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Artikel der Kategorie ‘Einsatzorte’

Überflutungen in Pakistan

August 17, 2010 Von: Gerald Czech Kategorie: Einsatzorte, Pakistan 2 Kommentare →

Ein Überblick

Die Lage in Pakistan verschlimmert sich weiter. Die Pakistanischen Behörden sprechen inzwischen von 20 Mio Betroffenen. Es gibt keine offizielle Zahl, wie viele Menschen insgesamt obdachlos geworden sind. Das Rote Kreuz schätzt, dass mittelfristig ca. 6 Millionen davon humanitäre Hilfe in Form von sicherem Trinkwasser, Zelten und Material für Unterkünfte sowie medizinische Hilfe benötigen werden.

Es ist zu betonen, dass in einer noch derart unübersichtlichen Phase der Katastrophe die Zahlen, die genannt werden, oft variieren können. Es ist wichtig, die Quellen der Zahlen zu beachten.

Die offiziellen Zahlen der NDMA, des Pakistanischen Nationalen Katastrophenmanagements, sind wieder gestiegen. Per 15. August sind es: 1.453 Tote, 2.024 Verletzte, 895.259 beschädigte oder zerstörte Häuser

Die MapAction/Ocha-Karte zeigt die enorme Grösse des betroffenen Gebiets.

Wasser und Notunterkünfte:

Die Meldungen unserer Rotkreuz-Mitarbeiter bringen ein unterschiedliches Bild je nach Region. In manchen Gegenden sind die Menschen in Notquartieren (Schulen, etc) notdürftig untergebracht, in anderen campieren Tausende ohne jegliche sanitäre oder medizinische Versorgung zwischen den Fahrspuren der nationalen Highways (die höher angelegt sind, als die Umgebung).

Genauso variiert der Versorgungsstatus mit sauberem Trinkwasser und die Hygiene. Die RK/RH-Wasserspezialisten haben gestern zurückgemeldet, dass in einigen der besuchten Dörfern die Brunnen und Handpumpen problemlos funktionieren, während die Menschen in anderen Orten unter schlimmsten hygienischen Bedingungen und ohne akzeptablen Zugang zu sauberem Wasser hausen.

Gesundheit

Von den über 30.000 Patienten, die von den medizinischen Teams des Roten Halbmondes bis 15. August behandelt wurden (Status per 17. Aug: 38.800), wurden über 10.000 wegen Diarrhoe, über 7.000 wegen Atemwegserkrankungen und fast 6.000 wegen Hautinfektionen behandelt. 43 % der Patienten waren Kinder unter 5 Jahren.

Ist diese Katastrophe wirklich schlimmer als das Erdbeben in Haiti oder der Tsunami?

Das kommt darauf an, woran man Katastrophen misst: Die Zahl der Toten ist sicherlich viel kleiner, das regionale Ausmaß der physischen Zerstörung ist jedoch enorm und die Zahl der Überlebenden, die kurz- und mittelfristig Hilfe benötigen, ist wesentlich größer. Zum Vergleich: das betroffene Gebiet ist so groß wie Italien!

Rotkreuz-/Rothalbmond (RK/RH)-Hilfe

Die Hilfe läuft auf Hochtouren und soll weiter gesteigert werden. Das Rote Kreuz plant, in den kommenden Monaten über 2 Millionen Menschen mit Not- und Wiederaufbauhilfe zu versorgen.

Aus den Zahlen

  • 38.800 Patienten wurden im gesamten Land von den 25 mobilen RK/RH- Gesundheitsteams behandelt (43 % davon Kinder unter 5 Jahren – s.o.). Weitere Gesundheitsteams werden derzeit zusammengestellt, um die medizinische Hilfe zu verstärken.
  • In Dera Ismail Khan, einer Stadt mit 20.000-30.000 Einwohnern und in einigen weiteren Orten in Khyber Pakhtoonkhwa (KPK)  wurde vom RK/RH Personal  Trinkwasserversorgung eingerichtet.
  • Im Katastrophenlager des RK/RH in Mardan (KPK) sind inzwischen weitere Hilfsgüter eingetroffen (darunter auch Material des ÖRK), die raschest in die betroffenen Regionen verteilt werden.
  • Der Suchdienst des Roten Kreuzes ist aktiv, um Familien, die aufgrund von Flucht und Evakuierungen von ihren engsten Angehörigen getrennt wurden, wieder zu vereinen. Lokale RK/RH-Helfer sind mit Satelliten-Telefonen ausgestattet, die den Betroffenen in sonst von der Kommunikation abgeschnittenen Regionen ermöglichen, ihre Angehörigen kurz anzurufen.

