Baywatch Malta – Lifeguard Service auf der Insel Comino

Zwischen der Hauptinsel Malta im Süden und der Schwesterninsel Gozo im Norden liegt die etwa drei Quadratkilometer große Insel Comino. Neben einem Hotel, einer kleinen Polizeistation und nur drei fixen Bewohnern befindet sich dort die Blaue Lagune – ein Paradies für Badegäste, Schnorchler und Taucher.

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Ausblick vom Lifeguard-Stützpunkt in der Blauen Lagune

In den Sommermonaten steht das Rote Kreuz aus Gozo täglich mit sechs speziell ausgebildeten Mitarbeitern (Lifeguards), verteilt auf drei Stützpunkte, für Notfälle bereit.

Während unseres gemeinsamen Dienstes sind wir anhaltend mit Patienten mit Quallenbissen, Kreislaufschwächen und Schnitt- und Schürfwunden konfrontiert. Es dauert nicht lange, bis wir zu einem Unfall an Land gerufen werden, bei dem wir unser rettungstechnisches Können unter Beweis stellen dürfen. Ein deutschsprachiger Tourist hat sich beim Versuch auf eine Klippe zu klettern schwer verletzt und befindet sich in einem kritischen Zustand. Nach der Erstversorgung und Bergung mit dem Spineboard begleiten wir ihn mit dem Rettungsboot zur Nachbarinsel wo wir ihn an das Krankenhauspersonal übergeben.

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Die maltesisch-österreichische Dienst-Mannschaft

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Vorbereitungsarbeiten im Hafen von Gozo

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Unterwegs mit dem Rettungsboot

Die Rettungsschwimmer von Ramla Bay

Mein Name ist Andreas Höllinger. Ich bin freiwilliger Mitarbeiter der Ortsstelle St. Martin im Mühlkreis (Bezirksstelle Rohrbach in Oberösterreich) und derzeit im Zuge des Programms „Job-Rotation” beim Roten Kreuz auf der Insel Gozo (Malta) tätig.

Seit Mitte August dieses Jahres betreibt das maltesische Rote Kreuz einen ganz besonderen Rettungsdienst. In Ramla Bay, einer Bucht an der Nordküste der Insel Gozo, stehen während der Sommermonate speziell ausgebildete Rettungsschwimmer für den Ernstfall bereit. Dieser Dienst wird ausschließlich von freiwilligen Mitarbeitern verrichtet und reicht von Erster Hilfe bei Verletzungen und Insektenstichen bis hin zu lebensrettenden Sofortmaßnahmen wenn Badegäste in den Fluten oder zum Beispiel durch Überhitzung am Strand in Gefahr geraten.

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Großer Andrang am Rot Kreuz Stützpunk – vorallem Quallenbisse bereiten den Rettungsschwimmern an diesem Tag viel Arbeit

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Das Rettungsboot umkreist tagsüber die Insel und ist bei Bedarf schnell zur Stelle

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Die neue Rettungsschwimmer-Mannschaft der Insel Gozo mit ihrem Ausbildner Rossano Rosso vom Italienischen Roten Kreuz

Übungen, Jugendarbeit und Notfälle – auch auf der Insel Gozo

Mein Name ist Andreas Höllinger. Ich bin freiwilliger Mitarbeiter der Ortsstelle St. Martin im Mühlkreis (Bezirksstelle Rohrbach in Oberösterreich) und derzeit im Zuge des Programms „Job-Rotation” beim Roten Kreuz auf der Insel Gozo (Malta) tätig.

Nach meiner anfänglichen Verwunderung über die bescheidene Einrichtung der Diensstelle, konnte ich mich in der vergangenen Woche von der hohen Qualität der Rettungsarbeit auf der Insel Gozo überzeugen uns selbst aktiv daran teilhaben. Die rund sechszig freiwilligen Mitarbeiter leben hier einen Rot-Kreuz-Alltag, der sich zu dem aus Österreich nur in den Details unterscheidet. So wird zum Beispiel am Strand von Gozo ein Ambulanzzelt errichtet um die Besucher einer Musikveranstaltung im Bedarfsfall medizinisch erstzuversorgen. Eine Urlauberin, die sich abseits der Straße eine Beinfraktur zugezogen hat, wird mit dem Jeep aus dem unwegsamen Gelände befreit. Die Jugendgruppe trifft sich wöchentlich um die Grundsätze des Roten Kreuzes, Erste Hilfe und auch bereits Bereiche aus dem Rettungsdienst spielerisch zu erlernen. Übungen finden regelmäßig statt – sei es auf der Straße, auf Hügeln oder im Wasser.

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Ambulanzdienst am Strand von Gozo

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Junge Life Guards üben den Einsatz des Spineboards im Wasser

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Wöchentlich stattfindendes Jugendgruppen-Treffen

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Rückkehr nach einem nächtlichen Einsatz

Gozo – eine neue Dienststelle wird errichtet

Mein Name ist Andreas Höllinger. Ich bin freiwilliger Mitarbeiter der Ortsstelle St. Martin im Mühlkreis (Bezirksstelle Rohrbach in Oberösterreich) und derzeit im Zuge des Programms „Job-Rotation“ beim Roten Kreuz auf der Insel Gozo (Malta) tätig.

Auf der Insel Gozo existiert seit über 10 Jahren eine eigene Diensstelle. Anders als in Österreich wird der typische Rettungsdienst auf Malta und Gozo zum größten Teil von einer staatlichen Ambulanz durchgeführt. Das  Rote Kreuz hingegen ist hauptsächlich für den Katastrophenhilfsdienst, den Ambulanzdienst bei Veranstaltungen und für die Abhaltung von Erste-Hilfe Kursen verantwortlich. Nebenbei sind die Maltesischen Kollegen Profis in der Höhen- und Tiefenrettung, ausgebildete Life-Guards und hervorragende Taucher.

Mein erster Tag vor Ort machte aber gar nicht den Eindruck danach. Wurde ich nach meiner Ankunft mit der Fähre noch von einem vielversprechenden Jeep mit Rot Kreuz Aufschrift abgeholt, stand ich kurze Zeit später gemeinsam mit einigen einheimischen Freiwilligen vor mehreren nebeneinander gereihten Garagen, mit der Aufgabe darin eine Rot Kreuz Dienststelle zu errichten. Francko, selbst beruflich beim Roten Kreuz auf Malta und Freiwilliger bei der Dienststelle auf Gozo, erzählte mir zwar während der Fahrt im Jeep, dass die Dienstelle zurzeit verlegt wird. Dass sie aber von der Universität auf Gozo, wo sie seit Beginn auf engstem Raum untergebracht ist, in eine Garagen-Stadt neben einer Obst-Plantage umzieht, damit habe ich natürlich nicht gerechnet.
So verbrachte ich die ersten Tage auf Gozo mit dem Ausräumen der alten Ein-Zimmer-Diensstelle und dem Aufbau einer neuen Diensstelle.

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Das neue Headquarter auf der Insel Gozo entsteht

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Zwei freiwillige Rot Kreuz Mitarbeiter aus Gozo

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Der neue Schulungsraum

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Ein neues Materiallager

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Ein unverzichtbares Arbeitsgerät auf Gozo – Land Rover

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Zwei von insgesamt drei Ambulanzen auf Gozo; die im Rettungswagen mitgeführten Gerätschaften und Materialien gleichen großteils denen aus Österreich