcrop bedeutet, dass landwirtschaftliche Erzeugnisse aus dem eigenen Anbau zu Geld gemacht, sprich verkauft, werden. Neben Öl ist Kaffee bisher das einzige nennenswerte Exportprodukt Ost-Timors. Fast ein Viertel der Ost-Timoresischen Bevölkerung ist vom Kaffeeverkauf abhängig.

Um sich ein Bild von der finanziellen Situation der ländlichen Bevölkerung zu machen seien folgende Zahlen genannt: 2008 lebten 44%  der Bevölkerung unter 1 U$ pro Tag. Das jährliche Pro Kopf Einkommen betrug 440 U$. Ein 25 kg Sack Reis kostet 18,50 U$.

 

Vor 10 Jahren konnte ein Kaffeepflanzer im Jahr durchschnittlich 130 U$ durch den Verkauf dazuverdienen.In diesem Jahr verdient ein Pflanzer 3,20 U$ für ein kg geschälten Arabica Kaffee und 1,20 U$ für ungeschälten Robusta. Von dem Gewinn kaufen die Familien notwendige Produkte in den Distriktstädten. 3.000 Familien finden in der Erntezeit von Mai bis August Arbeit in der 1994 gegründeten Kafeecooperative, der CCT, der Cooperative Cafè Timor.

In den 90er Jahren erhielten die als Bio- und Fair Trade gehandelten Arabica Bohnen höchste Preise auf dem Weltmarkt.Durch die jahrzehntelangen politischen Unruhen bis Mitte 2005 sind auf der Halbinsel nicht nur Pflanzer vertrieben und Pflanzungen zerstört, sondern auch mündlich weitergegebenes Wissen über die Kaffeestrauchanpflanzungen irreparabel verloren gegangen.

Durch die fehlenden Transport- und Veredlungsmöglichkeiten im Land kann das große Potential der stimulierende Bohne noch nicht ausreichend vermarktet werden.

Familiäre Zusammenarbeit ist gefragt

Jugendliche helfen bei der Ernte des Kaffees

 

Die gesamte Familie ist bei der Ernte und dem Trockenen der Kaffeebohnen beteiligt. Frauen und Kinder helfen beim Pflücken der reifen, roten Kaffeebohnen. Jugendliche wenden mit großen Holzschiebern die Bohnen zum Trocknen und Frauen wiederum verlesen die Bohnen nach dem Trocknungsprozess. Männer tragen die bis zu 30 kg schweren Säcke zu den Sammelstellen. Dort erhalten sie den von der CCT den festgesetzten Kilopreis.

Die freundlichen Menschen und der großartige Ausblick auf das Umland lassen mich für eine Weile vergessen dass laut den Vereinten Nationen, Ost- Timor das ärmste Land Asiens ist.

Frau in Ost-Timor trägt im Sonnenuntergang einen Kaffeesack

Bei dem Projektbesuch Ende Juli in Ermera wurden gerade die letzten Kaffeebohnen geerntet. Die Kaffeesträucher blühen bereits wieder. Nun haben die Pflanzer etwas Ruhe bevor die Regenzeit Ende Oktober mit neuen Aktivitäten beginnen.

Blog – vor Abreise

Der erste Blog von Osttimor liegt schon lange zurueck und vieles ist in der Zwischenzeit passiert. Es kommt mir einerseits so vor, als waere es erst vor einigen Wochen gewesen und andererseits ist so viel ist in der Zwischenzeit passiert im Projekt und auch in mir.
Meine Nachfolgerin Silke ist seit etwas mehr als 2 Wochen im Land, und wir sind gerade sehr mit der Uebergabe und Einschulung beschaeftigt. In diesem Zusammenhang kommen natuerlich viele Erinnerungen und Eindruecke aus dem Feld sowie aus den vergangenen 9 Monaten zur Sprache und gleichzeitig spuere ich, dass ich meinen Einsatz Schritt fuer Schritt abschliesse.
Ob es die Freiwilligentrainings in den verschiedenen Projektgebieten sind, die Planung und Organisation von Aktivitaeten in Doerfern und Schulen, die vielen Tage im Buero in engster Zusammenarbeit mit meinen oesterreichischen Kolleginnen sowie lokalen Projektkollegen – die letzten Monate haben mich mit Sicherheit sehr gepraegt. Die Freiwilligen arbeiten grossartige Arbeit, vor allem wenn man bedenkt, dass sie oft bis zu 2 Stunden zu Fuss gehen muessen, um den naechsten Haushalt erreichen zu koennen.