Dirk Schrader, unser Langzeit-Delegierter in Pakistan, ist nach einem kurzen Aufenthalt in Deutschland und Österreich gestern wieder Richtung Islamabad abgeflogen. Er wird weitere Nothilfe des Österreichischen Roten Kreuzes  in Muzaffarabad organisieren und einen Plan für mittelfristige Wiederaufbauhilfe für die Menschen in Pakistan erstellen.

ÖRK-Hilfsmaterialien, die direkt in Pakistan angekauft wurden, sind bereits in RK/RH-Lager in Mardan (KPK; der am schwersten betroffenen Provinz) eingetroffen und können verteilt werden.

Baywatch Malta – Lifeguard Service auf der Insel Comino

Juli 31, 2010 Von: andreas.hoellinger Kategorie: Gozo, Malta 2 Kommentare →

Zwischen der Hauptinsel Malta im Süden und der Schwesterninsel Gozo im Norden liegt die etwa drei Quadratkilometer große Insel Comino. Neben einem Hotel, einer kleinen Polizeistation und nur drei fixen Bewohnern befindet sich dort die Blaue Lagune – ein Paradies für Badegäste, Schnorchler und Taucher.

red cross flag at blue lagoon

Ausblick vom Lifeguard-Stützpunkt in der Blauen Lagune

In den Sommermonaten steht das Rote Kreuz aus Gozo täglich mit sechs speziell ausgebildeten Mitarbeitern (Lifeguards), verteilt auf drei Stützpunkte, für Notfälle bereit.

Während unseres gemeinsamen Dienstes sind wir anhaltend mit Patienten mit Quallenbissen, Kreislaufschwächen und Schnitt- und Schürfwunden konfrontiert. Es dauert nicht lange, bis wir zu einem Unfall an Land gerufen werden, bei dem wir unser rettungstechnisches Können unter Beweis stellen dürfen. Ein deutschsprachiger Tourist hat sich beim Versuch auf eine Klippe zu klettern schwer verletzt und befindet sich in einem kritischen Zustand. Nach der Erstversorgung und Bergung mit dem Spineboard begleiten wir ihn mit dem Rettungsboot zur Nachbarinsel wo wir ihn an das Krankenhauspersonal übergeben.

red cross lifeguards at camino

Die maltesisch-österreichische Dienst-Mannschaft

red cross jeep at the harbour of gozo

Vorbereitungsarbeiten im Hafen von Gozo

lifeguards on the red cross boat

Unterwegs mit dem Rettungsboot

Fotokolumne: Haiti am 12. Jänner

April 28, 2010 Von: Gerald Czech Kategorie: Haiti Noch keine Kommentare →

Oft sagt ein Bild mehr als tausend Worte. In der Fotokolumne des online-Magazins symbolisiert ein Bild aus einer Schulklasse in Leogane östlich der Hauptstadt Port-au-Prince die ganze gewaltige Wirkung, die das Erdbeben in Haiti hatte.

Hp Song

April 27, 2010 Von: wernerlechner Kategorie: Haiti Noch keine Kommentare →

Folgendes Video zeigt lokale Mitarbeiter des Österreichischen Teams in Haiti, die in Kreolisch einen selbst geschriebenen Song zum Thema Hygiene aufführen. Im Anschluss der Text – zuerst in Kreolisch und danach auf Englisch.

HP song (Gestion déchets)

Gestion déchets
Dechouke fatra o
Ranmase fatra o
Mare l nan sachè o
pou n al jete l nan poubèl

Netwaye kanal yo o
Pa kite ma dlo o
Pou l pa fè moustik o
Pou n pa trape malarya

Ann ale ann ale
Retire salte, ann met pwopte
Woy woy woy woy

Si n pa dechouke fatra, li ka ba nou la gripe
Si n pa dechouke fatra, li ka ba nou la dyare
Si n …pa dechouke fatra, li ka ba nou gwo pye
Si n pa dechouke fatra, nou ka pran tifoyid
Si n pa dechouke fatra, nou ka pran malarya
Ann ale ann ale

