Hilfe (un)erwünscht?!

ZivildienstÜber 500.000 Einsätze im Rettungs- und Krankentransport absolvieren unsere Rotkreuz-MitarbeiterInnen pro Jahr. Ob bei einem schweren Verkehrsunfall, bei einem Sturz mit dem Rad, bei einer Verbrennung oder beim Transport ins Krankenhaus – die Mission lautet: Das Leben von Menschen in Not und sozial Schwachen durch die Kraft der Menschlichkeit verbessern.

Die Realität dieser Hilfeleistung stellt sich nicht ganz so rosig dar. Immer öfter sehen sich unsere MitarbeiterInnen mit verbaler und körperlicher Gewalt konfrontiert.

Egal ob Zivildiener, berufliche/r oder freiwillige MitarbeiterIn – unsere RettungssanitäterInnen sind sehr gut ausgebildet und wissen, was im Einsatzfall zu tun ist. Die Belehrung durch –zugegeben oft im Stress stehende – Angehörige oder Beobachter erleichtert unsere Arbeit nicht. Auch nicht das Bespucken oder häufiger werdende körperliche Bedrohungen.

Aufgrund der Vorkommnisse der vergangenen Monaten und den Schilderungen, die mir in persönlichen Gesprächen vermittelt wurden, werden wir uns künftig noch intensiver mit dem Thema „Gewalt im Rettungsdienst“ beschäftigen. Ich will und kann es nicht verantworten, dass sich meine MitarbeiterInnen solch einer Gefahr aussetzen.

Ihr

Dr. Aichinger Walter

 

Copyright Beitragsbild: ÖRK/Kellner Thomas Holly

Schreibe einen Kommentar