Ich habe das Gefuehl, noch sehr viel hier lernen und aufnehmen zu koennen: viele Distrikte von Osttimor kenne ich noch nicht, ebenso gaebe es noch so viele Kooperationsmoeglichkeiten mit anderen Organisationen sowie innerhalb der Rotkreuzbewegung und einige meiner Vorhaben bleiben unverwirklicht – aber alles konnte ich leider nicht umsetzen.
Zu Beginn meines Einsatzes kam ich mit vielen Ideen hier in Dili an – Vorschlaege fuers Projekt und Enthusiasmus, der auch in all den Monaten nicht gebremst wurde. Allerdings musste ich erkennen, dass alles einfach laenger an Vorbereitung und Planung braucht und einiges, was ich zu Beginn vorhatte, durch verschiedene andere Prioritaeten im Projekt nicht verwirklichen konnte (z.B.: Kinderbuch auf Tetum, mehrere Schulaktivitaeten, hauefigere Feldbesuche/Gespraeche mit den Freiwilligen in den Doerfern).
Es ist schoen zu sehen, wenn neue KollegInnen mit Begeisterung, Offenheit und vielen Ideen reinkommen und ich denke, dass es auch gut fuers Projekt ist, neue Delegierte zu haben nach gewisser Zeit, die wieder neuen Schwung reinbringen. Ich wuensche meiner Kollegin Silke, dass sie Zeit haben wird (und es die Regenzeit auch erlauben wird), mehr in unsere Projektgebiete fahren zu koennen sowie auch weiterhin mehr mit anderen Abteilungen von CVTL (Osttimoresisches Rotes Kreuz) zusammen zu arbeiten.
Mir hat der Einsatz in Osttimor sehr gut gefallen – auf beruflicher wie persoenlicher Ebene. Die Zusammenarbeit mit CVTL und meinen Kolleginnen vom Oesterreichischen Roten Kreuz war sehr intensiv und bereichernd fuer mein weiteres Leben.
Was die Zeit in Osttimor von meinen anderen vorigen Einsaetzen unterscheidet, sind die Froehlichkeit der lokalen KollegInnen und die Tatsache, dass man sich frei bewegen kann und die Sicherheit in keinsterweise einschraenkend ist. Ebenso ist Osttimor eine sehr junge Nation und diese Aufbruchstimmung und Motivation, was fuer die Entwicklung der Leute und des Landes machen zu wollen, ist sehr spuerbar.
Es fuehlt sich manchmal wirklich so an, dass man einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist – und dieses Gefuehl spiegelt meine Zeit in Osttimor sehr gut wieder. In diesem Sinne: Danke Osttimor!

Dili, Timor Leste – Getting started

Nach der ersten Woche, die ich gebraucht habe, um auch geisitg anzukommen gings diese Woche mit der Uebergabe so richtig los. Am Montag gabs Meetings mit den Teamleadern der vier Bauteams, die ich gemeinsam mit Mariano, meinem Counterpart von CVTL koordiniere. Die Teamleader geben uns updates ueber den Baufortschritt, etwaige Probleme bzw. ob und wieviel Material sie benoetigen. Weiters wird abgestimmt, wann Mariano und ich fuer eine Field-visit in die jeweiligen Doerfer fahren. Da Martina ab Juli auf Urlaub ist, versuchen wir so viele Doerfer wie moeglich zu besichtigen. Deshalb wurde am Dienstag ein Field-Trip fuer Mittwoch vorbereitet. Da gings nach Faulara im District Liquica. Obwohl die Distanz nicht allzu gross ist dauert die Anfahrt ins Dorf gute drei Stunden. Dort wird gerade eine Wasserquelle freigelegt, die direkt am Flussufer liegt. Die Fahrt dorthin fuehrt entlang einem (derzeit) ausgetrockneten Flussbett.