Retire fatra, ann met pwopte
Woy woy woy woy

Management déchets
Stripped garbage o
O Pick up trash
Rated in the bag o
to go throw it in the trash

Clean channel and o
Do not allow dew o
To do mosquitoes o
We do not catch malaria

Let’s go let’s go
Remove dirt, let’s set cleanup
Woy Woy Woy Woy

If we do not uproot waste, it can give us the climbing
If we do not uproot garbage, it can give you diarrhea
If we do not uproot waste, it can give us big feet
If we do not uproot garbage, we can get typhoid
If we do not uproot garbage, we can make malaria
Let’s go let’s go

Remove trash, clean filter ann
Woy Woy Woy Woy

Team 4 hat sich eingerichtet

April 14, 2010 Von: wernerlechner Kategorie: Haiti Noch keine Kommentare →

Seit Donnerstag den 8. April arbeitet schon dass 4 Team der Oesterreichischen MSM 20 in Leogane Haiti. Mittlerweile gehoeren auch taegliche Regenfaelle zum Alltag.

Teamleader Andreas Hattinger

Teamleader Andreas Hattinger

Andreas ist seit 1994 fuer dass Rote Kreuz International im Einsatz.

Edith war zuletzt in Namibia im Einsatz

Juerg arbeitet im WatSan department des OERK in Wien, fuer ihn ist es der erste Einsatz.

Auch Martin ist zum ersten mal auf Internationalem Einsatz.

Werner ist seit 1999 international fuer Rote Kreuz taetig, zuletzt im Februar in Tanzania.

Operations Update aus Haiti

April 07, 2010 Von: wernerlechner Kategorie: Haiti 3 Kommentare →

Seit dem Erdbeben haben insgesamt 20 Mitarbeiterinnen der ERU MSM 20 des Oesterreichischen Roten Kreuzes unter schwierigsten Bedingungen ( Regen, Hitze, Sicherheit) sehr viel geleistet hier ein paar Zahlen.

  • 257 Latrinen wurden bis heute gebaut
  • 171 Betroffene bekamen Hygiene Promotion Training, diese werden als Peers in ihren Camps taetig sein.
  • Ueber 55.000 Betroffene wurden erreicht.

Einige Eindruecke:

World Water Day in Bentiu/Sudan

März 28, 2010 Von: Gerald Czech Kategorie: Sudan Noch keine Kommentare →

Hier ein englischsprachiger Blogbeitrag unseres Delegierten Jacques A SAGNA aus dem Sudan (Link zum Projekt)

World Water Day 2010 in Sudan

The design of the activities was developed that day along with Sudanese Red Crescent Society (SRCS) Bentiu branch volunteer manager Yassir Jafar.

In total 4 main activities were planned to be implemented during the World Water Day.

  • Advertisement of the activities through radio broadcasting and the use of a microphone and a car in Bentiu area. This advertisement to take place on the eve before world water day.
  • Sensitization of the population in a central place in Bentiu. The aim of this activity was to sensitize people on the maintenance of hand pumps and on the water related diseases.
  • To make this day known to many people, sign boards were to be installed in crowded places in Bentiu.
  • To reach more people especially those living in the remote areas out of Bentiu and with access to radio Bentiu, a radio session was planned along with representatives of the Ministry of Physical Infrastructure and the Ministry of Health and SRCS Bentiu branch.
SRCS car used to announce the World Water Day Program

SRCS car used to announce the World Water Day Program

Preparation and Marketing

The program started 2 days before the public ceremony with advertisement through Radio Bentiu, which is a new radio programme broadcasting in Arabic and Nuer. The evening before World Water Day a SRCS pick up car was used to spread the message deep into Bentiu quarters using either Arab or Nuer language.

A signboard to announce the event was positioned in a place where people meet frequently. Another signboard was positioned on the site of the event. Shades to protect from the heat and chairs were hired as well as a soundsystem and loudspeakers and 2 famous singers were requested to perform.

