Freiwilligentätigkeit darf nicht in EU-Arbeitszeitrichtlinie fallen!

SanhilfeprüfungFreiwilligkeit ist eine immens wichtige Stütze unseres  Sozialsystems. Verdeutlicht wird dies durch die Tatsache, dass sich beinahe jeder zweite Oberösterreicher freiwillig engagiert – sei es im Musik- oder Sportverein, bei der Freiwilligen Feuerwehr oder im OÖ. Roten Kreuz.

Auf europäischer Ebene wurde nun vor wenigen Wochen ein Arbeitspapier verfasst, welches auf die öffentliche Wirtschaft und auf die Leistungserbringer in der Daseinsvorsorge – dazu zählt auch das Österreichische Rote Kreuz –  abzielt: Geplant ist eine Limitierung der Wochenarbeitszeit auf 48 Stunden inklusive freiwilliger Tätigkeit.

Sollte Freiwilligkeit tatsächlich diesem Arbeitszeitrecht unterworfen werden, dann wäre das die größte bisher dagewesene Einschränkung in Sachen Freiwilligenarbeit und würde zudem einen nicht zu verkraftenden Einschnitt in einen grundrechtlich geschützten Bereich darstellen. Jeder Bürgerin, jedem Bürger soll es freigestellt sein, wie er seine Freizeit verbringt.

Wir können stolz darauf sein, dass Freiwilligkeit in unserem Bundesland einen hohen Stellenwert besitzt. Dies darf nicht durch unangebrachte Gesetzesregelungen unterbunden werden. Ein derartiges Verhalten verunsichert nicht nur die Freiwilligenorganisationen selbst, sondern die gesamte Bevölkerung.

Als Präsident einer der größten Freiwilligenorganisationen fordere ich somit:

  • Erleichterung der Freiwilligentätigkeit
  • Entbürokratisierung von sozialen, freiwilligen Hilfeleistungen
  • Klare Platzierung außerhalb der Erwerbsarbeit
  • Entsprechende Wertschätzung der Freiwilligenarbeit

Ihr Dr. Aichinger Walter
Präsident

Foto: OÖRK