Unterwegs in einem Flussbett

Um die Quelle waehrend der Regensaison zu schuetzen, muss, mit den hier erschwinglichen/vorhandenen Mitteln, ein Schutzdamm errichtet werden. Damit sollte jegliche Frage nach dem Zusammenhang zwischen meinem Studium und dem Job hinfaellig sein. Die Plaene fuer die Konstruktion haben mich dann auch am Donnerstag und Freitag beschaeftigt. Allerdings ist das bei weitem nicht alles. Neben weiteren Meetings, Uebergabe von Projektordnern, dem Besuch von Lieferanten befinde ich mich auf einmal auf der anderen Seite des Bewerbungsprozesses, weil CVTL einen neuen Logistiker sucht, mit dem ich eng zusammenarbeiten werde.

Bei so vielen Dingen geht fast unter, das ich mich in den verrueckten Strassenverkehr gewagt habe. Nicht nur, das es jeden Tag die Moeglichkeit von neuen Schlagloechern gibt, auch die Teilnehmer verlangen absolute Aufmerksamkeit. Am besten laesst sich der Verkehr mit den Worten eines CVTL-Kollegen beschreiben:  “When the Portuguese were here, we were driving on the right side. With the Indonesians, we were driving on the left side. Now we are independent and we all drive in the middle.” Und wenn hinter dir jemand hupt, heisst das “Achtung, ich ueberhol dich jetzt” – man weiss halt nie auf welcher Seite das Vehikel dann vorbeifaehrt.

Die kommende Woche verspricht nicht weniger spannend zu werden. Am Montag starten wir gleich mit den Job-Interviews und muessen den Field-Trip vorbereiten, der uns von Dienstag bis Donnerstag in den Distrikt Bobonaro fuehren wird (sofern sich unsere Plaene nicht spontan aendern, was hier durchaus der Fall sein kann). Geplant ist der Besuch einees aktuellen Projekts, das bald fertig wird sowie die Besichtigung des potentiellen Folgeprojekts. Und Samstag frueh soll ich beim hiesigen Marathon eine 7km-Strecke laufen… wir werden ja sehen..

Keep your fingers crossed,

Christoph

Dili, Timor Leste – First Impressions

Nicht einmal eine Woche ist es her, das ich mit jede Menge Gepaeck am Flughafen eingecheckt und mich auf den Weg ans andere Ende der Welt begeben habe.  Mittlerweile ist es Sonntag Abend und ich lasse die erste Woche Revue passieren…

Bis Singapur habe ich eigentlich nicht gemerkt, dass ich die gewohnte, “westliche” Welt verlasse. Beim Anflug auf Dili hab ich aber schon gemerkt, dass es hier, nicht unerwartet, anders zugeht. Eine von Palmen gesaeumte Flugpiste, gefolgt von eienem open-air-immigration procedure – nicht schlechter, aber ganz anders eben. Vom Flughafen gings direkt ins einfache, aber saubere Hotelzimmer. Jetzt wo es mit einer Kochplatte, Mosquito-Netz und funktionierendem Internet ausgestattet ist, laesst es sich (dank AC) auch ganz gut leben. Die Fahrt war, wie erwartet, abenteuerlich. Nicht nur, das man hier, wie auf allen anderen Inseln auch, auf der linken Seite faehrt (mehr oder weniger),  sondern viel mehr, wie hier auf schlaglochdurchzogenen Strassen gefahren wird haben dazu gefuerht, dass ich bis jetzt freundlicherweise von Martina, der derzeitigen WatSan-Delegierten chauffiert wurde. Ab morgen wird das aber anders, da werf ich mich mit unserem aeltesten Landcruiser ins Getuemmel. Am Abend habe ich dann auch Martha (die derzeitige Health-Delegierte) und Silke (ihre Nachfolgerin) kennengelernt. Alle drei Kolleginnen sind super nett und haben mich herzlichst willkommen geheissen. Beim Einkaufen im Supermarkt und auch beim Abendessen war mir auch schnell klar, dass das Leben hier wesentlich teurer ist als erwartet. Bleibt zu hoffen, dass der Dollar weiterhin so schwach zum Euro steht.