Signboard of World Water Day in the main market street in Bentiu

Signboard of World Water Day in the main market street in Bentiu

The public sensitization began at around 10 am with music and songs to attract  people. Then the program was opened by SRCS Bentiu Branch Director and Ministry of Physical Infrastructure DG. The maintenance of the hand pumps in Bentiu area was debated and water related diseases explained. After the opening ceremony, Quiz questions about water related diseases were asked to the attending public. Around 20 persons received gifts such as bathing soap, washing soap, washing powder for successful answers

The radio session took place in the evening, when most people are at home. The SRCS branch director and the SRCS volunteer manager were present to respond to people’s calls. People made phone calls to ask questions and/or to give comments. This radio session lasted for around 1 hour. The causes of the water related diseases and the way to avoid them were discussed during the radio session. The Bentiu radio manager was impressed about the lively response to this radio session and decided to give discount to SRCS for future events.

A female participant receiving gift from SRCS Bentiu branch Director after having given the correct answer to a question related to water related diseases.

A female participant receiving gift from SRCS Bentiu branch Director after having given the correct answer to a question related to water related diseases.

we proud to present: The ” Tippy Tap” and other Innovations from Tanzania!

Januar 31, 2010 Von: wernerlechner Kategorie: Tansania Noch keine Kommentare →

Während die Hardware mit einer verstopften Wasserentnahmestelle in aufweichenden Verhandlungen steht, mobilisiert die Software die Gemeinden.
Die Idee vom “Tippy Tap” wurde von den Hygiene Promotion Kurs Teilnehmern voll aufgenommen. Schon anderntags fanden wir ein funktionstüchtiges und stark im Einsatz befindliches Tippy Tap am Markplatz von Kimamba town installiert.

Ein stark im Einsatz befindliches Tippy Tap am Markplatz von Kimamba town

Ein stark im Einsatz befindliches Tippy Tap am Markplatz von Kimamba town

Unser Team in Tanzania

Januar 28, 2010 Von: wernerlechner Kategorie: Tansania Noch keine Kommentare →

Seit 17. Jaenner sind Bruno, Julia und Nina “Lili” in Tanzania im Einsatz.

Bruno Hoelzl

Bruno kommt aus Oberoesterreich. Er ist seit 1991 International fuer das Rote Kreuz taetig, zuletzt 2009 in Simbabwe.

Julia Diessl

Julia ist seit mehreren Jahren beim WatSan Team des LV Wien, sie war 2009 auch Teilnehmerin der IFRC Field School In Kenia, und hat dadurch schon einige Kontakte in Ost Afrika.

Nina "Lili" Sieberer

Nina "Lili" Sieberer

Nina kommt ebenfalls aus dem WatSan Team des LV Wien. Besonders ihr didaktisches Wissen wird fuer Hygiene Promotion sehr hilfreich sein.

IFRC Floods Operation Tanzania

Januar 23, 2010 Von: wernerlechner Kategorie: Tansania Noch keine Kommentare →

Ein Überblick :
Mehrere Regionen des Festlandes von Tansania erleben derzeit verheerende Überschwemmungen in Folge der laufenden schweren Regenfälle,  die in einigen Gebieten seit 24. Dezember anhalten.

Tanzania, von den Ueberschwemmungen betroffene Gebiete.

Tanzania, von den Ueberschwemmungen betroffene Gebiete.

Die Infrastruktur in den betroffenen Gebiete ist weitgehend zerstoert, einschließlich der  Straßen.
Eine beträchtliche Anzahl von Brunnen, die  wichtigste Quelle von Wasser für den familiären Gebrauch, sind verschmutzt. Aus diesem Grund haben tausende Familien keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Auch die Ernte und Weideland in den betroffenen Gebieten wurde zerstört. Die Mehrheit der betroffenen Familien sind derzeit in provisorischen Camps und öffentlichen Schulen untergebracht.

Eine von 25 Notunterkuenften im Bezirk Kiloa

Eine von 25 Notunterkuenften im Bezirk Kiloa. Photo: TRCNS

Families affected by floods evacuates to safer grounds.

Freiwillige der TRCNS verteilen NFI'S (Non food Items) an betroffene Familien. PHOTO by TRCNS

Familien warten auf Hilfe durchs Rote Kreuz und anderen Partnern. Photo by TRCNS.

Familien warten auf Hilfe durchs Rote Kreuz und anderen Partnern. Photo by TRCNS.

Das österreichische Rote Kreuz unterstuetzt die IFRC Operation mit der Entsendung von 4 Wasser und Hygiene Spezialisten. Deren Aufgabe ist es den Einsatz der Desaster Response Kit’s (ein Kit 10 ein Kt 2) gemeinsam mit dem RDRT (Regional Desaster Response Team) durchzufuehren.