In den naechsten Tagen habe ich dann sehr viele Kolleginnen und Kollegen vom Timoresischen Roten Kreuz (CVTL) und von der Foederation kennengelernt. Auch hier wurde ich von allen mit offenen Armen empfangen. Was die Arbeit angeht kann ich noch nicht allzu viel berichten, allerdings wird sich das ab Morgen sicher aendern und es wird mir, so viel ist sicher, nicht langweilig werden. Gestern haben Martina, Silke und ich den Tag genutzt, um zu einem nahegelegenen Strand zu fahren. Feiner Sand, kaum Menschen, klares Wasser – Schnorchelherz was willst du mehr… Richtig: das sich das gesichtete Krokodil von dort wieder verzieht…   Nach einem leckeren Abendessen bei Martha gings dann weiter ins Nachtleben von Dili, das auch zu gefallen weiss…

so long, Christoph

Field visit to Faulara, Lepa

We arrived to Faulara/Lepa (district of Liquica) yesterday morning and this time the whole Austrian team is there for 2 days (Miriam, Martina and myself). The last time I was here was end of November 2010 when CVTL (East Timor Red Cross) did the CAP process (Community Action Plan) to mobilize the community for the project and to discuss their needs and priority health issues.

Today it is the last day of the CBHFA (Community Based Health and First Aid) volunteer training. The volunteers know about diarrhea prevention, hygiene promotion and developed a plan where they define which activities they are going to implement within this year. For example, activities for World Red Cross day as well as for water day, HIV/AIDS day etc.

My colleague Martina and her counterparts at CVTL looked at the technical details of the water system while Miriam and I joined the village volunteer’s training as well as the house visits within the community and at school level.

Austrian Red Cross Team in Timor-Leste in Faulara (CVTL technical WatSan Team in Liquica, CVTL team members from headquarter, Austrian Red Cross Team in East Timor)

Today the volunteers split up into groups and visit in the community (households) as well as the school in little groups to teach community members and school children about diarrhea prevention and hygiene promotion.

In total, there are 20 volunteers active now in Faulara. Olga is one of the 9 female volunteers who is eager to help her community to improve the health status. She is only 15 years old and we could join her while she explained the importance of hand washing  to her group of school children.

Olga, volunteer in Faulara at her visit to the school (hygiene education)

 

Cap process, Simhai

It is a beautiful, but also difficult road leading up the mountain to the village Simhai. We pass lots of coffee trees which are growing here in the district of Ermera.  The community lives up at the mountain and the road is not easy accessible.  Community members use horses for their transport of food from the next  village, but grow vegetables and fruits themselves.  It is my first time to Simhai as my colleagues from Cruz Vermelha de Timor Leste (East Timor Red Cross) have just recently selected this new target village.  There are 133 Households in Simhai, with approximately 200 people. In some houses there live two or three families, that’s why the numbers are different.

The community had expressed their interest for the project to Cruz Vermelha de Timor Leste as they would like to have latrines and a functioning water system. Currently they get their water from the river and a pipe they constructed from bamboo. There is only one existent latrine in Simhai and it isn’t used by many people as it also cannot be accessed easily.

My first impression is that the people of Simhai care a lot for plants and flowers as they grow lots of them within the community. The houses are mostly far apart from each other and it might need a lot of walking to see more of the village.  We arrive late and will continue the community dialogue with them tomorrow.

This is the second week Cruz Vermelha de Timor Leste (East Timor Red Cross) is working in Simhai. Firstly it is explained  to the people of Simhai how the project is set up and what support will be given to them in terms of trainings, construction and technical know-how. Project activities, gender sensitivity as well as community resources are identified and discussed together. During the second part of the community process  health volunteers and the members of the maintenance committee (GMF structure) will be identified and selected.  Future community health volunteers will conduct house to house visits to inform/educate people about common health problems and show them practically how to improve their health. They will also check if latrines are used and maintained once they are constructed. Further, it will be their responsibility to check if the houses are clean and community members use their health knowledge. The members of the GMF group will be responsible to maintain the water system, check latrines, tanks and tap stands and will also be collecting some money/contribution from each community member to rehabilitate the water system (ongoing costs).

The community process is participatory and it is very important that the community itself selects their volunteers and agrees on the project rules and conditions. This ensures participation, motivation as well as sustainability for the project. The facilitators of Cruz Vermelha de Timor Leste have a lot of experience in mobilizing the community as they have received a special training. Everyone who is available joins us at the meeting and it’s nice to watch community members of all ages (children to elderly) gathering in the meeting hall. After we will finish the community process by the end of the week, the construction can start and the next task for the health team will be the community health volunteer training  early next year. I think that the project had a good start in Simhai and look forward to the next couple of days.

Health workshop in Bangkok, Thailand

From 12th to 16th of October, the International Federation of the Red Cross/Red Crescent (IFRC) organized a workshop in Bangkok. It was a “Lessons Learned and Monitoring/Evaluation” workshop of Community Based Health Programs within the Asia/Pacific Zone.

Cornelio (Head of Health Department at Timorese Red Cross) is presenting the Community Based Health Approach Model with the 7 different modules

Cornelio (Head of Health Department at Timorese Red Cross) is presenting the Community Based Health Approach Model with the 7 different modules

All together 40 participants from all over Asia came together to discuss their experiences and lessons learned of their implementing community health projects. In Timor-Leste a Water/Sanitation project with community based health components is implemented by CVTL (Cruz Vermelha de Timor Leste/East Timor Red Cross). Austrian Red Cross, with funds from the European Commission, is supporting CVTL with the implementation (technical inputs/support).

Participants from the Asia/Pacific Zone at the Community Based Health workshop in Bangkok

From Timor-Leste, the Health Coordinator of CVTL, our Health Project Officer, the Federation Health Delegate and myself participated and my Timorese colleagues presented the ongoing health projects.

It was very interesting to hear that experiences among Timor-Leste and other Asian countries are similar and to have group discussions about future possibilities to improve project implementation in the future. Especially, since I only started my mission in Timor-Leste two months ago, I was able to gain a good overview of ongoing projects within the region and the key successes others of the new Community Based Health project approach the Federation was introducing last year.

Overall, it was a creative, interactive as well as challenging week as we developed recommendations and future steps to ensure continuous success of health project implementation. Further, we discussed about ways to monitor and evaluate them accordingly.

Best greetings from Dili – ate logu!

martha

Volunteer Training CBHFA, Timor-Leste

crossing the river to Ritabou

Today we visit the community of Ritabou which is located in Bobonaro district. After the main town Maliana we have to cross a river and drive up to the mountain on the road. The branch health staff and 25 future RC volunteers already started with the volunteer training, which will last for the next 4 days. In our car we transport all necessary materials for the next couple of days: paper, water for the participants, flip-charts, markers and dissemination material (posters).

volunteer group

The volunteers, which have been selected by the community in a participatory process earlier on, are going to be trained in health topics, the Red Cross/Red Crescent Movement, principles of the Red Cross, responsibilities of being a RC volunteer, community mobilization, existing resources within the community as well as how to conduct door-to-door visits.

 

 

Group work volunteers

It is a very mixed group of people (young, older, men and women) who all share the interest to support their respective community in improving the health status and behavior. My role is to support CVTL and observe/advise throughout the training. After introducing ourselves (it is the first complete introduction I am capable of doing in Tetum) my colleagues continue to educate the eager volunteers about the work of the Red Cross. The training ends before it gets dark as participants have to walk home during daylight since the community doesn’t have electricity.  At the end of the day I am very convinced that the community will work towards a better health and hygiene behavior and look forward to spend the next days in Ritabou.

Meine ersten Wochen in Osttimor

Die erste Woche Tetumkurs ist vorbei und ich kann bereits kurze (sehr kurze) Unterhaltungen in der Ortssprache fuehren. Zumindest kann ich mich schon auf Tetum vorstellen, Essen bestellen und nach dem Weg fragen. Die Sprache erinnert mich an das Spanische, einiges kann ich daraus ableiten. Allerdings bestehen mehr Parallelen zum Portugiesischen.  Das liegt vor allem daran, dass Tetum viele Woerter aus dem Portugiesischen und Indonesischen beinhaltet.

Am 11. September fand der “First Aid Day” /”Erste Hilfe Tag” statt, und in den 3 Distrikten in denen wir arbeiten, wurden diverse Aktivitaeten dazu veranstaltet. Dabei ging es vor allem um Aufklaerung und Uebungen, wie im Ernstfall  Erste Hilfe geleistet werden kann.

Diese Woche werde ich mit dem Osttimoresischen Roten Kreuz ueberlegen, wie Schulaktivitaeten im Gesundheitsbereich gemeinsam mit dem Jugendrotkreuz organisiert werden koennen.

Am 15. Oktober findet der “Global Handwashing Day” statt und bereits jetzt laufen die Vorbereitungen dazu auf mehreren Ebenen. Das Gesundheitsministerium – gemeinsam mit dem Bildungsministerium – koordiniert Aktivitaeten der unterschiedlichen Organisationen hier vor Ort und das Osttimoresische Rote Kreuz wird vor allem in den Schulen das Haendewaschen mit Kindern in dieser Woche verstaerkt praktizieren. Es geht dabei vor allem darum  Kindern zu zeigen, dass Seife und Wasser wichtig dabei sind und dass die Haende mehrmals taeglich gewaschen werden sollen. Es ist wichtig, bereits bei den Kindern anzusetzen, da sie sehr schnell ihre Gewohnheiten aendern koennen und damit ihr Verhalten auch umstellen.  Dabei darf man den Einfluss, den Kinder dann auf ihre Eltern mit ihrem gesunden/verbesserten Verhalten ausueben, nicht unterschaetzen.

Gleichzeitig ist alles noch sehr neu, und doch bin ich schon mittendrin im Projekt und Leben in Osttimor. Ich freue mich darauf, bald laenger in einem unserer Projektdoerfer zu sein und den gemeinschaftlichen Prozess im Dorf mitzuerleben. Die Bevoelkerung ist sehr stark in den Projektaktivitaeten involviert und baut die Latrinen und Wassersysteme  unter technischer Anleitung gemeinsam. Ebenso werden die gesundheitlichen Schwerpunkte, welche die  Dorfbewohner als Prioritaeten erkennen (in unserem Projekt hauptsaechlich Durchfallserkrankungen, Dengue und Malaria) bei der Projektimplementierung thematisiert und behandelt.  Durchfallserkrankungen koennen durch Zugang zu sauberem Trinkwasser sowie verbessertem Hygieneverhalten vorgebeugt werden und das Eindaemmen von Wassersammelstellen vor und ums Haus schraenken die Moskitohaeufigkeit ein (was wichtig ist, um die Wahrscheinlichkeit von Malaria und/oder Dengue Erkrankungen zu minimieren).

Bis dahin kann ich mich hoffentlich noch etwas mehr auf Tetum verstaendigen.

Erste Eindrücke aus Osttimor

Als ich mich dazu entschied, fuer 8 Monate nach Osttimor zu gehen wusste ich drei Dinge: 1. dass es das ärmste Land Suedostasiens ist, 2. wo es liegt und 3. dass ich dort dem Osttimoresischen Roten Kreuz bei der Implementierung unserer Gesundheitskomponenten des Projekts unterstuetzen werde. Das war vor mittlerweile 2,5 Monaten. Inzwischen bin ich seit 10 Tagen vor Ort und es fühlt sich so an, als wäre ich bereits einige Wochen hier. Die Zeit vergeht sehr schnell, die Eindrücke sind sehr intensiv und ich lerne jeden Tag vieles dazu.

Bei der Landung in Dili hatte ich das Gefuehl, in einem Urlauberparadies anzukommen: wunderschöne Strände, traumhaftes Meer und Palmen. Je näher wir der Landebahn kamen, desto offensichtlicher wurde es, dass es sich um ein Land handelt, in dem viele Hilfsorganisationen tätig sind: UNO Hubschrauber, weitere Expats, die mit mir aussteigen und bereits von ihren KollegInnen am Flughafen abgeholt werden.

Dili liegt direkt am Meer und ist eine sehr nette Stadt auf den ersten Blick – ich hoffe, dass das auch auf den zweiten Blick so bleiben wird.  Einige Restaurants liegen direkt am Meer und den ersten Nachmittag – gleich nach Ankunft – verbringe ich mit meinen Kolleginnen am Strand bei einem Multivitaminsaft. Die kommenden Tage waren dann  gefüllt mit Workshops, Planung  sowie laufenden Aktivitäten und es scheint so, als ob die Zeit zwischen meinen Fingern zerrinnt. Tagsüber bin ich im Buero und versuche, mir einen Überblick ueber unsere Projektaktivitäten zu verschaffen sowie meine lokalen KollegInnen kennen zu lernen.

Kind bei Wasserquelle in Ost Timor

Die Menschen wirken sehr offen, fröhlich und lachen gern. Ich fühlte mich hier von Anfang an wohl und willkommen.  Wenn es auch noch einige Wochen oder vielleicht Monate dauern wird, bis ich ein gutes Verständnis der Kultur, Menschen und Projekte habe, so ist mein erster Eindruck durchaus positiv und gut.  Heute war ich das erste Mal in einem Projektdorf (Dair) und konnte unsere bereits gebauten Wassersysteme und Latrinen sehen.  Kaum fährt man aus Dili raus, bietet sich ein ganz anderes Bild. Menschen leben in sehr bescheidenen Unterkünften, sind sehr arm und leben grossteils vom Fischfang. Um die Vorräte vor Tieren zu schützen, werden sie in kleinen Hütten in Pfahlbauten untergebracht. Das Dorf hatte dringenden Bedarf an Latrinen und Wassersystemen – 50% der Bevölkerung in  Osttimor hat keinen Zugang zur Wasserversorgung und 60% mangelt es an Gesundheitswissen. Unsere Projektaktivitäten sind daher sehr wichtig und notwendig für Osttimor.

Erster Eindruck von Ost Timor

Schritt fuer Schritt werde ich jetzt weiter in diese Welt eintauchen und nächste Woche besuche ich den Tetum Sprachkurs. Tetum ist die weitest verbreitete Sprache hier in Osttimor – neben Bahasa, Porugiesisch und anderen lokalen Sprachen/Dialekten. Es wurde mir schon nach einigen wenigen Tagen hier bewusst, dass ich für meine Arbeit in den Dörfern (Hygieneschulungen, Zusammenarbeit mit Schulen, den Dialog mit Gemeindemitgliedern) am besten bald mit Tetum beginne.

In diesem Sinne beende ich meinen kurzen Bericht aus Osttimor für heute und schicke ganz sonnige und liebe Gruesse aus Dili.

Marta Wirtenberger